Resident for Tax Purposes: Das passiert, wenn du auffliegst

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Yassakka
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Beitragvon Yassakka » 10.08.2012 - 19:11

Bobbe1981 hat geschrieben:Hierfür müsste mir aber der AG einen falschen Payslip aushändigen! Welchen ich doch bei der Steuererklärung mit angebe oder?


Richtig. Auf dem Payslip steht es drauf. Aber wenn man nur kurz bei einem AG arbeitet oder dort die Payslips erst mit Verzögerung verteilt werden oder man den Payslip nicht versteht/nicht genau anschaut, kann es trotzdem passieren.
Gerade beim fruit picking, wo man gerne mal auch tageweise auf verschiedenen Farmen arbeitet, passiert das leicht.
Berichte und Blog zu meinen bisher drei Australienreisen: australienberichte.de
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Beitragvon Bobbe1981 » 10.08.2012 - 19:24

Na dann hoffe ich mal das mir das nicht passiert! Eine Beschwerde wird bei solch unseriösen Arbeitgebern dann wohl nicht viel bringen und den Ärger nicht Wert sein? Oder gibt es hierfür eine Stelle die sich um solche Betrügereien kümmert?
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Beitragvon Bobbe1981 » 10.08.2012 - 19:41

Jetzt habe ich zufällig entdeckt dass seit dem 1.7.2012 neue Steuersätze gelten.

http://www.ato.gov.au/individuals/conte ... /12333.htm

Dann würde man ja als Resident bis 18200 $ im Steuerjahr gar keine Steuer mehr bezahlen.
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Beitragvon Ranco » 11.08.2012 - 08:08

Bobbe1981 hat geschrieben:Na dann hoffe ich mal das mir das nicht passiert! Eine Beschwerde wird bei solch unseriösen Arbeitgebern dann wohl nicht viel bringen und den Ärger nicht Wert sein? Oder gibt es hierfür eine Stelle die sich um solche Betrügereien kümmert?


Fair Work Australia ( http://www.fwa.gov.au/ ) sollte dir da weiterhelfen.
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Beitragvon OzTravelGuy » 11.08.2012 - 10:30

Ranco hat geschrieben:
Bobbe1981 hat geschrieben:Oder gibt es hierfür eine Stelle die sich um solche Betrügereien kümmert?


Fair Work Australia ( http://www.fwa.gov.au/ ) sollte dir da weiterhelfen.


Das ist uebertrieben.
"Betrug" im strafrechtlichen Sinn ist ein Vermoegensdelikt, das hier nicht vorliegt.

Bei der Abgabe der Tax File Declaration gibt man seinen Tax Resident Status an, nach dem einen der Arbeitgeber besteuert. Kommt es da zu Unregelmaessigkeiten oder zu einer Aenderung des Tax Resident Status kann das voellig legal und stressfrei ueber die Steuererklaerung ausgeglichen werden. Dazu sind Steuererklaerungen schliesslich da.

Wenn ich merke, dass mich mein Arbeitgeber falsch besteuert, sollte ich ihn darauf hinweisen. Aber dem Arbeitgeber entstehen dadurch weder Vor- noch Nachteile. In dem Zusammenhang "Betruegerei" zu unterstellen, ist weit hergeholt. Das Geld wird lediglich temporaer anders verteilt. Der Ausgleich findet ueber die Steuererklaerung statt.
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Beitragvon Bobbe1981 » 11.08.2012 - 11:26

OzTravelGuy hat geschrieben:Bei der Abgabe der Tax File Declaration gibt man seinen Tax Resident Status an, nach dem einen der Arbeitgeber besteuert. Kommt es da zu Unregelmaessigkeiten oder zu einer Aenderung des Tax Resident Status kann das voellig legal und stressfrei ueber die Steuererklaerung ausgeglichen werden. Dazu sind Steuererklaerungen schliesslich da.

Wenn ich merke, dass mich mein Arbeitgeber falsch besteuert, sollte ich ihn darauf hinweisen. Aber dem Arbeitgeber entstehen dadurch weder Vor- noch Nachteile. In dem Zusammenhang "Betruegerei" zu unterstellen, ist weit hergeholt. Das Geld wird lediglich temporaer anders verteilt. Der Ausgleich findet ueber die Steuererklaerung statt.


Es ging ja primär um diese Stelle:
In Ausnahmefällen (ich hatte mal so einen) kreuzt du "non-resident" an und bekommst auch entsprechend Lohn ausgezahlt, stellst hinterher aber fest, dass dein AG dich mit 13% angemeldet hat und die Differenz einfach selbst eingesteckt hat.


Das geht ja nur wenn er mir einen gefälschten Payslip ausstellt. Und das fällt mir ja sofort auf. Also in meinen Augen ist das schon betrug. Denn später bei der Steuererklärung wird ja vermutlich nur auffallen, dass für mich nur 13% anstatt 29% abgeführt wurden. Wenn ich jetzt nicht über nen beleg nachweisen kann, dass ich aber 29% abgezogen bekommen habe bleibt das ja wohl an mir hängen.
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Beitragvon Matze87 » 23.09.2012 - 21:25

Hallo, ich beschäftige mich seit Monaten mit der resident frage und finde alle Arten von Antworten.
Jetzt bin ich beim ATo auf diesen Satz gestoßen.
have been in Australia for more than six months of the income year
(unless your usual home is overseas and you do not intend to live in Australia - for example, you are a working holiday maker)

Bin nicht der beste in Englisch aber ich meine zu verstehen das es nicht unbedingt mit den 6 Monaten zu tun hat um als resident zu gelten?
http://www.ato.gov.au/individuals/conte ... /33860.htm
täusch ich mich da
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Beitragvon becker09 » 23.09.2012 - 22:48

Der Satz sagt übersetzt lediglich dass du als Resident for Tax purposes betrachtet wirst wenn du mehr als 6 Monate des Einkommensjahres in Australien gewesen bist, jedoch nicht wenn du normalerweise im Ausland lebst und nicht vorhast in Australien zu leben (was bei einem Working Holiday Maker der Fall ist.)

Ich weiß nicht ob das deine Frage beantwortet, aber es reicht in keinem Fall aus, einfach mehr als 6 Monate in Australien gewesen zu sein. (Habe deinen letzten Satz nicht so ganz verstanden :smile: )
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Beitragvon Matze87 » 24.09.2012 - 00:12

achso ok. naja ichj bekomme über Taxback.com ein teil meiber Steuern zurück. War aber nur 4,5 Monate in Australien und der Betrag ist recht hoch. Will kin Betrug machen.
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Beitragvon Chacco » 24.09.2012 - 08:07

Matze87 hat geschrieben:War aber nur 4,5 Monate in Australien und der Betrag ist recht hoch. Will kin Betrug machen.

Interessant....Ein Freund von mir hat das auch über Taxback versucht, da er aber nur 5 1/2 Monate in Thailand war, sagten selbst die Angestellten dort, dass es nicht klappt.
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Beitragvon Matze87 » 24.09.2012 - 09:36

ja echt komisch. Ich vermute die haben mein Ausreisedatum gefällscht um 2 Monate. Wenn ich dann mal wieder nach Australien gehe wander ich direckt in den Knast :shock: .
Bekommt man irgendwelche Dokumente vom ATo wenn man mit TAXback.com arbeitet.
Ich hab mal eines angefordert darauf stans Ms und nicht Mr vorm meinem Namen.
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Beitragvon OzTravelGuy » 25.09.2012 - 07:42

Chacco hat geschrieben:da er aber nur 5 1/2 Monate in Thailand war, sagten selbst die Angestellten dort, dass es nicht klappt.

Ist ja auch kein Wunder, da ein Aufenthalt in Thailand fuers ATO total irrelevant ist ;-)
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Beitragvon Chacco » 25.09.2012 - 09:05

OzTravelGuy hat geschrieben:
Chacco hat geschrieben:da er aber nur 5 1/2 Monate in Thailand war, sagten selbst die Angestellten dort, dass es nicht klappt.

Ist ja auch kein Wunder, da ein Aufenthalt in Thailand fuers ATO total irrelevant ist ;-)

Ooops, Australien natürlich :)
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Beitragvon rufusluk » 19.01.2013 - 05:26

Steuern Steuern Steuern.

Auch mich beschaeftigt dieses Thema sehr, da ich bald aus Australien abreisen werde.

Ich bin schwer davon ausgegangen keine Steuern zurueckzubekommen, weil ich oftmals gehoert habe, dass ich als Backpacker keine Steuern zurueckbekomme. Und auch, dass ich den Steueragencies nicht trauen soll, wenn sie etwas anderes sagen. Doch waren diese Beitragee oftmals von 2006.

Folgendes:

Ich habe bei all meinen Arbeitgebern "Resident for Tax-Purposes" angekreuzt.

jetzt war ich bei PeterPan und Taxback.com in einer Sprechstunde und beide haben mir versichert, dass ich in Bezug auf Steuern ein "Resident for Tax-Purposes" sei, sobald ich mich 6 Monate lang in Australien AUFHALTE. Von 6 Monaten an einem bestimmten Ort war dabei keine Rede.

Nun kenne ich auch die Version, dass man als "Resident for Tax Purposes" gilt, sobald man 6 Monate lang an EINEM ORT lebt. Ob man nun lebt 6 Monate lebt oder einen Arbeitgeber in demselben Ort fuer 6 Monate hat, ist laut Infoquelle das selbe.


Falls die Info der Agencies richtig ist: Great!

Falls diese falsch sein sollte: Ich lebte in Newcastle von Februar bis Anfang August 2012, was 6 Monate sind. Ich bin mir nicht sicher, ob es nun knapp 6 Monate waren und nur paar Tage fehlten, oder ob es definitiv 6 Monate gewesen sind. Waehrend dieser Zeit habe ich Hostels und Wohnungen gewechselt, koennte also nur teilweise belegen, dass ich 6 Monate (oder eben knappe) 6 Monate in Newcastle verbracht habe. Gearbeitet habe ich kaum.

Anhand dieser Info: Falle ich in die Kategorie "Resident for Tax-Purposes"?

Danke euch fuer Eure Hilfe!
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Beitragvon Chacco » 19.01.2013 - 07:16

Offiziell nicht, aber du solltest damit durchkommen.
Allerdings hast du dich eh immer als Resident ausgegeben und entsprechend niedrige Steuern gezahlt.
Die Rückzahlung wird also, falls du damit durchkommst, eh sehr niedrig ausfallen.
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Beitragvon rufusluk » 19.01.2013 - 10:16

Danke Chacco.

Welche meiner beiden Informationsquelle ist offiziel nicht moeglich, aber ich sollte damit durchkommen? Die der Agencies oder die der anderen Informationsquelle?

Bei 2000 gezahlten Steuern, wieviel kriegt man da so raus?

Wenn ich mich immer als Resident ausgegeben habe und damit schon weniger Steuern gezahlt habe: besteht, bei Auffliegen, die zuruckzuzahlende Summe immer aus der Differenz aus zu zahlenden Steuern als Non-Resident und der tatsaechlich gezahlten Steuersumme?
Chacco
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Beitragvon Chacco » 19.01.2013 - 13:45

Naja, 6 Monate an einem Ort reichen nicht, man sollte in dieser Zeit auch überwiegend arbeiten.
Ich war damals bei einer normalen Tax Agency und musste meinen Mietvertrag vorlegen.
Die Gesetze sind schwammig, es gibt immer Schlupflöcher.
Wieviel du zurückbekommen würdest, kann ich dir auch nicht sagen, vielleicht 2-300 $, schliesslich hast du ja die ganze Zeit den niedrigen Steuersatz gezahlt.
Wenn es auffliegt, musst du halt die Differenz der gezahlten Steuer zur offiziellen Steuern für Non-Residents zahlen, plus Strafe. Wird dann deutlich teurer, als 2-300 $.
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Beitragvon rufusluk » 21.01.2013 - 00:22

Meines Wissens nach habe ich 29 -31% Steuern gezahlt, was auch nicht ohne ist. Ich dachte man kriegt einen Großteil der gezahlten Steuern zurück, was bei 2000 AUD Steuern mehr sei als 2-300$ wie ich dachte. :)

Arbeiten verstehe ich, nur gibt es auch andere Residence Tests mit Studium. Und da zählt Studium von einem Semester auch sehr qualifizierend.
Ich werd mal zum richtigen Taxation Office düsen, nicht zu den komischen Agencies. :)
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Beitragvon Flintz » 21.01.2013 - 11:24

Nur mal so aus Interesse: Wie ist das denn, wenn man einmal als Resident for Tax Purposes gilt? "Behält" man den Status dann? Sprich wenn man jetzt ein halbes Jahr an einem Ort war, dort auch die meiste Zeit bei einem Arbeitgeber gearbeitet hat und sonst alle Kriterien erfüllt, danach aber wieder eine Zeit lang reist, aus Australien fliegt (also, mit dem Flugzeug, nicht rausgeschmissen werden x) oder sich sonst irgendwie verhält, weswegen man kein Resident fTP werden würde?
Errare humanum est. ;)

Weitere Tipps, Infos, Berichte und viele Fotos findet ihr auch immer in meinem Blog: http://vincentsjourney.wordpress.com/
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Beitragvon Yassakka » 21.01.2013 - 19:47

Ein Steuerstatus gilt natürlich immer für ein financial year - im nächsten financial year kann das wieder anders aussehen.
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