4 Tage Red Center - Tipps benötigt

Fragen zur Routenplanung durch das Land für "Kurzreisen" oder mehrere Monate (ohne Arbeitssuche) sowie Reisen mit Kindern.

Moderator: Nici

Meyer_Family
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4 Tage Red Center - Tipps benötigt

Beitragvon Meyer_Family » 23.01.2016 - 15:56

Hallo,
für uns geht es jetzt auch das erste Mal nach Australien. Alle Flüge sind gebucht, Mietwagen ebenfalls erledigt.
Jetzt geht es um die Detailplanung. Besonders das Red Center habe ich noch nicht so ganz.
Ankunft: Ayers Rock Flughafen 13:30
Abflug: Alice Springs um 12:30 4 Tage später.

Geplant: 2 Übernachtungen Ayers Rock, 1 Ü Kings Canyon, 1 Ü Alice Springs.
Wir haben einen AWD mit dem wir den Trail von Kings Canyon nach Alice Springs oben rum fahren dürfen.

Frage zu 1.5 Tage Ayers Rock/Olgas. Kann man/sollte man die Olgas am ersten (halben Tag) machen, Ankunft Olgas gegen 16:00 Uhr, lohnt sich das?
Dann den ganzen vollen Tag am Ayers Rock?
Oder lieber am Nachmittag Ayers Rock, den nächsten Tag (nach AR Sonnenaufgang) zu den Olgas, nachmittags zurück zum Ayers Rock?
Ich weiß halt nicht, wie lange man mindestens bei den Olgas rechnen muss.

Danke schonmal für Eure Tipps.

Grüße,
Christian
Carpool Guy
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Beitragvon Carpool Guy » 24.01.2016 - 22:33

Bitte bedenke dass die Olgas und wanderwege dort um 16Uhr am heissestens sein werden, nachdem sie den ganzen tag sonne abbekommen haben.
Der offizielle parkfuehrer raet ausdruecklich davon ab, am nachmittag dort zu wandern (seite 35) und weisst darauf hin, dass die temperaturen in der sonne nochmal 15 Grad ueber den gemeldetetn temperaturen liegen koennten!

Einen vollen tag am ayers rock? Also ich hatte das gefuehl, schon nach 15 minuten alles gesehen zu haben. Gibt zwar dort noch ein paar tafeln ueber geschichte und geologie und so, aber einen vollen tag brauchst du dafuer nicht, 2h sind wahrscheinlich genug...

Profitip: unbedingt fuer jeden ein fliegennetz im compingshop in Alice Springs oder Adelaide kaufen, die viecher sind ueberall sobald du aus dem auto steigst.
Zuletzt geändert von Carpool Guy am 25.01.2016 - 02:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Limestone
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Beitragvon Limestone » 25.01.2016 - 00:46

Falls ihr an den Olgas nicht wandern wollt, könnt ihr da auch noch um 16 Uhr hin um sich das ganze kurz anzuschauen und Fotos zu machen. So habe ich es auch gemacht um eben diese Uhrzeit. Mehr als das war dann aber tatsächlich nicht drinnen.
Danach kurz im Resort erfrischen und dann ab zum Sonnenuntergang. So ist dann der erste Tag auch gut gefüllt.
Wie von Carpool Guy gesagt kommen zu der extremen Hitze noch die ganzen Fliegen, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte, da sie einem wirklich die letzten Nerven und Kräfte rauben können, wenn man ohne Fliegennetz unterwegs ist.
Meyer_Family
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Beitragvon Meyer_Family » 05.02.2016 - 18:45

Sorry, dass ich mich erst so spät wieder melde.
Vielen Dank für die Hinweise besonders hinsichtlich der Fliegen - daran hätten wir bestimmt nicht gedacht. Wir werden uns Moskitonetze im Internet bestellen.
Auch der Hinweis mit der Hitze und der Link sind sehr wertvoll.
Wir fahren im (australischen) Winter (hatte ich vergessen zu schreiben) - vielleicht ist es ja dann nicht so heiß?
Geplant ist jetzt: am Nachmittag vom Resort zum Ayers Rock - Sonnenuntergang, nächster Tag AR Sonnenaufgang, danach irgendwann zu den Olgas, je nach Hitze Spazierengehen, Sonnenuntergang an den Olgas, dann zurück zum Resort.

Zum Ayers Rock habe ich noch eine Frage: sollte man auf den Rock raufsteigen? Ich weiß, dass die Ur-Einwohner das nicht toll finden, aber wohl noch erlauben.
Aber: lohnt sich dass? Ist es super anstrengend?
Wie ist Eure Meinung dazu?
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Beitragvon Limestone » 10.02.2016 - 23:25

Würde da nicht raufklettern. Erstens aus Respekt den Aborigines gegenüber und zweitens lohnt es sich meiner Meinung nach einfach nicht. In der Gegend ist alles so flach, da hat man wahrscheinlich eine ähnliche Aussicht, wenn man sich einfach aufs Dach vom Auto stellt.
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Beitragvon Garfield86 » 12.02.2016 - 02:56

Sehe ich auch so!
Ich würde nicht darauf klettern...Nicht wegen dem Respekt, sondern da die Aussicht vermutlich auch nicht wirklich besser ist und sich dann noch dort unbeliebt zu machen würde ich sein lassen ;)
Und um gottes Willen...Deckt euch gut mit Fliegenschutz und Insektenschutzspray ein. Die Mistviecher fressen dich hier bei lebendigem Leib. Man glaubt es nicht, wenn man es nicht wirklich erlebt hat!
Tatsächlich sind die Viecher hier mit das lästigste in Australien...Ich genieße hier fast alles nur noch aus dem 4x4 heraus. Sobald Du nämlich die Tür öffnest (ziemlich egal wo Du bist) kommen sie in Scharen!!!
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Beitragvon Carpool Guy » 12.02.2016 - 04:07

Garfield86 hat geschrieben:Nicht wegen dem Respekt, sondern da die Aussicht vermutlich auch nicht wirklich besser ist und sich dann noch dort unbeliebt zu machen würde ich sein lassen ;)

Geht wohl eher um die gefuehrten und kostenpflichtigen klettertouren, die es schon eine ganze weile dort gibt - und nicht darum, auf eignene faust mit seil und kletterhacken den berg zu bezwingen ... schaetz ich mal.
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Beitragvon equinox » 05.03.2016 - 00:58

Das Einzige, was man nicht sieht, wenn man den Uluru besteigt, ist der Uluru.
Ansonsten sieht man in der Gegend und in der endlosen Weite.... nichts.
Nichts, außer endlose Weite.

Wer natürlich das absolute Nichts auch noch aus einer exponierten Lage und aus einer besonderen Perspektive sehen will, der klettere auf den Uluru.
Haben die Aborigines wahrscheinlich auch getan.
Wahrscheinlich soll es daher auch kein anderer tun.
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Beitragvon carinainaustralien » 16.03.2016 - 03:41

Vielleicht kann man sich auch allmählich mal angewöhnen den Berg bei seinem eigentlichen Namen zu nennen und nicht ayers rock. Das ist ebenso eine Frage des Respekts wie das man ihm aus Respekt den Aborigines gegenüber nicht besteigt! Egal ob man von oben aus mehr sieht oder nicht.
Nur weil der Australier an sich den Aborigines wenig bis keinen Respekt zollt muß man das nicht auch übernehmen, oder?
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Beitragvon Carpool Guy » 16.03.2016 - 23:53

carinainaustralien hat geschrieben:Vielleicht kann man sich auch allmählich mal angewöhnen den Berg bei seinem eigentlichen Namen zu nennen und nicht ayers rock. Das ist ebenso eine Frage des Respekts wie das man ihm aus Respekt den Aborigines gegenüber nicht besteigt! Egal ob man von oben aus mehr sieht oder nicht.
Nur weil der Australier an sich den Aborigines wenig bis keinen Respekt zollt muß man das nicht auch übernehmen, oder?


Stimmt genau! Die Aborigines stoehren sich alle daran wie touristen einen huegel in der wueste bezeichnen - und nicht etwa daran dass sie in der australischen gesellschaft unterrepraesentiert sind, ihre gesundheitsversorgung schlecht ist und sie mit alkoholproblemen, kriminalitaet und arbeitslosigkeit zu kaempfen haben! :roll:
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Beitragvon Meyer_Family » 20.03.2016 - 09:54

Ich denke ich habe jetzt genügend Informationen zu meiner Frage bekommen - vielen Dank an alle.
Schade, dass das dann immer schnell in so ethische Fragen und Glaubensfragen wegdriftet.
Nur weil ich den Uluru noch als Ayers Rock bezeichne, heißt das gleich, dass ich die Religion anderer nicht respektiere? Ich fliege zum Uluru Airport und der hat die Bezeichnung (AYQ) und nicht (ULU) oder ähnliches. Dürfte man eigentlich gar nicht hinfliegen.
Eine Austalienreise ist mit den Ressourcenverbrauch an Kerosin eigentlich ohnehin nicht tragbar - aus ethischen Gründen ein 'no go'.
Trotzdem möchte ich Australien einmal sehen, ohne mich selbst als Umweltzerstörer zu bezeichnen oder als einer, der andere Glaubensrichtungen nicht akzeptiert.
Übrigens darf man auch nicht mehr Indianer sagen, oder was gar nicht geht "Merry Christmas" - da verletzt man Menschen mit, die einen anderen Glauben.
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Beitragvon equinox » 07.06.2016 - 02:58

Na ja, ganz so drastisch würde ich es jetzt nicht so sehen.
Klar, der Flug an sich ist angesichts des Treibstoffverbrauchs des Fliegers eine Umweltsünde.... aber die teilst du dir ja glücklicherweise mit den geschätzten 240 anderen Flugpassagieren.
Ansonsten verdient der australische Staat und die örtliche Hospitality nicht schlecht an den Myriaden von Touristen und Backpackern, die jedes Jahr Down Under bereisen.
Die Aborigenes haben darüber hinaus auch den Vorteil, orgsnisierte, geführte Touren (insbesondere die Besteigung des Ulurus) anbieten zu können und gleichzeitig auf ihr kulturelles Erbe hinweisen zu können.
Das australische kulturelle Erbe tendiert dahingehend eher gen Null. Also im Grunde, keine Reise wert. :twisted:
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Beitragvon Carpool Guy » 08.06.2016 - 02:19

equinox hat geschrieben:Die Aborigenes haben darüber hinaus auch den Vorteil, orgsnisierte, geführte Touren (insbesondere die Besteigung des Ulurus) anbieten zu können

Hm ich glaube DAS bieten die aborigenes gerade nicht an ....
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Beitragvon equinox » 18.06.2016 - 22:49

Carpool Guy hat geschrieben:
equinox hat geschrieben:Die Aborigenes haben darüber hinaus auch den Vorteil, orgsnisierte, geführte Touren (insbesondere die Besteigung des Ulurus) anbieten zu können


Hm ich glaube DAS bieten die aborigenes gerade nicht an ....


Da magst du Recht haben, aber die Aborigenes 'dulden lautlos' den Aufstieg auf den Uluru, und es trifft immer noch zu: "Wer schweigt, stimmt zu."

Insofern wissen die Aborigenes ganz genau, dass sie den Uluru nicht einerseits zum "Touristenmagneten" freigeben können (und daran auch kräftig mitverdienen können), ohne nicht auch gleichzeitig und zähneknirschend in Kauf nehmen zu müssen, dass es explorationswütige Traveller gibt, die die exponierte "Aussichtsplattform" erklimmen wollen...

"Willkommen im Kapitalismus!" ... bei gleichzeitigem Untergang tradierter "Werte".

Kommt einem irgendwie bekannt vor, 'gell? :-)
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Beitragvon Nici » 24.06.2016 - 12:42

Da magst du Recht haben, aber die Aborigenes 'dulden lautlos' den Aufstieg auf den Uluru, und es trifft immer noch zu: "Wer schweigt, stimmt zu."


Ganz so einfach ist es nicht, equinox, denn die Aborinials haben ihr Land nur unter der Auflage zurück bekommen, dass Touristen weiterhin den Uluru besteigen dürfen. Die australische Regierung hatte nämlich Angst, dass ihnen dann die Touris ausbleiben. Die Aboriginals hatten also nur die Wahl zwischen "kein Land, aber Touristen auf dem Uluru" oder " Land zurück, aber trotzdem Touristen auf dem Uluru". Wenn es nach den Aboriginals gehen würde, dürfte da keiner hoch, aber diese Entscheidungsmöglichkeiten haben sie gar nicht.

"Wer schweigt, stimmt zu" stimmt hier also nicht ganz, denn eigentlich wird ihnen der Mund von der Regierung zugehalten :!:
Liebe Grüße,
Nici vom Reisebine-Team
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Beitragvon Chacco » 25.06.2016 - 13:41

equinox hat geschrieben: "Wer schweigt, stimmt zu."

Selten so einen Schwachsinn gelesen...kann nur von jemandem kommen, der in einem Land wie dem jetzigen Deutschland aufgewachsen ist.

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