Krankenversicherung zwischen zwei Auslandsaufenthalten

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Krankenversicherung zwischen zwei Auslandsaufenthalten

Beitragvon SusiS » 16.09.2014 - 06:06

Hallo liebes Forum,

ich habe eine eher spezielle Frage bzgl. KV und Auslandsaufenthalten und habe dazu bisher leider nichts gefunden.

Ich bin zur Zeit für einen Work & Travel Aufenthalt im Ausland (nicht Australien) und werde - mit zweimonatigem Zwischenstopp in Deutschland - für ein Studium mit einem Studentenvisum nach Australien ziehen (für mindestens 2 Jahre, mit Option auf PhD, also vielleicht auch noch länger).

Meine deutsche Krankenversicherung habe ich "pausiert" (so hat es die KV selbst bezeichnet). Jetzt frage ich mich, wie ich mich für die 2 Monate, die ich in D verbringen werde, versichern soll. Ich werde für diese 2 Monate noch einen Hauptwohnsitz in D haben, mich danach aber ganz abmelden. Ich habe gelesen, dass die KV mich nicht wieder in die gesetzliche Versicherung aufnehmen muss, wenn ich zuletzt unter 4 Monaten versichert war. Das wäre dann nach meiner Rückkehr aus Australien der Fall.

Meine Fragen sind also:
1. Hat jmd schon mal von dieser 4-Monatsregel gehört?
2. Wo kann ich mich für nur 2 Monate versichern? Nimmt mich meine alte KV wieder auf oder sagen die, dass ich ja das ganze Jahr nicht eingezahlt habe und darum eine Aufnahme für nur 2 Monate nicht möglich ist? Verschweigen und dann einfach nach 2 Monaten wieder kündigen will ich eigentlich auch nicht. Zumindest nicht, ohne mich nicht vorher über die Konsequenzen informiert zu haben.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte. Vielleicht war ja schon mal jmd in einer ähnlichen Situation?

Danke und viele Grüße! :smile: :smile:
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Beitragvon Wastl » 16.09.2014 - 10:14

SusiS hat geschrieben:1. Hat jmd schon mal von dieser 4-Monatsregel gehört?

Nach dem Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der GKV von 2007 ist die GKV, in der du versichert warst eigentlich verpflichtet, dich wieder aufzunehmen. Von einer 4-Monatsregel habe ich in dem Zusammenhang noch nichts gehört.
:arrow: http://www.bmg.bund.de/krankenversicherung/versicherte/nach-auslandsrueckkehr.html

SusiS hat geschrieben:2. Wo kann ich mich für nur 2 Monate versichern? Nimmt mich meine alte KV wieder auf oder sagen die, dass ich ja das ganze Jahr nicht eingezahlt habe und darum eine Aufnahme für nur 2 Monate nicht möglich ist? Verschweigen und dann einfach nach 2 Monaten wieder kündigen will ich eigentlich auch nicht. Zumindest nicht, ohne mich nicht vorher über die Konsequenzen informiert zu haben.

Wie bereits oben beschrieben. Die GKV muss dich laut Gesetz eigentlich wieder aufnehmen. Auch wenn es nur für 2 Monate ist.
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Beitragvon SusiS » 16.09.2014 - 10:22

Danke für die schnelle Antwort!

Ich bin nur verwundert: Ich habe dann ja letztendlich ein Jahr nichts eingezahlt und bekommen dann alle Leistungen der KV in den zwei Monaten. Wundert mich, dass sich das dann für die rechnet.
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Beitragvon Wastl » 16.09.2014 - 11:51

Naja, Mitgliedschaft bei einer GKV sagt natürlich nichts über die Beiträge aus. Die GKV ist verpflichtet dich wieder als Mitglied aufzunehmen, aber natürlich musst du dafür auch wie jeder andere Beiträge zahlen. Wenn du arbeitest, werden die Beiträge direkt von deinem Lohn abgezogen (Sozialversicherungsbeiträge). Wenn du ALG I oder II beziehst, dann übernimmt das Arbeitsamt die Beitragszahlung. In allen anderen Fällen musst du dich freiwillig bei der GKV versichern lassen und dein Beitrag wird anhand deines monatlichen Gesamteinkommens berechnet (hast du kein Einkommen, wird ein fiktives minimales Einkommen als Grundlage genommen).

Also nochmal zusammengefasst: Die GKV muss dich laut Gesetz wieder als Mitglied aufnehmen. In welcher Form der Beitrag dann jedoch geleistet wird, liegt in deiner Entscheidung und Verantwortung.
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Beitragvon Wastl » 16.09.2014 - 12:04

SusiS hat geschrieben:Ich bin nur verwundert: Ich habe dann ja letztendlich ein Jahr nichts eingezahlt und bekommen dann alle Leistungen der KV in den zwei Monaten. Wundert mich, dass sich das dann für die rechnet.

GKVen sind im weitesten Sinne keine gewinnorientierten Unternehmen. Die GKVen verwalten sich selbst und bekommen ihr Geld durch den Gesundheitsfond und den Risikostrukturausgleich quasi vom Staat. Falls deine Behandlung mehr kostet als deine Beiträge sind, dann wird das quasi mehr oder weniger von anderen Steuerzahlern übernommen. So ist das deutsche System halt. Alle sind abgesichert, auch wenn da in der Öffentlichkeit häufig drüber geschimpft wird.
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Beitragvon SusiS » 16.09.2014 - 12:29

Alles klar. Vielen Dank!

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