Unter 20 noch zu jung & unreif für Auslandsaufenthalt?

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mimi05
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Beitragvon mimi05 » 18.09.2006 - 18:37

hm, ich kann das schon auch verstehen, wenn manche für sich die zeit einfach brauchen. Ich find es nur ein bisschen schade, wenn das alle über einen Kamm geschert werden und es heißt, mit 19 ist man noch zu jung.
Klar, es ist schon eine totale Umstellung, aber das hab ich auch als Herausforderung angesehen und fand es total klasse, endlich mein eigener Herr zu sein und mich durch alles, was kommt, irgendwie durchzuwurschteln.
Aber ich muss auch sagen, ich kenn eine ganze Menge Leute, und da muss ich mich nur in meiner Stufe umschauen, die hätten es nicht mal bis zum FLughafen geschafft und wissen wahrscheinlich nicht einmal, wie man Auslandsaufenthalt überhaupt schreibt. Und bei vielen bin ich überzeugt, dass sie auch in 10 Jahren noch an Mamas Rockzipfel hängen werde und nicht selbständiger geworden sind und nie sowas machen würden.

Leider Gottes habe ich in Australien eben nur 18-19jährige Möchtegerns getroffen, weshalb ich mich von denselben ferngehalten habe und bin dann doch lieber mit "etwas" älteren abgezogen. Mit denen konnte ich auch besser reden, denn ein Unterschied von 8 Jahren bringt nunmal auf jeden Fall mehr Lebenserfahrung mit sich. Da hat man sich auch mehr zu erzählen. Sorry, aber Abiturienten leben mit 18/19 bei Mama und Papa. Was kann ein normaler 18jähriger schon großartig zu erzählen, wenn er gerade erst die Schule abgeschlossen hat? Natürlich ist das ganze wohl eher 50/50, was bedeutet, dass es Ausnahmen gibt.


Ich kann dich da schon verstehen (auch wenn ich eher in der Gegend der 18/19 Jährigen lebe).
Ich glaube, zuerst einmal muss mal unterscheiden: Die, die zuhause bleiben und die, die weggehen. Bei denen, die weggehen muss man dann nochmals unterscheiden: die, die nur Party im Kopf haben oder auch die, die mal was anderes machen. Ich hab die Erfahrung gemacht (vielleicht wirklich so oder nur Zufall), dass besonders die "Partybackpacker" an der Ostküste diejenigen sind, die Papas Kreditkarte dabei haben und auch die sind, die schon bei kleinen Hürden aufgeben und jammern. Ich hatte den Eindruck, dass diejenigen (ist jetzt alles nur auf Australien und meine Erfahrungen bezogen), die auch die Westküste ansehen, ein ganz anderer Schlag sind und auch reifer. Ich bin zwar selbst direkt nach dem Abi hin, dachte mir aber auch bei manchen in meinem Alter "Kinder..." Und ich glaube, dass auch diejenigen, die das ALLEINE, also ohne Freunde machen, auch nochmal einen Schritt voraus sind.

Und, klar, dass man mit 29(?) mehr Lebenserfahung hat, als mit 20. Man hat zb schon das ganze Studium hinter sich. Das sind halt ANDERE Erfahurungen, die wir erst noch machen müssen-und komischerweise (ich hab jetzt mit mehreren darüber gesprochen) davor mehr Angst haben als alleine nach Australien zu gehen. Aber das ist vielleicht ein anderes Thema... :wink:
catchat
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Beitragvon catchat » 18.09.2006 - 19:10

ein schöner beitrag, mimi. ich finde es klasse - und das zeigt wirklich deine reife - wie sachlich du das für und wider abwägst.
ich danke dir dafür, zu zeigen, dass das geburtsjahr keineswegs entscheidend ist dafür, ob ein mensch interessant ist oder nicht. reife (oder will man sagen persönlichkeit?) spielt sich im kopf ab.
liebe grüsse
mimi05
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Beitragvon mimi05 » 18.09.2006 - 19:12

Ui, danke, catchat, das hast du aber schön gesagt. da werd ich ja gleich rot... Das freut mich jetzt aber ganz doll :grins:
catchat
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Beitragvon catchat » 18.09.2006 - 19:18

:razz:
liebe grüsse
TATUK
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Beitragvon TATUK » 18.09.2006 - 19:31

Da schließ ich mich catchat an, wenns erlaubt ist :wink:

@ mimi:hattest du Deutsch-LK? Oder ein faible für Deutsch? Weils eine so schöne pro und contra erörterung ist.! :wink: In diesem Forum kann man also sowas auch noch anwenden, noch ein Pluspunkt für reisebineforum.de :grins:


Ich bin zwar selbst direkt nach dem Abi hin, dachte mir aber auch bei manchen in meinem Alter "Kinder..." Und ich glaube, dass auch diejenigen, die das ALLEINE, also ohne Freunde machen, auch nochmal einen Schritt voraus sind.
oh ja !!!
Auf dem Sprung.....
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Beitragvon senfgelb » 26.09.2006 - 03:13

da moechte ich doch auch noch meinen "senf" dazugeben: ich war mit 19 jahren fuer 6 monate in australien und neuseeland. jetzt, mit 22 jahren, bin ich fuer laengere zeit weg, und zwar in peru. wenn ich nun so zurueckschaue, dann kann ich schon sagen, dass ich wahrscheinlich mit 19 jahren ein bisschen jung war (die erfahrung moechte ich aber auf keinen fall missen!!!!). Mir macht's hier absolut keine probleme, auf leute zuzugehen, und habe schon viiiiiele wunderbare bekanntschaften gemacht. in australien war ich da eher scheu und zurueckhaltend (war aber keineswegs mit papis kreditkarte unterwegs, und westkueste haben wir auch besucht...:))
auf der einen seite haette ich wahrscheinlich mit mit ein paar jaehrchen mehr auf dem buckel andere und mehr erfahrungen in australien sammeln koennen, jedoch hat mir der australienaufenthalt mit 19 jahren auch seeeehr viel gegeben, ich habe erfahrungen sammeln koennen die mich persoenlich sehr viel weitergebracht haben.
bin jedoch fest der ueberzeugung, dass dies wirklich sehr individuell ist, und dass einem eine solche reise in jedem fall viel geben kann...

gruesse...c
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danile83
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Beitragvon danile83 » 29.09.2006 - 00:06

Hey
Ich war selbst mit 16 als Austauschschülerin in den USA. Dort wurde ich vielen konflikten ausgesetzt, denen ich hier nie begegnet wäre. Ich habe meine stärken und schwächen gefunden. Als ich wieder kam war ich Selbstbewusster und Reifer. Fast ein anderer Mensch, denn als ich ging war ich sehr schüchtern und nicht selbst von mir überzeugt.

Manchmal dachte ich das ich noch viel zu jung bin aber heute denke ich das es ein gutes alter ist, um sich selbst kennen zu lernen und sich zu ändern. Ob unbewusst oder nicht.

Aber es gibt natürlich auch andere Menschen. Eine Mitschülerin von mir war damals schon 18 und als sie nach Hause ging noch immer das Kind das sie war als sie kam.

Ich denke es kommt immer auf die person an die man ist, die den Weg vorgibt wie schnell man sich ändert und in welche Richtung.
Hoffe ihr versteht was ich meine.
:roll:
Danile83
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Beitragvon DasHeli » 24.10.2006 - 21:33

Auf das Alter kommt es vielleicht nicht so an wie auf die Erwartungen die man hat. Jeder will etwas anderes erleben und hat andere Schwerpunkte für die Reise - die einen wollen raus aus ihrem langweiligem Leben, die anderen wollen etc pp .... oder schlicht nur reisen oder was weiß ich....ist aber eigentlich jedem seine Sache, so lang man da unten keinen schlechten Eindruck hinterlässt.
Meine Meinung...
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Beitragvon Robin_21 » 25.10.2006 - 16:38

Hi alle!

Ich wollte hier doch mal den Suendenbock heraushaengen lassen:

Ich bin 21, werde von meinen Eltern und Grosseltern grosszuegig unterstuetzt (kein taschengeld aber startkapital und flug). Ausserdem bin ich zunaechst bei bekannten ueber drei Ecken untergekommen. Ich habe nicht besonders viel Geld vor der Abreise verdient (vielleicht 1,5 k) Fuer den Hinflug habe ich mir eine Reisepartnerin hier bei Bine gesucht, weil zu zweit reisen mehr spass macht!
Nach Australien bin ich aus oberflaechlichen Gruenden gegangen: endlich keine verpflichtungen mehr bez. Schule und Zivi und wegen tollen reiseberichen ausserdem will ich sehen, ob es ein Leben jenseits von kommerz und buerokratie gibt bevor ich mich entscheide in welche richtung mein weiteres Leben geht (warscheinlich irgendein Studium). Die gesellschaft und Natur interessiert mich ebenfalls.
Mein Traum ist es sicher nicht moeglichst viel in Hotelkuechen zu arbeiten! :grins: sondern das leben zu geniessen (egal wo auf der welt ich bin).

Das einziege was nicht perfekt in euer bild passt, ist das ich Zivi (Arbeit mit Behinderten und Alten Menschen) mit eigener Wohnung hinter mir hab und bereits 4,5 monate in NZ (mein persoehnliches Eden) war und mich dort extrem ins positive veraendert habe, trotz perfekter absicherung in einer gastfamilie).

Meine bisherigen Arbeitgeber sind sehr zufrieden mit mir. Das man als kitchen hand nicht viel verdient stimmt einfach, aber damit kann ich leben, ich arbeite ich eben ein bisschen mehr, bis ich wieder genug habe um das leben zu geniessen!
Wenn schlechte Zeiten aufziehen bin ich mir sicher werde ich sie auch ueberstehen (heimweh und unzufriedeneheit habe ich schon in NZ erlebt)


Bin ich derjenige, der nicht reisen sollte? Weil ich moeglichst wenig arbeiten will, wenn ich nicht muss und auch gern finanzielle hilfe entgegen nehme? <- ist mir nicht im geringsten peinlich (auch wenn ich mich tewilweise schon gegen uebertriebene unterstuetzung gewehrt habe).
Erlebe ich deswegen nichts? Oder zu wenig?? Geht das ueberhaupt?
Arbeiten werde ich in meinem Leben sicher noch genug und meine Eltern, egal ob sie mir geld gegeben haben oder nicht: sie sind 20000 kilometer weg und sicher nicht mein ganzes Leben fuer mich da (ich bin juenger als sie).
Finanzieller absicherung ist sicher nicht gleich Glueck - aber ich erlebe trotzdem lieber schoene und interessante sachen und gehe ab und zu feiern als mir staendig sorgen zu machen und zu schuften! <- den das wollte ich gerne in der BRD zuruecklassen.

So jetzt koennt ihr mich in der luft zerfetzen!

Robin
nesschen
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Beitragvon nesschen » 26.10.2006 - 11:11

ich schliess mich robin voooollkommen an. so ziemlich genau dieselbe situation, dasselbe denken nur dass ich kein zivi gemacht hab sonst stimmt alles ;)
nu zerreisst uns zu zweit wer will aber das wird eh nich passiern ;)

lg nes
back home nach 7 monaten DU und zahllosen abenteuer... beeett, mein bett... ;)
Inken
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Beitragvon Inken » 29.10.2006 - 12:57

Hm... ich selbst bin hier in Australien erst 19 geworden, mit 18 also von Deutschland abgeflogen. Ja, direkt nach dem Abi. Viele meiner Mitschueler haben verstaendnislos reagiert, wohingegen andere meinten, sie haetten zuviel Angst oder Hemmungen, alleine ins Ausland zu gehen. Ich denke auch, wie viele andere hier, dass Alter nicht unbedingt der ausschlaggebende Faktor bei der Entscheidung ist. Und hier schliess ich mich mal an, Reife muss nicht unbedingt von Alter abhaengig sein, sondern eher davon, was man erlebt und mit-/durchgemacht hat. Wobei ich davon ueberzeugt bin, dass man mit jeder schwierigen Situation und dem Meistern einer harten Zeit waechst und an Staerke gewinnt.

Und duerfen junge Menschen nicht von Australien traeumen, Buecher darueber verschlingen, Fernsehdokus anschauen, sich Landkarten einpraegen...???
Seit drei Jahren hat mich der Gedanke, mit einem Rucksack durch Australien zu reisen, nicht mehr losgelassen. Ich war fasziniert von der Idee, unabhaengig zu sein, und ich wollte auch arbeiten - moeglichst viele verschiedene Arbeitsfelder kennenlernen.

Da mir die Entscheidung Studium/Ausbildung etc sehr schwer fiel und ich mich natuerlich auch nicht einfach blind fuer ein Fach einschreiben wollte, begann ich ernsthaft darueber nachzudenken, im Anschluss an die Schule ein Jahr "Auszeit", wie oft gesagt wird, einzuschieben. Fuer mich ist es eher ein "Orientierungsjahr" - seit ich hier und quasi auf mich allein gestellt bin, haben sich meine Sichtweise und der Blick aufs Leben veraendert. Wie ich jetzt oft gelesen habe, "ein Abi sagt nichts" - das stimmt. Was nuetzt es einem sagen zu koennen, "ich habe Abi", wenn man verzweifelt auf der Suche nach einem Job ist? In dieser Beziehung koennte so ein Auslandsjahr fuer juengere Leute sogar schwieriger sein, da sie ja meist weniger in der Tasche haben als aeltere, die in Deutschland einen Job hatten.

Wobei ich dazu sagen muss, dass es mich erstaunt, dass gerade die juengeren so "pienzig" bzw waehlerisch bei der Jobsuche sein sollen. Auch koerperlich harte Arbeiten sind doch eine tolle Erfahrung, bei der man wieder haufenweise dazulernt.
Ich bin jetzt bereits 6 Monate hier, habe schon verschiedene und vielfaeltige Jobs ausgeuebt, und die harten Arbeiten, ehrlich gesagt, genossen. Ich merke, wie sehr ich mich veraendere und wie viel ich schon gelernt habe, was die Schule nie haette vermitteln koennen. Allein die Tatsache, dass ich auf mich allein gestellt bin und meine Eltern nie auf den Gedanken kaemen, mir den Aufenthalt zu finanzieren (und dann waere die Erfahrung ja auch nicht das, was sie ist) liess mich innerlich wachsen und an Reife gewinnen.

Und wozu braucht man denn "soviel Geld"? Das verdient man sich doch hier? Und gerade in harten Jobs wie auf Farmen oder in Minen laesst einen doch Australien erst richtig kennenlernen, abseits vom Mainstream-Tourismus. In einem Cafe oder Buero kann ich auch in Deutschland arbeiten, da wird auch am Computer getippt oder Essen serviert.
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Beitragvon Orleanz » 30.10.2006 - 14:38

Also ich denke, niemand wird hier irgendwen zerfetzen ;) Ich wäre froh, wenn mich jemand finanziell unterstützen würde, weil man die Freiheit dann noch mehr genießen könnte und gegen feiern spricht doch schließlich auch nichts. Kann mir auch schwer vorstellen, dass man ein halbes Jahr lang nur durchfeiern kann - selbst der schlimmste Partymensch würd das nicht hinkriegen - in so fern bekommt man glaube ich trotzdem eine Menge von dem fremden Land mit, auch wenn man dann vielleicht einen anderen Schlag Menschen kennenlernt, als wenn man nur arbeiten geht - was wiederum auch absolut nicht verkehrt ist und man dadurch viele und mit Sicherheit mehr Erfahrungen machen wird, als wenn man einfach nur durchs Land durchreist. Letzteres ist eben nur bequemer und jeder der es sich leisten kann, wird sicherlich nicht irgendeine Drecksarbeit machen!

Naja, ich denke das Thema wurde hier schon ordentlich durchgekaut und am Alter liegt es meiner Meinung nach definitiv nicht. Ich war mit 15 ein halbes Jahr in Frankreich - gut, man war vielleicht nicht total auf sich gestellt, aber man ist weg von zu Hause und ist umgeben von fremden Leuten, die eine vollkommen unbekannte Sprache sprechen, die erstmal zwei Monate in Anspruch nimmt, um erlernt zu werden! Unter der Woche war ich in einem Internat und am Wochenende bei meinen Gasteltern mitten in den Karpaten. War zwar nen Sprung ins Kalte Wasser und war definitiv hart, aber als ich nach Hause gekommen bin, war ich kaum wieder zu erkennen, so ungefähr ;) Man wird ganz schön umgekrempelt und man lernt wirklich fürs Leben und vor allem über sich selbst.
Kanns jedenfalls nur jedem weiterempfehlen, egal wie alt man ist.

Hab auf jeden Fall auch vor nochmal ins Ausland zu gehen - am liebsten eben nach Australien oder Kanada. Stellt sich nur für mich die Frage, ob es sinnvoll ist vor dem Studium noch mal zu flüchten oder sich direkt reinzustürzen und ein Auslandsemester dafür zu nutzen :<< aber das gehört hier wahrscheinlich nicht mehr rein. Bin zumindestens total unentschlossen, was ich mit mir anfangen soll, gerade weil ich mir noch total unsicher bin, was ich genau studieren will.
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Beitragvon branca-de-neve » 11.03.2007 - 00:36

hmm ich hab jetzt hier nicht alles gelesen (zu faul :lol: ) ich hoffe ihr nehmt mir das nicht uebel...

aber hier mal meine Meinung... Ich bin der meinung, dass es sicher viele (tschulligung) verzogene kinder gibt, wo mami und papi alles zahlen und die es vieleicht nicht zu schaetzen wissen..
aber ich selber bin gerade im ausland (Schueleraustausch) und bin 17... ok, mami und papi zahlen viel, aber ich hab mich um alles selber gekuemmert und hab selber so viel geld beigesteuert, wie ich konnte.
und ich habe auch einen FREUND daheim und deshalb nicht gleich nach 4 wochen gesagt, dass ich wieder heimfliege...

und bin auch schon wieder am planen nachm abi w&t in Neuseeland zu machen.... hab schon meinen ferienjob fuer diesen sommer (eine woche daheim, und die arbeit geht los) und werd die naechsten ferien einfach arbeiten.....

ich denke, fuer manche ist es zu frueh, fuer andere ist es die moegnlichkeit erwachsen zu werden und fuer die naechsten ist es genau das was sie brauchen. aber ich glaubr das liegt nicht an der generation, am alter oder an sonst was...
Zuletzt geändert von branca-de-neve am 14.03.2007 - 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon duenner » 14.03.2007 - 18:35

ich denke auch, dass die zeit nach dem abi perfekt für so eine reise ist.
wenn ich z.b mich als beispiel nehme. in ein paar monaten hab ich mein abi in der tasche, und ich weiss genau, es wäre mein tod, gleich danach an die uni zu gehen. mein leben lang bin ich auf meinem hintern gesessen und habe wissen in mich reingeschaufelt. arbeiten musste ich nie, weil es einfach nie notwendig war, weil ich einfach ein sparsamer mensch bin. jetzt weiss ich, dass ich was verpassen würde, wenn ich schon wieder auf der stelle die schulbank drücken würde. versteht mich nicht falsch, ich freue mich wahnsinnig auf das studium. aber davor muss ich praktische erfahrungen machen, abseits der schule, die welt sehen, mal auf eigenen beinen stehen, selbst verantwortung übernehmen... sonst geh nach dem studium total weltfremd in den beruf.
ich denke, es ist für so junge menschen sicher schwerer, so eine reise zu machen. aber die erfahrungen die man machen kann, prägen einen doch und bringen einen was die persönlichkeit angeht, viel weiter. mal ganz von den "ost-küsten-partylöwen-einzelkindern" abgesehen ;)
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Beitragvon Sabsy » 15.03.2007 - 11:31

Hm, also mal abgesehen davon, dass Uni und Schule (außer lernen und am Schreibtisch hocken) so gut wie nichts gemeinsam haben, würde ich auch sagen, dass es DEN perfekten Zeitpunkt für eine lange Reise nicht gibt. Das muss jeder für sich in seiner individuellen Situation entscheiden- nach dem Abi, der Ausbildung, während oder nach dem Studium zu reisen ist lediglich "einfacher", weil die gewohnte Lebens"struktur" sich sowieso ändert und man neue Wege einschlagen muss, als wenn man mitten im Arbeitsleben steckt. Und...naja...man startet nicht zwangsläufig nach dem Studium weltfremd ich den Beruf, ein bißchen was bleibt auch bei den gewissenhaftesten Scheuklappenträgern hängen, auch völlig ohne monatelanges backpacken ;-)
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Beitragvon Cathi » 16.03.2007 - 03:11

Der perfekte Zeitpunkt für eine lange Reise? Hm, nun ja, ich hab nach dem Abi drei Monate gearbeitet und bin dann nach Australien geflogen. Und ich muss schon sagen, selbst wenn ich es nicht den perfekten Zeitpunkt nenne, ist es unheimlich einfach, aus dieser Situation heraus eine lange Reise zu starten.
Aber es muss mehr "perfeke Zeitpunkte" geben, denn mein Reisefieber ist geweckt und ich überlege schon, wann und wie ich meine nächste lange Reise tun kann, obwohl ich von der ersten noch nicht mal daheim bin :wink:
Ich denke, wie Sabsy schon sagt, dass es immer von der individuellen Situation abhängt, und wenn man wirklich reisen will, wird es jede Menge perfekte Zeitpunkte dazu geben :!:

LG
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Beitragvon duenner » 16.03.2007 - 08:16

natürlich gibt es da mehrere. ihr habt mich wohl missverstanden.
aber wenn man zwischen abi und uni ein jahr "auszeit" nehmen will, bietet sich so eine reise super an! als alternative zu fsj, föj, zivi, bund... wie auch immer. das während dem studium oder wenn man schon berufstätig idt, zu machen, ist nunmal viel schwerer. und man ist ja nicht ewig unter 30. ;)
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Beitragvon Mari » 16.03.2007 - 08:51

duenner hat geschrieben:das während dem studium oder wenn man schon berufstätig idt, zu machen, ist nunmal viel schwerer.


Während des Studiums kann man wunderbar backpacken! Man kann das auch sehr gut mit Auslandspraktika (Stichwort Urlaubssemster) verbinden. Klar, gleich ein ganzes Jahr während des Studiums wegzugehen, ist schwer möglich, aber nicht unmöglich. ;-)

duenner hat geschrieben:und man ist ja nicht ewig unter 30. ;)


So? Und? Kann man dann nicht mehr reisen???
2008 bis 2009: China
2010: Indien und die Azoren
2011: Nepal, Meck-Pomm und Polen
2012: --
2013: Sri Lanka, Indischer Himalaya
2014: China, Kambodscha, Malaysia ... I am on my way!
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Beitragvon krohsax » 16.03.2007 - 12:27

Ich war ein ganzes Jahr während des Studiums weg - auch nicht einfacher oder schwieriger als in anderen Zeitpunkten.
Die Hauptschwierigkeit besteht mM nach darin, erst einmal die von der Umwelt vorgegebenen Konventionen des Lebenslaufes (Schule - Studium - Beruf - Familie gründen, nacheinander) abzuschütteln ("was? Du willst nach Australien? Einfach so? 1 Jahr vergammeln? Und dein Studium? Und deine berufliche Perspektive?")- und dann ist praktisch jeder Zeitpunkt geeignet.
Erst wenn man dann tatsächlich Familie hat, wird es schwieriger, aber sicher nicht unmöglich.
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Beitragvon duenner » 16.03.2007 - 14:53

Mari hat geschrieben:
duenner hat geschrieben:das während dem studium oder wenn man schon berufstätig idt, zu machen, ist nunmal viel schwerer.


Während des Studiums kann man wunderbar backpacken! Man kann das auch sehr gut mit Auslandspraktika (Stichwort Urlaubssemster) verbinden. Klar, gleich ein ganzes Jahr während des Studiums wegzugehen, ist schwer möglich, aber nicht unmöglich. ;-)

duenner hat geschrieben:und man ist ja nicht ewig unter 30. ;)


So? Und? Kann man dann nicht mehr reisen???


natürlich. aber wenn man ein jahr lang was ganz anderes machen will, ist das schwer. da rostet man ja ein, was den studienstoff angeht. natürlich macht so ein aufenthalt als z.b angehender geologe noch mehr freude.
und natürlich man kann auch noch über 30 reisen. aber mit WHV siehts dann halt schlecht aus. ;)

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