Warnung vor Job-Website "ibackpackers"

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Romana
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Warnung vor Job-Website "ibackpackers"

Beitragvon Romana » 27.10.2016 - 09:55

Hallo Leute, ich habe eben folgende Warnung auf etlichen Facebook-Seiten verteilt und möchte auch die Leser dieses Forums darauf hinweisen. Ihr versteht ja sicher alle gut Englisch!

Warning - do not trust use the job site " ibackpacker.com.au " ! This site is a big scam and stealing money from job-seeking backpackers! First, they steal advertisements from other, free websites, for example Gumtree, cut out relevant information, especially the contact details, and post the fragmented text on their website. Then they do a lot of advertising for "their" super-dooper ads. However, iIf you want to see the text of the ads you have to register and give them your email and phone number. It comes worse: If you want to contact the advertiser you have to pay them $49 by Paypal first, to get the advertisers phone number - which is or was freely available on Gumtree! I am writing "was" because they leave the ad on their site even when after the advertiser has deleted it on the original site. So the backpackers pay $49 for a phone number of a distorted, shortened advertisement which is not even current any more. But it comes even worse!!! I have placed an ad for a wwoofer on Gumtree a few days ago, and it appeared at Gumtree under the proper section (Volunteer wanted) with the right financial information (payment $0), with my phone number, several photographs (including myself, the volunteers' accommodation, etc.) and with a free feature to send me emails anonymously. This ad was stolen by iBackpacker and they made it appear as if this was an ad for a PAID JOB!! I only found out after several job-seekers called me who all had paid those $49 to "ibackpackers" only to get my phone number. So I signed up myself with wrong details, just to see "my" ad. I am shocked! Please don't fall into this trap and spread the word to all other backpackers you know! I hope somebody finds a way how to stop this criminal conduct.
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Beitragvon Chacco » 27.10.2016 - 10:44

Wenn es gegen geltendes Recht verstossen sollte, könnte man einfach eine Strafanzeige erstatten. Dies scheint aber offenbar nicht nachweisbar zu sein.
Ich würde sowas nicht ungeprüft teilen, vielleicht ist es auch Verleumdung durch die Konkurrenz.
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Beitragvon Romana » 27.10.2016 - 11:15

Chacco, ich bin nicht die "Konkurrenz" von iBackpacker, sondern die Inserentin, deren Inserat auf einer völlig anderen anständigen Website (nämlich Gumtree, was zum eBay-Konzern gehört) von dieser iBackpacker-Firma kopiert wurde und nun dazu benutzt wird, arbeitssuchenden Rucksacktouristen das Geld aus den Taschen zu ziehen. Das ist sehr wohl nachweisbar, denn ich hatte bis heute nichts mit dieser Firma zu tun, war dort nicht als Mitgleid registriert und habe dort nie ein Inserat aufgegeben.

Ich weiß bloß nicht, bei welcher Behörde man das anzeigen sollte. Ich werde erst einmal Gumtree darauf aufmerksam machen, vielleicht leiten die ein Gerichtsverfahren ein. Bis das Gericht jedoch eine einstweilige Verfügung ausspricht dürfte diese Schweinerei weitergehen.
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Beitragvon Chacco » 27.10.2016 - 14:05

Romana hat geschrieben:Chacco, ich bin nicht die "Konkurrenz" von iBackpacker, sondern die Inserentin...

Ich meinte auch nicht dich.

Romana hat geschrieben:...anständigen Website (nämlich Gumtree, was zum eBay-Konzern gehört)....

eBay ist kein Garant für Anständigkeit, Paypal gehört auch zu ebay und ist ein Verbrecher Unternehmen.


Romana hat geschrieben:Ich weiß bloß nicht, bei welcher Behörde man das anzeigen sollte. Ich werde erst einmal Gumtree darauf aufmerksam machen, vielleicht leiten die ein Gerichtsverfahren ein.

Unwahrscheinlich, denn Gumtree gerät immer wieder wegen betrügerischen Anzeigen in die Schlagzeilen, sie nutzen diese zweifelhafte Popularität wohl für sich aus. Wollten sie etwas dagegen tun, könnten sie ( vorausgesetzt, in den AGBs ist die Weiterverwendung von Dritten untersagt ) einfach bei der Polizei Anzeige erstatten.

Einen Versuch ist es natürlich wert, den iBackpacker ist eine greifbare Firma mit Sitz in Australien.
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Beitragvon Carpool Guy » 28.10.2016 - 01:51

Hm wie bekommt die seite ueberhaupt besucher? Bei google sind jedenfalls nur 7 seiten indiziert, eben weil alle deren listings hinter einer "log in" page versteckt sind.
Ich waere ja generell skeptisch, wenn eine seite erstmal verlangt das man sich registrieren muss, bevor man das angebot sehen kann...
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Beitragvon Romana » 28.10.2016 - 02:53

Sobald du dich registriert hast, hat iBackpacker deine Handynummer und E-Mail-Adresse (sofern du die richtigen Daten eigegeben hast) und dann wirst du höchstwahrscheinlich über diese Wege mit "tollen, brandfrischen" Jobangeboten und Versprechungen bombardiert. Als ich mich gestern (mit falschen Daten) probeweise dort registriert habe, um mich für den für den Wwoofing-"Job" bei Romana zu bewerben, wurde mir sofort eine "HIRING GUARANTEE" (Einstellungsgarantie) gegeben, wenn ich gleich meine 49 Dollar für Romanas Telefonnummer bezahle! Ich werde diese Firma jetzt erst einmal bei Paypal und dann bei der australischen Verbraucherschutzbehörde anzeigen.
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Beitragvon Carpool Guy » 28.10.2016 - 06:33

Romana hat geschrieben:Sobald du dich registriert hast, hat iBackpacker deine Handynummer und E-Mail-Adresse (sofern du die richtigen Daten eigegeben hast) und dann wirst du höchstwahrscheinlich über diese Wege mit "tollen, brandfrischen" Jobangeboten und Versprechungen bombardiert.


Ja, ist zwar mies, aber wenn du bei gumtree anzeigen aufgibts, dann nimmst du in kauf das dein listing von dort auch kopiert und weiterverwendet werden kann, oder dass du von irgendwelchen anderen gestalten belaestigt wirst. Hast du denn bei gumtree deine nummer und email direkt im anzeigentext angegeben, oder so dass dich leute nur ueber die gumtree email erreichen koennen?

Diese masche gibts aber auch schon ewig im internet, egal ob es dabei um jobs, singles oder lottosysteme geht: "Zahl mir $50/monat und deine wildesten traeume werden wahr!". Ob paypal da was macht kann ich mir eher nicht vorstellen. Dir entstand ja prinzipiell kein schaden (ich nehme mal an du hast dehnen kein geld bezahlt?), und die seite bricht auch keine gesetze sondern verkauft dir nur leere traeume.
Die einzigen die sowas vielleicht interressiert ist gumtree selbst, und wahrscheinlich die seiten auf welchen ibackpacker werbung schaltet - denn wie schon geschrieben, ueber die google suche bekommen die keinen traffic weil dort keine angebote sichtbar sind.
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Beitragvon Romana » 28.10.2016 - 07:39

Carpool Guy hat geschrieben:... Dir entstand ja prinzipiell kein schaden (ich nehme mal an du hast dehnen kein geld bezahlt?), und die seite bricht auch keine gesetze sondern verkauft dir nur leere traeume...


Mir ist vielleicht kein direkter Schaden entstanden - außer dass ich ein paar nervende Anrufe bekommen habe und, als ich genau hinhörte, die verzweifelten Hiferufe der Jobsuchenden mir fast das Herz brachen. Den materiellen Schaden haben aber eben diese jobsuchenden Backpacker, die 49 Dollar für eine Telefonnummer zahlen, die im ursprünglichen Inserat kostenlos zu haben war. Und mit den "leeren Träumen" hast du wohl recht, wenn eine unbezahlte Freiwilligentätigkeit im Austausch für Unterkunft und Essen (im konkreten Fall ging es um Mithilfe bei der Flaschenaufzucht unserer Hundewelpen, wie ehrlich und offen bei Gumtree inseriert war) bei iBackpacker als super-toller bezahlter Traumjob dargestellt wird. Das Angebot ist zwar real und wirklich zu haben, aber eben nicht als bezahlter "Job" - und genau darin liegt der Betrug, denn wer diese 49 Dollar zahlt, bekommt ja ein Arbeitseinkommen verprochen. Und im Endeffekt habe ich selbst dann doch einen Schaden - weil die Anrufer auf das iBackpacker-Inserat hin denken, dass ich, nicht die iBackpacker-Website-Eigentümer, etwas Falsches im Internet gepostet habe. Ich könnte sie also auch auf Rufschädigung verklagen!
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Beitragvon Chacco » 28.10.2016 - 12:05

Diese Leute wissen aber meist sehr genau, wie weit sie gehen können und begeben sich meist maximal in eine rechtliche Grauzone.
Die Facebook Seite hat zwar etwa 1500 Likes, die sind aber sicher auch gekauft, da kaum Interaktion stattfindet. Zudem gibt es Apps für Apple und Android.
Man wird sich ein Image aufbauen wollen, was nach gross und legal aussieht, um die blauäugigen Backpacker abzuziehen, aber wie gesagt wird es schwer, die Hintermänner rechtlich zu belangen.

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