4er Dorm oder größerer Dorm?

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Dr. Who
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4er Dorm oder größerer Dorm?

Beitragvon Dr. Who » 15.08.2014 - 21:18

Hallo,

was meint ihr und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Da ich recht geräuschempfindlich bin, stelle ich mir einen 4er Dorm wesentlich angenehmer als einen großen 10er oder gar 18er Dorm vor. Bei den großen ist zumindest die Chance wesentlich größer dass jemand laut schnarcht, früh morgens einen Wecker stellt, ...

Die Preisdifferenzen sind gar nicht so hoch und liegen bei vielleicht 3-5€ die Nacht. Das wäre mir ein ruhigeres Zimmer auf jeden Fall wert. Vorteil der größeren Dorm wäre dagegen dass man mehr Leute zum quatschen hätte, aber es gibt ja auch gemeinschafträume.
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Beitragvon Yassakka » 16.08.2014 - 11:22

Mir persönlich haben damals 6er Dorms voll ausgereicht. Größer wollte ich es nicht.
Am liebsten waren mit 4er. Alles größer als 6 ist schon sehr unruhig nachts - besonders in Regionen mit viel Nachtleben.

Heutzutage wäre mir wahrscheinlich auch 4 zu groß, wenn ich die anderen 3 nicht kenne. :D
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Beitragvon Denise » 16.08.2014 - 12:29

Ich habe nach Möglichkeit auch immer das kleinere Dorm genommen, meist 4-er oder manchmal halt 6-er. Zwei- oder dreimal musste ich in grösseren Dorms übernachten, Weil es entweder nichts Kleineres hatte oder es schon voll war, aber da hatte ich schon etwas Mühe, ruhig zu schlafen. Die grössere Ruhe in den kleineren Dorms waren mir den Preisunterschied schon wert!
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Beitragvon Squai » 17.08.2014 - 15:33

Auch ich bin relativ geräuschempfindlich und wollte als neugieriger trotzdem Mensch wissen, wie sich unterwegs Einbett-, Zweibett-, Dreibettzimmer, 4er, 6er, 8er Dorms, bis zum Dorm mit 20 Betten, anfühlen. Als ich mich 2007 auf meine zweijährige Reise nach DU machte, fing ich mit einem 4er Dorm an und steigerte es dann peu a peu und wechselte dann so, zwischen den einzelnen Varianten, wie es kam. Am liebsten war mir - glaube ich - der 4er Dorm, weil hier die Kontakte sich meistens als die intensivsten herausstellten. Was die Geräuschkulisse angeht, kann ich als Ohropax User nicht sagen, dass mir der oder dieser Dorm-Typ lauter oder leiser vorkam, war es doch immer davon anhängig, wie die Mitbewohner sich verhielten, wenn sie nachts "heimkamen" oder nächtens oder frühmorgens an- bzw. abreisten. Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang auch Handy- und andere Lampen, die einen ebenfalls prima aus dem Schlaf reißen können.

Und da man sich nun mal die anderen Zimmerbewohner nicht aussuchen kann, ist es also jedes Mal ein neues Glücksspiel, wie rücksichtvoll oder rücksichtslos - oft auch nur gedankenlos - sie damit umgehen, egal in welchem Dorm Du auch landest. Und da gibt es riesige Unterschiede. So habe ich mal - ziemlich am Anfang meiner Reise - in Tallin, in einem 8er Dorm eine Travellerin erlebt, die 70 oder gar schon älter war, die sich am anderen frühen Morgen fast unhörbar, und ohne künstliches Licht, auf die Socken machte. Und niemand - außer mir - bemerkte ihre Abreise.

Dass ich es trotz Ohropax registrierte, zeigt vielleicht meine Geräuschempfindlichkeit. Denn, obwohl da nichts raschelte, klapperte o.ä., reichten ihre Bewegungen, um mich zu wecken. Diese respekt- und rücksichtsvolle Verhaltensweise beeindruckte mich derart, dass ich mich bemühte, fortan zumindest ähnlich leise zu sein, auch wenn ich es in dieser Perfektion nicht schaffte.

Was ich aber außerdem für wichtig halte, ist etwas, was selbst den größten "Heimkehrerlärm" zwar nicht ausblendet oder abstellt, sondern "nur" erträglich gestaltet. Das ist die eigene Einstellung dazu. Denn ich kann mir über den oder die Krachmacher ein Loch in den Bauch ärgern und noch so wütend mit ihnen diskutieren und ihnen die Pest an den Hals wünschen, es hilft nichts, sie werden sich allenfalls kurzzeitig zusammen reißen, während mein Adrenalinspiegel bereits so hoch ist, dass ich erst einmal nicht wieder einschlafen kann. Gelassenheit ist aus meiner Sicht angesagt, dauert es doch in aller Regel nur ein paar Minuten, bis wieder Ruhe im Karton herrscht.

Ich habe es oft genug geübt und kann daher sagen, dass es funktioniert - jedenfalls bei mir. Meine Empfehlung: probiere es aus. :wink:

Was das oder den 20er Dorm angeht, kann ich nur sagen, dass ich ihn seinerzeit in Hobart "nur" mit 4 oder 5 anderen Travellern teilte und sich somit jeder sein Bett weit genug weg vom anderen aussuchen konnte. Trotzdem gab es auch hier den "Heimkehrerlärm". Was ich in diesem Raum aber als viel interessanter empfand, war die Menge der doppelstöckigen Betten mit ihren relativ engen Zwischenräumen und ihren Gestellen, die wie ein Hochlager auf mich wirkten, wenn in meinem unteren Bett saß oder lag.

Zu dem Einzelzimmer vielleicht noch die Info, dass ich die ausschließlich in SO-Asien benutzt habe, weil es - zumindest damals - oft kaum Hostels mit Mehrbettzimmern gab, und ich dann in einem günstigen Hotel ein Zimmer nehmen musste, was meistens ein Dopplezimmer war. Ich kann sagen, dass ich diese Unterbrechnung meiner Dorm-Erfahrungen genossen habe - endlich mal wieder ein Butze nur für mich - auch wenn selbst hier der Lärm ein Faktor war. Nicht der in meinem Zimmer, sondern der, den Spätheimkehrer im Flur veranstalteten.

So, und kennst Du nun meine Erfahrungen, die ich Querbeet durch alle Dorms gemacht habe, und die Du in ähnlicher Form noch vor Dir hast. Es liegt bei Dir, wie Du sie machst und damit umgehst. So oder so, wünsche ich Dir viel Spaß dabei, mit neuen Erfahrungen und allem was dazu gehört

Gruß
Squai
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Beitragvon Wastl » 18.08.2014 - 11:45

Jaja, das gute Hostelleben in Dorms. Ich vermisse es und hasse es zugleich :lol:

Ich habe damals angefangen erst in größeren Dorms (6er, 8er, sogar einmal 12er) zu schlafen, weil sie einfach günstiger sind. Ich denke, spätestens nach ein paar Monaten versuchen aber die meisten große Dorms zu vermeiden.

Vieles hängt natürlich von deinen Mitbewohnern ab. Aber auch, wenn da gegenseitiger Respekt da ist, eine gewisse Geräuschkulisse lässt sich einfach mal nicht vermeiden. Selbst wenn es nur das Türauf- und Türzumachen ist. Meine Wahl des Dorms hängt aber auch davon ab, wo ich mich befinde und was ich da mache. In großen Städten wie Sydney, Melbourne oder Brisbane hast du einfach viel Partyvolk und Backpacker ohne Common Sense. Außerdem sind die Hostels meist ziemlich heruntergekommen, was sich auch in der Sauberkeit und Ordnung im Dorm widerspiegelt. In den Städten kam für mich deshalb irgendwann nur noch ein 4er Dorm in Frage. In ländlicheren Regionen sieht es da mM nach schon anders aus. Hier geht es einfach familiärer und respektvoller zu. Deshalb hatte ich da auch nicht wirklich die Probleme in 6er oder auch 8er Dorms zu schlafen. Aber Alles über 8er Dorms ist für mich ein NoGo, egal wo und wieviel man spart, weil mit soviel Leuten in einem Dorm die Sauberkeit/Ordnung rapide abnimmt, es eigentlich immer stinkt und laut ist und natürlich irgendwann auch der Sicherheitsaspekt zum tragen kommt.
Wenn ich mal richtig Party machen will oder nicht unbedingt Schlaf brauche, stört mich ein größerer Dorm nicht. Was anderes ist es, wenn man arbeiten geht. Wenn ich arbeiten gehe, ist bei mir bei 4er Dorm Schluss. Alles andere ist mM nach eine Zumutung. Dies gilt vor allem, wenn man Leute im Dorm hat, die nicht arbeiten gehen!

Zur Geselligkeit: Also ich finde, dass man in kleinen Dorms genauso gut Leute kennenlernt wie in Großen, auch wenn die Anonymität in einem 8er Dorm natürlich erstmal etwas größer ist. Man darf nicht vergessen, dass es in den meisten Hostels ja auch einen Community Bereich gibt, wo sich Alle unters Volk mischen. Man kann aber dennoch sagen: Je kleiner der Dorm, desto familiärer geht es zu.

Letztendlich muss man immer Bedenken: Je heruntergekommener das Hostel und je größer der Dorm, desto günstiger die Rate. Je günstiger die Rate, desto mehr rücksichtslose, arme und partywütige Backpacker. Alle Backpacker, die keinen Job, kein Geld haben und nur Feiern gehen wollen, mieten die günstigsten Betten in Hostels. Dementsprechend ist auch der Standard im Zimmer. In einem teureren Hostel wirst du also sehr wahrscheinlich in einem 8er Dorm entspannter hausen als in dem günstigsten 4er-Dorm der Stadt.
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Beitragvon Carpool Guy » 18.08.2014 - 15:09

Wer einen leichten schlaf hat, sollte auch unbedingt die grossen dorms vermeiden. Irgendwie ist bei mehr als 4 leuten immer einer dabei der furchtbar laut schnarcht, da nuetzen auch besten ohrenstoepsel nichts...
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Beitragvon Dr. Who » 23.08.2014 - 00:38

Die Meinung ist hier ja ziemlich eindeutig und hat meine Vorahnungen betätigt, sodass ich wohl die meiste Zeit auf 4er Dorms setzen werde.
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Beitragvon Hans294 » 10.05.2016 - 12:53

Ich schlafe mittlerweile auch nur noch in 4er oder 6er Dorms. Alles andere ist mir zu stressig. Habe in Sydney mal 2 Nächte in einem 12er Dorm geschlafen, das war aber einfach nur grausam.
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Beitragvon Yassakka » 10.05.2016 - 20:35

Ich schlafe seit Tagen in München in einem 3er dorm, in dem nie mehr als zwei Leute waren. Alle haben bisher geschnarcht, und es war nie ich... ;)
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