Große Zweifel - mit Ü30 noch Work'n'Travel wagen ?

Hilfe bei Reisefrust, Heimweh, Fernweh und anderen Zweifeln, Sorgen, Gedanken und Problemen die euch vor/während/nach eurer Reise beschäftigen.
w&t_opa
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 27.06.2013 - 21:01

Re: Große Zweifel - soll ich es noch wagen?

Beitragvon w&t_opa » 11.07.2013 - 14:29

Derzeit kippt das ganze wieder Richtung "Bereuen es nicht getan zu haben" ist größer als "Angst es zu tun und dort zu scheitern".

Insofern scheint es so zu sein, dass ich es tatsächlich wage. Vor allem die drohende Arbeitslosigkeit hier in D ist ein starker Grund,
das AU-Projekt anzugehen.

Ich meine: Ich muss zwar was aufgeben (Einzimmerwohnung, bisheriges Leben) und auch ein Paar bittere Pillen schlucken
(wieder bei den Eltern einziehen, Geld für Umzug, Aufwand für Wohnungsübergabe Streichen, Umziehen,...)) aber:

Was wird in ein paar Jahren sein? Da habe ich vielleicht eine größere Wohnung, ein Auto, einen guten Job, Familie etc. Dann ist
der "Zug abgefahren", so eine Reise noch zu starten.

Zumal ich auch die Chancen sehe: Persönliche Weiterentwicklung, Auslandserfahrung, Option, in AU zu arbeiten, etc.

Und wenn es mir tatsächlich da unten nicht gefällt: Ich habe es wenigstens versucht, Bewerbungen für Jobs in D kann ich auch von
"da unten" noch schreiben, hatte ich einen schönen Urlaub...

Klar, es gibt Ängste, die Mitfliegen: Wie soll es danach weitergehen? Was passiert mit Menschen, die ich hier zurücklasse? Was ist,
wenn Ihnen währenddessen was passiert? Aber die hat man immer. Ist nunmal so.

Die Frage wird sein, ob die Ängste und Sorgen, die mich zurückhalten, ausreichen, um mich davon abzuhalten, die Reise anzutreten.

Man darf gespannt sein...
Hogan55
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 5
Registriert: 01.12.2012 - 22:27
Wohnort: Bayern

Beitragvon Hogan55 » 11.07.2013 - 19:53

Musst dir vorstellen du sitzt mit 60j da und trauerst immer noch deinen Traum hinterher.

Ich mein, was soll passieren ?
Oder wie ich immer denk egal wie scheiße es wird danach wird man immer sagen es war richtig.

Hab auch ewig rum getan ob ich überhaupt solang soweit weg fliege, eigentlich hab ich für sowas keine Zeit aber wenn ich sie mir jetzt nicht nehme wird es nie was.

Soll ich dir sagen was ich gemacht hab :grins:

Ich hab am 5.7 für einen Flug am 17.7 gebucht einfach nach dem Motto jetzt oder nie.
Hab mich nicht vorbereitet und kann es auch jetzt kaum wegen Zeitmangel.
Aber ich weiß eins wenn ich unten bin kann ich abschalten und wenn nicht selber schuld.
Im Prinzip weiß ich nicht wie´s kommt es ist ein Flug gebucht und sonst nix.
Jeder der sagt sowas muss man richtig Planen soll ruhig sein, weil was ist wenn ich alles Plane und am Schluss stürzt das Flugzeug ab :lol:

Meine Reise ist eine Kurschluss Reaktion auf sämtliche Probleme im Privaten leben und ich lass mir alles offen.

Es kann sein das ich wieder nach hause fliege, aber es kann auch sein das ich nie mehr nach Deutschland komme wer weiß das schon.

Denkt nicht soviel drüber nach, lasst es einfach auf euch zukommen es wird sowieso anders wie geplant :grins:
w&t_opa
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 27.06.2013 - 21:01

Beitragvon w&t_opa » 11.07.2013 - 20:58

Hogan55 hat geschrieben:Musst dir vorstellen du sitzt mit 60j da und trauerst immer noch deinen Traum hinterher.


Ehrlich gesagt: Ich weiß gar nicht, ob das mein Traum ist. Nur die Chance zu haben, mit dem Visum noch einzureisen, reicht dazu nicht aus. Natürlich setze ich mich massiv unter Druck. Die Uhr tickt und dann ist eine (potentielle) Chance verpufft. Mal wieder in meinem verhuntzen Leben. Ich stelle mir die Frage, ob ich es schaffe, aus dieser Konfliktsituation herauszukommen. Denn: Auch wenn hier alle der Meinung sind, man solle es einfach wagen, so wird mir in meinem familiären Umfeld, die meine derzeitige labile mentale Lage kennen, davon abgeraten eine solche Reise alleine ans andere Ende der Welt durchzuführen.

Hogan55 hat geschrieben:Ich mein, was soll passieren ?
Oder wie ich immer denk egal wie scheiße es wird danach wird man immer sagen es war richtig.


Das stimmt nur m.M. n. nur teilweise. Wenn man starke Zweifel hat und mental labil und niedergeschlagen in solch eine Reise startet, kann man "da unten" auch in eine (fast) ausweglose Situation kommen, wo man sich vielleicht schon Vorwürfe macht, nicht vorab auf sich gehört zu haben und die Reise NICHT zu tun. Vielleicht ist es für mich besser, es doch nicht zu tun, was aber zugegeben sehr Schade wäre, aber vielleicht will es das Schicksal so.

Hogan55 hat geschrieben:Soll ich dir sagen was ich gemacht hab :grins:
Ich hab am 5.7 für einen Flug am 17.7 gebucht einfach nach dem Motto jetzt oder nie.
Hab mich nicht vorbereitet und kann es auch jetzt kaum wegen Zeitmangel.
Aber ich weiß eins wenn ich unten bin kann ich abschalten und wenn nicht selber schuld.
Im Prinzip weiß ich nicht wie´s kommt es ist ein Flug gebucht und sonst nix.
Jeder der sagt sowas muss man richtig Planen soll ruhig sein, weil was ist wenn ich alles Plane und am Schluss stürzt das Flugzeug ab :lol:


Ich beneide Leute, die das können. Aber: Wer eine Wohnung aufgeben muss oder kein Geld hat, sie während des AU-Aufenthalts weiterlaufen zu lassen, wer Arbeitslosengeldansprüche (ALG I) für die Zeit nach dem Auslandsaufenthalt konservieren will (und dementsprechend nicht einfach mal so aufbrechen kann sondern den Papierkram vom Arbeitsamt über sich ergehen lassen muss), etc., muss sich schon etwas Zeit nehmen. Und wenn dann noch massive Selbstzweifel dazukommen, die einen lähmen, dann ist das nicht so eine einfache Kiste...
Benutzeravatar
Chacco
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 5823
Registriert: 21.02.2005 - 13:00
Wohnort: Bangkok / Zürich
Kontaktdaten:

Beitragvon Chacco » 11.07.2013 - 22:48

w&t_opa hat geschrieben:...aber vielleicht will es das Schicksal so.

Dein Schicksal hast du selbst in der Hand, mehr oder weniger.
Littlebarf
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 4
Registriert: 11.07.2013 - 20:08

Beitragvon Littlebarf » 12.07.2013 - 00:25

Also nun zu meiner Geschichte dazu ;)
Ich hab vor 3 Wohen mich zum ersten mal mit work and travel beschäftigt.
Da ich anfang juni meine Ausbildung abgeschlossen hab und nun einen Job hab (Probezeit Jederzeit kündigung möglich ;) ) Hab ich vor 1 Woche kurzerhand beschlosse meine Wohnung und alles zu verkaufen bzw zu kündigen und mich im november auf zu machen.
Bis dahin hab ich ca 3000€ gespart (Flug etc schon bezahlt) 3000€ also taschengeld.
Ich hab innerhalb von 2 Wochen einfach alles gekündigt, arbeite nun noch bis zum 31.10 kündige am 31.10 Melde mich am 1.11 arbeitslos und fliege am 3.11 Hier weg.
Geht alles, wenn man will.
Jandia
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 286
Registriert: 29.07.2010 - 17:16
Wohnort: M-V
Kontaktdaten:

Beitragvon Jandia » 12.07.2013 - 10:45

Littlebarf hat geschrieben:Geht alles, wenn man will.

ich glaub, da liegt das problem. er weiß ja gar nicht, ob er will. und aus dem, was ich hier so lese, kommt bei mir die frage auf, ob er es wirklich versucht, zu wollen oder immer nur ausflüchte und gegenreden sucht.
ich hab damals auch meine wohnung gekündigt, die möbel untergestellt, war arbeitslos (mein freund hat seinen job gekündigt), der ganze papierkram, überall abmelden. wenn man wirklich will, dann geht das, dann hat man auch den ansporn und ein ziel, auf das man draufhin arbeitet. aber wer macht schon gern soviel unangenehmen papierkram für etwas, was man vielleicht gar nicht will? da ists natürlich schwierig, sich aufzuraffen, weils ja bequemer ist, einfach dazubleiben, wo man ist. schade, dass das generell die tendenz der deutschen allgemein ist.

(verzeiht, wenn ich seltsam schreibe, seit der schwangerschaft hab ich wortfindungsschwierigkeiten^^)
Don't dream it. Be it!

Alles neu. Lebenswert.
Benutzeravatar
Chacco
VIP Member
VIP Member
Beiträge: 5823
Registriert: 21.02.2005 - 13:00
Wohnort: Bangkok / Zürich
Kontaktdaten:

Beitragvon Chacco » 12.07.2013 - 11:58

Jandia hat geschrieben:schade, dass das generell die tendenz der deutschen allgemein ist.

In Deutschland wird man leider von klein auf zur Unselbstständigkeit erzogen. Dabei hat man gerade dort kein wirkliches Risiko, im Notfall fängt einen die überdimensionale soziale Hängematte auf.
Littlebarf
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 4
Registriert: 11.07.2013 - 20:08

Beitragvon Littlebarf » 12.07.2013 - 23:02

So ist es bei mir auch, meine Ausbildung hab ich in der Kippe egal was passiert.
Und wenn ich nach 4 monaten wieder in Frnkfurt am Flughafen stehe keinen cent mehr am Ar*** hab und erstmal zu meinen eltern muss, im notfall ist der Sozialstaat Deuschland da wo ich ejtzt schon seit 4 Jahren meine Steuern ertc entirchte und ein Recht auf alles habe was man so benötigt.
Fürmich auch kein Stück asozial da man ja direkt wieder nen job sucht etc wenn man wieder zuhause ist.
Also probierts.
w&t_opa
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 27.06.2013 - 21:01

Beitragvon w&t_opa » 15.07.2013 - 20:49

Jandia hat geschrieben:ich glaub, da liegt das problem. er weiß ja gar nicht, ob er will. und aus dem, was ich hier so lese, kommt bei mir die frage auf, ob er es wirklich versucht, zu wollen oder immer nur ausflüchte und gegenreden sucht.
ich hab damals auch meine wohnung gekündigt, die möbel untergestellt, war arbeitslos (mein freund hat seinen job gekündigt), der ganze papierkram, überall abmelden. wenn man wirklich will, dann geht das, dann hat man auch den ansporn und ein ziel, auf das man draufhin arbeitet. aber wer macht schon gern soviel unangenehmen papierkram für etwas, was man vielleicht gar nicht will? da ists natürlich schwierig, sich aufzuraffen, weils ja bequemer ist, einfach dazubleiben, wo man ist. schade, dass das generell die tendenz der deutschen allgemein ist.


Genau da liegt das Problem...

Mein "Bequemlichkeits-Ich", das sich Jahre lang schön in mir breit gemacht hat, hält mich zurück, jetzt wirklich eine Entscheidung zu treffen. Mein "Abenteuer-Ich" kommt zwar hin und wieder mal durch, aber dann kommt das Bequemlichkeitsich und zerredet bzw. zerdenkt wieder alles und ich bin wieder da, wo ich vorher war...

Fakt ist aber, dass ich mein "Bequemlichkeitsich" sowieso "zähmen" muss, da auch in dem Falle, dass ich nicht nach AU gehen sollte, dies keineswegs so bequem ist, wie es sich (zunächst) anfühlt: Ich muss dann Bewerbungen schreiben ggf. doch umziehen (sehr unbequem...), dann die große Frage, wo ich mich bewerben soll (in meinem alten Job, womit ich irgendwie (zumindest derzeit) "durch" bin?) Und es können auch andere Dinge passieren: Vermieter meldet Eigenbedarf an (am besten einen Tag, nach dem das Visum abgelaufen ist), ich finde keinen Job und bin lange arbeitslos etc.

So ein bisschen hängt die ganze Sache an der Tatsache, dass ich wieder bei meinen Eltern einziehen muss, wenn ich das AU-Projekt in Angriff nehme. Da muss ich mich erst mit anfreunden, um wirklich zu einer Entscheidung zu kommen, die ich jetzt endlich treffen will, weil mich das ganze ziemlich zermürbt.

Aber eines bin ich gerade dabei zu erkennen: Dass ich mein Leben irgendwie "verfehlt" und "verpasst" habe: Alle um mich herum "leben" irgendwie und was mach ich: Hänge alleine zu Hause rum und "eigenbrötle" vor mich hin. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass DAS nicht mein Leben ist.
ika88
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 171
Registriert: 20.06.2009 - 13:58
Wohnort: 81...

Beitragvon ika88 » 15.07.2013 - 21:41

Ich hab die ganze Zeit still mitgelesen, aber jetzt muss ich mal fragen: was ist denn daran so schlimm, für eine absehbar kurze Zeit wieder bei seinen Eltern einzuziehen? Bei dir klingt das ja gerade so, als ob dich das sonstwas für eine Überwindung kostet. Nun weiß ja nicht, wie dein Verhältnis zu deinen Eltern ist, aber das geht mir trotzdem nicht in den Kopf. Ich kann nur sagen: wir sind für die letzten Wochen bei meinen Schwiegereltern eingezogen, und ja, ich lebe auch noch :wink:

Und dass du angeblich dein Leben "verpasst" hast (was heisst das eigentlich?), das kannst du denke ich erst dann sagen, wenn du mit 90 auf dem Sterbebett liegst und alles Revue passieren lässt. Du bist doch noch jung genug, es kann dich keiner daran hindern, dein Leben "umzukrempeln" und einen Neu-Start zu wagen!

Ich wünsche dir viel Kraft zur richtigen Entscheidung, hinter der du auch stehst.
"Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf." "Ja, war geil."
______________________________________
Worldtrip 2013-2015 SEA,NZ,OZ,OA,ME - 555 days of Freedom
Hogan55
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 5
Registriert: 01.12.2012 - 22:27
Wohnort: Bayern

Beitragvon Hogan55 » 15.07.2013 - 22:36

w&t_opa hat geschrieben:Hänge alleine zu Hause rum und "eigenbrötle" vor mich hin. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass DAS nicht mein Leben ist.



Ich kann dich da schon verstehen, sagen wir mal so in meinen Leben gab es Ereignisse die mich in den Letzten Jahren zu einen Stupen Hocker gemacht haben.
Wie schaut es im Moment aus, ich gehe nicht weg und sitze bestimmt den dreiviertel Tag vor den PC und die Restzeit verbringe ich mit meinen Hund, er ist aber auch das einzige was ich noch hab.

War nicht immer so,sondern ein lebensfroher junge wo eigentlich keine Party ausgelassen hat und immer Reisen wollte.

Gut aus bestimmten Gründen bin ich im Moment so wie ich bin,aber wenn ich mir nicht selbst vornehme daran was zu ändern wird es immer so bleiben.

Und diese Erkenntnis hat mich zu den Trip getrieben.
w&t_opa
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 27.06.2013 - 21:01

Beitragvon w&t_opa » 16.07.2013 - 23:04

ika88 hat geschrieben:was ist denn daran so schlimm, für eine absehbar kurze Zeit wieder bei seinen Eltern einzuziehen? Bei dir klingt das ja gerade so, als ob dich das sonstwas für eine Überwindung kostet.


Irgendwie erscheint mir das wie ein Schritt zurück. Und außerdem habe ich die nicht ganz unberechtigte Befürchtung, dass ich dann nach Rückkehr aus AU in Trägheit verfalle und da wohnen bleibe...


ika88 hat geschrieben:Und dass du angeblich dein Leben "verpasst" hast (was heisst das eigentlich?), das kannst du denke ich erst dann sagen, wenn du mit 90 auf dem Sterbebett liegst und alles Revue passieren lässt. Du bist doch noch jung genug, es kann dich keiner daran hindern, dein Leben "umzukrempeln" und einen Neu-Start zu wagen!


"Sein Leben verpasst haben" heißt für mich, nicht man selbst gewesen zu sein, das Gefühl zu haben, ein "falsches" Leben gelebt zu haben. Es heißt nicht, dass man (aus Sicht von anderen) nichts auf die Reihe gebracht hat oder so. Das hat damit nichts oder nur wenig zu tun. Und ja: Genau genommen kann man wenn überhaupt erst in der "finalen" Endabrechnung auf dem Sterbebett Bilanz ziehen (was einem da aber eh egal sein dürfte), ob man sein Leben verpasst hat oder nicht. Und ja, einen Neustart kann man immer wagen. Das versuche ich ja auch jetzt - mit nur begrenztem Erfolgt bislang.


Hogan55 hat geschrieben:Ich kann dich da schon verstehen, sagen wir mal so in meinen Leben gab es Ereignisse die mich in den Letzten Jahren zu einen Stupen Hocker gemacht haben.
Wie schaut es im Moment aus, ich gehe nicht weg und sitze bestimmt den dreiviertel Tag vor den PC und die Restzeit verbringe ich mit meinen Hund, er ist aber auch das einzige was ich noch hab.

War nicht immer so,sondern ein lebensfroher junge wo eigentlich keine Party ausgelassen hat und immer Reisen wollte.

Gut aus bestimmten Gründen bin ich im Moment so wie ich bin,aber wenn ich mir nicht selbst vornehme daran was zu ändern wird es immer so bleiben.

Und diese Erkenntnis hat mich zu den Trip getrieben.


Tja, in meinem Leben gab es in meiner Kindheit/frühen Jugendzeit auch Ereignisse, die mich dazu gezwungen haben, mich sehr zurückzuziehen. Und daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Mir fällt es deshalb sehr schwer, diesen Zustand zu verlassen und mich wieder an andere zu gewöhnen. Ich bin mir sicher, dass ich andere Menschen in meinem Leben - in gewisser Dosis - brauche, aber es fällt mir persönlich sehr schwer, diese alten "eigenbrötlerischen" Verhaltensmuster zu durchbrechen.

Vielleicht läuft das Visum jetzt zu früh aus und zwingt mich zu "irgendeiner" (vielleicht auch unüberlegten) Aktion. Naja. Ist jetzt halt so. Wer weiß, wozu's gut ist.

Auf jeden Fall tendiere ich derzeit zu einer "abgespeckten" Reise, bei der ich die Wohnung nicht aufgebe sondern die Reise von vorneherein auf 2-4 Monate "deckele". Sicher, vielleicht schneide ich mir ins eigene Fleisch, da nun mal das "Gefül der grenzenlosen Freiheit" (ist aber nur ein Gefühl; grenzenlose Freiheit ist sowieso nur eine Illusion), in AU etwas gedämpft wird, da ich die Wohnung noch an der Backe habe. Vielleicht ist es aber so für mich am besten.
Hogan55
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 5
Registriert: 01.12.2012 - 22:27
Wohnort: Bayern

Beitragvon Hogan55 » 16.07.2013 - 23:37

Also ich gehe ja nicht für ein Jahr runter sondern erstmal für 2 Monate.

Aber ich nimm mir fest vor, wenn´s mir gefällt das ich nächstes Jahr ist dann auch meine Letzte Chance auf ein WHV runter gehe.

Der Grund Gedanke ist aber erstmal nach soviel Daheim rumsitzen ob ich das überhaupt ertrage, jeden Tag mit Leuten die man ja fast nicht kennt. Oder besser gesagt noch nicht. :grins:

Aber wie gesagt wenn nicht jetzt wann dann :grins:

Was mir im Moment am meisten sorgen macht sind die englisch Kenntnisse und ich fliege Morgen :shock:

Aber mit den Gedanken das es Leute gibt die überhaupt nie englisch gehabt haben, oder noch nie gehört mach ich mir Mut das es klappt :grins:

Wenn du willst ich bin von 17.7 bis 21.9 unten, solltest du doch noch in dieser Zeit fliegen schreib mir einfach eine PM ich schau ab und zu mal rein.

Vielleicht hilft es dir eine Entscheidung zu treffen wenn du weißt du bist nicht alleine.

Und ich sag mal so wenn du nicht fliegen wolltest wärst du nicht hier in diesen Forum, also gib dir einen ruck des wird schon :wink:
w&t_opa
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 27.06.2013 - 21:01

Beitragvon w&t_opa » 01.08.2013 - 21:56

Vielleicht an dieser Stelle ein kurzes "Status-Update":

Nach langem Hin- und Her werde ich es nun definitiv versuchen und fliege am 13.08. nach Australien.

Ein mulmiges Gefühl ist schon dabei und es ist bis dahin noch einiges zu tun (Umzug, die letzten Arbeitstage,...).

Aber ich denke, dass die Entscheidung trotzdem richtig ist. Irgendwie geht es mir derzeit deutlich besser (auch mein
Beruf macht zumindest halbwegs wieder etwas Spaß), teilweise wird mir auch klar, dass ich einiges (auch Liebgewonnenes)
hier (vorerst) aufgebe.
Aber: Es gibt kein Zurück mehr... Außerdem steht es mir ja frei, nach Rückkehr aus AU wieder hierhin
zu ziehen - theoretisch zumindest.

Man wird sehen.
Kakteen
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 184
Registriert: 07.09.2012 - 11:48

Beitragvon Kakteen » 02.08.2013 - 10:56

Ein dreifaches Hurra!

Du wirst schon sehen, Australien hilft.
Bei fast allem.
Man wird sozialer, schafft es leichter, seinen inneren Schweinehund zu überwinden, wird entscheidungsfreudiger, Allergien verschwinden...
:D
Jandia
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 286
Registriert: 29.07.2010 - 17:16
Wohnort: M-V
Kontaktdaten:

Beitragvon Jandia » 02.08.2013 - 13:38

freut mich, dass du dich so entschieden hast :)
und mach dir bloß keinen druck, wenn du da bist. die australier sind selbst sehr lazy und lassen alles ganz locker angehen. lass dich von dieser mentalität anstecken ;)
Don't dream it. Be it!



Alles neu. Lebenswert.
Gfaller
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 1
Registriert: 03.11.2013 - 19:18

Beitragvon Gfaller » 03.11.2013 - 19:25

Hei!

mich würde doch mal interessieren wie es dir im Moment geht bzw. bisher ergangen ist bei deinem Aussie Abendteuer... Bin in einer ähnlichen Situation und heute Abend auf die Work and Travel Idee gestossen... Habe nach meinem Studium ein Praktikum gemacht, das Ende des Jahres ausläuft. Habe nun ein Jobangebot (andere Firma) erhalten, wobei ich mir total unsicher bin ob ich dies überhaupt machen will und was ich überhaupt machen will. Nachdem ich durch längere Aufenthalte (USA/SWE) auch das Reisen lieben gelernt habe, komme ich in Deutschland nicht so recht zurecht... Es zieht mich immer weg und mein Alltag ist leider eher zäh und mir fehlt einfach die Würze... Nun überlege ich einfach abzuhauen und zu schauen was passiert... Im Moment habe ich keinerlei Dinge die mich blockieren, keine Beziehnung Wohnung etc... Habe einen guten Studienabschluss in der Tasche und irgendwie das Gefühl hier in D werde ich nicht so recht glücklich....

Wäre schön wenn du kurz beschreibst wie es dir geht!

Viele Grüße

Björn
Jandia
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 286
Registriert: 29.07.2010 - 17:16
Wohnort: M-V
Kontaktdaten:

Beitragvon Jandia » 04.11.2013 - 16:59

hey björn, das klingt doch super! nix wie los! :D

mich würde ein update vom opa auch interessieren ;)
Don't dream it. Be it!



Alles neu. Lebenswert.
wsimba
neues Mitglied
neues Mitglied
Beiträge: 1
Registriert: 07.01.2014 - 16:28

Beitragvon wsimba » 07.01.2014 - 17:38

hi opa

wie geht es dir ???gibts neuigkeiten ? auch ich ( 30) fast oma ;)) überlege nach australien zu reisen.

berichte mal

lieben gruss
equinox
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 33
Registriert: 19.12.2015 - 01:44

Beitragvon equinox » 07.06.2016 - 02:26

Tu es!...... Was ist denn "ein Jahr" angesichts deines Lebenslaufes und deiner Lebenserwartung von statistisch geschätzten 76 Jahren!

Was verpasst du, was vermisst du, wenn du es tust?
Und was verpasst du, was vermisst du, wenn du es nicht tust?

Die "Bilanz" ist abhängig von den Prioritäten und deren Gewichtung, die du selbst erstellst.

WAS ist DIR wichtig?
Entscheide und handele.
Lieben, Leben, Lachen... veni vidi vici!

Zurück zu „"Kummerkasten" & "Seelendoktor"“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste