Muss man eigentlich alles im Leben immer durchplanen?

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steffaussie
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Re: Muss man eigentlich alles im Leben immer durchplanen?

Beitragvon steffaussie » 12.03.2014 - 07:48

Es muss nicht alles durchgeplant sein, auch wenn es manchmal beim Reisen von Vorteil sein kann. Ich habe den Eindruck, dass dies ein gewisser Ausdruck von typisch deutscher Gründlichkeit ist ... :wink:
Natalie S.
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Beitragvon Natalie S. » 24.03.2014 - 17:09

Meine Einstellung: Ich habe einen gewissen "Grundplan", aber der Weg zum Ziel ist oft verschlungen. Solange ich mein Hauptziel aber nicht aus den Augen verliere, bin ich für alle Umwege zu haben :) Und das gilt eigentlich für alle Lebensbereiche... Meine Meinung: Es lebe die Spontaneität, die nämlich sonst bei zuviel Planung zu kurz kommt. Da könnte ich jetzt soviele Beispiel bringen

... gestern wollte ich zum Beispiel wie üblich mit dem Bus zur Arbeit, habe mich aber dann, als ich die Haustreppe runtergegangen bin entschieden, das Rad zu nehmen. Oder ich kaufe fürs Abendessen ein, merke aber auf dem Nachhauseweg, dass ich eigentlich mehr Lust auf Pizza habe und bestelle eine. Oder heute: Ich will ein Geschenk für meine Schwester bestelllen, stattdessen kaufe ich plötzlich einen Pulli für mich selbst. Ich schweife also relativ oft ab und lasse mich von Lust und Laune leiten, aber keine Sorge. Ich stoße Leuten damit nicht vor den Kopf, für meine Schwester habe ich denselben Pullover dann einfach auch bestellt.
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Alien
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Beitragvon Alien » 09.04.2014 - 17:50

Die deutsche Planungswut ist wenig förderlich fürs Urlaubsglück. Ich plane Kurztrips oft überhaupt nicht und lasse alles auf mich zukommen. Das hat mir schon manches Abenteuer eingebracht, auf das ich nicht verzichten möchte. Eine große Tour wie eine Australienreise braucht schon ein gewisses Maß an Planung, aber die ganze Tour auf die Minute genau durchzuplanen, wie ich es bei anderen schon gesehen habe, ist nicht mein Ding. Fahrzeug, Visa, Versicherungen, Unterkunft müssen geplant werden, alles andere darf sich frei entwickeln, denke ich.

LG Heiner
siri
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Beitragvon siri » 10.06.2014 - 12:28

Manchmal ist es auch gut sich einfach fallen zu lassen und Dinge auf sich zukommen zu lassen.
Allerdings finde ich, dass man sein Ziel dennoch nie aus den Augen verlieren sollte.
Hängt auch immer von der derzeitigen Lebenssituation ab, meiner Meinung nach :)
maierlei
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Beitragvon maierlei » 28.10.2014 - 10:32

Ich bin der Meinung, dass nicht alles im Leben durchgeplant werden muss. Meinen Erfahrungen zufolge passieren die schönsten Dinge im Leben, wenn man sie nicht vorher plant. Manchmal sollte man sich einfach überraschen lassen. Allerdings sollte man nicht alle Dinge im Leben ungeplant angehen. Wenn man im Leben gewisse Ziele hat, sollte man einen Plan haben, wie man diese Ziele erreichen kann. Wer planlos seinen Träumen nachgeht, braucht eine große Portion Glück, damit diese auch wirklich in Erfüllung gehen. Aber ein bisschen Glück ist ja immer dabei. Auf jeden Fall ein gesundes Maß von jedem, dann klappt das schon :D
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Beitragvon Catfish » 06.11.2015 - 14:34

Ich denke das muss nicht sein, das geht auch nicht. Es kommt ja immer etwas was die Pläne verschiebt oder verändert. Ein groben Fahrplan sollte man schon haben wo man hin will was man erreicht möchte etc. Das aber alles ganz genau planen auf die Minute, Tag etc geht aber nicht...
Romana
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Beitragvon Romana » 06.11.2015 - 17:19

Irgendwie kam diese Fragestellung aus dem Jahr 2015 hier durch. Meine Meinung dazu ist: Die meisten jungen Leute, die aus Deutschland nach Australien kommen, haben absolut keine Ahnung von der australischen Lebensweise. Sobald sie hier ankommen und ihre Vorstellungen nicht verwirklicht sehen, sind all ihre "Pläne" dahin und sie müssen improvisieren.
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Yassakka
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Beitragvon Yassakka » 07.11.2015 - 19:57

Überrascht dich das?
Woher sollen sie denn die australische Lebensweise kennen? Sie kommen aus einem Land, in dem es zum guten Stil gehört, alles minutiös vorzuplanen. Natürlich sind sie dann verwirrt, wenn diese Pläne über den Haufen geworfen werden (müssen). Das ist vollkommen normal.

Es folgt dann der Lernprozess, mit solchen Situationen umzugehen und neue Pläne zu machen. Das geht bei manchen schnell und dauert bei anderen länger. Und manche scheitern auch komplett daran und müssen dann feststellen, dass individuelles Reisen nichts für sie ist. Das ist auch okay.

Einen Vorwurf würde ich den deutschen Backpackern diesbezüglich nicht machen. Vergiss bitte auch nicht, dass die meisten sehr jung sind und nur sehr wenig praktische Lebenserfahrung haben. Die müssen sehr viel sehr schnell lernen. Es dauert einen Moment, bis man feststellt, dass man nicht mehr auf der voll durchorganisierten Klassenfahrt ist, sondern selbst verantwortlich und auch abhängig von anderen ist.
Berichte und Blog zu meinen bisher drei Australienreisen: australienberichte.de
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Beitragvon daniel33 » 09.03.2016 - 21:13

Ich bin auch der Meinung, die Leute planen ihr Leben viel zu viel.
Es muss immer alles nach Plan gehen, ein bestimmter Zeitplan muss eingehalten werden und und und.
So lebt dann jeder in einer verklemmten Welt und kann sich nicht auf schöne Dinge konzentrieren, da ja der Terminkalender wieder ruft.
Deshalb versuche ich, wichtige Dinge/Termine, wie z.B. einen Arttermin zu planen, aber alltägliche Dinge, oder Ziele weit in der Zukunft zu fixieren habe ich in den letzten Jahren vermieden. Es geht nicht schlecht, wie ich finde. Ich lebe so den Moment viel mehr.
Travolanti
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Beitragvon Travolanti » 15.09.2016 - 11:54

Für viele ist ein Plan gleichbedeutend mit Stress. Denn mit einem Plan geht auch einher, dass er um jeden Preis eingehalten oder umgesetzt werden muss.

Diesen Zwang sollte man aus dem Thema rausnehmen. Ich finde es sinnvoll, sich Pläne zu machen. In dem Sinne, dass man sich überlegt, was man sein/erreichen/machen möchte. Wenn diese Pläne allerdings zu einem Gefängnis werden, finde ich es weniger gut.

Optimal ist wohl wie so oft im Leben eine gesunde Balance. Aus groben Plänen und einer gesunden Abenteuerlust :)
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Beitragvon Romana » 15.09.2016 - 12:23

Travolanti hat geschrieben:Für viele ist ein Plan gleichbedeutend mit Stress. Denn mit einem Plan geht auch einher, dass er um jeden Preis eingehalten oder umgesetzt werden muss.

Diesen Zwang sollte man aus dem Thema rausnehmen. Ich finde es sinnvoll, sich Pläne zu machen. In dem Sinne, dass man sich überlegt, was man sein/erreichen/machen möchte. Wenn diese Pläne allerdings zu einem Gefängnis werden, finde ich es weniger gut.

Optimal ist wohl wie so oft im Leben eine gesunde Balance. Aus groben Plänen und einer gesunden Abenteuerlust :)


Diesen Beitrag finde ich echt gut. Travolanti, kennen wir uns zufällig? Du klingst sehr nach einem studierten Philosophen, der gerade erst kürzlich unsere Farm verlassen hat :)? Ich stimme dir voll und ganz zu. Die Liebesgeschichte, die ich eben unter viewtopic.php?f=44&t=38348&p=182468#p182468 erzählt habe, ist geradezu ein Paradebeispiel dafür, dass man besser nicht alles bis ins kleinste Detail planen sollte. Besser ist, sich ein großes Ziel zu setzen (z. B. eine Familie mit M. zu gründen und bis ins hohe Alter glücklich zusammenleben), und sich dann bei den Kleinigkeiten, die zu diesem Ziel führen (Flug buchen? Ins Auto steigen? Essen gehen?), vom impulsiven Gefühl leiten zu lassen.
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Weitgereitet » 05.05.2017 - 16:54

Das Leben ist nicht planbar, Eckpfeiler gut, aber du musst spontan sein.

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