Wer hat schonmal bei einem Weingut in Australien gearbeitet?

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Moderator: Yassakka

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riedi
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Wer hat schonmal bei einem Weingut in Australien gearbeitet?

Beitrag von riedi » 22.02.2011 - 13:56

Hallo zusammen!
Ich hab vor ab September für mindestens 6 Monate Work & Travel in Australien zu machen. Das man bei den Jobs dort nicht wählerisch sein kann ist mir klar! Dennoch würde ich am liebsten zumindest eine Zeit lang im Weinbau dort arbeiten. Darum meine Frage an Euch:
Wer hat schonmal bei einem australischen Weingut gearbeitet, was musstet ihr machen, wie hats Euch gefallen? Und vorallem wo genau war das?
Bin auf Eure Erfahrungen gespannt!
Danke schonmal für Eure Antworten :)

Viele Grüße
Matthias
lovely-oz
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Beitrag von lovely-oz » 22.02.2011 - 19:39

Hi Matthias,

wir Fliegen auch im September nach Australien und werden uns auch einen Job ein einem Vineyard suchen, da wir auch in DE damit erfahrungen gemacht haben. :D

Wir werden erst ca. 1 Woche in Melbourne verbringen und uns dann aufmachen nach Margaret River (WA). Dort gibt es viele Weinanbaugebiete und sicher auch einen Job.

Laut unseren Nachforschungen, unterscheiden sich die Arbeiten nicht zu DE, beschneiden, unterstecken und den Wein Lesen. :razz:

Wann genau startest du denn?

Grüße
lovely-oz
TheGerasim
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Beitrag von TheGerasim » 22.02.2011 - 20:03

ich fahre in paar wochen nach australien,starte auch in melbourne,wann sind eigentlich die zeiten wenn man hinsollte oder gibt es dort immer arbeit(wenn nicht auf den weingut dann vielleich einfach helfen vorzubereiten oder sonst was????
lovely-oz
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Beitrag von lovely-oz » 22.02.2011 - 20:16

Hi.....

ich denke mal das es immer was zu schaffen gibt. Wenn du bald startest, such dir doch mal 1-2 Yards aus und schreibe sie an.

Kann ja nicht schaden zu Fragen ob dann oder dann evtl. schon was zu tun ist. :smile:

Grüße
lovely-oz
turin
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Beitrag von turin » 23.02.2011 - 02:41

Wer hat schonmal bei einem australischen Weingut gearbeitet, was musstet ihr machen, wie hats Euch gefallen? Und vorallem wo genau war das?
Frankland River Vineyards. Arbeit war Spotting und Chaser Bin-Fahrer waehrend der Ernte, dazu alles andere, was an Wartungsarbeiten anfiel (Maschinen saeubern, Haeuser streichen, Graeben ausheben, Bewaesserung instandhalten, diverse Pflegemassnahmen im Stock).

Es gibt gehoerige Unterschiede zwischen den einzelnen Anbaugebieten, je nach Groesse und nach Produkt, also Wein oder Speisetrauben. Das, zusammen mit der Jahreszeit definiert die anfallende Arbeit.

Zu romantische Vorstellungen sollte man sich nicht machen. Auch aufgrund der klimatischen Bedingungen ist das harte Arbeit. Erfahrungen aus dem Weinanbau in Deutschland kann man als Vorteil vernachlaessigen.
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Beitrag von lovely-oz » 23.02.2011 - 07:45

 
Auf jedenfall ist es harte Arbeit, dass ist sie auch in Deutschland wenn es nicht heiß ist. ;)
Ich denke dass jede Erfahrung einem hilft, auch auf einen anderen Kontinent.
 
Klimatische Bedingungen machen dies sicher nicht einfacher, daher sollte niemand zum Weinanbau gehen und einen easy Job erwaten.
 
Grüße  :)
 
 
riedi
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Beitrag von riedi » 23.02.2011 - 08:25

Hi, danke schonmal für Eure Antworten!
Das die Arbeit nicht locker ist denke ich mir, da wir im Nebenerwerb selbst Weinbau betreiben und das auch hier in D keine einfache Arbeit ist. Aber es macht Spaß :)

@lovely-oz: Also ich hab noch nichts gebucht und weiß daher kein genaues Startdatum. Wird aber voraussichtlich die zweite Septemberwoche werden.
Startpunkt hab ich mir auch Melbourne überlegt bisher. Ist aber noch nicht fest.
Du fliegst also mit mehreren Leuten so wie es sich anhört? Wann startet Ihr genau?

Grüße!
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Beitrag von lovely-oz » 23.02.2011 - 12:54

he ho.....
 
wir sind zu zweit und FLiegen die letzte September Woche mit Etihad. (Also keine Agentur) :)
 
Haben auch schon das erste Hostel ausgesucht, wo wir die erste Woche bleiben werden.
Mal schauen was dann kommt, wie gesagt der Plan ist dann Richtung Westen zu fahren.
 
Aber manchmal kommt ja alles ganz anders. :P
 
Vielleicht sieht man sich ja mal dort?
 
Grüße
lovely-oz
 
Martin
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Beitrag von Martin » 23.02.2011 - 16:54

Ich habs mal in der Nähe von Adelaide gemacht und ich würds nicht mehr machen. Geld hat gepasst, aber die Traktoren hatten keine Kabine und da wurde es während der überwiegenden Nacharbeit doch schon ganz schön kalt (>10°) und das im März. Die Arbeit auf dem Harvester (Maschine justieren etc.) fand ich mal richtig zum k****<i>(unschönes Wort)</i>, weil da musste man für sein Geld sogar noch laufen und die Leiter hoch und runter :lol: Die Harvesterdriver und Forkliftjobs find ich ok. LKW Fahrerjobs sind auch schlecht, da der Saft überall hinspritzt und man für Unfälle haftbar gemacht werden kann :???: Außerdem geht ja jede Ladung praktisch wo anders hin :cry:
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Beitrag von jacaranda » 02.03.2011 - 10:43

Ich habe kuerzlich 6 Wochen auf einem Weingut in Canberra gearbeitet.

Unsere Jobs u.a.: Grape Thinning (einen Teil der unreifen, nicht benoetigten Trauben abschneiden), Draehte spannen, Netze spannen und reparieren, Weinkartons etikettieren, bei der Abfuellung helfen...

Bezahlung: 20 Dollar die Stunde + Superannuation

Wir konnten waehrend der gesamten Zeit umsonst auf dem Grundstueck campen und haben dadurch eine Menge Geld gespart.

Ab Maerz geht in dieser Region uebrigens irgendwann die Ernte los und es gibt dort eine ganze Reihe von Weinguetern.

LG
Zuletzt geändert von jacaranda am 17.03.2011 - 05:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von riedi » 02.03.2011 - 11:22

Aso, das hört sich doch cool an. Genau sowas versuche ich auch zu finden.
Ist das ein eher kleineres Weingut gewesen, oder was größeres, wo man sich auch die Homepage im Internet anschauen kann?

Region Canberra ist also ganz gut dafür?
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Beitrag von jacaranda » 02.03.2011 - 22:40

Es war ein eher kleines Weingut (9 Hektar).

Ob Canberra "besser" als andere Regionen ist, kann ich nicht sagen. Haengt wahrscheinlich von der Zeit, in der man sucht, ab. Dafuer kenne ich mich mit den anderen Anbauregionen auch nicht gut genug aus.

Wir haben von Anfang Januar bis Mitte Februar gearbeitet, d.h. VOR der Ernte. Viele Weingueter die wir zuvor angerufen hatten, haben aber gesagt dass sie erst zur Erntesaison Leute brauchen.

Ich kann nur sagen: Nicht entmutigen lassen, wenn 10 Anrufe ohne Ergebnis verlaufen. Bei uns hat es dann beim 11. geklappt :wink:
TheGerasim
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Beitrag von TheGerasim » 06.03.2011 - 22:10

Muss mann eigentlich vorher ein Farmtraining machen?habe schon oft davon gehört das mann vorher für geld ein training machen MUSS bevor mann auf einen weingut arbeiten kann.
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Beitrag von Martin » 06.03.2011 - 22:46

TheGerasim hat geschrieben:habe schon oft davon gehört das mann vorher für geld ein training machen MUSS bevor mann auf einen weingut arbeiten kann.
Hast du das zufällig von Leuten gehört, die mit dem Training Geld verdienen?
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Beitrag von TheGerasim » 07.03.2011 - 11:05

nein,es war ein freund der auf einer winnery oder so gearbeitet hat und bevor er dort angefangen hat musste er so ein sicherheitstraining machen für 400 dollar.hatte dannach aber um die 700 dollar die woche verdient.
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Beitrag von Martin » 07.03.2011 - 11:53

400? -lol
Und was hatte er danach in der Hand? Ich hoffe mal etwas national anerkanntes, wobei mir da jetzt speziell keine Card einfallen würde. In dem Fall wär das für mich auch Abzocke. 700 die Woche ist ja auch nicht so der Hit. Ich hab immer alle Sicherheitsgeschichten direkt vor Ort erzählt bekommen und selbstverständlich kostenlos.
turin
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Beitrag von turin » 07.03.2011 - 13:39

700 netto fuer einen Backpacker mit 30% ist ganz ok. Sowieso eine Frage, wieviele Stunden der gefahren hat bzw welchen Stundenlohn.

Und nein, man muss kein Training haben. Es wird alles auf dem Weingut gelernt. Und normalerweise in einer Art, fuer die ich bestimmt kein Geld zahlen wuerde. Meine Einfuehrung auf Traktor und Trailer war in einer Stunde erledigt, danach ging es in die Ernte. Als Harvester-Spotter geht es noch fixer.
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Beitrag von Martin » 08.03.2011 - 16:05

Butto oder Netto steht ja nicht mit dabei und ob er den vollen Steuersatz abgezogen bekommen hat auch nicht. Falls es doch nur brutto war, würde ich mich dabei noch mehr betrogen fühlen :???:
turin
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Beitrag von turin » 09.03.2011 - 05:09

Butto oder Netto steht ja nicht mit dabei und ob er den vollen Steuersatz abgezogen bekommen hat auch nicht.
Joa, deswegen hab ich die nicht gerade unnormalen Bedingungen hingeschrieben, unter denen das durchaus ein akzeptabler Lohn ist. Zumal Backpacker normalerweise das nennen, was sie auf der Hand haben und nicht den Brutto-Lohn, der in Zeile 7B steht.

Waehrend du halt mal auf die Schnelle rausrotzt, dass es zu wenig ist. Ist eben ziemlich irrefuehrend, nix fuer ungut.
Martin
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Beitrag von Martin » 09.03.2011 - 10:40

turin hat geschrieben:du halt mal auf die Schnelle rausrotzt, dass es zu wenig ist. Ist eben ziemlich irrefuehrend, nix fuer ungut.
Jeder hat da andere Vorstellungen. Außerdem hatte ich es nicht generell gemeint, sondern im Bezug auf diesen überteuerten Kurs. Für ein $400 Ticket sollte man ja später besser verdienen können, als andere. Oder nicht? Hätte er die Kohle lieber in nen Staplerschein investiert, hätte er auch nach der crushing season noch was davon gehabt und wohl auch mehr als $700 verdient. So bleibt einem wenn überhaupt ein Zertifikat, das man sich auf dem dunny aufhängen kann. Von daher ist es imho zu wenig.
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