Besteuerung in AUS

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Moderator: Yassakka

Matze87
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Beitragvon Matze87 » 13.11.2011 - 03:45

Hallo, ich habe hier in Sydney für etwa 5 Wochen oder länger einen Job gefunden. Hab eine TFN Nummer.
Arbeite als Industriemechaniker verdiene 50 AUD die Stunde.
Arbeite etwa 10-12 h 6 Tage die Woche.
Wollte nun wissen ob ich auch bei diesem Job die 29% Steuer zahle sowie 9% Super? Bekommt man wenn man das Land verlässt alles wieder oder nur die 9%. Das Steuerjahr endet im Juni richtig? Ich will aber Australien im Februar verlassen. Heißt das ich kann erst meine Erklärung im Juni machen?
Bitte um Hilfe :???:
JanAus11
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Beitragvon JanAus11 » 14.01.2012 - 09:07

Bei meinen letzten Job hatte ich trotz Angabe TFN kein Steuer gezahlt. Also muss ich später nachzahlen, oder?

Und sind die Payslip sehr wichtig für Taxback? Habe bisher kein Antwort hier gefunden. Es sei denn, bei zwei Jobs habe ich kein Payslips bekommen...
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Beitragvon OzTravelGuy » 14.01.2012 - 09:54

JanAus11 hat geschrieben:Bei meinen letzten Job hatte ich trotz Angabe TFN kein Steuer gezahlt. Also muss ich später nachzahlen, oder?

Und sind die Payslip sehr wichtig für Taxback? Habe bisher kein Antwort hier gefunden. Es sei denn, bei zwei Jobs habe ich kein Payslips bekommen...

Wenn Du nie Steuern bezahlst hast und auch nie Payslips bekommen hast, klingt das ganze nach illegaler Schwarzarbeit ("cash in hand").
Vermutlich bist Du waehrend Deiner Arbeit dann auch nicht versichert.
Fred Eric
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Beitragvon Fred Eric » 02.03.2012 - 10:02

Hier ist übrigens der offizielle Test ob Resident oder non Resident...
gibt man non resident an ist man aber trotzdem noch auf der sicheren Seite.


http://calculators.ato.gov.au/scripts/a ... .XR4&go=ok
haseohnebeine
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Beitragvon haseohnebeine » 10.12.2012 - 08:20

Moin, kurze Frage, weiss nicht wo ich sie sonst stellen soll:

Gibt es ein "JahresVerdienstMaximum" fuer Menschen mit WorkinHoliday Visum ?

Danke und Gruesse :)
Wastl
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Beitragvon Wastl » 13.12.2012 - 09:10

Ganz einfach gesagt: NEIN!

Du darfst soviel verdienen wie du willst. je mehr du verdienst, desto mehr steuern musst du allerdings zahlen.
2015 - ???? Neuseeland und Kanada
2011 - 2014 Australien, Ozeanien und Südostasien

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Beitragvon haseohnebeine » 13.12.2012 - 15:50

danke :smile:
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Beitragvon WoHoo » 02.07.2013 - 06:54

hi.. ich wollte gerade mein tax return fürs letzte jahr machen, obwohl ich noch bis september arbeiten werde. jetzt sagt das programm mir:
this may be your last tax return if: your annual taxable income in the future will be below the tax free threshold (18200 $ for 2013-2014)

heist das man kann sein tax return nur einmal machen? wenn ich mein tax return jetzt mache kriege ich die steuern für die zeit bis september nicht wieder?

cheers.
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Beitragvon Yassakka » 13.05.2015 - 15:23

Es wird mal wieder teurer für Backpacker:
http://www.reisebineblog.de/?p=7092
Berichte und Blog zu meinen bisher drei Australienreisen: australienberichte.de
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Beitragvon KrissiDo » 02.06.2015 - 21:48

Was bleibt einem überhaupt noch in einer Woche zum Leben wenn 32.5% von meinem Gehalt abgezogen werden? Wie soll man die Miete und Essen zahlen?
Sagen wir mal ich habe Glück und Verdiene 4000Dollar ohne Abzüge.
Dann bleiben mir etwas mehr als 3000Dollar ?
Ich habe erst vor 2016 anzureisen und mein Work and Travel Jahr zu beginnen.
Reicht das zum normalen Leben?
Oder doch lieber nach Neuseeland oder Kanada?
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Beitragvon Romana » 03.06.2015 - 02:09

KrissiDo hat geschrieben:Was bleibt einem überhaupt noch in einer Woche zum Leben wenn 32.5% von meinem Gehalt abgezogen werden? Wie soll man die Miete und Essen zahlen?...Reicht das zum normalen Leben? Oder doch lieber nach Neuseeland oder Kanada?


Steuern zahlen oder nicht ist eine freie Entscheidung. Leider entscheiden sich viele, vor allem junge Menschen aus Unwissenheit fürs Steuerzahlen. Vielleicht wäre es für euch sinnvoll, mal eingefahrene Denkmuster zu überdenken?

Das Prinzip, das es zu begreifen gilt, ist folgendes:
Steuern zahlt man, wenn man von einer Person GELD annimmt (für seine eigenen Arbeitsleistungen oder Produkte) und anderen Personen GELD gibt (für deren Arbeitsleistungen oder Produkte).
Keine Steuern zahlt man, wenn kein GELD hin- und herfließt, sondern wenn man seine Leistungen direkt gegen die Leistungen des anderen austauscht. Dann kann man auch volle 100 % seines Verdienstes behalten!

Praktisches Beispiel: Ich könnte dir $100 pro Tag dafür geben, dass du mir beim Olivenernten hilfst. Dafür must du $35 an den Staat abgeben, $25 fürs Hostel und den Rest ($40) hast du fürs Essen, Benzin und Bier.
Andererseits kann ich einem Touristen für $50 pro Tag ein Zimmer auf meiner Farm vermieten, ihn für $50 die Stunde auf unserem Pferd reiten lassen, ihm für $20 pro Tag unser Fahrrad leihen, ihm für weitere $50 pro Tag drei gute Mahlzeiten zubereiten, ihm $5 für jedes Bier oder jedes Glas Wein berechnen und ihn für Taxi-ähnliche Preise mit meinem Auto herumkutschieren. Damit komme ich gut und gerne auf $200 Einnahmen pro Tag!
Davon muss ich 50 % Steuern zahlen, weil ich dann zu den "Großverdienern" gehöre. Mir bleiben also $100 Gewinn, die ich an demselben Tag an dich als meinen Erntehelfer weiterreichen muss.

Nehmen wir nun an, der Tourist entscheidet sich, mir 3 Tage pro Woche beim Olivenernten zu helfen und ich gebe ihm dafür eine Woche kostenlose Unterkunft und Verpflegung und all die anderen Annehmlichkeiten (Pferd, Fahrrad, Zubringerdienste, Bier usw.) kostenlos obendrauf. Ich habe mir $300 an Ausgaben erspart und habe Öl, dass ich (steuerpflichtig) verkaufen oder - was der smartere Weg ist - (steuerfrei) gegen andere Produkte oder Leistungen eintauschen kann. Gleichzeitig hat sich der Tourist das Doppelte bis Dreifache an Ausgaben erspart, genießt einen tollen Farmurlaub und hat auch noch eine neue Fähigkeit (Olivenernten und -verarbeiten) erlernt - und keiner muss Steuern zahlen. Und das ist bitteschön völlig legal. Und smart. :)
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Wastl » 08.06.2015 - 16:33

Eine sehr interessante Theorie. Leider gibt es da nur einen Haken meiner Meinung nach. Will man etwas vom Land sehen und erleben, braucht man Geld, da man nicht ein oder auch 2 Jahre lang nur Leistung gegen Leistung tauschen kann. Der Gedanke des Woofings (Leistung gegen Leistung) ist in der Landwirtschaft ganz nett, aber er ist nunmal nicht die gesellschaftliche Norm. Man kann nicht ein Jahr durch Australien ziehen und nur Leistung gegen Leistung tauschen. Das funktioniert nicht. Will man was erleben und sehen vom Land, muss man auch einiges Geld in die Hand nehmen. Und Geld kommt nun einmal nur hinein durch normale Arbeit, wo man leider Steuern zahlen muss. Woofing kann dir vor Ort eine schöne Erfahrung geben, es hilft dir aber nicht wirklich dabei, das Land zu erkunden und zu entdecken, weil es dir kein festes Einkommen bietet.
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Beitragvon Romana » 08.06.2015 - 21:44

Wastl, da darf ich dir mal widersprechen. Man kann nicht nur Australien, sondern die ganze Welt durch ausschließliches Woofing kennenlernen!

Vor ein paar Monaten hatte ich einen 20-jährigen Deutschen hier, der mir das demonstriert hat: Er blieb nur vier Nächte hier und erklärte mir, dass er nirgends länger bleibt. Vorher war er ein paar Nächte auf einer Farm auf Kangaroo Island, nach mir war für ihn schon ein Platz in Citynähe von Adelaide reserviert. Als ich ihn vor ein paar Wochen anschrieb, um ihm bezahlte Arbeit anzubieten, stellte sich heraus, dass er sich mittlerweile bis ins nördliche Queensland durchgewooft hatte! Und überall schläft und isst er gratis, erlernt neue Fertigkeiten, macht Freunde - und in den meisten Fällen chauffiert ihn der Gastgeber auch noch zur nächsten Unterkunft oder zumindest dem nächsten Bahnhof oder gibt ihm etwas Geld auf den Weg mit. Mache ich übrigens auch. Ich gebe meinen Wwoofern $50 pro Woche Taschengeld, damit sie auch mal ohne mich ausgehen, sich die Pille oder Kondome kaufen können oder eben für die Weiterreise etwas ansparen. Und wenn sie ein paar Überstunden oder eine eher unangenehme Arbeit machen (z.B. Frettchenkäfig säubern), gibt es einen Zusatzbonus. Und wenn sie ein Auto haben und für mich Öl ausliefern, bezahle ich ihnen einen vollen Tank Benzin. Und so weiter. Das geht alles steuerfrei und ohne dass große Geldbeträge die Hände wechseln.

Und dieser junge Deutsche ist kein Einzelfall. Mittlerweile habe ich einen 27-jährigen Australier kennengelernt, der sich in drei Jahren einmal rund um die Welt durchgewooft und dabei nicht mehr als 5.000 $ ausgegeben hat (was fast ausschließlich für Visagebühren und längere Schiffsfahrten oder Flüge draufging), und sogar zwei Australierinnen in meinem Alter, die jeweils ein volles Jahr Wwoofing in einer ganzen Reihe von Ländern gemacht haben - eine sogar mit einem 9-jährigen Kind! Und beide planen, es in Zukunft wieder zu machen und vielleicht sogar ihr ganzes Rentenalter so zu verbringen. Und da sie dabei keine größeren Geldbeträge verdienen werden, können sie ihre gesamte Rente oder Sozialhilfe oder was auch immer ihnen der Staat gibt, behalten und für aufregendere Dinge als Miete und Lebensmittel ausgeben. Und bei nur maximal 6 Stunden Mitarbeit auf der Farm pro Tag bleibt ihnen überall genügend Zeit, um Land und Leute kennenzulernen.
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Chacco » 09.06.2015 - 09:43

Romana hat geschrieben:...stellte sich heraus, dass er sich mittlerweile bis ins nördliche Queensland durchgewooft hatte!

Das ist sicher interessant, aber Ausflüge, Tauchen, Ausgehen etc. ist damit nunmal nicht drin, ein Autokauf erst recht nicht. Das geht nur, wenn jemand ausreichend Geld angespart hat und bereit ist, dieses auch wieder auszugeben.
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Beitragvon Wastl » 09.06.2015 - 16:17

Eben. Dem kann ich nur zustimmen, Chacco.

Romana hat geschrieben:Wastl, da darf ich dir mal widersprechen. Man kann nicht nur Australien, sondern die ganze Welt durch ausschließliches Woofing kennenlernen!

Nein, das ist in meinen Augen totaler Unfug. Mein Traum vom Abenteuer/Reisen und mein Verständnis davon, die Welt oder ein Land kennenzulernen, geht weit darüber hinaus als nur 1 Jahr lang von Farm zu Farm zu ziehen und möglichst minimalistisch durch Leistung-gegen-Leistung zu reisen.
Pearling in Australien ist zum Beispiel etwas, wo du wohl (fast) nirgendwo anders in der Welt die Chance hast, mal hineinzuschnuppern. Aber da ist nichts mit Woofing. Da bist du gezwungen ein ganz normales Arbeitsverhältnis einzugehen, willst du das erleben. Wer will nicht einmal im Great Barrier Reef tauchen gehen, wenn er mal in Australien ist? Auf den Tauchbooten ist nichts mit Woofen. Woher also das Geld hernehmen, wenn ich die ganze Zeit ohne Geld nur herumgewooft bin? Auch zum Karijini NP, der für mich wohl spektakulärste und schönste Ort in Australien überhaupt, kommst du nicht, wenn du nur herumwoofst ohne Geld, denn zum einen gibt es dort weit und breit nicht wirklich viel zum Woofen und zum anderen kommst du da bei einem kleinen Campingtrip nicht mal eben mit 50$ Taschengeld aus.
Woofen in der Landwirtschaft ist gut und schön, aber willst du möglichst viel von einem Land sehen, kannst du dich nicht 1 Jahr lang nur in der Landwirtschaft herumtreiben. Und willst du andere Bereiche kennenlernen... nun ja, da gibt es eben nicht so eine tolle Sache wie Woofing.

Romana hat geschrieben:Vor ein paar Monaten hatte ich einen 20-jährigen Deutschen hier, der mir das demonstriert hat: Er blieb nur vier Nächte hier und erklärte mir, dass er nirgends länger bleibt. Vorher war er ein paar Nächte auf einer Farm auf Kangaroo Island, nach mir war für ihn schon ein Platz in Citynähe von Adelaide reserviert. Als ich ihn vor ein paar Wochen anschrieb, um ihm bezahlte Arbeit anzubieten, stellte sich heraus, dass er sich mittlerweile bis ins nördliche Queensland durchgewooft hatte!

Also mein Verständnis von "Land & Leute kennenlernen" ist nicht, aller 4 Tage von Ort zu Ort zu ziehen. Gerade wenn ich wirklich Land, Leute, Geflogenheiten und Mentalität kennenlernen möchte, bleibe ich doch wenigstens ein paar Monate an einem Ort. Ich könnte auch in 2 Monaten ganz Australien umrunden, von Touriattraktion zu Touriattraktion hetzen und hier und da mal Smalltalk mit den Einheimischen haben. Kann ich deswegen sagen, ich habe Australien gesehen und erlebt? Ich denke nicht. Ich denke den meisten Backpackern ist es eher unangenehm ein oder zwei Jahre lang ständig nur aller 4 Tage von A nach B zu ziehen... und das auch noch ohne Geld.

Romana hat geschrieben:Und da sie dabei keine größeren Geldbeträge verdienen werden, können sie ihre gesamte Rente oder Sozialhilfe oder was auch immer ihnen der Staat gibt, behalten und für aufregendere Dinge als Miete und Lebensmittel ausgeben. Und bei nur maximal 6 Stunden Mitarbeit auf der Farm pro Tag bleibt ihnen überall genügend Zeit, um Land und Leute kennenzulernen.

Ja und wo kommt bitte das Alles her, was man vom Staat bekommt? :lol: Genau, vom Steuerzahler, der eben normaler Arbeit nachgeht. Womit wir wieder dabei wären, dass man sich eben allein mit Woofing nicht alles leisten und Träume erfüllen kann. Ich habe auch z.B. in Darwin häufig nur 5-6 Stunden am Tag gearbeitet und hatte noch genug Zeit, um Land und Leute kennenzulernen. Der Unterschied war aber, dass ich dafür zusätzlich über 200$ pro Tag auf mein Konto überwiesen bekommen habe. Steuern, Unterkunft, Essen, Transport etc. abgezogen sind das immer noch mindestens +100$ am Tag. Und nun sag mir doch mal bitte, wo das kein Vorteil ist gegenüber Woofern?

Mein Fazit: Woofing (Leistung gegen Leistung) ist wunderbar, um ländliche Regionen und die Landwirtschaft/Farmen Australiens kennenzulernen. Mehr aber auch nicht. Ständiges Woofen begrenzt einen definitiv darin, andere Teile eines Landes und der Gesellschaft kennenzulernen und auch finanzielle Spielräume zu haben. Ich finde, du vermittelst zu sehr den Eindruck, dass man außerhalb des Woofing-Systems nicht so intensive Erfahrungen machen kann. Das geht mit einem gut bezahlten, steuerpflichtigen Job jedoch mindestens genau so gut, meiner Meinung nach sogar noch besser!
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Beitragvon Romana » 10.06.2015 - 00:18

Lieber Wastl, ich gebe dir da durchaus recht! Allerdings - wo du als Backpacker ohne besondere Fachkenntnisse $200 für 6 Stunden Arbeit bekommst ist mir ein Rätsel. Ich empfehle ja auch allen meinen Woofern, die ein Working Holiday Visa haben, sich während ihres Aufenthalts bei mir auch um bezahlte Jobs zu bewerben. Das japanische Mädchen, das schon seit über 2 Monaten hier ist, hat mittlerweile eine feste Zusage für längerfristige Vollzeitarbeit in einem Restaurant in der Innenstadt von Adelaide und beginnt dort in 2 Wochen. Sie hat dort während ihrer Zeit hier auf der Farm öfters an den Wochenenden mitgeholfen und sich gut bewährt. Ein englischer Junge, der bei mir vor zwei Wochen fünf Tage lang als Freiwilliger Oliven geerntet hat, hat inzwischen auch längerfristige bezahlte Arbeit als Olivenernter gefunden - auf der Grundlage seines Einsatzes bei mir, weil er damit Erfahrung nachweisen konnte, eine gute Referenz hatte und von mir gelernt hatte, wie man mit diversen Erntemaschinen umgeht. Arbeiten für und ohne Bezahlung in bar lässt sich also wunderbar miteinander verbinden!
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Beitragvon Wastl » 10.06.2015 - 10:53

Romana hat geschrieben:Lieber Wastl, ich gebe dir da durchaus recht! Allerdings - wo du als Backpacker ohne besondere Fachkenntnisse $200 für 6 Stunden Arbeit bekommst ist mir ein Rätsel.


Hier nur mal 2 Beispiele:

Unbenannt.JPG

Job: Frachtcontainer (beladen mit Bier) ausladen und auf Paletten stapeln. Pro Container gibt es 138$ (69$ pro Person im 2er-Team). Zu zweit schafft man einen Container in ein bisschen mehr als einer Stunde, wenn man sich eingearbeitet hat. 5 Container am Tag kann man also großzügig gerechnet in 6 Stunden schaffen. Ergo 69$ * 5 = 345 AU$ für 6 Stunden Arbeit. Hatte ich Vorerfahrung? Nein, nie gemacht vorher.
Die meisten Backpacker dort haben halt nur immer gleich nach 2-3 Tagen wieder gekündigt, weil es echt harte Arbeit ist. Aber wenn man sich erstmal durch die Schmerzen der ersten Wochen gekämpft hat, realisiert man, wieviel Geld man eigentlich machen kann. Harte Arbeit, die aber meiner Meinung nach wesentlich besser entlohnt wird als Fruitpicking. Auch sonst siehst du ja, dass man bei anderen Aufgaben im Warehouse 28$ pro Stunde verdienen kann.

Unbenannt1.JPG

Job: Barkeeping in einem 4*Hotel in Karratha. Gut, zugegeben, hier arbeitet man ein paar Stunden länger pro Tag, aber wie du siehst, kann man auch hier durchschnittlich ohne weiteres mal über 200$ pro Tag verdienen (1600$/7= ~230 AU$ pro Tag). Hatte ich Vorerfahrung? Nein, nie zuvor in Hospitality gearbeitet. Ach und wohlgemerkt hat die Firma uns zudem auch die Miete und Energiekosten bezahlt und es gab 50% Rabatt auf Hotelessen. Also fast wie beim Woofing auch :wink:

Wie du siehst, es gibt diese Jobs definitiv. Auch ohne Fachkenntnis. Und persönlich denke ich auch, dass sie nicht selten sind in Australien. Mit dem dort verdienten Geld kann man Monate umherziehen ohne darauf angewiesen zu sein, auf einer Farm Woofen zu müssen, weil ich mir sonst keine Unterkunft/Verpflegung leisten könnte. Und das macht für mich persönlich die totale Freiheit und Unabhängigkeit auf einer solchen Reise aus.
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