Jobprobleme in Australien

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Catchmeifyoucan
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Jobprobleme in Australien

Beitragvon Catchmeifyoucan » 12.04.2014 - 21:25

Hallo :)

habe mich heute nach langem mitlesen auch mal hier angemeldet um mein Problem zu schildern :razz:
Habe heute meinen Eltern und meiner Schwester erklärt das ich nach meiner Schulzeit ab Oktober work&travel in Australien machen will. Diese waren aber alles andere als begeistert :roll:
Sie glauben das es sehr schwierig ist in Australien einen Job zu finden aufgrund der großen Anzahl an Backpackern und das diese oft auch schlecht behandelt und bezahlt werden, da wenn man sich beschwert oder den Job nicht mehr machen will ja sowieso andere Backpacker den Job machen werden.
Ich hab mich in den letzten Monaten auch informiert und viele Erfahrungsberichte gelesen, sodass ich erwidert hab das jedes Jahr so viele Menschen nach Australien gehen um zu backpacken und die ja auch nicht zurückkommen und das Australien ja extra auf diese Backpacker ausgerichtet ist. Jetzt kommen mir aber selbst Zweifel wie es denn wirklich ist. Ich hab gelesen das es für manche gar nicht schwierig war an Jobs zu kommen, von anderen habe ich jedoch auch gehört das sie gar keine Jobs gefunden haben.

Ich war eigentlich der Meinung (nach dem was ich so gelesen hab) das wenn man zur richtigem Zeit am richtigen Ort ist und sich auch nicht zu Schade ist für Farmarbeit oder sowas, dass man eigentlich schon ein Job bekommen sollte, auch wenn die Konkurrenz groß ist.

Wollte einfach mal hören wie die Arbeitslage so ist und was eure Erlebnisse waren bzw. ob ihr diese Sorgen für gerechtfertigt haltet. Wäre über Infos und alles weitere dankbar, da mich das Thema gerade ziemlich beschäftigt...
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Beitragvon retrospektive » 15.04.2014 - 13:22

Ich finde, dass die Jobsituation momentan echt schlecht ist. Zumindest ist das unsere Erfahrung. Es kommen immer mehr Backpacker nach Australien, die alle irgendwo arbeiten wollen. Wir hatten anfangs echt Schwierigkeiten damit, einen Job zu finden. In den Großstädten kann man das auch gleich vergessen. Da ist die Konkurrenz an Backpackern zu groß. Man könnte meinen, dass es landeinwärts besser mit den Jobs ist, aber wir haben auch da andere Erfahrung gemacht. Wir haben uns eine zeitlang in Zentral-NSW aufgehalten, um Äpfel zu pflücken, aber auch hier war alles ÜBERSCHWEMMT mit Backpackern, da alle landeinwärts ziehen, da es an der Küste keine Jobs gibt.

Dass es momentan so mies aussieht, liegt vll daran, dass das letzte Jahr sehr trocken war, kaum Regen, was sich auch auf die Ernte niederschlägt. Die Saison der Äpfel hat sich nach hinten verschoben, die Früchte waren WINZIG und der Lohn entsprechend mies. Und den harvest guide kann man auch knicken, viel zu theoretisch. Praktisch findet man damit keine Jobs.

Aber wenn man hartnäckig ist und genügend Geldreserven hat, dann sollte man früher oder später schon irgendwas finden. Wir hatten mit unserem jetzigen Job auf ner Citrusfarm echt Glück gehabt. Man muss manchmal eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Wenn man ohne Auto unterwegs ist, ist es sogar noch viel schwieriger, an einen Job zu kommen. Also unbedingt ein Auto zulegen, dann wird das schon irgendwie ;o)
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Beitragvon Romana » 15.04.2014 - 15:11

Also nochmals: Ich biete Arbeit auf meiner Olivenfarm an! Und wir sind an der Küste, also bitte bewerben! Weitere Infos unter den anderen Beiträgen von heute. :roll:
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Catchmeifyoucan » 16.04.2014 - 17:05

Danke für das Feedback. Hört sich ja nicht so positiv an :???:

Ich hab auch von Leuten gehört die quasi direkt nach der Ankunft panisch einen Job suchen mussten (auch aufgrund zu wenig Budget) um überhaupt durchzukommen, aber irgendwie hab ich doch gehofft das dies nur Ausnahmen sind. Aber anscheinend ist es allgemein doch schwieriger als ich dachte..
Überleg mir jetzt ernsthaft doch nur mit einem Touristenvisum zu reisen. Hat man nicht so viel Stress und muss auch nicht immer Panik haben keinen Job zu finden. Zusätzlich kann man unabhängiger reisen und vielleicht doch bisschen mehr vom Land sehen.
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Beitragvon Yassakka » 16.04.2014 - 18:12

Ganz wichtig ist es, dass ihr euch klarmacht, dass die Arbeit in Australien keinesfalls eure Hauptbeschäftigung sein sollte! Übrigens "unterschreibt diesen Punkt jeder bei der Visumsbeantragung.

Das Arbeiten sollte ein willkommenes Zubrot sein, aber niemals zwingend nötig um die ersten Wochen/Monate zu überstehen. Es sollte genug Eigenkapital da sein, um die ersten 4 bis 8 Wochen ohne Arbeit zu überstehen.
Im Zweifel muss man den Aufenthalt eben verkürzen, wenn es sonst gar nicht mehr geht.

Das ist zwar hart, weil alle mit möglichst wenig Geld eine tolle Zeit haben sollen, aber sich das klar zu machen, hilft Enttäuschungen vorzubeugen. Arbeiten ist nett und bessert die Urlaubskasse auf, sollte aber nicht zwingend nötig sein um zu überleben.
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Beitragvon ripper » 17.04.2014 - 03:32

Obwohl es im Moment vielleicht ein wenig schwieriger ist mit Jobs wuerde ich weiterhin sagen, dass es Einstellungssache ist. Wenn es zuhause einfach ist binnen Tagen einen Job zu finden weil man in jeden Laden reinrennt und mit echten Leuten redet und tatsächlich "alles macht", ist es das in AU auch. Wenn man vom Sofa aus versucht einen Job im Internet für da draussen zu bekommen und darauf wartet, dass der zukünftige Arbeitgeber anruft, kanns (speziell in Australien) schonmal dauern...
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Beitragvon Catchmeifyoucan » 17.04.2014 - 21:48

Ja stimmt ja alles und mir wäre es eindeutig lieber wenn man nicht arbeiten müsste, wenn ich mir jedoch die Preise in Australien und verschiedene Hochrechnungen anseh, dann ist es früher oder später doch notwendig sich Arbeit zu suchen :???:

Die Gefahr ist halt immer da weniger vom Land zu sehen wenn man auf Jobsuche ist und das Reisen quasi Nebensache wird. Da hat man beim Touristenvisum einen großen Vorteil...
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Beitragvon Wastl » 18.04.2014 - 17:48

Ich gebe sowohl Yassakka aks auch ripper recht. Wenn man sich nicht zu scheu ist, jegliche Arbeit zu verrichten, mit etwas minderen Lohn anzufangen und wenn man sich bei der Jobsuche dahinter klemmt, ist die Situation auch nicht anders als in Deutschland. Allerdings sollte man selbstverständlich genügend Eigenkapital mitbringen, um nicht nur überleben zu können, sondern auch Reisen kann.

Meiner Meinung nach haben die meisten Backpacker überhaupt keine Ahnung wie und wo man nach Jobs sucht. Sorry, dass ich das so hart sagen muss. Mit hunderten CVs durch die Innenstädte der Cities zu laufen ist einfach sinnlos und reine Zeitverschwendung. Konzentriere dich eher auf die Suche nach Arbeitsplätzen, wo du genau weißt, dass sie auch Arbeitsplätze zu vergeben haben. Ich habe gute Erfahrungen mit Backpackeragenturen gemacht, aber auch teilweise mit Websites wie Gumtree. Das Backpackernetzwerk ist groß und hilfsbereit. Mit den richtigen Kontakten findet man auch mal schnell einen Job. Ich habe mindestens 2/3 meiner Jobs durch Kontakte und Agenturen bekommen.
Vergiss große Städte, geh hinaus aufs Land. Damit meine ich nicht die Hinterlandregionen an der Ostküste. Ich meine das richtige Ouback. Western Australia, das Northern Territory, aber auch South Australia haben zu meiner Zeit dort manchmal fast mit Jobs um sich geschmissen. Das ist natürlich ein wenig übertrieben. Aber im Outback wollen nicht viele Australier leben und generell sind hier auch viel weniger Backpacker unterwegs. Die Lebenskosten sind höher, aber dementsprechend auch die Bezahlung.
Auch, dass viele Backpacker sich größtenteils nach Farmarbeit umschauen, ist mir ein absolutes Rätsel. Klar braucht man es für das Second Year Visa. Aber davon mal abgesehen, glauben die meisten Backpacker aber immer noch, dass es am einfachsten ist einen Farmjob zu bekommen. Aber gerade dadurch versuchen immer und immer mehr Backpacker einen Farmjob zu ergattern. Selbiges gilt auch meiner Meinung nach für Hospitality an der Ostküste. Dabei gibt es in Wahrheit soviele Jobs in anderer Sektoren, die wesentlich lukrativer als Farmarbeit sind.
Du musst nach Jobs suchen, wo der Arbeitgeber nicht viel Ressourcen investieren muss, dich anzulernen. Denn dann sind sie auch viel eher bereit dich anzustellen anstatt eines Australiers. Gerade in körperlich anstrengenden Jobs hatte ich das Gefühl, dass man Backpacker manchmal sogar den Australiern vorzieht. Manchmal bekommt man auch einen neuen Job von seinem alten Job vermittelt.

Wie gesagt, mit der richtigen Strategie klappt es auf jeden Fall. Jobs gibt es auf jeden Fall, wenn auch nicht wie Sand am Meer. Hör dich um, wo es Jobs gibt, sprich mit anderen Backpackern, versuch online Stellenangebote zu finden, sprich mit Agenturen, geh ins Outback, bleib hartnäckig (du musst den Australier echt manchmal in den Allerwertesten treten, damit sich was bewegt) und am wichtigsten, habe Geduld. Dann wird es schon klappen.
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Beitragvon SionSono » 07.05.2014 - 13:57

Also ich suche gerade nach Jobs in Melbourne und das meiste was ich im befristeten Sektor finde ist Gabelstaplerfahrer oder Buchhalter. In meinem gelernten Beruf hat sich auch nichts ergeben. Frag mich wie sinnvoll das ist jetzt noch mit meinen CVs um mich zu werfen. Ich tendiere aber dahin Melbourne zu verlassen. Auf Fundraising und Outbound call center habe ich wirklich keine Lust.

Ich finde Wastl hat einen interessanten Post geschrieben. Das Problem mit online-recherchen ist, dass jeder irgendwie was anderes schreibt und erlebt hat. Die einen sagen Fruit-Picking, das isses. Wastl schreibt es isses leider nicht. Wo sich aber alle einig scheinen ist, dass man wohl raus aufs Land muss, beziehungsweise die Metropolen verlassen muss. Inwiefern das ganze aber noch praktikabel ohne Auto ist, kann ich nicht sagen, denn ich hatte nicht vor mir ein Auto zuzulegen - ein Fehler?

Bin gerade erst angekommen und ich bin noch viel zu frisch, um mir bereits eine Meinung bilden zu können, aber mein erster Eindruck in Melbourne ist: Nicht ganz leicht hier in der Metropole wahrgenommen zu werden.

Auf gumtree oder seek finde ich auch nichts, wo ich mich realistischerweise bewerben könnte, da ich weder Trucks noch andere industrielle Maschinen fahren oder bedienen kann. White Card habe ich auch nicht und ohne diese Zertifikate scheinen die Chancen gleich Null zu sein. Einzig dieser Alkohol-Ausschenk-Kurs scheint noch eine sinnvolle Investition zu sein.

Habe selber viel gelesen und recherchiert. Vielleicht zuviel. Aber man liest so ziemlich alles: von solchen, die 5 Monate komplett bankrott gegangen sind und nichts gefunden haben und solchen, die keine Probleme hatten sich über Wasser zu halten.

Doch was all die Berichte gemeinsam haben: Diejenigen, die nichts gefunden haben, waren zu sehr fixiert auf eine Stadt. Und diejenigen, die erfolgreich waren, sind übers Land gezogen und waren flexibel.

Ich muss mir nun überlegen, wie sehr ich hier in Melbourne / Victoria noch suchen möchte. Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Wort "Working Holiday" für einige Arbeitgeber bereits ein Deal Breaker ist (obwohl der Job nur für 3 Monate ausgeschrieben ist).

Ja ich mach hier gerade selber meine Erfahrung und bin gespannt darauf, wann und was ich denn hier in Australien finde werde.

Und Wastls Blog gibt durchaus einen interessanten Einblick, wie man erfolgreich ein Working Holiday haben kann. Danke fürs Teilen, Wastl und Glückwunsch, dass du so ein tolles Erlebnis hattest.

Ich kann hier gerne noch mal schreiben, wenn ich einen Job gefunden habe.

Liebe Grüße.
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Beitragvon Yassakka » 07.05.2014 - 19:29

SionSono hat geschrieben:[...]Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Wort "Working Holiday" für einige Arbeitgeber bereits ein Deal Breaker ist (obwohl der Job nur für 3 Monate ausgeschrieben ist).[...]


Das ist auch definitiv so. Arbeiter mit WHV gelten als notorisch unzuverlässig, sprunghaft und schwierig. WHVler sind leider viel zu oft ohne Absprache von einem Tag auf den anderen verschwunden so dass der Arbeitgeber dann dumm da steht.
Die WHVler denken sich, sie haben ja eh nichts zu verlieren und machen einfach ihr Ding ohne Rücksicht auf Verluste. Da ist es leider nur logisch, dass die AG dann ebenfalls versuchen WHVler zu vermeiden, wo immer es geht. Wenn es jemanden anders gibt, der den Job macht, wird eher der genommen.
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Beitragvon SionSono » 08.05.2014 - 03:53

Das ist auch definitiv so. Arbeiter mit WHV gelten als notorisch unzuverlässig, sprunghaft und schwierig. WHVler sind leider viel zu oft ohne Absprache von einem Tag auf den anderen verschwunden so dass der Arbeitgeber dann dumm da steht.
Die WHVler denken sich, sie haben ja eh nichts zu verlieren und machen einfach ihr Ding ohne Rücksicht auf Verluste. Da ist es leider nur logisch, dass die AG dann ebenfalls versuchen WHVler zu vermeiden, wo immer es geht. Wenn es jemanden anders gibt, der den Job macht, wird eher der genommen.


Ganz ehrlich: Man kann es Ihnen ja auch kaum verübeln. Gibt ja anscheinend inzwischen sehr viele WH Leute hier (wohne nicht im Hostel und treffe sie daher nicht persönlich). Umso skeptischer bin ich dann auch, wenn auf gumtree gezielt WH Maker angesprochen werden. (Ich rede jetzt nur von Melbourne)
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Beitragvon kusczckak » 10.05.2014 - 08:26

Kurzes Offtopic: War jemand von euch demletzt in Darwin und hat aktuell Infos, wie da die Jobsituation aussehen wird? Werde am 25.5. ankommen und muss mir relativ schnell einen Job suchen, um die weitere Reise zu finanzieren. Ein Spiel mit dem Feuer :)
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Beitragvon SionSono » 13.05.2014 - 03:38

Ist ja gar nicht offtopic! Kannst gerne deine Erfahrung teilen. Ich flieg morgen nach Perth und kann gerne berichten. In Melbourne ist es jedenfalls nicht so pralle, es sei denn du magst gerne Promotion machen ;)
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Beitragvon Wastl » 27.05.2014 - 14:28

Für die letzten 2 Posts betreffend.

Also es ist zwar schon jetzt fast 2 Jahre her, aber Darwin war für mich so überhaupt mit der beste Ort für Jobs. Es gab dort soviele Bauprojekte und überhaupt hat es in Darwin ziemlich geboomt. Glaube nicht, dass sich das groß verändert hat. Ich hatte 5 Jobs in Darwin. Schau einfach mal in meinen Blog und vielleicht kannst du dir ein paar wichtige Infos rausziehen. Versuch es auch bei Paspaley für Pearling. Das wäre eine Erfahrung die du in Europa nie machen könntest.

In Perth kann ich dir nur empfehlen zu TheJobShop zu gehen. Das ist eine Work Agency direkt für Backpacker. Die haben mir 2 Jobs besorgt.Die sind im Zentrum in bei irgendeiner dieser Travel Agencies mit drin. Weiß die Adresse leider nicht mehr.
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Beitragvon Wastl » 27.05.2014 - 14:44

SionSono hat geschrieben: Wo sich aber alle einig scheinen ist, dass man wohl raus aufs Land muss, beziehungsweise die Metropolen verlassen muss. Inwiefern das ganze aber noch praktikabel ohne Auto ist, kann ich nicht sagen, denn ich hatte nicht vor mir ein Auto zuzulegen - ein Fehler?


Zum Thema "Ist ein Auto wichtig für die Arbeit?" schaust du mal am besten hier herein http://www.reisebineforum.de/viewtopic.php?f=49&t=35267&p=173665#p173665

Beim letzten Post habe ich mich dazu etwas intensiver ausgelassen.

Danke übrigens, dass dir mein Blog ein wenig Inspiration gegeben hat.
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Beitragvon SionSono » 03.06.2014 - 09:31

Hallo Wastl,

danke für seine hilfreichen Kommentare. Um ehrlich zu sein hatte ich gehofft, eine Stelle in meinem Beruf zu finden. Nicht um dort irgendwann gesponsort zu werden, sondern um schlicht mein "professional English" aufbessern zu können. Mein English ist zwar gut, aber ich hätte doch grosse Probleme meine Arbeit auf English "zu verkaufen". Doch den Wunsch gebe ich langsam etwas auf.

Du sagst, dass du in Darwin viel auf dem Bau gearbeitet hast. Natürlich hast du dafür die White Card gemacht, nehme ich an. Hattest du zuvor in Deutschland auch handwerkliche Erfahrungen gehabt oder wie bist du "ins Baugewerbe reingekommen"?

Würd mich interessieren.

Zu Perth: Ich war nicht lange dort, aber die meisten Hostel-Bewohner waren gerade auf der Suche nach Jobs. Viele Engländer und Amerikaner. Manche sind seit 1 Monat am Suchen, also ganz ohne finanzielle Absicherung gehts auch in Perth nicht. Ohne White Card und RSA wirds noch schwieriger. Die meisten sagen, dass es zur Zeit nicht leicht ist, einen Job zu finden. Das nur als Info. Um TheJobShop kommt man auch kaum herum, he he he ;)

ja viel mehr kann ich jetzt auch nicht sagen, da ich noch keine Arbeit gefunden habe, aber um ehrlich zu sein bisher auch lieber am Reisen war. Kann also keine praktischen Erfahrungen aus Perth liefern, sondern nur meine Eindrücke schildern. Sollte ich irgendwo das Gefühl haben, dass es ein guter Ort für Jobs ist, dann schreibe ich das hier herein.
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Beitragvon SionSono » 18.06.2014 - 04:28

Also zu darwin kann ich was sagen:
- Paspaley stellt nur sporadisch ein und gibt wartezeiten von bis zu 3 monaten an. Und auch nur, wenn man als geeignet gilt.
- die frau von backpacker jobs war nicht sehr optimistisch. "Too many guys, not enough jobs." War nicht mal sonderlich bemüht mir überhaupt die anmeldegebühr abzunehmen.
- im einem reisebüro sitzt ne frau und versucht leute für farmen in victoria und queensland abzuwerben.

Will nicht sagen dass es kein guter ort für einen job ist. In cafes als barista oder auf dem bau gibts bestimmt viele jobs.

Lg.
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Beitragvon Romana » 20.07.2014 - 05:13

Mal ganz allgemein: Arbeit gibt es überall in Australien und sonstwo auf der Welt immer genug, aber Geld, um Arbeiter zu bezahlen, hat nicht jeder immer und überall. Vor allem nicht die Farmer. Deshalb empfehle ich allen - und ganz insbesondere denjenigen, die wirklich Land und Leute kennenlernen wollen - bei zahlungsfreien Programmen wie Wwoof (Willing Workers on Organic Farms) mitzumachen.

Ich sehe euch die Nase rümpfen - ohne Bezahlung arbeiten? Seht es doch mal so: Da bekommt ihr Unterkunft und Essen umsonst, was euch pro Tag zwischen $30 und $50 einspart, seid versichert, habt eine Riesenauswahl an Orten, die ihr besuchen könnt und wo ihr mit offenen Armen aufgenommen werdet, und ihr seid für eure Gastgeber eine echte, wertvolle Hilfe in jeder Hinsicht. Ist doch besser, als mit hunderten anderen Bewerbern um Arbeitsplätze zu konkurrieren und dann für $50 am Tag wie ein Sklave zu schuften, nur um irgendwo ein Zimmer in einem Hostel und einige karge Mahlzeiten bezahlen zu können. Oder etwa nicht?

Zu den Einnahmemöglichkeiten: Auch australische Jugendliche fangen mit Jobs an, für die sie nur $5.50 die Stunde bekommen, zum Beispiel als Anfänger bei McDonalds oder als Erntehelfer. Also sollte man als ausländischer Backpacker nicht allzu hohe Erwartungen hinsichtlich der Stundenlöhne haben. $10 pro Stunde und weniger sind durchaus gängige Löhne. Man kann es sich also aussuchen: ständig verzweifelt nach Jobs suchen und jede Menge Benzin verfahren, um dann $50 pro Tag zu verdienen, die man gleich wieder für Unterkunft und Essen ausgibt, oder für kurze Zeit als Familienmitglied aufgenommen zu werden und keine Unkosten zu haben, und dabei nach Belieben von Farm zu Farm durchs ganze Land zu reisen. Mal ehrlich - was ist der bessere Reise- und Lebensstil? Und womit ist dem Arbeitgeber, eurem Gastland und euch selbst besser gedient?
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Martin » 04.08.2014 - 15:08

Also man muss schon sehr idealistisch eingestellt oder auch einfach nur verzweifelt sein, wenn man sich für wwoofing entscheidet.
Familiäres Umfeld, gratis Übernachtung, gratis Essen, gratis Wäsche waschen lassen, gratis Sprit und dazu noch Bunny Jagd und Spaß auf dem Quad bietet dir jede anständige broad acre Farm und wer sich gut anstellt, der geht da auch für die nächsten 3 Monate mit 300$+ am Tag heim.
Die Mär, dass die Jobsituation in Australien so angespannt sei, die erzählt man sich doch mindestens schon seit 2008/2009. Meist wird sie von den Leuten in Hostels erzählt, für die Australien ein schmaler aber langer Küstenstreifen mit der nördlichen Hauptstatt Cairns und der offiziellen südlichen Hauptstadt Sydney ist.
Es hat sich nicht viel verändert und die Leute für die ich mal gearbeitet hab tun sich auch heute weiterhin schwer zuverlässige Leute zu finden, die gerne Traktor fahren und dabei Musik hören.
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Beitragvon Wastl » 04.08.2014 - 15:45

Martin hat geschrieben:Also man muss schon sehr idealistisch eingestellt oder auch einfach nur verzweifelt sein, wenn man sich für wwoofing entscheidet.
Familiäres Umfeld, gratis Übernachtung, gratis Essen, gratis Wäsche waschen lassen, gratis Sprit und dazu noch Bunny Jagd und Spaß auf dem Quad bietet dir jede anständige broad acre Farm und wer sich gut anstellt, der geht da auch für die nächsten 3 Monate mit 300$+ am Tag heim.


Also Woofing finde ich gut, wenn man gerade frisch nach Australien gekommen ist, um erstmal anzukommen, die Leute und Gewohnheiten kennenzulernen und sich halt ein wenig einzuleben. Ansonsten gebe ich dir da absolut recht. Für mich wäre es auch nichts, denn es gibt wirklich genug Farmen/Cattle Stations, die dir die gleiche Arbeit für Geld anbieten (oft gibt es neben Gehalt auch noch freie Unterunft oder sowas). Man muss eben nur gewillt sein mal fernab der üblichen Backpackerrouten arbeiten zu wollen.
Verzweifelt zu sein finde ich ehrlich etwas übertrieben zu sagen, denn Woofing kann auch eine gute Erfahrung sein, aber finanziell gibt es da mit Sicherheit wesentlich bessere Alternativen.
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