War ich zu unvorsichtig? Gefährliche Tiere in Australien!

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Pfüh
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War ich zu unvorsichtig? Gefährliche Tiere in Australien!

Beitragvon Pfüh » 29.07.2003 - 19:09

Ausschlaggebend für diesen Gedanken war eine Sendung im Fernsehen. Es war eine Dokumentation über Schlangen. Es traf mich fast der Schlag als es hieß die höchste Rate an giftigen Schlangen gäbe es in einem kleinen Ort in Australien, namens Byron Bay. Gerade Byron empfand ich als das schnuckligste und harmloseste Örtchen überhaupt. Hier im Forum habe ich dann gelesen daß Schlangen zu bestimmten Monaten Winterschlaf halten und jetzt weiß ich warum ich keine Bekanntschaft mit ihnen gemacht habe.
Eigentlich geht es mir auch darum, daß ich die ganze Sache mit "Australiens Gefahren" von Deutschland aus anders betrachte als wie wenn man tatsächlich in Auatralien ist. Ich habe mir damals nicht die geringsten Gedanken gemacht dort zu zelten, in Sandalen wandern zu gehen, auf dem offenen Meer zu tauchen (ja ok, das stimmt nicht, da ich wußte daß es Haie gibt) mich im Regenwald aufzuhalten... es hat sogar ausgereicht, daß an einem Swimminghole auf einem Stück Pappe stand: Keine Krokodile - und wir sprangen rein.
Was ich damit meine ist, daß man schnell vergißt daß Australien andere Vorkehrungskriterien hat als Deutschland. Man hört schnell auf Leute die sagen: mach dir keine Gedanken, hier gibt es keine...
Oder man geht schwimmen wenn man andere im Wasser sieht.
Das alles ist an der Ostküste ja nicht so tragisch (glaube ich zumindest), mein nächstes Ziel ist jedoch die West-Küste und das Northern Th. (+Neuseeland)
Ich habe die Berichte gelesen über das deutsche Mädchen, daß von dem Croko getötet wurde. Klar mein Menschenverstand reicht aus um nicht in Krokodil-Flüssen zu schwimmen.( Kann man dort nirgenswo außer am Pool schwimmen?) Jedoch würde mich interessieren wie ihr auf euren Reisen mit diesem Thema umgegangen seid.
Liebe Grüße
Pfüh
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Beitragvon catchat » 30.07.2003 - 09:33

normale vorsicht walten lassen, aber keine panik aufkomemn lassen.
auch die schlangen in byron bay, selbst wenn sie KEINEN winterschlaf halten, wimmeln nicht so durch die strassen auf der jagd nach menschenfleisch.

an der ostküste ist übrigens erst recht vorsicht geboten: der blue box jelly fish (extrem giftige qualle) ist kein spass, die tentakeln lähmen dich auf der stelle und es kann (und passiert auch in jedem jahr) passieren, dass man in kniehohem wasser ertrinkt.

aber: warum solltest du ALLEINE weit und breit sein? und: WARUM soltest du ins wasser gehen, wenn die blue box gerade unterwegs sind?

also wieder ganz real: die normale vorsicht wird dich auch davor beschützen.
liebe grüsse
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Beitragvon magic » 15.08.2003 - 11:30

Oh chatchat, diese Schauergeschichten. jelyfish die tödlich sind. Was für ein Quatsch. Ich habe noch von keinem Todesfall gehört. Allerdings sind die Hautverätzungen sehr schmerzhalft und können bis zu drei Wochen weh tun. Ein GP oder das Krankenhaus helfen zuverlässig. Und noch mehr Jägerlatain ist das mit den Schlangen in Byron Bay. Das wirst Du eher von einem fleischhungrigen Touristen attakiert. Die Schlagen haben sich von dort schon lange verabschiedet.
Gruß magic
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Beitragvon Bine » 15.08.2003 - 13:06

Hallo Magic,

wahrscheinlich liest Du die Zeitungen nicht ausreichend. Es HAT bereits einen Todesfall durch den Jellyfish gegeben. Leider habe ich die Meldung des Sydney Morning Herald nicht mehr gespeichert. Auch nicht mehr die deutsche Meldung in der "Berliner Morgenpost" darüber.
Gut, es war EIN Zwischenfall. Seltsam nur, wenn es soooo schlimm gar nicht ist, warum geht dann niemand ins Wasser, wenn Jellyfish-Zeit ist.

Du hättest, wo Du doch in Australien wohnst, ruhig mal auf Pfühs Frage näher eingehen können, als Catchat der "Effekthascherei" zu bezichtigen.

Gruss
Bine :cool:
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Beitragvon magic » 15.08.2003 - 14:12

Zu den jelyfish: Erstmal gibt es genug Taucher entlang der Küste, die mit und ohne wetsuit ganz gut damit zurecht kommen. Ich habe auch mit keinem Wort gesagt, daß man unbeschwert ins Meer hüpfen kann. Es ist in der jelyfiszeit nicht zu empfehlen ins Meer zu gehen. Ich wehre mich nur gegen diese Dramatisierung. Ich werde mir die Mühe machen und den SH durchforsten um auf den besagten Todesfall zu stoßen. Ich mache täglich Nachrichten fürs Radio, so müßte ich an diesem Tag mächtig geschlafen haben.
Nichts für ungut und noch einen schönen Tag
magic
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Beitragvon magic » 15.08.2003 - 14:25

Hi Pfüh,


Ich habe die Berichte gelesen über das deutsche Mädchen, daß von dem Croko getötet wurde.

Diese Frau hat alle Warnugen ihres Reiseleiters mißachtet und ist um Mitternacht in ein Bilabog im Kakadu Nationalpark schwimmen gegangen!

Klar mein Menschenverstand reicht aus um nicht in Krokodil-Flüssen zu schwimmen.( Kann man dort nirgenswo außer am Pool schwimmen?)

In der Regel ist es im NT, QLD und WA nördlich des Wendekreises nicht zu empfehlen in offenen Gewässern zu schwimmen.

Jedoch würde mich interessieren wie ihr auf euren Reisen mit diesem Thema umgegangen seid.

Vorsicht und locals konsultieren und sich nicht auf 'Hören sagen' und 'Touristenauskünfte' verlassen.


Grüße von down under
magic
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Beitragvon Bine » 15.08.2003 - 16:16

Ich habe den Bericht über den tödlichen Zwiswchenfall mit einer Qualle bei der Berliner Morgenpost gefunden.

http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003 ... 92877.html

Gruss
Bine
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Beitragvon flygirl1982 » 15.08.2003 - 17:13

Der Jellyfish kommt doch nur an der Ostküste vor, ODER?
Und in welcher Zeit? Ist aber dann nicht so dramatisch, dass man seine Reiseroute danach richten muss, ODER?
Nicht dass wir im Dezember ankommen (Brisbane), uns totaaaal aufs Meer freuen und gar nicht rein dürfen :cry:
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Beitragvon Bine » 15.08.2003 - 18:34

Hallo Flygirl,

der Jellyfish kommt in den Tropen/Subtropen vor und ist nicht nur auf die Ostküste begrenzt.
Dezember ist leider ... leider ... die Zeit, in der sie sich an der Küste tummeln. Kritisch sind Oktober bis April/Mai.
In Brisbane und nördlicher, wie Noosa und Fraser Island, ist das Baden kein Problem. Noch nördlicher, so ca. ab Rockhampton, ist es um diese Jahreszeit verboten, bzw. nicht angebracht, ins Wasser zu gehen. Auf den Inseln ist es kein grosses Problem, nah an der Küste aber schon.

Das gleiche gilt für die Westhüste. Perth und der Süden sind vollkommen okay, der Norden nicht!

Gruss
Bine :cool:
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Beitragvon catchat » 15.08.2003 - 20:05

der box jellyfish kann die kälteren gewässer nicht durchschwimmeen, das bedeutet, dass man natürlcih ann der osstküsste auch während der jellyfishzeit baden gehen kann. NUR EBEN AUF DEN INSELN!!!
nicht vor der festlandküste, das ist alles. und in sofern ist das ja gar kein problem, da ja sowieso die inseln die attraktion sind. (whitsundays. lady musgrave...)

und die taucher tauchen ja, das sagt der name schon, in tieferen gewässern, da gibt es überhaupt kein quallenproblem.

bei tauchgängen nahe der küste wird während der quallenzeit jeder tauchoperator darauf achten, dass es nur mit wetsuit ins wasser geht.
liebe grüsse
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Beitragvon everglaze » 01.11.2003 - 05:41

ich denke mit gesundem menschenverstand ist einem wahrscheinlich am besten gedient.klar wird eine schlange zubeissen wenn sie sich angegriffen fuehlt und ein krokodil wird dich dann angreifen,wenn du in seinem territorium bist,...aber wenn man auf die warnungen (schilder und leute) hoert,ist man relativ sicher,ein restrisko bleibt zwar immer,aber es ist immer noch wahrscheinlicher bei nem autounfall zu sterben,als von irgenwelchen gefaehlichen tieren.
und wer eh nicht auf so warnungen hoert,dem kann eh keiner helfen,also ich brauch nicht baden gehen,wenn da krokodile oder jellyfish drin sind oder sein koennten.
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Beitragvon Phil HL » 09.12.2005 - 15:02

catchat hat geschrieben:der box jellyfish kann die kälteren gewässer nicht durchschwimmeen, das bedeutet, dass man natürlcih ann der osstküsste auch während der jellyfishzeit baden gehen kann. NUR EBEN AUF DEN INSELN!!!
nicht vor der festlandküste, das ist alles. und in sofern ist das ja gar kein problem, da ja sowieso die inseln die attraktion sind. (whitsundays. lady musgrave...)


Hm, da hab ich mal ne Frage dazu: Ich werde kurz vor Weihnachten ne Segeltour zu den Whitsundays machen und hab jetzt schon die Info bekommen, dass wir uns da gegen Gebühr einen Stingersuit leihen sollten. Ist das denn dann überhaupt nötig und sinnvoll oder möglicherweise nur ne Geldquelle für die?
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Beitragvon Bonnie » 09.12.2005 - 16:51

Hi Phil,

also wir haben auch eine Segeltour zu den Whitsundays gemacht und wir haben uns Stingersuits ausgeliehen! Ich hatte vorher noch gehört, dass ein Deutscher auf der Intensiv gelegen hat nachdem er vom Jellyfish gestreift wurde. Das hat mir gereicht! Ich war da nicht scharf drauf und auch unser Skipper sagte, dass er immer einen Stinger Suit bzw. Wetsuit empfehlen würde! :wink:

Wir haben uns den Stingersuit allerdings vorher in Airlie Beach ausgeliehen. Das war billiger!

Liebe Grüße von Danni :cool:
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Beitragvon Jojo29 » 09.12.2005 - 22:17

Ich wuerde ihn tragen, definitiv!
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Beitragvon Phil HL » 13.12.2005 - 20:41

Danke für die Kommentare, werds dann wohl doch auch machen :???:
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Beitragvon Tommy » 27.02.2006 - 11:55

allgemein kann man sagen: Wenn du nicht nach gefährlichen tieren ständig suchst wirst du Ihnen auch nicht sehr oft begegnen.

Schlangen sind scheu, Spinnen suchen auch nicht den Weg zu dir und ansonsten sind die Tiere nicht so leicht zu finden.

Mit Haien und Quallen sieht es etwas anders aus. Es gibt gewisse orte und Zeiten da sind diese Tiere öfters anzutreffen. Ich selber habe eine Qualle bei meinem ersten Wassergang in den indischen Ozean getroffen, an einer stelle wo es eigentlich keine gibt... . Man kann das nicht verallgemeinern, aber mit Quallen würde ich gerade im Norden nichts unbedinkt riskieren. Bei Haien muss jeder selber wissen ob ers wagt oder nicht. Auf jedenfall ist es nicht so das man ins Wasser geht und nur Haie sieht. Ich selber habe diverse haie beim schnorcheln getroffen, welche aber alle KEINE Weissen-,Bullen,-oder Tigerhaie waren. Ich glaub man weiss wenn man solchen begegnet...
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Beitragvon Phil HL » 28.02.2006 - 15:20

hehe, bin mitlerweile wieder zurück aber danke trotzdem für die Infos.

Meine Erfahrungen: Stinger Suit auf jeden Fall!!! Es gibt sie und es gibt auch in der Hochsaison jede Woche verletzte Touristen. Wäre selber am Whitehaven Beach beinaha auf eine Portugiesische Galeere getreten, und am Fuß is ja kein Suit.

Sehr gewundert hat mich auch, wie viele Leute auf Fraser trotz Haie&Strömungen ins Meer gehen. So oft wie man in den Briefings gewarnt wird MUSS es echt jeder wissen. Gerade die kleinen Kinders da...
Mannmann, und man sieht die Haie tatsächlich!
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Beitragvon Jinx » 01.03.2006 - 11:51

Zur "Portugiesische Galere": Die sind net tödlich. Mich hat eine "Blue Bottle", wie die Port. Galere in Australien heißt, am Manly Beach erwischt und ich lebe noch. Gefährlicher wird es, wenn dich eine ausgewachsene komplett "festhält", also die langen Tantakeln fast ganz um dich rumlegt. Dann kann es zu stärkeren Reaktionen, wie z.B. auch Saerstoffmangel und Schock kommen. Das man daran stirbt ist wohl eher selten. Ich habe noch von keinem Fall gehört. Mein Bericht zum Thema "Blue Bottle Alarm gibt es hier in meinem Tagebuch. Wenn die kleinen Monster sooo gefährlich wären, würden die Lifesaver auch an den Stränden keinen mehr ins Wasser lassen beim "Blue Bottle Alarm". Oh, und unterm Fuß hätte es sowieso keine großartige Reaktion gegeben, genausowenig wie in den Handflächen.

Dazu auf der Toxinfo:
POTUGIESISCHE GALERE (Physalia sp, bluebottle, Seeblase)
starke Schmerzen meist nach 1h nachlassend; Kollaps
möglich; Durchblutungsstörungen betroffene Extr. bis
Muskelnekrosen; Kardiopulmonales versagen mit Rhythmus-
störungen berichtet, evtl. Hämolyse Einzelbeschriebung
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Beitragvon Chacco » 01.03.2006 - 16:15

Phil HL hat geschrieben:Sehr gewundert hat mich auch, wie viele Leute auf Fraser trotz Haie&Strömungen ins Meer gehen.

Die meisten Haie sind sehr scheu und für den Menschen absolut ungefährlich, wenn man nicht versucht, ihnen im Maul rumzuspielen :wink:

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