Resident for Tax Purposes: Das passiert, wenn du auffliegst

Alle Fragen zu Jobs, Jobsuche, Arbeitsmarkt, Arbeitsbedingungen, Bewerbungen, Steuern etc.

Moderator: Yassakka

ThomasQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 06.01.2009 - 10:49

Beitragvon ThomasQ » 14.10.2009 - 16:52

Aus aktuellem Anlass noch ne Stellungnahme von mir:

Ja, man wird resident fuer tax, wenn man 6 Monate im fin. Year in Australien arbeitet. Der Haken ist, dass das Work&Holiday Visum aber keine Beschaeftigung erlaubt, die ueber 6 Monate bei einem Arbeitgeber geht! Wer das macht, kann wiederum Aerger mit der Immigration Office bekommen...

Die ganzen Geruechte usw. von wegen dass man einen Grossteil seines Geldes wiederbekommt, stimmen aber doch: Es gilt: Man zahlt Steuern als Non-resident (i.d.R. also 29%). Es gibt aber einen Steuerfreibetrag von $10.000 pro financial Year. D.h. jeder der BRUTTO unter $10.000 bekommt, kann damit rechnen, ca. 90% seiner Steuern wiederzubekommen.

Daher ist es ziemlich egal, ob man resident oder non-resident ankreuzt. Als resident bekommt man eben weniger zurueck, weil man weniger bezahlt hat. Erst wenn man ueber $10.000 verdient, kann das zu einem echten Problem werden. Die ATO nimmt das da nicht so genau, solange der Betrag ueberschaubar ist. Die Wissen ja auch, dass es mehr ne Formalitaet ist...
Bele
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 161
Registriert: 02.02.2007 - 12:55
Kontaktdaten:

Beitragvon Bele » 15.10.2009 - 13:13

@Thomas:

Sorry, aber was Du hier schreibst ist schlicht und einfach unrichtig.

Es gibt einen Steuerfreibetrag, dieser betraegt 6000 AUD. In Genuss dieses Freibetrages kommt man nur, wenn man ein Resident fuer Tax Purposes ist. Resident fuer Tax Purposes ist man nur, wenn man im Steuerjahr mind. 6 Monate in einer Region/Stadt gelebt hat, unabhaengig davon, wie lange man in diesem Steuerjahr gearbeitet hat.

Man wird nicht resident fuer Tax Purposes wenn man im Steuerjahr mind. 6 Monate gearbeitet hat, Resident hat was mit dem Wohnort zu tun. Wer sechs Monate arbeitet, dies aber in unterschiedlichen Regionen tut, ist kein Resident fuer Tax Purposes. Und als Non Resident hat man keinen Anspruch auf den Steuerfreibetrag.

Cheers,
Bele

PS: Ein Statement wie
Die ATO nimmt das da nicht so genau, solange der Betrag ueberschaubar ist. Die Wissen ja auch, dass es mehr ne Formalitaet ist...
ist nicht sehr hilfreich und irrefuehrend. Erstens schauen die auf jeden Cent (das sind Finanzbeamte), zweitens unterhalten sich die Behoerden in Oz, und drittens sind die Arbeitgeber verpflichtet, alle Daten ans Amt zu melden. Da faellt alles auf.
ThomasQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 06.01.2009 - 10:49

Beitragvon ThomasQ » 15.10.2009 - 16:58

@Bele: Sorry, ich will hier keine falschen Informationen verbreiten, aber ich hab diese Infos aus einer Tax Agency... Und bei mir war das auch exakt so, wie beschrieben...

Diese $10.000 hat mir der Typ erklaert, als obs ein Steuerfreibetrag waer - vielleicht ist der Name Steuerfreibetrag falsch, aber die Grenze von $10.000 scheint irgendwie doch wichtig zu sein...

Vielleicht hast du ja ne erklaerung, ich geb dir mal ein paar Zahlen:

Ich hab (zusammen mit meiner Freundin) 3 Monate in einem Roadhouse gearbeitet. Wir haben beide ca. $12.000 Brutto verdient und jeweils $2.500 Steuern gezahlt (was schonmal komische 21%, weder 15% noch 29% sind).
Wir bekommen beide ca. $2.000 zurueck, weil ich die gezahlten Steuern bis zum betrag von $10.000 Brutto zurueckfordern kann. Hat die ATO bestaetigt.

Im gleich Roadhouse war ein maedel aus den USA, die hat $9.000 verdient und bekommt auf den Dollar alle Steuern (ca. $1500) zurueck.

Wenns nicht so ne Art Steuerfreibetrag ist, frag ich mich, warum wir denn dann keine Steuern zahlen muessen/die Steuern wiederbekommen bzw. warum wir ab $10.001 Steuern zahlen... Und das alles auf non-resident uebrigens...

Die einzig logische erklaerung fuer mich ist das mit der $10.000-grenze...?!?


PS: Ein Statement wie
Zitat:
Die ATO nimmt das da nicht so genau, solange der Betrag ueberschaubar ist. Die Wissen ja auch, dass es mehr ne Formalitaet ist...
ist nicht sehr hilfreich und irrefuehrend. Erstens schauen die auf jeden Cent (das sind Finanzbeamte), zweitens unterhalten sich die Behoerden in Oz, und drittens sind die Arbeitgeber verpflichtet, alle Daten ans Amt zu melden. Da faellt alles auf.


Das ist einfach nur schlecht ausgedrueckt. Ich meine, dass es denen relativ egal ist, ob man 15% Steuern zahlt und 15% Steuern wiederbekommt oder ob man 29% zahlt und 29% wiederbekommt. Klar ist das von der Form her nicht richtig, aber wenn man versehentlich das Falsche angekreuzt hat, muss man nicht damit rechnen, an den Pranger gestellt zu werden. Darum gings mir.
turin
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 777
Registriert: 20.09.2007 - 15:12

Beitragvon turin » 16.10.2009 - 06:15

@Thomas:


Hast du deine Steuererklaerung selbst gemacht, ueber etax, oder hast du es eine Agentur machen lassen?

Der regulaere Steuerfreibetrag betraegt immer 6000 Dollar, fuer jedes Einkommen eines Residents for Taxation Purposes. Darueber hinaus gibt es den sogenannten "Low Income Threshold", welcher bedeutet, dass Niedrigverdiener zusaetzliches Einkommen steuerfrei abrechnen koennen. Wenn ein Resident weniger als 30.000 Dollar im Jahr verdient, erhaelt er somit einen praktischen Steuerfreibetrag von bis zu 12.500 Dollar.

Wenn man seine Steuererklaerung mit etax macht, kann man ganz einfach pruefen, wie der Unterschied zwischen Non-Resident und Resident aussieht. Man aendert einfach nur das entsprechende Haekchen bei der Frage. Letztes Jahr hab ich das so geprueft...bei Resident hatte ich 4200 Dollar Erstattung, bei Non-Resident ganze 58 $.

Etax ist der regulaere Weg, online seine Erklaerung zu machen. Wenn man es per Papier macht, kommts aufs gleiche raus (der Beamte jagt einfach nur den Bogen durchs Etax-Programm). Der Effekt ist immer gleich = Non-Residents sehen praktisch gar nichts in Sachen Rueckzahlung, das liegt in der Natur des Systems.

Daher habe ich den Eindruck, du hast eine Agentur verwendet. Die geben dich immer als Resident an, sonst verdienen sie kein Geld. Das ATO schickt immer ein Schreiben, in dem die Rueckzahlung bestaetigt wird. Nur geht dieses Schreiben davon aus, was fuer Angaben bei der Erklaerung gemacht wurden.
ThomasQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 06.01.2009 - 10:49

Beitragvon ThomasQ » 16.10.2009 - 11:13

@Turin:

Ja, ich war bei einer Agency (in cairns). Die haben sich meine Papiere angeguckt (und die meiner Freundin) und da wir nur 21% Tax im Roadhouse bezahlt haben, gabs die Auskunft, dass wir beide Stueuern (je etwa $1000) NACHZAHLEN muessen. Da man aber so oder so ne Steuererklaerung machen muss, haben wir uns dazu durchgerungen, eben pro Person die $1000 nachzuzahlen. Die Agency hat uns also auch nicht als Resident angegeben. Jetzt kommts: Von der ATO ging ein Schreiben bei der Office ein, dass wir anstatt $1000 zu zahlen, pro Person $2000 REFUND bekommen. Daraufhin hab ich in der Agency nochmal gefragt, wie das denn sei und dann erst die Auskunft mit den $10.000 erhalten...
Die Initiative zur Steuerrueckzahlung kam also von der ATO selbst und auch die Agency meinte ja erst, dass wir nix bekommen und sogar zahlen muessen...

So ganz hab ichs auch nicht verstanden, aber die $10.000 sind nach Auskunft der Tax Agency der Ausschlaggebende Punkt.

Gruss! Thomas
turin
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 777
Registriert: 20.09.2007 - 15:12

Beitragvon turin » 16.10.2009 - 11:30

Also den Betrag von 10.000 Dollar kann ich so nicht nachvollziehen. Am ehesten meinten die den Gesamtbetrag, den ich oben beschrieben hatte, inkl. des Low Income Rebate. Eine andere Regelung gibt es nicht. Mich ueberrascht die Entscheidung aber nicht, denn anscheinend wurdet ihr einfach als Residents bewertet, von wem genau auch immer. Die Nachzahlung ist absolut korrekt und kommt, ueber den Daumen gepeilt fuer einen Non-Resident-Satz hin.

Da aber eine Agency darin verwickelt war, weiss ich nicht, wer da am Ende den Ausschlag gegeben hat. Vielleicht hat euch auch die Agency Quatsch erzaehlt und euch einfach am Ende als Residents angegeben, um ihren Anteil einzustreichen. Was auch immer passiert ist, die Rueckzahlung bedeutet, dass ihr am Ende als Residents gerechnet worden seid. Kein Non-Resident wuerde jemals eine derartige Rueckzahlung erhalten.

Grundsaetzlich rate ich von der Verwendung von Agenturen, vor allem solchen, die unter Backpackern bewerben, komplett ab. Die australische Steuerbehoerde hat in der Vergangenheit schon mehrere wegen Betrugs aus dem Verkehr gezogen, immer war das Vorgehen das gleiche - die Agentur rechnet die Backpacker als Residents ab, auf mehr oder weniger legale Art und Weise.
ThomasQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 06.01.2009 - 10:49

Beitragvon ThomasQ » 17.10.2009 - 09:56

Hey Turin!

Hmm... vielleicht hast du recht und die haben hinter unserem Ruecken was geaendert. Wobei ich mir das auch irgendwie nicht vorstellen kann. Geld kassieren die ja auch, wenns keine Rueckzahlung gibt. Wir haben aber auch unsere gesamten Angaben schriftlich, auf denen non-resident angekreuzt ist.

Weisst du was ueber den Faktor: Saisonarbeit im Outback? Das Roadhouse war in Oodnadatta (SA) und die Arbeit dort zaehlt auch zu den 88 Tagen fuers zweite Visum. Ich weiss, dass man eigentlich 183 Tage in remote Areas arbeiten muss, um das steuerrechtlich geltend machen zu koennen, aber vielleicht hat es was mit dem Ort zu tun?

@Alle: Tut mir leid, wenn meine Aeusserungen irrefuehrend waren. Hoert nicht auf mich! ;)
turin
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 777
Registriert: 20.09.2007 - 15:12

Beitragvon turin » 17.10.2009 - 17:32

Wir haben aber auch unsere gesamten Angaben schriftlich, auf denen non-resident angekreuzt ist.


Na ja, ich will niemand des Betrugs anklagen, aber ich sags mal so...wenn ihr das auf dem Papier gemacht habt, dann haben die das eh extra noch mal per Computer wiederholt und koennen dann dort ankreuzen, was sie eben ankreuzen. Sehr beliebt es es auch bei den Agenturen, die Kunden (also euch) einen Wisch unterschreiben zu lassen, wo im Kleingedruckten steht, dass ihr mit eurer Unterschrift bestaetigt, Residents for Taxation Purposes zu sein. Somit ist die Agentur aus dem Schneider, wenn es doch ans juristisch eingemachte geht und was ihr auf dem Papier ausgefuellt habt, wird dann eben als Irrtum/Fehler abgetan. Normalerweise pfuschen Agenturen da, wenn sie einen prozentualen Anteil von eurer Rueckzahlung erhalten bzw. ihr einen Mindestbetrag erstattet bekommen muesst, bevor sie eine Gebuehr erheben koennen. Ich weiss ja nicht, wie es bei euch war. Aber sagen wir's mal so...wenn aus einer 1000 $-Nachzahlung auf einmal eine 2000 $-Rueckzahlung wird, dann ist das...ungewoehnlich. ;-)

Ich weiss, dass man eigentlich 183 Tage in remote Areas arbeiten muss, um das steuerrechtlich geltend machen zu koennen, aber vielleicht hat es was mit dem Ort zu tun?


Ich kann grad nicht folgen, auf welche Bestimmung beziehst du dich? Die Remore Areas Allowance? Die gilt ohnehin nur fuer Residents for Taxation Purposes. Denkst du, ihr habt deswegen Geld zurueckbekommen? Glaub ich eher nicht, aber ich will mich nicht festlegen, hab mich in dieser Hinsicht nicht genug belesen.
Bele
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 161
Registriert: 02.02.2007 - 12:55
Kontaktdaten:

Beitragvon Bele » 18.10.2009 - 07:40

Die 183 Tage fuer Remote Areas gilt nur fuer Residents, die in Remote Areas arbeiten, und es muessen diese 183 Tage (was praktisch ein halbes Jahr ist) sein. Diese Allowance gibts fuer Minenworker und Outback Stations, weil die Lebenskosten im Outback hoeher sind als in der Stadt.

Und ansonsten, wie die anderen bestaetigt haben, es gibt den Freibetrag von 6000 AUD fuer Residents. Habt ihr den Steuerbescheid von der ATO, oder hat den die Agency behalten, weil da muessten noch mehr Infos drauf stehen. Und es klingt ziemlich wirr was die machen - am besten immer noch selber machen, dafuer gibt es ja eTax.

Bele

PS: Ich muesste auch mal meine Steuererklaerung fuer letztes Jahr machen... die Frist laeuft zum 31.Oktober aus ....
ThomasQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 06.01.2009 - 10:49

Beitragvon ThomasQ » 21.10.2009 - 16:23

Hey!

Also wir haben von der Agency nur die Cheques zugeschickt bekommen. Also haben die den Wisch behalten, auf dem die Abrechnung ist...

Weiss jemand von euch, ob ich diesen Wisch fuer naechstes Jahr brauche? Dann kuemmer ich mich lieber jetzt darum, als das dann machen zu muessen...

Was die 183 Tage Arbeit im Outback angeht, weiss ich nicht wirklich viel. Das mit dem Resident dafuer ist mir bekannt, aber die Besitzer haben mir gesagt, dass ich mehr Steuern wiederbekomme als in der Stadt (wobei die ja einfach keine Ahnung haben koennen, wie das aufm Work&Holiday ist)...

Gruss! Thomas
turin
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 777
Registriert: 20.09.2007 - 15:12

Beitragvon turin » 22.10.2009 - 02:18

Weiss jemand von euch, ob ich diesen Wisch fuer naechstes Jahr brauche?


Wenn du naechstes Jahr deine Steuer selber machst, was ich stark empfehlen wuerde, dann brauchst du die Referenznummer, die auf dem diesjaehrigen Steuerbescheid abgedruckt ist. Mit der loggst du dich bei etax naechstes Jahr dann ein und deine persoenlichen Daten werden von der diesjaehrigen Erklaerung uebertragen. Zur Not solltest du die Referenznummer aber auch auf telefonische Anfrage erhalten koennen (die anderen Moeglichkeiten zum ID-Abgleich sind fuer WHVler nicht so optimal). Aber im Sinn der Vollstaendigkeit wuerde ich mir an deiner Stelle den Zettel von der Agentur besorgen.
ThomasQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 06.01.2009 - 10:49

Beitragvon ThomasQ » 22.10.2009 - 06:50

Danke dafuer! Dann werd ich die mal anschreiben...

Noch ne Frage zu einem zweiten Job: Laut Homepage der ATO muesste ich da 59% Steuern zahlen. Bekommt man die Differenz zu den 29% normalem Satz in der Steuererklaerung zurueck? Ansonsten wuerd sich das ja nicht wirklich lohnen, nen zweiten Job anzunehmen...

Gruss! Thomas
Bele
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 161
Registriert: 02.02.2007 - 12:55
Kontaktdaten:

Beitragvon Bele » 08.11.2009 - 07:16

Jep, den ATO Bescheid braucht ihr fuer die Folge Jahre Steuererklaerung, weil damit die Identitaet geklaert wird.

Und ich hab grad so vor Fristablauf meine Steuerklaerung mit eTax gemacht - 4 Stunden ein bissel lesen, und 10 Tage spaeter jede Menge Geld zurueck. Zur Info: Ich bin ein richtiger resident bis auf die Staatsbuergerschaft...
KASLOWSKI
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 4
Registriert: 23.06.2009 - 12:27

Beitragvon KASLOWSKI » 20.11.2009 - 08:53

Hi,
hab da noch ein paar offene Fragen was diese ganze Steuersache betrifft, wäre schön wenn mir jemand weiter helfen könnte....
Mein letzter Arbeitgeber wollte, das ich Resident ankreuze ( mit der Begründung "das ist schon richtig so").
Ich hab also die ganze Zeit nur 13 % bezahlt ...(jetzt hab ich einen Arbeitgeber bei dem ich 29% bezahlen muss)
Was könnte mir beim Taxback passieren ??(Strafe? wenn ja wie hoch, Nachzahlung ?)

Nachdem ich alle Forenbeiträge gelesen hatte, ist mir aufgefallen das ich als NON-RESIDENT ja sowieso fast keine Steuern zurück erstattet bekomme ? Ist das richtig ? Kann mir jemand sagen zu welchen Prozentsatz, man die Steuern zurück bekommt?

Wie verläuft das eigentlich mit diesen Superannuation ?Ist das in den Steuern enthalten?.

Ich weiß das sind recht viele Fragen, mich nervt es jedoch immer auf Gerüchte ("ich hab da ma was gehört") hören zu müssen, weil ich es ja selber nicht weiß.
Da ihr jedoch einen recht belesenen Eindruck hinterlasst, verspreche ich mir da konkreter Aussagen als von anderen Backpackern.

Danke schon ma

Gruß Felix
ThomasQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 06.01.2009 - 10:49

Beitragvon ThomasQ » 20.11.2009 - 09:32

Hallo Kaslowski!

Eine Strafe erwartet dich nicht, wenn du nur 15% gezahlt hast. Aber eine Nachzahlung, wenn du ehrlich bist - also non-resident in deiner Stuererklaerung angibts - erwartet dich dann hoechstwahrscheinlich schon. Den Betrag kannst du ja in etwa abschaetzen, wenn du weisst, wieviel Steuern du auf 15% gezahlt hast.
Illegal wirds nach meinen Informationen erst, wenn du falsche Angaben in deiner Steuererklaerung machst, nicht beim Vertrag ausfuellen. Bin mir da aber nicht zu 100% sicher.

Bei den anderen Fragen kann ich dir leider nicht helfen...

Gruss! Thomas
PatrickCh1986
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 404
Registriert: 02.05.2006 - 20:47
Wohnort: 27 , Hong Kong

Beitragvon PatrickCh1986 » 20.11.2009 - 09:45

Superannuation ist was Anderes.

Du bekommst jede Woche 10 % deines Gehalts auf ein extra Konto eingezahlt, das superannuation konto., ich glaube es sind 10 % ?

Wenn du australien verlaesst,kannst du dir das Konto auszahlen lassen.

das hat nichts mit der Steuer zu tun.
**** vom 20. August 2006 bis 1 September 2008 in Australien ****
**** Seit April 2009 in Asien ***

+++ in Hong Kong, English Teacher +++

http://www.getjealous.com/paddydownunder
Bele
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 161
Registriert: 02.02.2007 - 12:55
Kontaktdaten:

Beitragvon Bele » 20.11.2009 - 12:14

Super ist die Rentenabsicherung.
Der AG zahlt 9% deines Bruttolohnes in einen Superfund ein, dem du ihn angeben musst. Diese 9% werden nicht von deinem Gehalt abgezogen, die traegt der AG alleine. Hinweis: Nicht alle AG zahlen Super, meine zwei Restaurants haben zB nix gezahlt, dafuer aber McDonalds und Woolworths. Der AG kann bestimmen, welche Superfunds er unterstuetzt, oder er zahlt in einen existierenden Ssuper ein.
Beispiel: Woolworths zahlt nur in den REST Super, wenn du einen anderen Super hast musst du dir einen extra Super bei REST anmelden.

Die 9% werden normalerweise angelegt (je nach Anlagestrategie deines Funds) und bei Erreichung des Rentenalters ausgezahlt (einmalig oder als Rente). Wenn Du als Auslaender Australien endgueltig verlaesst, kannst Du Dir den Super aber auszahlen lassen. Dafuer den Super kontaktieren, und deswegen ist es auch wichtig alle Unterlagen zum Super zu behalten und Adressen mit denen Upzudaten.

Einige Arbeitgeber zahlen auch einen hoeheren Super, die 9% sind aber die Norm.

Zur Besteuerung:
Eine Strafe fuer den falschen Steuersatz beim Lohnabzug musst du nicht befuerchten. Du musst aber korrekterweise bei der Steuererklaerung deinen wahrsscheinlichen NICHT-Resident Status angeben, so dass Du dort mit einer Nachzahlung der Differenz rechnen musst. Steuersaetze gibts bei der ATO. Als resident zahlst du nur 15% Steuern in der unteren Einkommensgruppe mit 6000 Dollar Freibetrag, als Nicht Resident zahlst Du 29% untere Einkommensgruppe mit ohne Freibetrag.
Ein Steuerrechner kannst Du hier finden. Mehr Infos zu Steuern und dem oftmals heissdiskutiertem Resident/Non-Resident Status (and even more) hier im Forum in diesem Thread.
KASLOWSKI
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 4
Registriert: 23.06.2009 - 12:27

Beitragvon KASLOWSKI » 22.11.2009 - 00:29

Danke für die bisherigen antworten ..
Hätte jedoch noch eine Frage.

Was passiert wenn, ich bei der Steuererklärung angebe das ich Resident bin (obwohl ichs nicht bin ) und die bekommen das raus ?
Bele
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 161
Registriert: 02.02.2007 - 12:55
Kontaktdaten:

Beitragvon Bele » 22.11.2009 - 03:26

Es passiert das selbe was in D passiert wenn Du eine falsche Steuererklaerung machst:

1. Du musst Steuern nachzahlen und
2. Du musst eine Strafzahlung leisten und
3. Dir werden Strafzinsen auf die ueberfaellige Steuer angerechnet.

Zusaetzlich kann Dir folgendes passieren.

4. Falls Du nicht zahlst, und ein neues Visa beantragst, wird Dir dieses verwehrt werden (fuer den Fall dass Du ausserhalb Oz's bist), d.h. keine Einreise ohne Nachzahlung.
5. Du kannst auf eine Sperrliste gesetzt werden, dass du ueberhaupt kein Visa mehr bekommst.

Ob du jetzt ausgewiesen werden kannst, weiss ich nicht. Hier kommt es sicher auf die Hoehe der nachzuzahlenden Steuer an.
Inwieweit australische und deutsche Behoerden zusammenarbeiten um die Steuer zu bekommen, kann ich dir auch nicht sagen, und bei den geringen Geldbetraegen eines durchschnittlichen Backpackers werden die das auch nicht machen.

ABER nochmal der Hinweis:

Leute, ihr seid zu Gast in Australien. Bitte benehmt Euch dementsprechend. Trinkt keinen Alkohol auf der Strasse, geht nicht klauen und seid ehrlich bei der Steuer. Das erwartet ihr doch auch von Besuchern in D, oder?

Cheers
Bele
sunrise
Reisebine Redakteur
Reisebine Redakteur
Beiträge: 962
Registriert: 13.08.2003 - 08:33
Wohnort: Berlin

Beitragvon sunrise » 22.11.2009 - 06:25

Bele hat geschrieben:.
Leute, ihr seid zu Gast in Australien. Bitte benehmt Euch dementsprechend. Trinkt keinen Alkohol auf der Strasse, geht nicht klauen und seid ehrlich bei der Steuer. Das erwartet ihr doch auch von Besuchern in D, oder?
Cheers
Bele


Na da stimme ich einfach mal voll und ganz zu.
Work & Travel Australien 2004/2005 & Neuseeland 2008/2009

Zurück zu „Jobs, Arbeiten & Steuern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast