Flugreisen in Zeiten der Klimadiskussion

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TATUK
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Flugreisen in Zeiten der Klimadiskussion

Beitragvon TATUK » 18.03.2007 - 13:31

Hi Bine,

ich hätte auch einen Vorschlag für den Traveltalk. Habe mich eigentlich schon gewundert, dass dieses Thema noch nicht aufgegriffen wurde, wo es doch gerade in den Medien hin und her diskutiert wurde und wird.

http://www.sueddeutsche.de/reise/artike ... 48/?page=3

http://www.sueddeutsche.de/reise/artikel/447/104343/


Wie steht Ihr dazu? Schränkt Ihr Euch mehr ein und macht -zum Beispiel- statt 3 Wochen irgendwo hin zu fliegen lieber 3 Wochen Interrail in Europa? Oder denkt Ihr eher, dass man die Welt noch so lange so genießen sollte wie sie jetzt noch ist? Will heißen noch alles mitnehmen was geht. Und versuchen sollte die Umwelt auf andere Art und Weise zu schützen. Sollte man jede Möglichkeit nutzen um zum Umweltschutz beizutragen oder sich eben auch mal was "gönnen"? Vor allem wenn man bedenkt wie viel mehr man in Europa tut in Sachen Umweltschutz -verglichen mit anderen Teilen der Welt.
Zuletzt geändert von TATUK am 18.03.2007 - 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
Auf dem Sprung.....
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Beitragvon catchat » 18.03.2007 - 18:40

ich fliege und schränke meine reisen nicht ein.
liebe grüsse
Jackiedoesdownunder
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Beitragvon Jackiedoesdownunder » 19.03.2007 - 18:16

wollten unsere politiker wirklich etwas gegen den klimawandel tun, würden sie nicht nur uns "normalverbraucher" zur kasse lassen im bezug auf den co2-ausstoss, sondern denen an die wäsche gehen, die den meisten müll in unsere atmosphäre pusten: kraftwerke und die industrie!!!
autos sind heutzutage so sauber geworden und das trotz der höheren anzahl an autos im staßenverkehr... sie machen gerade mal 12!% der co2 emmission aus...! und die industrie? haltet euch fest: ganze 68% aber an die industrie traut sich ja keiner ran... :evil: sagt ein politiker (in den augen anderer politiker oder sonstiger "wichtiger" leute :roll: ) was falsches, ist er ganz schnell weg vom fenster! und wird einfach durch einen ersetzt, der diesen "wichtigen" leuten in den Ar*** kriecht... :evil: dabei gibt es genug möglichkeiten, unsere stinkenden fabriken durch weniger umweltschädigende zu ersetzten...
wo ein wille ist, da ist auch ein weg!!!
und was nützt es uns bitte, wenn deutschland zu den ländern gehört, die sich am intensivsten um den klimaschutz kümmern, wenn sich länder wie amerika oder australien einen dreck um den klimaschutz kehren? leben wir nicht alle auf einem planeten? sollten wir da nicht alle an einem strang ziehen? im radio hab ich neulich was zu dem thema gehört: irgendein land (weiß net mehr welches) hat die möglichkeit, sich aktiv für den klimaschutz einzusetzen. doch was tun die? sagen einfach, dann läuft die wirtschaft nicht mehr so gut und machen weiter wie bisher. weiß leider nicht mehr, was genau gesagt wurde, aber da hätt ich ins lenkrad beissen können... :evil:

also ich fliege auch, denn ich lebe nur einmal! und das im hier und jetzt und nicht irgendwann in ferner zukunft! die menschen sind sowieso eine aussterbende rasse...
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Beitragvon Maier Martin » 19.03.2007 - 21:37

Vor langer langer Zeit so etwa vor 12 Monaten bemerkten wir,
das unsere Autos und Flieger, co2 ausstossen.

Dann sollten unsere Politker denn Anfang machen.
Keine Dienstflüge mehr von Bonn Nach Berlin. Dürfen nur noch mit einem kleinem Elekroauto das nicht schneller wie 50/kmh geht Dienstreisen machen
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Beitragvon Laura87 » 19.03.2007 - 21:41

Der Meinung bin ich auch... da gibt es genügend andere Menschen und/oder ganze Nationen die vor uns dran wären, sich einzusetzen... Daher werde ich meine eh so seltenen Flugreisen sicher nicht einschränken, aber natürlich sehe ich es auch nicht ein mich für jeden 1km langen Weg ins Auto zu setzen...
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Beitragvon Mari » 19.03.2007 - 22:07

Fliegen - ganz klar, nach wie vor!

Da bin ich egoistisch. Aber Kurzstrecken wie Frankfurt - Berlin sollte man mal ruhig mit der Bahn fahren. Oder in der Stadt das Auto in der Garage lassen und laufen, Rad fahren oder S-Bahn. Ich nehme auch Energiesparlampen, trenne penibelst meinen Müll und mache das Stand-By an Geräten aus.

Schlimmer als die Flugzeuge sind doch die Kohlekraftwerke in China. Die Luftverschmutzung macht schließlich vor Ländergrenzen nicht halt ... ABER klar doch, Wirtschaftswunder China, jeder der Karriere machen will lernt Mandarin, ab in den Osten, Goldgräberstimmung und billige T-Shirts.
Es läuft halt vieles falsch - überall. Da sind weder die einen noch die anderen allein "dran schuld".

Trotzdem, der Klimawandel ist m.E. nicht mehr aufzuhalten, er kommt auch nicht erst noch, wir sind schon mittendrin.
Irgendwann ist die Ostsee auch so schön warm, dass wir nicht mehr ans Mittelmeer fliegen müssen .... (sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen)

Okay, bevors hier zu einer Klimadiskussion ausartet - Schluss für heute.
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Beitragvon Chacco » 20.03.2007 - 01:06

Mari hat geschrieben:Ich nehme auch Energiesparlampen, trenne penibelst meinen Müll und mache das Stand-By an Geräten aus.

Mülltrennung ist doch eh für'n Allerwertesten oder hat sich das System in Deutschland mittlerweile geändert?
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Beitragvon Mari » 20.03.2007 - 09:27

Chacco hat geschrieben:
Mülltrennung ist doch eh für'n Allerwertesten oder hat sich das System in Deutschland mittlerweile geändert?


Hatte vergessen zu erwähnen, dass ich all das weniger aus klimarelevanten als vielmehr aus finanziellen Gründen so mache.
Energiesparlampen sparen bares Geld, Stand-By ausschalten sowieso.
Müll: Es macht schon einen Unterschied, ob man alles in eine Tonne haut oder nicht. WÜœrde ich alles in den Hausmüll werfen, müsste ich schnell mehr Müllgebühren zahlen, weil die bereitgestellten Tonnen dann nicht reichen würden.

Trotzdem ist es nicht "für'n Allerwertesten", denn es macht schon einen Unterschied, ob ich Flaschen in den Flaschencontainer werfe, Papier in den Papiercontainer etc. oder nicht.
So schlimm ist es meines Wissens nicht mit dem System in Deutschland.
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Beitragvon laus » 20.03.2007 - 09:58

Moin,Moin!!
Also ich werde auch weiterhin fliegen! Wobei ich auch nicht unbedingt zu den Viel-Fliegern gehöre! Aber nach Australien ist halt schlecht ohne Flieger!!
Die Billig-Flüge versuche ich komplett zu sparen, das hat auch bisher geklappt! Eher fahre ich mal Bahn und bezahle halt etwas mehr oder fahre Auto! Ich hab das Glück das mir Papi einen umweltverträglichen Wagen in den Hintern geschoben hat!! :oops: :wink:
Und dann natürlich nicht mehr als 120! eher so 100! Da gabs schon früher einen Aufkleber " 100 für den Wald", also haben sich doch auch vor 15 Jahren schon Leute Sorgen ums Klima gemacht!

Müll trenne ich auch penibel, der Herd wird schon ausgemacht bevor das Essen fertig ist, um die Restwärme zu nutzen! Mal ganz davon ab, dass ich den Backofen NIE vorheize!! Die Heizung ist bei uns fast den ganzen Winter ausgeblieben und Energiesparlampen nutze ich schon sehr lange! Habe aber auch immer wenig Licht an , oder Kerzen zusätzlich, und auch so "Komplett-Aus-Steckdosen", die immer sorgfältig ausgeschaltet werden!!
Ich weiss, ist alles nur Kleinkram, aber wenns alle so machen würden, würde es bestimmt was bringen!!

Letztes Jahr wurde bei uns auf der Arbeit vorgeschlagen als Betriebsausflug einen Tagestrip nach Mallorca zu machen!!?? :shock:
Ich wusste garnicht wie man auf so eine beknackte Idee kommen kann!!
Ich war wohl auch nicht die einzige die lautstark protestiert hat, denn es wurde dann geknickt!!

Im grossen und ganzen finde ich, müssen WIR nicht auf einzelne Urlaubsflüge verzichten!! Da müssen andere erstmal guten Willen beweisen!!

Liebe Grüsse
Laura
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Beitragvon TATUK » 20.03.2007 - 10:51

@chacco

Natürlich bringt Mülltrennung was. Wenn ich daran denke was bei uns an "Nurmüll" anfällt und wie wenig das ist verglichen mit dem Rest. (Flaschen, Papier, Alu etc.)





Aber wenn man (ganz allgemein jetzt) auf dem Standpunkt steht, dass es sowieso nix bringt was der Einzelne macht dann kommen wir nie weiter in Sachen Umweltschutz.

Ich schau auch drauf das Auto so wenig wie möglich zu benutzen, Standby immer auszumachen etc.
Allerdings wirds dir manchmal auch nicht leichtgemacht. Von mir zuhause bis zu meinem Studienort zahl ich mit der Bahn über 100 Euro einfach- Returnflüge gibts zum Teil für unter 100€. Da kann die Absicht was für die Umwelt zu tun noch so groß sein,aber das ist dann schon einschlagendes Argument fürs Flugzeug va wenn man eh nicht so viel Kohle hat.
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Beitragvon ascon » 20.03.2007 - 11:41

Die Mülltrennung hat schon ihre Daseinsberechtigung. Würde es diese nicht geben, würde alles in die große Verbrennungsanlage kommen und das war's. So können gezielt wiederverwertbare Stoffe rausgefiltert werden, um sie nochmal zu nutzen (oder an China zu verkaufen, damit die Pullover draus machen). Das Problem ist wohl hierzulande, dass das System ganz einfach zu teuer ist, da fürchterlich aufwändig und deshalb gern in Frage gestellt wird. Sind aber mMn nur wirtschaftliche Aspekte, die dagegen sprechen. Der Umwelt tut es aber sicher gut.

Zum Fliegen. Wenn die Bahn es auf die Reihe kriegen würde, ihre Preise irgendwann mal in realistische, konkurrenzfähige Regionen zu bewegen, würde ich auch mehr Bahn fahren. Ich arbeite 400km von zuhause weg und die Bahn wäre viel entspannter als der monatliche Autobahnkrampf aber die Bahn will halt 260 Euro für zwei Personen Hin- und Rück und mit dem Auto zahl ich um die 60 und kann noch zwei Leute mehr mitnehmen, um die Kosten noch zu schmälern.
Wenn ich dann mal fliege, hab ich nicht wirklich ein schlechtes Gewissen, da das maximal 1-2 im Jahr vorkommt. Wenn ich da die EU-Abgeordneten sehe oder auch die Bundestagsabgeordneten, die teilweise täglich zwischen Berlin und Bonn pendeln, ist mein Gewissen sehr schnell beruhigt. Ist zwar blöd, erst auf die anderen zu starren aber mit meinem Flugaufkommen stehe ich ganz am Ende der Kette und kann so nachts echt gut schlafen.

Bevor große Nationen wie China oder USA (mehr Sündenböcke kenne ich noch nicht) es nicht auf die Reihe kriegen, ihr CO² Aufkommen zu verringern, kann sich sowieso nichts ändern. Da können wir ganz Deutschland auf Windenergie und Sparlampen umbauen.
Ich für meinen kleinen Teil hab zuhause im Normalfall nur den Kühlschrank permanent laufen. Alle Standby-Geräte hängen an schaltbaren Steckdosen, die auch immer aus sind, wenn ich sie nicht brauche. Ein Fernseher im Standby macht pro Jahr bis zu 50 Euro aus. Wenn dann noch Radio, Router, Monitor und der Krams dazukommen, kommt da schnell einiges zusammen, was ich im Urlaub besser verbraten kann.

Generell ist dieser Klimawandel-Hype sowieso total überzogen. Es ist ein Fakt, dass der Klimawandel kommen wird bzw. schon in vollem Gange ist. Das einzige, was wir als Menschheit noch tun können, ist ihn zu verzögern bzw. einzudämmen. Fakt ist, dass sich die Erde bis Zweitausend-irgendwann (hab das Jahr nicht mehr im Kopf) um mindestens 2 Grad erwärmen wird. Wenn wir nicht gegensteuern, noch mehr. Und? Es ist ja nicht so, dass das von heute auf morgen passiert. Die Welt hat sich in ihrer Zeit schon so oft verändert, es gab Eiszeiten, Monsterbeben, Meteoriteneinschläge, Flutwellen und wir sind trotzdem noch da. So schnell geht die Menschheit nicht unter, wie es die Poitiker gern darstellen.
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Beitragvon Chacco » 20.03.2007 - 13:16

Ich hatte Mülltrennung nicht allgemein betrachtet, sondern nur den Grünen Punkt. Dass es auch Glascontainer, Papiercontainer etc. gibt, habe ich irgendwie verdrängt.
Naja, ich trenne keinen Müll, weil es das hier nicht gibt. In Deutschland habe ich es meist getan. Standby-geräte schalte ich allerdings nie aus, die paar Euro im Jahr sind es mir nicht wert, ausserdem kann durch zu häufiges Ein- und Ausschalten anscheinend auch die Elektronik Schaden nehmen. Ob das noch aktuell ist, weiss ich nicht.
Fliegen tu ich natürlich und auch sonst schränke ich mich nicht ein, denn der Klimawandel würde auch durch perfekte Umweltpolitik weltweit nicht aufzuhalten sein, das ist die Natur der Dinge, die Industrie beschleunigt das Ganze nur etwas.
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Beitragvon Jackiedoesdownunder » 20.03.2007 - 16:55

Chacco hat geschrieben: die Industrie beschleunigt das Ganze nur etwas.


etwas??? :???: du bist gut :roll: :wink:
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Beitragvon senfgelb » 20.03.2007 - 17:38

nennt mich idealistisch oder unrealistisch - ich weiss, ich bin's - doch irgendwo müsste man doch einmal mit aufpassen anfangen! klar sollten sich mal die grossen nationen besinnen und ihre politik ändern, doch man sollte doch nicht von dem system was anderes erwarten was man selbst nicht bereit ist zu tun! klar ist es sch****[i](fieser Fluch)[/i], dass man für den zug viel mehr zahlt als für einen flug, doch irgendwer muss halt einfach anfangen... ich weiss auch, dass es sehr schwierig ist, bei einem verlockenden flugangebot dann in den zug zu steigen (in der CH ist halt auch die ganze situation anders - ich meine, inlandflüge sind bei der grösse relativ sinnlos und die tarife sind verhältnismässig auch viel niederer als bei der deutschen bahn...).
ich werde keine billigflüge mehr buchen - überhaput, innerhalb europa will ich nicht mehr fliegen. mal ganz davon abgesehen dass ich zugreisen liebe. wenn ich in die ferien will brauche ich ja sowieso ein bestimmtes budget und zeit - dann erweitere ich dieses halt um ein paar franken und tage!!! denke auch nicht, dass ich alles immer einhalten kann, was ich mir vornehme, doch die verantwortung liegt nun einmal bei uns, und wenn sich die "klimakatastrophe" durch verwantwortungsvolles handeln um ein paar jahre hinausschieben lässt, dann sollten wir dies versuchen und nicht resignierern.

ja, ich weiss, das tönt alles sehr idealistisch und so - doch ignoranz hilft auch niemandem weiter.
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Beitragvon Mariposa » 20.03.2007 - 19:29

Sehr löblich Senfgelb, glaube aber auch nicht, dass wir viel dazu beitragen, wenn wir auf fliegen verzichten.

Es fängt schon gar nicht so weit weg an. Pfand kennt hier in Spanien keiner. Trennen? Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo die anderen Container stehen, und ich kenne auch keinen, der Müll trennt. Die Müllabfuhr kommt jeden Tag.

Komischerweise sind bei uns ausgerechnet umweltschädliche Dinge eher günstiger. z. B. habe ich eine Wasserflatrate von 8 Euro, direkt von den Wasserwerken, geht bei uns direkt. Ich könnte also täglich ne halbe Stunde duschen...

Üœbrigens haben wir Deutsche insgesamt eine gute Erziehung. Hier werfen die meisten noch Taschentücher und etliches mehr arglos weg, obwohl 5 m weiter eine Mülltonne steht. Deutsche nehmen ihren Müll lieber mit, als dass sie ihn auf die Straße werfen. Klar gibt es Ausnahmen, aber das Müllbewusstsein ist hier noch ganz anders. Jedoch schon viel besser als noch in den 70-ern. Seit letztem Jahr gibt es in den Schulen Mülldienst. Habe das Wort dafür vergessen. Das gabs bei mir in der Schule schon in de 80-ern :)

Ach, ja, zum Thema. Ich fliege "billig"...ca. 1-2 Mal im Monat. Also soweit geht meine Liebe zur Umwelt nicht, dass ich lieber für 350 Euro und 16 Stunden nach Deutschland fahre statt für durchschn. 70 Euro in 2 Stunden...Muss ich mich jetzt schlecht fühlen?

Wenn es geht, dann fahre ich im Nahverkehr Zug, ist auch wesentlich billiger als in D.
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Beitragvon Jackiedoesdownunder » 21.03.2007 - 00:43

senfgelb hat geschrieben: klar ist es sch****<i>(zensiert)</i>, dass man für den zug viel mehr zahlt als für einen flug, doch irgendwer muss halt einfach anfangen... ich weiss auch, dass es sehr schwierig ist, bei einem verlockenden flugangebot dann in den zug zu steigen (in der CH ist halt auch die ganze situation anders - ich meine, inlandflüge sind bei der grösse relativ sinnlos und die tarife sind verhältnismässig auch viel niederer als bei der deutschen bahn...).


also dein handeln in allen ehren, aber geld scheißen kann ich nicht!!! du etwa??? wenn in dieser hinsicht etwas geändert werden soll, so müssen die anbieter co2-armer transportmittel wie die DB auch mal was dafür tun!!! aber solange die ihre preise eher anheben als senken (und das unter fadenscheinigen ausreden...) und autofahren billiger ist, als mit der bahn rumzugondeln, solange wird sich auch nichts groß ändern...! :evil: sollte umweltbewusstes fahren nicht eher mit niedrigen preisen gefördert werden? soll umweltbewusstes fahren denn nur den "reichen" vorbehalten sein? als ich finde das unter aller sau :evil: :evil: :evil:
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Beitragvon Emma18 » 21.03.2007 - 18:46

Also, jetzt will ich doch auch mal meinen Senf dazugeben (dabei muss ich doch fürs Abi lernen *arrggghhh* :shock: ).

Also...sicher ist, dass die Politik mit dem Thema Umwelt mal wieder ein neues Lieblingsthema gefunden hat und ich halte es auch für wichtig, dass sich sowohl Politik als auch jeder einzelne über die Umwelt Gedanken machen.
Allerdings bringt es letztendlich wenig, wenn nur einige Leute hier mal eine Flugreise streichen und dort mal mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren...erstens tun da viel zu wenige und zweitens liegen dort auch nicht unbedingt die Hauptursachen des Klimawandels (wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass der Klimawandel mit dem CO2-Ausstoß im Zusammenhang steht, worüber es ja durchaus noch kontroverse Meinungen gibt).
Hier wäre also ein Eingreifen der Politik von Nöten, um großflächig gesetzlich Maßnahmen zu verabschieden, die den CO2-Ausstoß senken würden.
Und wenn man sich dann das Gehampel in der EU etc. anschaut, muss man sich doch fragen, ob die Politiker WIRKLICH etwas ändern wollen.
Da erklärt sich ein Land bereit, für Autos eine gesetzliche CO2-Ausstoßgrenze einzuführen, weil in ebendiesem Land eh vor allem CO2 sparsame Autos entwickelt werden. Andere, deren Industrie eher Autos mit höherem Ausstoß entwickelt, erklären sich dazu nicht bereit. Und so zieht sich das durch alle Einsparmöglichkeiten, sodass letztlich erstmal gar nix getan werden kann.
Und stattdessen wird dann an die Menschen appelliert, doch lieber in Deutschland Urlaub zu machen und nicht zu fliegen. Mal ganz ehrlich, so viel fliegen die meisten Menschen sowieso nicht (Ich bisher 2X in meinem Leben) und das darf man sich doch dann auch mal gönnen.
Ich sehe auch scon das Geschrei von Politik und Gewerkschaft vor mir, wenn plötzlich keiner mehr fliegt und massenweise Arbeitsplätze bei den verschiedenen Fluglinien gestrichen werden.
Umweltschutz hat oft auch etwas mit Profiteinschränkungen zu tun, und da muss man sich doch fragen, ob die Politik tatsächlich in der Lage ist, sowohl wirtschaftliches Wachstum als auch Umwelt unter einen Hut zu bringen. Ein internationales Umdenken könnte zwar zu mehr Wirtschaft und weniger Arbeitslosigkeit führen, da umweltbewusstes Wirtschaften viele neue Forschungsmöglichkeiten etc. mit sich bringen würde. Dies müsste aber tatsächlich global in Angriff genommen werden, da kein Staat in Zeiten der Globalisierung auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit in großem Maße auf die Umwelt achten will.
Da wird zwar das Reiseverhalten der Bürger kritisiert, aber kaum ein Wort darüber verloren, dass jeden Tag eine Waldfläche so groß wie Hessen und das Saarland zusammen gerodet wird...auch weil die westlichen Staaten nichts dagegen haben, billiges Holz einzukaufen...
...am 3. Juli gehts los :-D...1 Jahr DU...
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Beitragvon TATUK » 22.03.2007 - 23:50

http://www.sueddeutsche.de/,ra19m3/reis ... 78/106772/


..........komisch, wollten sie nicht noch letzte Woche die Flugpreise erhöhen um das Klima besser zu schützen? :???: :wink: Sowas.....
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Beitragvon Cathi » 25.03.2007 - 15:18

Ich habe grad bei Virgin Blue (heißt jetzt Virgin Australia) was Passendes dazu entdeckt:

http://www.virginblue.com.au/carbonoffset/

Da kann man sich praktisch von seinen "Flugsünden" freikaufen, und dieses Geld geht dann Organisationen zum Klimaschutz zugute, in der dem Flug entsprechenden Höhe des CO 2 Ausstoßes.

Leider konnte ich nicht herausfinden, wieviel man da dann für einen Carbon-neutral-Flug bezahlen muss...

Bestimmt eine gute Idee und ein Ansatz in die richtige Richtung, aber ob die Stategie Erfolg hat (für Virgin sicherlich eine gute Werbe-Strategie :roll: )?
Und ohne weltweite politische Eingriffe in den Umweltschutz wird sich wohl eh nicht viel verändern...
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Beitragvon Chacco » 25.03.2007 - 17:05

Cathi hat geschrieben:Da kann man sich praktisch von seinen "Flugsünden" freikaufen, und dieses Geld geht dann Organisationen zum Klimaschutz zugute, in der dem Flug entsprechenden Höhe des CO 2 Ausstoßes.

Leider konnte ich nicht herausfinden, wieviel man da dann für einen Carbon-neutral-Flug bezahlen muss...

Bestimmt eine gute Idee und ein Ansatz in die richtige Richtung, aber ob die Stategie Erfolg hat (für Virgin sicherlich eine gute Werbe-Strategie :roll: )?
Und ohne weltweite politische Eingriffe in den Umweltschutz wird sich wohl eh nicht viel verändern...

Ist doch nix neues, hat Lufthansa (oder war es LTU? ) doch auch im Angebot.
Die Frage, die sich mir stellt: Wohin genau geht das Geld und was machen die Empfänger tolles gegen den beschleunigten Klimawandel mit diersem Geld? Solange diese Frage nicht eindeutig geklärt ist, ist diese Idee doch nur da, um den Wohlhabenden Ihr Gewissen zu beruhigen.
Im Endeffekt wird es eh darauf hinauslaufen, dass es die "oberen Zehntausend" eh nicht juckt, ob ein Flug nach Australien (z.B.) jetzt 800 Euro oder 5000 Euro kostet und die finanziell nicht so Gesegneten in Zukunft zwangsläufig wieder Urlaub an der Nordsee machen.

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