Stopover/Volunteering: Eine bereichernde Erfahrung

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Drobstar
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Stopover/Volunteering: Eine bereichernde Erfahrung

Beitragvon Drobstar » 24.03.2010 - 16:55

Warum bin ich damals nach Australien gegangen? Ich wollte mich kennenlernen, ich wollte mich aendern, ich wollte ein neues Leben beginnen. Satt hatte ich den Arbeitsaltag im Hotel. Nicht zufrieden war ich mit meiner Ausbildung als Hotelfachman. Ich wollte wissen, was die Welt noch so zu bieten hatte (Ich war noch nie ausserhalb von Europa). Ich wollte ein anderes Leben kennenlernen. Also entschloss ich mich recht spontan nach Australien zu reisen.
Faszeniert durch meinen Stopover in Malaysia war ich fest entschlossen auf dem Rueckweg noch einen einwoechigen in Thailand einzulegen.

Doch ich habe damals, 2 Jahre ist es her, in Ayr beim Melonen ernten viele Geschichten ueber ein Land gehoert, das mir bis dahin noch unbekannt war: Kambodscha. Das Land der Roten Khmer, der Tempelanlagen in Siem Reap, das Land des Laechelns und der Wasserfaelle. Man sagte mir auch, dass es am Meer liegen wuerde :) .Also machte ich mich schon nach 8 Monaten Australien, 2 Monaten reiner Reisezeit auf den Weg und packte meinen Bacpack. Gegen den Willen meiner Eltern ging es los, nach Asien! Es sollten 3 Monate Stoppover in Asien werden ( Ich hatte ein ein jahres ticket). Emirates macht(e) es moeglich.
Diese Zeit soellte mein Leben veraendern. Erst reiste ich in den Norden von Thailand und lernte dort die Lehrer einer katholischen Schule kennen. Hier hatte ich die Gelegenheit einen Monat englisch zu unterrichten. Anschliessend lernte ich im Norden von Kambodscha das malteser Hilfswerk kennen. Ich durfte dort sogar uebernachten. Begeistert von dieser Erfahrung, den neuen Erkenntnissen und den vielen neuen Eindruecken entschloss ich mich ein ganzes Jahr als Freiwilliger zu arbeiten. ich bewarb mich in afrikanischen Laendern und in Asien. Und wie es der Zufll wollte, ich fand einen Freiwilligenplatz in kambodscha.

Jetzt habe ich durch die Organisation eine Arbeitsstelle bei einem Geldgeber, dem Evangelischem ENtwicklungsdienst, gefunden. 2 Jahre ist meine Australienreise jetzt her. Und im nachinein muss ich sagen, dass Australien, nochimmer mein Lieblingsland, mein Leben veraendert hat! Ohne die Arbeitserfahrung auf dem Feld, das Zusammentreffen mit den Backpackern aus aller Welt, die mir interessante Berichte aus Asien erzaehlten und ohne den Stopover.... waere ich wahrscheinlich noch beim Teller tragen im Hotel :)


Also. Lasst keinen Stopover aus. Und am Besten immer noch etwas Freiwilligenarbeit einlegen. Den nur so lernt man Land und Leute wirklich kennen! Habt ihr aehnliche Erfahrungen gemacht? Waren eure Stopover laenger als erwartet. Seit ihr in einem Land haengen geblieben?

Hier mal das Video und die emailadresse meiner ehemaligen Organisation:
http://www.youtube.com/watch?v=45Z1Yz4vNsc

Oder einfach mal anschreiben: star-vac@starkampuchea.org.kh





Wie ware es mal mit einer Liste guter Volunteering Moeglichkeiten.
Zuletzt geändert von Drobstar am 25.03.2010 - 05:31, insgesamt 1-mal geändert.
Sven1984
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Beitragvon Sven1984 » 24.03.2010 - 22:59

Hi Drobstar,

Hört sich echt interessant an, hab mir auch schon mal überlegt sowas in der Art zu machen...

Wie läuft das genau ab? Arbeitest du für Kost und Logie oder musst du da noch was draufzahlen/bzw bekommst noch etwas Taschengeld?

Hab mal so ne Werbung in Chang Mai gesehen aber die wollten nur Englische Muttersprachler zum Unterrichten...

Und wie bringst du denen Englisch bei, wenn du ihre Sprache nicht sprichst? Ich geh mal davon aus, dass du kein Thai sprichst, oder?

Das mit der Liste find ich echt ne super Idee.

Bist du das in dem Video? Drobner - Drobster :?:

Gruß Sven
Drobstar
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Beitragvon Drobstar » 25.03.2010 - 02:39

Es gibt da viele Moeglicgkeiten. Wir haben uns mittlerweile in Kambodscha zu einem Netzwerk zusammen geschlossen, das versucht responsible Volunteering zu promoten. Das hier ist die Adresse: http://www.volcam.org/
Das ist die Orgnisation, bei der ich gerbeitet habe: http://www.starkampuchea.org.kh
Desweiteren gibt es jtezt das Weltwaerts Program, welches vom BMZ unterstuetzt wird: http://www.weltwaerts.de/ und http://www.eed.de/de/de.col/de.col.b/de ... index.html

Hier ist noch ein interessanter Link zu dem Thema, warum kurzzeitfreiwillige einen kleinen Betrag bezahlen muessen: http://www.lonelyplanet.com/thorntree/t ... ID=1434896

Im Norden von Thailand habe ich nichts zahlen muessen. Ich bin einfach Nach Chiang Dao gefahren und habe einige Zeit in dem selben Dorf verbracht. Man hat mich irgendwann angesprochen, da ich mit einigen Lehrern desoefteren Zeit verbrachte. Sie brachten mir Auch das Motorrad fahren bei. Ich habe mich jedoch auch recht Nutzlos gefuehlt. Ich bin einfach kein guter Lehrer. Man wollte mir am Ende sogar ein Gehalt zahlen (was ich einem loalen Lehrer vorentahlten haette). Man muss wissen, welche staerken man hat und dementsprechend kann jeder ein Projekt finden, in dem man helfen kann. Man muss ja nicht unbedingt unterrichten. Diese ERfahrung beeinflusst einen nachhaltig und die Arbeit geht im Heimatland weiter...

Ich denke man kann nicht erwarten, dass man fuer einen Freiwilligendienst Geld bezahlt bekommt. Diese Organisationen koennen das Geld gut andersweitig gebrauchen und fuer 100 US kann man schon einen (oder zwei) lokalen Lehrer einstellen! Jedoch kann man etwas kostenguenstiges finden oder sogar ohne Gebueheren etwas tun. ich muss auch ehrlich sagen, dass ich wahrend dem Freiwilligendienst mehr gerlent habe, als die Kambodschaner mit denen ich gerabeitet habe. Es bringt uns auch etwas und viele junge Leute machen den Freiwilligendienst unter dem Aspekt: ich brauche es fuer meinen Lebenslauf oder ich moechte etwas erleben.

Im deutschen Netz gibt es viele Webseiten, die viele Moeglicheiten gelistet haben, die fast alle kostenlos sind.

Ich kann es auch verstehen, wenn geringe Gebuehren gezahlt werden. Viele Freiwillige kommen zum ersten mal in ein Entwicklungsland, kennen die Sprache nicht und muessen sich an die Temperaturen gewoehnen. Freiwilligenarbeit ist ein sensiebles Thema. Gerade, weil Freiwilligenarbeit in Kinderheimen und Schulen auch schnell zum Stoerfaktor werden kann. Arbeit in Kambodscha oder Thailand ist nicht gleich arbeit in Deutschland. Wer in Deutschland erfolgreich ein Unternehmen leitet kann dies nicht zwingend in einem Entwicklungsland. Deshalb bedarf es oft eine Organisation, die den Freiwilligen eine Einfuehrung gibt, die die Freiwilligen betreuet und die in der Lage ist die Freiwilligen vernuenftig einzusetzen. Dazu gehoert viel. Es bedarf ein Netzwerk und ein gutes Team, das dem Freiwilligen zur Seite steht. So wird Freiwilligenarbeit Nachhahltig.

Wenn du drei Monate bei Star Kampuchea bleibst, ein Studium beendet hast und helfen moechtest, dann kannst du das kostenlos. Im Augenblick suchen sie einen Freiwilligen, Alter unbedeutend, auch ohne STudium, der sie Unterstuetzt. Minimum Stay 3 Monate. Also wer interesse hat. Die Hauptarbeit waere Public Relations. Der Freiwillige wuerde Videos machen, die Projekte besuchen, den Blog updaten, berichte schreiben und die Webseiten updaten usw.

Nach dem Jahr Freiwilligendienst arbeite ich jetzt in dem Program Weltwaerts mit und bin auch bei Star kampuche involviert.

Was die SPrache angeht: Ich denke schon, dass man den Kindern englisch beibringen kann, auch wenn man nicht die lokale SPrache spricht. Es gibt hier in Kambodscha viele Schulen und Doerfer, die KEINE Englischlehrer haben. Da ist es besser, wenn es von Freiwilligen unterrichtet wird (mit Bildern, Gegenstaenden usw. ) als von niemandem. Oft stellen wir (oder die Schulen und inderheime) auch lokale Lehrer ein, die zwar kaum englisch sprechen, die SPrache jedoch erklaeren koennen. Diese arbeiten dann hand in hand mit den Freiwilligen. DIes fuehrt dazu, das der Lehrer die Grammatik auf Khmer erlaeren kann und der Frewillige den Kindern das SPrechen beibringt.


Also. Wie waere es mit einem Thema: Freiwilligenarbeit. Leute die in asien wohnen oder kurz Freiwilligenarbeit geleistet haben koennten Arbeitsmoeglichkeiten aus Asien auflisten. Links posten usw. Ich denke viele Australienreisende wuerden gerne einmal auf dem Rueckweg eine solche Erfahrung machen.
Zuletzt geändert von Drobstar am 25.03.2010 - 05:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Drobstar » 25.03.2010 - 04:36

Wer Ratschlaege ueber Kambodscha haben mochte (Stopover, Volunteering, traveling) kann mich gerne anschreiben: Drobners@gmx.de

Ein unheimlich faszenierendes Land und nur ein Katzensprung von Bangkok entfernt. Im Augenblick findet das Khmer Rouge Tribunal statt! Jeder darf den Verhandlungen beiwohnen.

Hier alles zu den interessanten Festen:
http://www.reisebineforum.de/viewtopic.php?t=3321
Zuletzt geändert von Drobstar am 11.09.2010 - 17:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Kiwi86 » 26.03.2010 - 21:42

http://www.weltwaerts.de
Hat jetzt nicht konkret etwas mit Aisien zu tun aber es steht in Zusammenhang mit Freiwilligenarbeit im Ausland.

Wer keine Lust auf den üblichen Zivildienst in Deutschland hat oder sein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland machen möchte ist hier richtig. Finanziert und unterstützt wird das ganze vom Bundesministerium für wirtschaftliche ZUsammenarbeit und Entwicklung.

Ich habe mein FSJ leider schon abgeleistet und kann daher nicht auf dieses Angebot zurückgreifen. Ich finde es ist eine tolle Möglichkeit um ein anderes Land kennenzulernen und gleichzeitig Gutes zu tun.
If you want the rainbow, you gotta put up with the rain.
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Beitragvon Chacco » 27.03.2010 - 05:31

Interessante Sache, mein Onkel hat auf diese Art damals auch die halbe Welt kennengelernt.
2 kleine Dinge noch zu deinen Texten:

1.Wenn du in Thailand als Lehrer bezahlt worden wärst, hättest du offiziell die Gesetze gebrochen, denn ohne Arbeitserlaubnis kommt man in Abschiebehaft, wenn man nicht genügend Bestechungsgeld auf der hohen Kante hat. Das kann schonmal schnell 3-4000 Euro kosten.
Klar, die Mehrheit der Englischlehrer arbeitet ohne Work Permit, aber wenn man erwischt wird, sieht es schlecht aus.

2. Kambodscha ist ein Entwicklungsland, Thailand ist es nicht.
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Beitragvon Drobstar » 27.03.2010 - 08:42

Keine Ahnung ob du dich noch erinnern kannst :) du hast mir damls ein wenig geholfen mit einigen Ratschlaegen.


Kambodscha ist ein Entwicklungsland.... Thailand ist ein Schwellenland. Das stimmt. Jedoch ist der Norden alles andere als entwickelt. Es fliessen noch einige Entwicklungsgelder nach Thailand.

ich glaube die Schule haette mir damals dabei geholfen ein Arbeitsvisum zu bekommen. Dort waren auch einige Philipinos...

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