road trip alleine

Fragen & Tipps zu Land & Leuten, Unterkünften, Orten usw.

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road trip alleine

Beitragvon noob » 05.03.2015 - 10:27

Hello!

Ist wer von euch alleine gereist, also ohne travelmates?
Ich spiele nämlich mit dem Gedanken, da ich gene meine Ruhe habe. Zudem auch gerne reisen wo und wielang ich möchte. Aber so ganz isoliert will ich nun auch nicht sein.

Hat wer Erfahrungen? Wie ist es euch ergangen allein über einen längeren Zeitraum?
Denise
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Beitragvon Denise » 05.03.2015 - 21:21

Ich bin jedes Mal alleine durch Australien gereist, aber ich habe immer andere Leute kennen gelernt (in Hostels, auf Ausflügen etc.) mit denen ich sprechen und Erfahrungen austauschen konnte. Ausserdem sind auch die Australier selber sehr offen, ich habe mich also nie einsam gefühlt.
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Beitragvon noob » 06.03.2015 - 12:02

Hostels werde ich zwar nicht besuchen, aber danke für den Tipp mit den Ausflügen. Bei sowas organisiertem wird man sicher neue Kontakte knüpfen können:)
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Bine
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Beitragvon Bine » 10.03.2015 - 18:15

Ich reise fast ausschließlich alleine und das schon seit Jahrzehnten.
Ich halte es aber für extrem schwierig, Leute kennen zu lernen, wenn man NICHT in Hostels wohnt, sondern nur in Hotels absteigt. Zumindest habe ich dort nie jemand kennen gelernt.

Und ja, Touren sind okay, aber auch da sind viele Pärchen unterwegs. Wenn man Glück hat, gibt es hier und da ein paar Einzelreisende.

Ich hätte da bessere Tipps, wenn man einfach mal "off the beaten tracks" unterwegs ist: So lernt man zum Beispiel auf lokalen Festivals in kleinen Orten unglaublich viele Leute (Einheimische ) kennen. Mir war es immer wichtig, nicht unbedingt andere Reisende (wie langweilig), sondern Einheimische kennen zu lernen. So bin ich auch in lokale Bowling Clubs "einen trinken" gegangen und habe den halben Ort kennen gelernt ... oder in einem Schwimmbad oder beim Rodeo, beim Pferderennen .....
Natürlich muss man sich ein bisschen schlau machen, wann wo was stattfindet .... und sicherlich meine ich jetzt nicht die großen Städte.

Gruß
Sabine
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Beitragvon martin1 » 31.03.2015 - 12:23

Also wenn du gerne alleine reist, glaube ich nicht, dass die isolation zum Problem wird. Immerhin lernt man doch immer die ein oder andere Bekanntschaft kennen, bis man dann alleine weiter zieht. Also ich spiele auch immer mit dem Gedanken, mal ganz allein irgendwo hin zu fahren. Aber meist erzähle ich das meinen Freunden und die wollen dann auch immer gleich mit.
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Beitragvon hiso_wombat » 13.02.2016 - 20:32

Ich hab die erfahrung gemacht das man alleine viel leichter leute kennenlernt. Also musst du wissen ob dir das wichtig ist
Emmie
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Beitragvon Emmie » 16.02.2016 - 17:50

Also ich liebe es alleine zu reisen.
Wenn man jemanden zum quatschen möchte findet man sehr schnell jemanden. Also do it
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Beitragvon equinox » 04.03.2016 - 01:05

Der unschlagbare Vorteil des Allein-Reisens ist die absolute Freiheit und Unabhängigkeit!
Denn:
Es gibt niemanden, auf den Rücksicht zu nehmen ist, niemanden, mit dem Vereinbarungen getroffen werden müssen, mit dem Kompromisse geschlossen werden müssen oder auf Konzessionen eingegangen werden muss, niemanden, dem Rechenschaft abgegeben werden muss... etc. pp.
Begegnungen mit unterschiedlichen und interessanten Menschen wird man trotzdem haben, denn wer nicht kontaktscheu ist, sondern auf andere Menschen offen zugehen und soziale Kontakte knüpfen kann, wird nie "allein" sein.

Das Allein-Sein ist eigentlich kein Problem, denn ein solches Problem wird es gar nicht geben.

Man darf sich allerdings auch nichts vormachen. Man kann sich auch einsam unter vielen Menschen fühlen, obwohl man definitiv nicht allein ist.
"Einsamkeit" ist kein quantitativer, sondern ein qualitativer Begriff.
Oberflächliche Begegnungen ohne emotionale oder mentale Tiefe können "Einsamkeit" recht deutlich zur Ausprägung bringen.
Und dann wird nicht das Allein-Sein, sondern die Einsamkeit zum Problem...

Übrigens ein Problem, das viele junge backpacker haben, wenn sie erstmal eine zeitlang von Hostel zu Hostel gezogen sind und dort immer wieder die gleichen Gespräche führen, die gleichen Fragen stellen oder gestellt bekommen, die gleichen Antworten hören oder geben... Intensive Beziehungen oder eine private Intimität zu anderen travellern werden sich selten aufbauen und festigen können.

Daher kommt es immer auf den eigenen Typ an. Manch einer ist daher vielleicht besser bedient, mit einem Partner, einer Partnerin, einem Freund oder einer Freundin eine solche Reise anzutreten. Das Teilen der gemeinsamen Erlebnisse und der (wiederkehrende) Austausch der Erinnerungen können solchen Beziehungen nochmal eine besondere Tiefe und Qualität verleihen.

Aber das muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden...
Lieben, Leben, Lachen... veni vidi vici!
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Beitragvon noob » 25.03.2016 - 01:24

Man wie die Zeit vergeht. Mittlerweile 1 Jahr ist es schon her seitdem ich meinen Job in Australien geschmissen und mit dem Auto aufgebrochen bin, in die unendlichen weiten Australiens :) Da ich grad in so ner Phase bin wo ich jede freie Minute mit einem weinendem und einem lachendem Auge auf das Jahr zurückblicke, wollte ich mal hier kurz noch ne Rückmeldung machen zu den Erfahrungen, die ich "alleine" gemacht habe. Vorweg: Ich würds genauso wieder tun.

Zusammengenommen hatte ich 6 volle Monate Freizeit, nachdem ich meinem Job beendet hatte. Davon war ich die ersten 4 Monate "on the road".
Ich habe fast keine Nacht im Hostel verbracht und war trotzdem fast nie allein, wenn ich es nicht sein wollte.

Ich schreibe mal kurz, wie ich das ganze erlebt habe mit dem Kontakte knüpfen.

Ich habe zum Beispiel nen einzelkurs Surfunterricht gebucht und am Ende habe ich mehrere Tage im Strandhaus vom Surflehrer gewohnt. Bin mit seinen Kindern und dem Aupair mädel was da gewohnt hatte täglich surfen gegangen. Alles kostenlos versteht sich. Ich habe mich natürlich revanchiert mit etwas Hilfe mit dem Surfzeug. Schon war die erste Woche "allein sein" um :D
Oder das Auto ist mir mal liegengeblieben, im nächten Moment war ich mit nem südafrikanischen Tierarzt und seiner Frau in seinem Jeep im Gelände auf eine tages 4wd tour. Eigentlich bat ich nur um nen lift zu Mechaniker :D
Wir haben dann den Mechaniker abgeholt und bei dem durfte ich dann auch zum Abendessen und duschen :D

Ich konnte mein Glück kaum glauben, aber solche Situationen reihten sich fast nahtlos aneinader an. Ich musste halt nur mal Hallo sagen auf dem Parkplatz oder wo man halt grad so ist. Aber meistens wird man auch von anderen angesprochen, weil sich auch viele für einen interessieren, wenn man auf den ersten Blick allein ist.

Es gab aber eine Phase, in der ich fast 4 wochen tatsächlich alleine war, um auch um mal einen klaren Kopf zu kriegen und nachzudenken über meine Zukunft. Weshalb ja sehr viele eigentlich auch hinfahren aber am Ende irgendwie keiner die Zeit zu findet. Es war in tasmanien, und es war eine tolle Erfahrung und wenn ich davon erzähle wird erstmal die Stirn gerunzelt.
"Wie ganz allein?" besonders wenn du Anfang 20 bist. Das entspricht nicht dem typischen Bild von einem Jugendlichem in dem Alter.
Aber sowas muss man erlebt haben. Ich habe da 3 Wochen lang meistens nur nen kurzen smalltalk mit nem Wanderer, local oder einem Ranger gehabt.
0 Internet.
Werde nie vergessen als ich alleine im Freycinet nationalpark war (sehr zu empfehlen!) Es war keine Saison, aber tolles Wetter.
Die nächten Menschen waren mindestens 1 Tagesmarsch weg. Habe daher unerlaubter weise mein Zelt auf dem felsigen Berg aufgebaut, sah aus wie in einem Reisekatalog. Habe mich gefühlt, als wäre ich alleine auf einem fremden Planeten. Das ganze hatte die Wirkung wie ein Monat Kloster in Tibet.

Aber natürlich ich war auch nicht immer freiwillig allein. Das Nullarbror musste ich zum Beispiel alleine runterbrettern, war keiner zu finden. Aber eine gute Musikplaylist und einpaar podcasts und die Welt ist in Ordnung ;)
Am Ende war ich dann noch 2 Monate in Sydney in einer tollen WG am Bondi beach. Da habe ich dann auch 2 Monate täglich Konzerte, Kino, hausparties besucht. Taxback sei dank :D

Alles in allem nicht wirklich viel alleine gewesen in den 6 Monaten, halt nur in den richtigen Momenten, in denen ich es auch wollte. Keine Probleme Kontakte zu knüpfen, auch wenn ich zu Anfang noch introvertiert war. Das hat sich aber schnell gelegt.

Ich hatte Spaß und habe das bekommen was ich wollte. Mehr Kontakt mit locals und weniger saufpartys. 0 Kompromisse. Wer mit sowas liebäugelt kann ich nur dazu raten es auszuprobieren. Notfalls finden sich immer irgendwelche travelmates. Das nächste mal mache ich so eine Reise aber mit meiner Freundin, wenn ich sie denn dann schon länger kenne. Ich habe viele solche Paare getroffen (meistens mitte-ende 20 und älter) und ich habe Gefallen an dem Gedanken gefunden.


Also an die Leute die das W&T noch vor sich haben: genießt die Zeit dort, ihr werdet garantiert immer daran zurückdenken und dabei ne Träne verdrücken :)
noob
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Beitragvon noob » 25.03.2016 - 01:32

Ahja. Als kleiner Tipp. Surfen ist ne tolle Möglichkeit mit Leuten in Kontakt zu kommen. Zwischen den Sets kanns auch mal 10 miuten keine Welle geben und da quatscht man halt auch mit den Leuten ;)
klauspeterf
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Beitragvon klauspeterf » 02.06.2016 - 23:43

Nach 14. 500 km allein auf der Tour jetzt wieder mal in Cairns angekommen. Gefällt mir überhaupt nicht mehr. Immer mehr Partymeile.
Habe Heimweh nach der Westküste, dem Norden und dem Zentrum.
Cheers
Peter
https://peter-the-traveller.tumblr.com/

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