Tax back - muss ich jeden Arbeitgeber angeben??

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Angel-Cat
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Tax back - muss ich jeden Arbeitgeber angeben??

Beitragvon Angel-Cat » 12.07.2016 - 13:31

Hallo zusammen,

bin gerade dabei mich an mein Tax bach ran zu machen.
Allerdings fehlen mir 1. ein paar payment summaries noch und da frage ich mich, sollt ich warten, bis ich alle habe???
Und 2. bei ungefährt 2 Arbeitgebern habe ich nur kurz gearbeitet und aufgrund dessen einen Lohn ohne Steuern zu zahlen erhalten. Muss ich diese dann überhaupt angeben??
Ich habe von einem dieser Arbeitgeber ein payment summary erhalten und ich frage mich, ob ich von dem anderen dieses wirklich anfordern sollte...
Und wo finde ich die Seite um die tax back zu machen? Möchte es selbst versuchen....

Danke und schöne Woche euch allen :grins:
Gruß
Angel-Cat
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Beitragvon Romana » 13.07.2016 - 04:19

Also, ich glaube, es ist nicht legal, wenn dir ein Arbeitgeber einen Payslip ausstellt, aber keine Lohnsteuer für dich zahlt, selbst wenn du nur kurz dort warst, und ihr beide könnt jede Menge Ärger bekomen, wenn du so ein Papierchen einreichst. Außer du hast deine eigene ABN oder ihr deklariert das als irgendeine Art von Entschädigung oder Geschenk oder etwas in der Art. Entweder arbeitest du schwarz für "Cash on hand" - dann solltest du aber fairerweise auch keine schriftliche Lohnbestätigung verlangen - oder du arbeitest offiziell, zahlst Steuern und sammelst dafür die entsprechenden Belege. Weitere Informationen und Hilfestellungen findest du auf Websites von Unternehmen wie diesem http://www.pinkcow.com.au/. Die Steuerrückerstattungsformulare findest du auf der Website des australischen Finanzamtes www.ato.gov.au.
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Angel-Cat » 13.07.2016 - 09:55

Hallo Romana,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich meine allerdings, wenn ich nur insgesamt $250 bei einem Arbeitgeber verdient habe (NICHT cash in hand), dann kommt darauf doch keine Steuer....?!?
Nur um diese Arbeitgeber geht es mir. Davon habe ich 2. Bei einem waren es um die $311 und es wurde mir ganz normal überwiesen und laut payslip wurde KEINE Steuer abgezogen.
Dann habe ich den Arbeitgeber gewechselt, da ich dort dann mehr Stunden arbeiten konnte.

Lg
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Beitragvon Romana » 13.07.2016 - 11:24

Also, das verwirrt mich nun total. Ich muss ja auch Payslips für meine Erntehelfer ausstellen und war bisher der Meinung:

Wer offiziell Geld verdient, muss auch Steuern zahlen!

Ich hatte hier auch öfters Backpacker, die nur einen Tag geblieben sind, sich nur ein kleines Taschengeld verdient haben und trotzdem ihren Payslip fürs zweite Visajahr wollten. Natürlich musste ich dann blödsinnigerweise den ganzen Papierkram ausfüllen und Steuer abziehen und ans Finanzamt weiterleiten, auch wenn es wirklich nur "peanuts" waren. Ich dachte bisher zumindest, dass ich das tun müsste, um nicht wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung angezeigt zu werden. Ich rufe morgen beim Finanzamt an und kläre das!
Zuletzt geändert von Romana am 15.07.2016 - 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Romana » 15.07.2016 - 13:14

Hallo Angel-Cat, ich habe tatsächlich beim Finanzamt angerufen und mich gründlich informiert. Es spielt keine Rolle, welchen Betrag du bei einem einzelnen Arbeitgeber verdienst; der zu erledigende Papierkram ist unabhängig von Beschäftigungsdauer und Auszahlungsbetrag immer derselbe. Man muss zwar als Arbeitgeber keine Superannuation- und Workers-Compensation-Beiträge zahlen, wenn der Lohnbetrag bei einem "casual worker" unter 450 $ pro Woche liegt - aber das hat nichts mit dem Finanzamt zu tun.

Allerdings spielt es eine Rolle, wieviel du insgesamt bei allen Arbeitgebern zusammen während des ganzen Finanzjahres (1.7. bis 30.6.) verdient hast oder wie hoch du deinen Verdienst für ein noch laufendes Finanzjahr einschätzt. Wenn das weniger als 18.200 $ sind und du dies dem Arbeitgeber schriftlich bestätigst, dann muss der Arbeitgeber tatsächlich keine Steuer einbehalten und abführen und du kannst den gesamten Lohnbetrag behalten.

Diese Bestätigung, dass du unter dem Grenzbetrag von 18.200 $ bleiben wirst, gibt du dem Arbeitgeber auf dem einseitigen Formular "Tax File Number Declaration", wenn du unter Punkt 8 "Do you want to claim the tax-free threshold from this payer" die Antwort "Yes" ankreuzt. Damit ist der Arbeitgeber abgesichert und muss sich nicht um deine Steuern kümmern.

Allerdings sendet der gewissenhafte Arbeitgeber diese "Tax File Number Declaration" samt anderen Dokumenten über das Beschäftigungsverhältnis mit dir (z. B. im Rahmen der monatlichen "PAYG Payment Summary", die für alle Beschäftigten auszufüllen ist) an das Finanzamt und deshalb solltest auch du deinerseits alle solchen Arbeitgeber, bei denen du legal gearbeitet, Formulare ausgefüllt und nachweisbar einen Arbeitslohn erhalten hast, auch in deiner Steuererklärung angeben.

Wenn du dagegen keine Formulare ausgefüllt hast und dir der liebe Mensch, bei dem kurz ausgeholfen hast, zum Abschied etwas Geld zugesteckt und keine Meldung beim Finanzamt erstattet hat, kann man das als Geschenk oder Aufwandsentschädigung abhaken und das muss dann nicht in die Steuererklärung rein. Du weißt ja selbst am besten, unter welchen Umständen die Geldübergabe erfolgte.
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Beitragvon Angel-Cat » 21.07.2016 - 19:28

Hallo Romana,

bitte entschuldige, dass ich jetzt erst wieder reagiere... War unterwegs.

Erstmal vielen Dank fürs Antworten.
Allerdings geht es nicht um Schwarzarbeit.
Mir geht es lediglich darum, ob ich das Payment Summary benötige für die Steuererklärung. Ich habe bei zwei Arbeitgebern nicht mehr als 2 - 3 Tage gearbeitet und bin unter den $450.
Oder reicht der Pay Slip?

Lg
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Beitragvon Romana » 21.07.2016 - 20:39

Payslips reichen aus. Und ja, du musst auch die kurzzeitigen Jobs angeben.
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Beitragvon Angel-Cat » 22.07.2016 - 16:38

Danke Romana :)

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