Frust über Backpacker

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere mit anderen über brisante Reisethemen. Hier bitte keine Anfragen zu einer persönlichen Beratung posten - hier werden interessant und wichtige Themen mit anderen diskutiert.
lara1
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 230
Registriert: 25.06.2009 - 11:50
Wohnort: Australien

Beitragvon lara1 » 22.10.2011 - 08:47

Was auch immer du meinst Fawkes. Ich lebe in Australien und diverse Freunde hier haben mir davon erzählt und sich dazu geäußert, dass sie es traurig finden, wie sehr sich die Backpacker anscheinend über die ganze Geschichte freuen. Ich rede hier nicht über Diebstahl allgemein oder wer ehrlich ist oder wer klaut. Es geht viel mehr um die Reaktion der Backpacker. Und ganz ehrlich anscheinend hast du ein Problem mit Australien und den Australiern wenn ich dich hier richtig verstehe und du sie alle als unehrlich abstempelst.
Chacco
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 5819
Registriert: 21.02.2005 - 13:00
Wohnort: Bangkok / Zürich
Kontaktdaten:

Beitragvon Chacco » 22.10.2011 - 09:04

Ich kann weltweit beobachten, dass Backpacker nicht sehr beliebt sind. Die Gründe sind vielfältig und ich kann die meisten Gründe sehr gut verstehen. Bei 90% aller Backpacker schüttel ich auch nur mit dem Kopf und das hat nichts mit möglichem Diebstahl oder anderen Gesetzesbrüchen zu tun.
Elessor
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 22.04.2009 - 17:52
Wohnort: Kirchentellinsfurt

Beitragvon Elessor » 23.05.2013 - 22:59

hi leute!

ist es denn immer noch so, oder schlimmer? wie hat sich das ganze entwickelt bis heute? ich würde mich von der einstellung her tendentiell zum alten backpacker schlag zählen... natürlich immer von heute beeinflusst ;) ich hab den geldbeutel nicht voll, aber auch nicht leer, komme also nicht nach DU, um dort wirtschaftsflüchtling zu spielen, werde versuchen zu sparen, will mich aber keinesfalls durchschnorren. ich bin aufgeschlossen und freundlich und für normale gespräche schnell und gerne zu haben und kann mich kaum erinnern, mal als unfreundlich bezeichnet geworden zu sein (grammatik??? :-D ). höchstens kann es vorkommen, dass ich alleine-sein phasen hab und mal meine ruhe brauch und mich in ein buch zurück ziehe oder einfach nur neben jemandem sitzen will, ohne reden zu müssen. wenn das aber der fall ist, kann ich ja trotzdem freundlich bleiben...
ich hab jetzt etwas bammel, dass ich als backpacker in diese schublade gesteckt werde und einfach von vornherein anders behandelt werde. meine idee war, dass ich ab ende juni bis ende september von cairns bis sydney reise, mit entspannten zwischenstopps und touren, wo es mir gefällt. dabei wollte ich 50/50 backpackers und couchsurfing machen, damit ich sowohl aussies als auch traveller kennen lerne... wenn ich schon dabei bin, meint ihr, dass für diese reise ein budget von knapp 5000€ reicht, wenn ich auch so sachen wie einen tauchkurs machen will?

liebe grüße,
marius
Kakteen
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 184
Registriert: 07.09.2012 - 11:48

Beitragvon Kakteen » 25.05.2013 - 03:20

Hi Elesor,

Natürlich werden die wenigsten Leute dich genauso behandeln wie ihre Nachbarn - worüber ich persönlich alles andere als unglücklich war. Aber im Allgemeinen muss ich sagen, dass Australier im Vergleich zu sonstigen Völkchen (auch Deutschen zuhause) Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen sind. Ob ein Russe/Ungare/Engländer in einem deutschen Dorf mit... naja... "ländlicher Bevölkerung" (ich darf spotten, da ich selber vom Land komm^^) genauso offen und freundlich behandelt würde, wage ich zu bezweifeln.

Sind bei deinen 5000 Flüge, Visum etc. schon bezahlt? Dann dürfe es wirklich keine Schwierigkeiten geben. Es gibt gute und (relativ) günstige Bus-Pässe für die Strecke. Ich hatte das Mini-Traveller-Ticket von Greyhound, in einem Wicked-Travel-Store gekauft, und konnte für 380$ sechs Monate lang überall an der Strecke ein- und aussteigen.
Wenn du dann noch Geld durch Couchsurfing sparst, sollte es hinhauen. Wenn du merkst, dass das Geld knapp wird, kannst du dir ja auch z.B. einen Job in einem Hostel suchen, wo du mit Unterkunft bezahlt wirst, was eine Weile deine Kosten senken dürfte.
Chacco
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 5819
Registriert: 21.02.2005 - 13:00
Wohnort: Bangkok / Zürich
Kontaktdaten:

Beitragvon Chacco » 25.05.2013 - 08:59

[quote="Kakteen"]Aber im Allgemeinen muss ich sagen, dass Australier im Vergleich zu sonstigen Völkchen (auch Deutschen zuhause) Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen sind. [/quote]
Europäern gegenüber ja, Asiaten gegenüber nicht und von anderen Völkern wollen wir gar nicht reden. Australier sind im Schnitt verdammt rassistisch.
Elessor
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 22.04.2009 - 17:52
Wohnort: Kirchentellinsfurt

Beitragvon Elessor » 26.05.2013 - 16:29

hm, okay... naja, dann werd ich wohl glück haben mit meiner herkunft, so bitter es auch klingt. aber bin mir sicher, dass es ja nicht bei allen so ist...

okay, bin gespannt wie es wird, spannend wohl auf jeden fall :D ich will auch nicht wie ein nachbar behandelt werden, aber halt nicht voreingenommen.
Kakteen
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 184
Registriert: 07.09.2012 - 11:48

Beitragvon Kakteen » 31.05.2013 - 10:57

Ups, ja, hätte dazusagen müssen, dass Australier allgemein Kaukasiern gegenüber nett sind, sonst aber oft recht gestrige Ansichten pflegen...
Zwei von drei offenen Antisemiten, die mir in meinem bisherigen Leben begegnet sind, sind Australier...
leinaDM
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 642
Registriert: 21.01.2006 - 20:41
Wohnort: Dresden
Kontaktdaten:

Beitragvon leinaDM » 31.05.2013 - 11:14

Chacco hat geschrieben:Europäern gegenüber ja, Asiaten gegenüber nicht und von anderen Völkern wollen wir gar nicht reden. Australier sind im Schnitt verdammt rassistisch.


Das kann ich dir leider nur so unterschreiben. Habe auf meinen Reisen auch nirgendwo so viele "schwarz-weiss" - denkende Leutchen getroffen, wie in Australien. Alleine, was oft auch die Polizei da unten mit den Aborigines abzieht ist mehr als grenzwertig. Selbst erfahrenes Zitat in der Pilbara: " Sorry Sir, we thought u were a black fella...haha...have a safe trip."

Aber auch in Oz gibts natürlich solche und solche.
Philso911
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 266
Registriert: 09.03.2010 - 09:26
Kontaktdaten:

Beitragvon Philso911 » 31.05.2013 - 17:21

Um hier mal zurück auf das eigentliche Thema zu kommen:

Viele Backpacker sehen Australien meiner Meinung nach als großen Abenteuerspielplatz, auf dem sie sich eine Zeit lang vom deutschen Spießbürgerleben erholen können und einfach mal ordentlich auf den Putz hauen. Fast der ganze Kontinent ist auf Backpacker (man unterscheide zu Individualtouristen) ausgelegt und überall werden vermeintlich billige Touren, Drinks, Autos und Übernachtungsmöglichkeiten angeboten, die allesamt gerne in einem großen Rausch an Alkohol, Drogen, Adrenalin und ungebundener Liebe erlebt und genutzt werden. Um Abstand zu nehmen, sich "kulturell fortzubilden" und "die Welt zu sehen" ist Australien perfekt, es scheint geradezu für den heutigen Backpacker geschaffen worden zu sein: Mit seinem guten Wetter, seinen entspannten Einheimischen und dem ansonsten recht westlichen Leben eignet es sich hervorragend, um ohne große Abstriche und Umgewöhnungen trotzdem behaupten zu können, im wahrsten Sinne des Wortes "ans andere Ende der Welt" gereist zu sein. Ob man dort nun wirklich Erfahrungen gemacht hat, die speziell mit Australien zu tun haben und die man in anderen Ländern nicht auf sehr ähnliche Weise hätte erleben können oder nicht, juckt den Backpacker eigentlich recht wenig. Und deshalb behandelt er das Land und seine Leute auch so, wie es ihm gerade passt. Meistens bedeutet das ins Praktische übersetzt: "Schei* drauf". Und wenn der feine Backpacker dann aber nicht das bekommt, was er sich erwartet oder die Dinge wider Erwarten vielleicht ein wenig komplizierter verlaufen als ursprünglich gedacht, dann wird gemeckert, beschwert und getobt, man zahlt doch schließlich Geld! Zurück daheim ist dann aber wieder alles wie vorher, die Welt dreht sich weiter. Aber wehe dem Touristen, der es wagt, sich mit seinem gebrochenen Deutsch verständigen zu wollen: Er soll das erstmal vernünftig lernen, bevor er hier nach Deutschland kommt!


Für Asien gilt das Ganze etwas abgewandelt:

Es geht darum, möglichst viele Stempel im Pass zu haben, sich den neuen, lässigen Backpacker-Stil anzueignen: trägerloses Muskelshirt (nach Möglichkeit von einer asiatischen Biermarke), kurze Hose, lässige Wayfarer oder alternativ eine Sonnenbrille im gleichen Stil aus dem 1€-Shop, eine etwas abgenutzte Cap, Flip-Flops, ein allgemein etwas ungepflegter Look und ständig "knapp bei Kasse". Was allerdings nicht bedeutet, dass man kein Geld hat, denn wie sonst soll man sich jeden Abend den Vollrausch leisten können? In diesem Style wird dann getravelled, was das Zeug hält: Vietnam, Laos, Indien, Kambodscha, Botswana, Indonesien und Malaysia sind nur ein paar der Länder, die innerhalb von ein paar Wochen "intensiv" bereist werden. Wahnsinn, wie viel Ahnung man doch schon von der Welt hat. Alles so neu, doch das darf man sich kaum anmerken lassen. Schließlich hat man schon alles gesehen, "kennt die Ecke ganz gut", hat ach so außergewöhnliche Dinge erlebt - so, wie zigtausend andere Backpacker vor einem auch. Deshalb gilt es, möglichst ausgefallene und gern auch etwas gefährlichere Abenteuer zu starten, um sich damit in der Heimat, vor allem aber auch auf Reisen vor anderen Travellern brüsken zu können. Dabei wird kein Wert darauf gelegt, sich ein wenig mit der Kultur auseinanderzusetzen, das würde zu viel Zeit kosten und man hat ja noch sechs freie Seiten im Pass, die sich schließlich nicht von alleine füllen!



Natürlich sind beide Statements etwas überspitzt formuliert und spiegeln größtenteils meine persönliche Meinung und meine Eindrücke wider, aber der Trend ist - wie ich finde - wirklich erschreckend, da es beim Reisen nicht mehr um die Erfahrung, sondern um die "Coolness" geht. Dabei will ich hier gar nicht den Moralapostel spielen oder behaupten, ich wäre um Klassen besser, doch ich glaube, das ist das, was den Themenstarter hier etwas auf die Palme gebracht hat und nun, ein paar Jahre später, geht es ungebremst weiter.

Viele Grüße,
Philipp

PS: Mit Diebstahl und Co. will ich gar nicht erst anfangen, doch im Grunde lässt sich das wahrscheinlich auch auf die "Schei* drauf"-Einstellung zurückführen, da es sich um ein anderes Land hält und das vielleicht fälschlicherweise den Eindruck vermittelt, man könnte mit allem davonkommen.
Chacco
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 5819
Registriert: 21.02.2005 - 13:00
Wohnort: Bangkok / Zürich
Kontaktdaten:

Beitragvon Chacco » 31.05.2013 - 17:30

Botswana ist jetzt nicht gerade in Asien, sondern mitten in Afrika, aber ansonsten sehe ich das sehr ähnlich.

Übrigens passend zum Thema Kriminalität ganz aktuell: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/f ... 02832.html
Philso911
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 266
Registriert: 09.03.2010 - 09:26
Kontaktdaten:

Beitragvon Philso911 » 31.05.2013 - 17:59

Entschuldige, meine geographischen Kenntnisse halten sich teilweise etwas zurück :)
Das mit dem Carlo freut mich!
Elessor
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 22.04.2009 - 17:52
Wohnort: Kirchentellinsfurt

Beitragvon Elessor » 31.05.2013 - 18:03

Mhh, schwer zu sagen, wie man aus dem dilemma wieder raus kommt, oder? es gibt ja mittlerweile auch kein land mehr, das nicht bereist wird und es gibt einfach mehr reisende...
ich z.b. halte mich nicht für den heute typischen backpacker, aber wie kann man das schon sagen? ich will mich nicht die ganze zeit zulaufen lassen und anderen drogen im allgemeinen sowieso fern bleiben. ich will am anfang in cairns etwas "normalen" urlaub machen und mich dann entweder so gut es geht mit couch surfen durch das land ziehen und die leute und die art kennen lernen. meine mutter wohnt zur zeit in kalimpong, indien und dort hab ich auch sehr sehr viel mit den leuten selbst zu tun gehabt und mit einheimischen geredet (in der stadt gibt es vielleicht 10 weiße auf 100000 inder) und es war wirklich ne klasse erfahrung.
aber mein traum schon seit ich in der schule war ist australien, weil ich die natur und die geschichte des landes faszinierend finde und tauchen will und ich liebe es warm ;) ich freue mich auf australien unter anderem deswegen, weil es da auch viele reisende gibt und ich mich austauschen kann und leute finde, die vielleicht auch grade "einfach mal raus müssen". und ich hab auch nix gegen die eine oder andere party an sich... ergo, wie lässt es sich definieren, was ein "richtiger" individualreisender ist und was nur ein heute stereotypischer sauf-backpacker?
Sonjalein
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 119
Registriert: 22.11.2008 - 16:21
Wohnort: Townsville

Beitragvon Sonjalein » 02.06.2013 - 05:20

Hi Elssor,
ich frage mich wen du damit meinst, wenn du fragst ob du in ein schublade gesteckt wirst. Wer soll dich in eine schublade stecken?
ripper
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 198
Registriert: 03.08.2010 - 03:15

Beitragvon ripper » 11.06.2013 - 03:11

Ich war in genug Hostels um zu wissen das austauschen mit anderen Reisenden in 90% der Fälle bedeutet: "Hi ich bin X", "ich komme aus Y" "Ich habe in den letzten paar Monaten die Länder A bis D ´gemacht´" "Cool ich geh jetzt mal weiter mein Bier saufen, bye"
Brauch ich nicht so wirklich muss ich sagen. Ich such mir daher nen netten Ort, such mir nen Job und lebe in ner WG mit Einheimischen. Macht die Erfahrung authentischer. Was der richtige Weg für dich ist, musst natürlich du entscheiden.
Die rassistischen Aussies kann ich nur bestätigen. Meine Freundin - eine gebildete Australierin 40 Jahre alt- hält sich zumeist vornehm zurück wenn es zu der Problematik kommt aber hin und wieder muss ich staunen was sie so zu sagen hat. Dann wieder, musste ich für die Arbeit einem kulturellen Verständigungslehrgang beiwohnen weil ich "auf deren Land" (interessanter Weise nicht unserem westaustralischen Land) arbeiten sollte. Es waren 40 Leute -von denen 5 Ureinwohner- zugegen. Die Vorführung bestand aus vorlesen von Wörtern aus deren Sprache. Sowas wie aöljkshdfiuwrehgkjnbvirhadskjhf. 5 Leute haben sich währenddessen eingeschissen vor lachen weil es falsch ausgesprochen wurde, 35 Leute (ich eingeschlossen) mussten sich fragen ob ich jetzt wirklich mehr Respekt für diese Menschen haben kann da wir offensichtlich ausgelacht wurden während wir aufgeschlossen sind uns mit Ihnen zu verständigen und auf Ihre Kultur einzulassen. Es folgte ein Film der anfangs historisch recht interessant war und dann aber von einem Stammesführer übernommen wurde, der mit Abstand der rassistischste Mann den ich jemals gesehen habe, war. Jeden Weissen denunzierend und alles. Es war abstossend. Naja wenigstens weiss ich jetzt warum mein Motorrad von meinem Nachbarn geklaut wurde und, dass mich das anscheinend nicht stören muss weil die Jungs Besitz als solchen, nicht kennen. Der Jung wurde gefunden, er bekam ein "dudu" und freut sich darauf mein neues Moped zu knacken wenn er die Chance bekommt und dann damit 100 Meter in den Wald zu fahren.
Die Sonderbehandlung die diese Ureinwohner bekommen würde mich als Steuerzahler und Wähler auch stören. So verstörend es ist auf den ersten Blick wenn man davon hört oder sieht, wie ich den australischen Bogan kenne, können sich die Ureínwohner jedoch glücklich schätzen nur rassistische Bemerkungen anhören zu müssen (und natürlich andersherum) und nicht öfter auf Verdacht aufgemischt und über den Haufen gefahren zu werden.
sunnyboy82
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 41
Registriert: 03.06.2013 - 11:53
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitragvon sunnyboy82 » 11.06.2013 - 10:27

Die Problematik ist eben tiefgründiger und spiegelt eben die Folge von Veränderungen wieder, die wir in unserer "Evolution" durchlaufen haben.
Sicherlich ist Erziehung ein Bestandteil von benehmen. Aber auch der Überfluss in dem wir hier leben, lässt uns den Wert von Dingen einfach vergessen. Und das überträgt sich eben von Genereation zu Generation.
Die Höflichkeit und Respekt sind Dinge die mir auch fehlen in der heutigen Gesellschaft, bloß wie will man etwas vermitteln, wenn es keiner vorlebt.
Ich hoffe das sich das nochmal ändert.
Nora22
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 8
Registriert: 12.06.2013 - 10:32

Beitragvon Nora22 » 12.06.2013 - 10:47

Jojo29 hat geschrieben:
fawkes hat geschrieben:
Jojo29 hat geschrieben:
Keine Chance. Den langen Flug wird sich auch weiterhin nur eine privilegierte Gruppe leisten können.


oder eben die privilegierten mama-kinder und verzogenen gören, an die dieser thread in seinem ursprung gerichtet ist.


Ich denke es steht hier keinem zu darüber zu werten, wer wie und auf welchem Weg und mit welcher zusätzlichen Unterstützung nach Australien gekommen ist. Es geht um das Verhalten vor Ort.



Da stimme ich auch zu! Es hängt nicht davon ab wie man sich diese Reise leisten kann...es hängt davon ab wie sehr man das schätzt!
Wastl
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 845
Registriert: 09.02.2011 - 16:56
Wohnort: Berlin

Beitragvon Wastl » 25.06.2013 - 18:28

Nora22 hat geschrieben:
Jojo29 hat geschrieben:
fawkes hat geschrieben:
oder eben die privilegierten mama-kinder und verzogenen gören, an die dieser thread in seinem ursprung gerichtet ist.


Ich denke es steht hier keinem zu darüber zu werten, wer wie und auf welchem Weg und mit welcher zusätzlichen Unterstützung nach Australien gekommen ist. Es geht um das Verhalten vor Ort.



Da stimme ich auch zu! Es hängt nicht davon ab wie man sich diese Reise leisten kann...es hängt davon ab wie sehr man das schätzt!


Nur stellt sich da wieder die Frage, ob man überhaupt lernen kann, eine Reise zu schätzen, wenn einem (finanziell) alles vor die Füsse gelegt wird. Ein teures Geschenk behandele ich definitiv anders als wenn ich es selbst hätte finanzieren müssen bzw. ist der ideele Wert etwas "Selbstgeschaffenen" viel größer.
2015 - ???? Neuseeland und Kanada
2011 - 2014 Australien, Ozeanien und Südostasien

http://backpackerinside.blogspot.com/
Benutzeravatar
Yassakka
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 4157
Registriert: 03.03.2004 - 16:35
Wohnort: München | Alter: 32
Kontaktdaten:

Beitragvon Yassakka » 25.06.2013 - 23:50

Natürlich kann man das, wieso sollte man das nicht können?
Berichte und Blog zu meinen bisher drei Australienreisen: australienberichte.de
Wastl
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 845
Registriert: 09.02.2011 - 16:56
Wohnort: Berlin

Beitragvon Wastl » 26.06.2013 - 17:14

Ok ich relativiere es etwas. Man kann natürlich auch mit Muttis Geld eine Reise schätzen lernen, aber definitiv nicht so intensiv wie jemand, der sich das alles selbst erarbeitet hat. Und zudem ist die Neigung viel größer alles als selbstverständlich anzusehen, wenn einem eine externe Geldquelle zur Verfügung steht.

Was mir dazu auch gerade noch einfällt. Mich schauen manche Backpacker immer ganz blöd an, wenn ich sage, dass ich mit meinem WHV einmal um Australien gereist bin und in den meisten Regionen gewesen bin. Überrascht mich selbst ein wenig. Die meisten der Backpacker machen so eine Reise durch Australien einmal im Leben. Möchte man da nicht soviel wie möglich sehen und erleben. Ich finde es halt nur sehr seltsam, dass ein Großteil der Backpacker überhaupt nicht realisieren zu sein scheint, welche Schätze und kulterelle Eigeneheiten es in Australien zu bestaunen gibt. Ich selbst bin auch absoluter Partymensch und ich liebe große Städte, aber wenn man sich dann immer zulaufen lässt, kein Geld anspart und nur des sozialen Feierns wegen an einem Ort verweilt, verfehlt das doch bei weitem die Definition einer Reise, weil man das auch zu Hause in jedem noch so kleinen Kaff machen kann. Wie kann man denn da Australien schätzen lernen.
2015 - ???? Neuseeland und Kanada
2011 - 2014 Australien, Ozeanien und Südostasien

http://backpackerinside.blogspot.com/
Philso911
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 266
Registriert: 09.03.2010 - 09:26
Kontaktdaten:

Beitragvon Philso911 » 26.06.2013 - 17:26

Wastl hat geschrieben: Die meisten der Backpacker machen so eine Reise durch Australien einmal im Leben. Möchte man da nicht soviel wie möglich sehen und erleben. Ich finde es halt nur sehr seltsam, dass ein Großteil der Backpacker überhaupt nicht realisieren zu sein scheint, welche Schätze und kulterelle Eigeneheiten es in Australien zu bestaunen gibt. Ich selbst bin auch absoluter Partymensch und ich liebe große Städte, aber wenn man sich dann immer zulaufen lässt, kein Geld anspart und nur des sozialen Feierns wegen an einem Ort verweilt, verfehlt das doch bei weitem die Definition einer Reise, weil man das auch zu Hause in jedem noch so kleinen Kaff machen kann. Wie kann man denn da Australien schätzen lernen.

Da liegst du auf jeden Fall richtig. Allerdings glaube ich, dass viele Backpacker gar nicht nach Australien gehen, um dort das Land zu entdecken und die Kultur zu erleben (australische Kultur, haha), sondern um sich "eine Auszeit" zu nehmen und eben das zu tun, was du gerade beschrieben hast - sich ordentlich zulaufen lassen, abzufeiern und rumzuv**eln. Wenn jemand mit diesem Ziel nach Australien geht, dann finde ich das auch in Ordnung. Muss man zwar nicht selbst so machen, aber bis zu einem gewissen Grad sollte man das auch respektieren. Die australische Wirtschaft lebt ja nahezu von diesen Party-Abiturienten. Der eigentliche Backpacker ist inzwischen viel seltener und der Begriff wurde auf die neue Backpacker-Generation übertragen - weshalb "Backpacker" dort ja auch kein gern gehörtes Wort ist.

Zurück zu „Travel-Talk - Pro & Contra“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast