Jobprobleme in Australien

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Moderator: Yassakka

Wastl
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Wastl » 04.08.2014 - 15:52

Romana hat geschrieben:Also sollte man als ausländischer Backpacker nicht allzu hohe Erwartungen hinsichtlich der Stundenlöhne haben. $10 pro Stunde und weniger sind durchaus gängige Löhne.
Also ich weiß nicht, was du für Erfahrungen gemacht hast, aber dass ich in Australien nicht mehr für 10$/Stunde arbeiten gehen muss und will, war mir schon nach den ersten 10 Wochen klar. Ganz ehrlich, 10$/Stunde ist mit Sicherheit kein gängiger Lohn in Australien. Wenn jemand für solch einen Stundenlohn länger irgendwo arbeitet, ist er selbst Schuld. Da gibt es genügend andere lukrative Jobs.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Kiggie » 10.08.2014 - 16:06

Martin hat geschrieben:Also man muss schon sehr idealistisch eingestellt oder auch einfach nur verzweifelt sein, wenn man sich für wwoofing entscheidet.
Nicht jeder geht nach Australien, nur um Geld zu verdienen.
Ich will neue/andere Erfahrungen machen und da freue ich mich in einem familiären Umfeld zu leben um so etwas mitzubekommen. Das hat dann nichts mit verzweifelt zu tun.
Ich mache gemütlich meine Arbeit, bin integriert in das australische Leben und gehe am Ende mit kleinem Plus raus.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von SionSono » 10.09.2014 - 16:53

Nach einer Weile in Perth kann ich sagen, dass ich hier niemanden getroffen habe, der nicht irgendwie an einen Job gekommen ist, wenn man sich nicht komplett dämlich anstellt, oder extrem faul ist.

Zum Thema 10 Dollar die Stunde sei normal:
Für 10 Dollar arbeiten hier nicht mal die "Illegalen" aus Taiwan... Also völlig indiskutabler Unsinn, was da geschrieben wurde.

Und McDonalds stellt Minderjährige ein, um den Mindestlohn zu drücken, was ein anderes Thema ist.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Romana » 11.09.2014 - 00:16

Lieber SionSono, ich weiß ja nicht, welche Art von Ausbildung du hast und welche Arten von Arbeitstätigkeiten du hier ausführst, aber wenn wir von Tagelöhnerarbeit in der Landwirtschaft oder den "odd jobs" wie Werbezettel verteilen oder beim Hausputz oder Umzug mithelfen oder Gartenarbeiten verrichten oder Hunde ausführen oder auf ein Kind aufpassen oder Haustiere füttern oder einen Marktstand betreuen sprechen (nur um einige der Arbeiten zu nennen, die ich schon selbst für $10/h an Backpacker vergeben habe), da kann sich kaum einer meiner Freunde und Bekannten leisten, mehr als $10 pro Stunde zu zahlen. Und wer die $10 nicht nimmt, muss sich eben bei irgendwelchen Firmen um längerfristige Einstellungen bewerben und da ist die Konkurrenz freilich groß. Und welche Firma stellt jemanden ohne australische Referenzen und ohne australische Berufsanerkennung für 2 Wochen zu einem vollen Angestelltenlohn ein, der anschließend wieder weiterreisen will? Wohl kaum eine. Bevor du also behauptest, dass jemand Unsinn verzapft, solltest du klarstellen, welche Arten von Arbeiten unter welchen Bedingungen du meinst. Dies ist ein Forum für Australien-TRAVELLER, also ging ich nicht davon aus, dass hier Leute vertreten sind, die für einen ganzjährigen Auslandsarbeitseinsatz nach Australien kommen. Ein echter Rücksackreisender nimmt eben Tagelöhnerjobs an, weil er flexibel bleiben und sich nicht allzu lange an einem Ort aufhalten will, und solche Jobs werden eben von privat nach vernünftiger Absprache bezahlt, zu dem Satz, der für einen normalen Menschen eben machbar ist. Und ja, einheimische Australier arbeiten durchaus auch zu diesen Sätzen, solange sie nirgends eine Festanstellung finden.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Chacco » 11.09.2014 - 02:48

Romana hat geschrieben:Und ja, einheimische Australier arbeiten durchaus auch zu diesen Sätzen, solange sie nirgends eine Festanstellung finden.
Kein Australier arbeitet zu 10$ die Stunde :lol:
Mich haben im Jahr 2006 schon alle Australier bemitleidet, da mein geiziger Chef mir nur 14$ die Stunde gezahlt hat, wobei ich das damals noch akzeptabel fand.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Romana » 11.09.2014 - 03:18

[quote="Chacco"]
Kein Australier arbeitet zu 10$ die Stunde :lol:

Chacco, in JEDEM Land gibt es eine ganze Menge von Menschen, die für sehr wenig Geld oder gar ohne Bezahlung arbeiten. Auch ich selbst gehöre dazu, und genauso viele meiner australischen Freunde, und niemand von uns würde die Menschen, denen wir aushelfen, deshalb als "geizig" bezeichnen. Bitte stelle hier keine Verallgemeinerungen auf, nur weil du persönlich nicht mit diesem Stundenlohn einverstanden wärest. Jeder Mensch muss und darf selbst entscheiden, welche Arbeiten er für welche Gegenleistung ausführen möchte.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Wastl » 12.09.2014 - 12:51

Romana hat geschrieben:Lieber SionSono, ich weiß ja nicht, welche Art von Ausbildung du hast und welche Arten von Arbeitstätigkeiten du hier ausführst, aber wenn wir von Tagelöhnerarbeit in der Landwirtschaft oder den "odd jobs" wie Werbezettel verteilen oder beim Hausputz oder Umzug mithelfen oder Gartenarbeiten verrichten oder Hunde ausführen oder auf ein Kind aufpassen oder Haustiere füttern oder einen Marktstand betreuen sprechen (nur um einige der Arbeiten zu nennen, die ich schon selbst für $10/h an Backpacker vergeben habe), da kann sich kaum einer meiner Freunde und Bekannten leisten, mehr als $10 pro Stunde zu zahlen. Und wer die $10 nicht nimmt, muss sich eben bei irgendwelchen Firmen um längerfristige Einstellungen bewerben und da ist die Konkurrenz freilich groß. Und welche Firma stellt jemanden ohne australische Referenzen und ohne australische Berufsanerkennung für 2 Wochen zu einem vollen Angestelltenlohn ein, der anschließend wieder weiterreisen will? Wohl kaum eine. Bevor du also behauptest, dass jemand Unsinn verzapft, solltest du klarstellen, welche Arten von Arbeiten unter welchen Bedingungen du meinst. Dies ist ein Forum für Australien-TRAVELLER, also ging ich nicht davon aus, dass hier Leute vertreten sind, die für einen ganzjährigen Auslandsarbeitseinsatz nach Australien kommen. Ein echter Rücksackreisender nimmt eben Tagelöhnerjobs an, weil er flexibel bleiben und sich nicht allzu lange an einem Ort aufhalten will, und solche Jobs werden eben von privat nach vernünftiger Absprache bezahlt, zu dem Satz, der für einen normalen Menschen eben machbar ist. Und ja, einheimische Australier arbeiten durchaus auch zu diesen Sätzen, solange sie nirgends eine Festanstellung finden.
Also ich muss mich da der Mehrheit anschließen. 10$ die Stunde ist mit absoluter Sicherheit kein gängiger Lohn in Australien, auch nicht für Tagelöhner. Es spricht für dich, wenn du Menschen helfen willst und für wenig oder gar kein Geld arbeitest. Aber man sollte den Leuten hier nicht erzählen, dass man für 10$ die Stunde arbeiten gehen soll, wenn man Geld verdienen/ansparen möchte, weil man als Backpacker nicht viel mehr Optionen hat. das stimmt einfach nicht.

Ich selbst habe (neben festen/längerfristigen Jobs)
einen Garten eines Australiers sauber gemacht -> 2 Tage / insgesamt 8 Stunden -> 160$ = 20$ pro Stunde
eine Messiwohnung ausgerümpelt -> 1 Tag / 6 Stunden -> 80$ + Bier = 13,30$
ein Holzboot saniert -> 3 Tage -> 20$ Stundenlohn
gekellnert beim Pferderennen -> 1 Tag / 8 Stunden -> 120$ = 15$ pro Stunde

Ich habe gehört Asiaten arbeiten in Melbournes Chinatown für 8$ die Stunde. Das ist aber auch das einzigste Mal, dass mir so ein Stundenlohn zu Ohren gekommen ist. Und m.M. ist das absolute Ausbeute, gemessen an den australischen Lebenserhaltungskosten. Und das braucht man auch nicht mit guten Willen oder Hilfsbereitschaft dieser Leute schön reden. Wenn da mal der Fair Work Ombudsman vorbeischaut, ist da wahrscheinlich ganz schnell der Laden dicht.

Du sagst in privaten Absprachen wird ein "vernünftiger" Satz festgelegt, der für einen normalen Menschen machbar ist. Aber denkst du, es ist für einen Backpacker OK, 8 Stunden seiner Arbeitskraft am Tag für dich zu investieren, wenn er dann von den 80$ für den Tag 30$ fürs Hostel bezahlen muss, 20$ für Lebensmittel, vielleicht noch 10$ für Transport, um auf Arbeit zukommen + Wäsche waschen + Arbeitskleidung kaufen etc. Wozu soll ich denn dann noch arbeiten kommen, wenn unterm Strich Nichts übrig bleibt?
Also, wenn du es dir nicht leisten kannst, mehr als 10$ die Stunde an Backpacker zu zahlen, dann hast du offensichtlich wohl noch nicht viel vom Wohlstand Australiens abbekommen. Ich verurteile deine Sichtweise nicht und wie du sagst, jeder entscheidet selbst, wo und wie er arbeiten möchte. Aber bitte erzähle den Leuten hier nicht, dass 10$ ein gängiger Stundenlohn ist. Das stimmt einfach nicht. Selbst 95% der Australier die ich getroffen habe, würden nach ein paar Tagen quittieren, wenn sie für so einen Hungerlohn arbeiten müssten, wenn es sich nicht gerade um einen Freundschaftsdienst handelt.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Chacco » 12.09.2014 - 22:01

Romana hat geschrieben: Chacco, in JEDEM Land gibt es eine ganze Menge von Menschen, die für sehr wenig Geld oder gar ohne Bezahlung arbeiten.
Das stimmt leider...
Romana hat geschrieben: Auch ich selbst gehöre dazu, und genauso viele meiner australischen Freunde, und niemand von uns würde die Menschen, denen wir aushelfen, deshalb als "geizig" bezeichnen.
Jemand, der ne Villa mit Blick auf den Hafen von Sydney, mehrere Autos etc. besitzt und solche Löhne zahlt, ist nicht nur geizig, sondern noch viel mehr. Ohne die Not anderer Menschen könnte er sich das niemals leisten.
Romana hat geschrieben: Bitte stelle hier keine Verallgemeinerungen auf, nur weil du persönlich nicht mit diesem Stundenlohn einverstanden wärest. Jeder Mensch muss und darf selbst entscheiden, welche Arbeiten er für welche Gegenleistung ausführen möchte.
Richtig, das muss jeder selbst entscheiden und 10$ ist für Australien ein indiskutabler Lohn, ausser es handelt sich um Ferienjobs für 14jährige Schüler.
Verallgemeinerungen stelle ich allerdings nicht auf, denn 10$ ist unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns in Australien und wer sich nicht leisten kann, den Mindestlohn zu zahlen, sollte sein Business umstrukturieren oder am besten gleich an den Nagel hängen und als Angestellter weitermachen.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Isa_bella » 14.09.2014 - 12:23

Hmm, teils ist es mittlerweile echt nicht einfach :-( einen Job zu finden. Wir hatten in einem Jahr mehr als 10 verschiedene Jobs gemacht und von diesen 10 Farmern kann ich nur sagen, dass ca. 3 gut waren und die anderen die Leute sehr schlecht behandelt haben. Wenn die Arbeit nicht gut verrichtet wurde, hatten diese einfach die Leute entlassen und der nächste wurde eingestellt, weil ja genug Backpacker da sind, die nur darauf warten :-). Vor allem beim Fruitpicking geht es sehr hart zu, weil du oft per Box bezahlt wirst, versuchst du schneller zu arbeiten, aber dadurch kommt es vor, dass die Früchte beschädigt werden und wenn dies vorkommt fliegt man sehr schnell raus :-(. .... Dennoch ist es gut möglich durchzukommen und tatsächlich etwas Geld zu verdienen, nur darf man sich nicht ausnutzen lassen. Wenn dir ein Job nicht passt, dann gehe einfach weiter zur nächsten Farm, beachte aber das eine große Konkurrenz herrscht :-). ... wenn du mal nach Perth kommst, dann empfehle ich dir auch diese Jobagentur, mit der haben wir gute Erfahrungen gemacht http://www.thejobshop.com.au/ .

Versuch zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein !!! ... am besten immer 1-2 Wochen früher erscheinen und Jobs suchen, bevor eine Saison beginnt. :mrgreen:
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Wastl » 15.09.2014 - 10:27

Isa_bella hat geschrieben:Wenn die Arbeit nicht gut verrichtet wurde, hatten diese einfach die Leute entlassen und der nächste wurde eingestellt, weil ja genug Backpacker da sind, die nur darauf warten :-). Vor allem beim Fruitpicking geht es sehr hart zu, weil du oft per Box bezahlt wirst, versuchst du schneller zu arbeiten, aber dadurch kommt es vor, dass die Früchte beschädigt werden und wenn dies vorkommt fliegt man sehr schnell raus :-(
Und genau deshalb würde ich mittlerweile Jedem von Fruitpicking abraten, wenn es nicht unbedingt für das 2nd Year Visa benötigt wird. Die Konditionen haben oft nichts mehr mit einem normalen Arbeitsverhältnis zu tun. Ich musste mal Zucchinis pflücken und wurde auch pro Eimer bezahlt. Dann wollten die, dass man zusätzlich die faulen Zucchinis abschneidet und die Pflanze von alten Blättern bereinigt. Halloooo?!?!? Ich soll eine qualitative Arbeit verrichten und werde aber für die Quantität bezahlt. Nein, da hört der Spaß echt auf. In solchen Situationen muss man als Gruppe zusammenhalten. Wir haben einfach immer die faulen Zucchinis mit in den Eimer geworfen und nach ein paar Tagen haben sie dann das Feld geschlossen, weil wir "zuviel Scheiße gepickt" haben :lol:
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von SionSono » 15.10.2014 - 09:21

Romana hat geschrieben:Lieber SionSono, ich weiß ja nicht, welche Art von Ausbildung du hast und welche Arten von Arbeitstätigkeiten du hier ausführst, aber wenn wir von Tagelöhnerarbeit in der Landwirtschaft oder den "odd jobs" wie Werbezettel verteilen oder beim Hausputz oder Umzug mithelfen oder Gartenarbeiten verrichten oder Hunde ausführen oder auf ein Kind aufpassen oder Haustiere füttern oder einen Marktstand betreuen sprechen (nur um einige der Arbeiten zu nennen, die ich schon selbst für $10/h an Backpacker vergeben habe), da kann sich kaum einer meiner Freunde und Bekannten leisten, mehr als $10 pro Stunde zu zahlen. Und wer die $10 nicht nimmt, muss sich eben bei irgendwelchen Firmen um längerfristige Einstellungen bewerben und da ist die Konkurrenz freilich groß. Und welche Firma stellt jemanden ohne australische Referenzen und ohne australische Berufsanerkennung für 2 Wochen zu einem vollen Angestelltenlohn ein, der anschließend wieder weiterreisen will? Wohl kaum eine. Bevor du also behauptest, dass jemand Unsinn verzapft, solltest du klarstellen, welche Arten von Arbeiten unter welchen Bedingungen du meinst. Dies ist ein Forum für Australien-TRAVELLER, also ging ich nicht davon aus, dass hier Leute vertreten sind, die für einen ganzjährigen Auslandsarbeitseinsatz nach Australien kommen. Ein echter Rücksackreisender nimmt eben Tagelöhnerjobs an, weil er flexibel bleiben und sich nicht allzu lange an einem Ort aufhalten will, und solche Jobs werden eben von privat nach vernünftiger Absprache bezahlt, zu dem Satz, der für einen normalen Menschen eben machbar ist. Und ja, einheimische Australier arbeiten durchaus auch zu diesen Sätzen, solange sie nirgends eine Festanstellung finden.
Liebe Romana,

meine Ausbildung spielt hier zur Zeit überhaupt keine Rolle. Falls meine Wortwahl etwas grob gewählt war, bitte ich um Entschuldigung. Ich stelle nicht in Abrede, dass du nach bestem Wissen und Gewissen Jobs vergibst und verteilst. Ich bin der letzte, der das be- oder verurteilen kann. 10 Dollar die Stunde kann durchaus eine beidseitige Lösung sein, wenn man es als (bezahltes) Woofing versteht und wenn man es für ein zweites Jahr Australien braucht (regional work). Vielleicht haben Deine "Gäste" ja auch eine wundervolle Zeit.

Trotzdem muss ich noch mal 2 Dinge zum Thema loswerden:

1.) Ich habe Fruitpicking Farmen erlebt (einmal und nie wieder!!), die waren eine funktionale "Visa-Fabrik" und es kam am Ende des Tages (Arbeitslohn durch Stunden geteilt) auch weniger als 10 Dollar die Stunde bei rum - natürlich wird dann die Saison dafür verantwortlich gemacht.

Viele Backpacker lassen sich von Farmern ausbeuten, weil die Farmer genau wissen, dass die Backpacker händeringend ihre 3 Monate Farmarbeit absolvieren müssen, um ein zweites Jahr in Australien zu bleiben. Ja, es ist auch eine Industrie, die sich auf die Backpacker stützt und ihre "Not" ausnutzt. Es ist nicht alles Gold in Australien.

Aber es hängt von jedem selber ab, ob er das mit sich machen lässt und es gibt auch Farmen und Regional Work, wo man gut bezahlt wird. Am Ende hat man dann 2 Fliegen mit einer Klatsche schlagen: 2. Jahr Australien UND Geld gespart. Es ist möglich. Für diejenigen, die nicht so viel Glück haben, bleiben dann die Visa-Arbeitslager.

2.) Es gibt hier auf dem Forum viele junge Backpacker, die sich auf Australien vorbereiten oder gerade ihre ersten Probleme haben, einen Job zu finden.

Ich sehe das grosse Problem der "Fehlinformation". Das Internet ist voll von unterschiedlichen Meinungen zum Thema Working Holiday, weil jeder eine andere Erfahrung macht. Die einen sind nur am kämpfen und den anderen fliegen die Jobs zu. Die einen verteilen CVs, die anderen verlassen sich auf Gumtree. Die einen gehen von Farm zu Farm, die anderen arbeiten auf dem Bau uswusf. Jeder macht es anders und es gibt kein richtig und kein falsch, solange der einzelne das findet, was er sucht. Deshalb würde ich den Leuten hier raten, unbedingt eigene Erfahrungen zu machen, rauszugehen, unbedingt auch mal weg vom Internet. Auf keinen Fall darf man sich ausschliesslich auf die Meinungen hier im Forum verlassen.

Und genau deshalb habe ich meine Worte wohl so drastisch gewählt, Romana, was ich nicht persönlich meinte. Wenn du hier jetzt schreibst, dass 10 Dollar normal wären, dann vermittelst du meiner Meinung nach ein falsches Bild und verunsicherst die vielen Forumsnutzer, die hier Hilfestellungen suchen > Fehlinformation!!

Ich habe gehört, dass es in Melbourne Asiaten gibt, die für unter 10 Dollar die Stunde arbeiten. Aber ich habe auch gehört, dass das unter anderem viele Chinesen sind, die aus reichen Verhältnissen kommen und nur aus Langeweile arbeiten - weniger für Geld. (Denn wie kann man damit in Melbourne leben.)

Ich habe viel Zeit mit jungen Backpackern aus Taiwan und Hong Kong in Wohngemeinschaften gelebt und natürlich wurden Jobs heiss und rege diskutiert. Es stimmt, dass in diesen asiatischen Kreisen viel Schwarzarbeit kursiert. In der Regel schwanken die Löhne zwischen 14 und 20 Dollar und es wird allgemein als minderwetige Arbeit angesehen. Ich glaube nicht, dass du bei den meisten mit 10 Dollar auch nur den Hauch eines Interesses wecken dürftest.

Geschweige denn bei den Backpackern, die für durchschnittlich 20 - 30 Dollar die Stunde arbeiten: In Restaurants, in Fabriken, als Reinigungskraft, als Fahrer, als Arbeiter. Fast alles was sich oberhalb der legalen Grenze abspielt geht 20 Dollar aufwärts (ohne die Tarifvereinbahrungen im Detail zu kennen).

Ich hab die Weisheit nicht gepachtet und kann auch nur das schreiben, was ich selber beobachtet habe. Unter manchen Backpackern herrscht fast ein Wettbewerb, wer die besten Job angelt.

Und abschliessend eine Frage an die Raucher: Wenn 50g Dreh-Tabak 45 - 55 Dollar kostet (wurde gerade wieder um 12 % erhöht), wieviele Stunden wollt ihr denn fürs Rauchen arbeiten? 2 Stunden, oder einen ganzen Tag? Von 20 Dollar für Marlboro Filterzigaretten fange ich gar nicht erst an. Ich glaube das illustriert ganz gut die Lebensverhältnisse in Australien. Man kann schnell Geld verdienen, aber man ist es auch sehr viel schneller wieder los. he he he ;)
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Wastl » 15.10.2014 - 10:47

SionSono hat geschrieben: Ich sehe das grosse Problem der "Fehlinformation". Das Internet ist voll von unterschiedlichen Meinungen zum Thema Working Holiday, weil jeder eine andere Erfahrung macht. Die einen sind nur am kämpfen und den anderen fliegen die Jobs zu. Die einen verteilen CVs, die anderen verlassen sich auf Gumtree. Die einen gehen von Farm zu Farm, die anderen arbeiten auf dem Bau uswusf. Jeder macht es anders und es gibt kein richtig und kein falsch, solange der einzelne das findet, was er sucht. Deshalb würde ich den Leuten hier raten, unbedingt eigene Erfahrungen zu machen, rauszugehen, unbedingt auch mal weg vom Internet. Auf keinen Fall darf man sich ausschliesslich auf die Meinungen hier im Forum verlassen.
Das finde ich sehr schön formuliert. Dem kann ich nur zustimmen. Jeder hat letztendlich andere Präferenzen und Einstellungen. Demzufolge ist jeder seines eigenen Glückes Schmied und jeder muss aus seiner Zeit in Australien sein ganz eigenes Abenteuer formen. Sehr schön gesagt: "Es gibt kein Richtig oder Falsch". Hinterher muss man eben für sich selber sagen können: "Ja genauso habe ich es mir vorgestellt und ich bereue keinen einzigen Tag".

Dennoch finde ich es auch wichtig, dass jeder, der hier seine Erfahrungen und Ratschläge an Unerfahrene weitergibt, auch mal über sein eigenes Abenteuer hinausschaut und das richtig einordnet. Wenn jemand in Australien glücklich ist mit 10$ Stunde, dann ist das so. Aber hier zu posten, dass man glücklich sein kann, wenn man für 10$ die Stunde arbeiten gehen kann (bzw. es ein gängiger Stundenlohn ist), dann ist das schlichtweg eine Irreführung und es tut mir leid um alle Australienneulinge, die sich auf dieser Grundlage 10$ pro Stunde als Standard setzen.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Romana » 15.10.2014 - 12:12

Ich verstehe euren Standpunkt. Meine Absicht war es nicht, Leute irre zu führen, sondern einfach nur klarzustellen, dass ich der Meinung bin, dass sich keiner dafür zu schämen braucht, wenn er mal für $10 pro Stunde oder weniger oder gar umsonst arbeitet. Ich habe es getan, viele meiner Freunde aller möglichen Nationalitäten haben es getan, und andere Menschen tun es Tag für Tag - und sie finden oft, dass die emotionale Befriedigung, die Lernerfahrung, die neue Freundschaft, die sich dadurch vielleicht ergibt, und die Dankbarkeit, die man von Seiten des notleidenden Arbeitgebers dafür erfährt - in der Regel die geringe oder fehlende Bezahlung bei weitem aufwiegen.

Abgesehen davon kann ich jedem vor der Reise nur die Lektüre dieses Buches empfehlen: "Rich Dad, Poor Dad" von Robert Kiyosaki (unter demselben Titel auch auf Deutsch erhältlich). Ich persönlich habe festgestellt, dass gerade diejenigen deutschen Backpacker, die für wenig oder gar kein Geld anderen Menschen helfen, sich als die moralisch wertvollsten und in Hinsicht auf Herzensgüte besten Menschen erwiesen haben, und ich bin überzeugt, dass diese jungen Menschen in ihrem zukünftigen Leben mit Sicherheit großen Erfolg haben werden, egal welche berufliche Richtung sie einschlagen. Auf jeden Fall nehmen sie lebenslange Freundschaften mit Australiern von hier nach Hause mit.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Wastl » 15.10.2014 - 14:16

Mhhh... Also bezüglich dieses Threads "Jobprobleme in Australien" verstehe ich nicht so ganz worauf du hinaus willst. Australien ist nun mal sehr sehr teuer und 95% der Backpacker wollen oder müssen irgendwann mal innerhalb eines Jahres Geld verdienen. Bei dir kann es noch so schön sein, aber ich denke die meisten wollen in ihrem Jahr nicht nur einen Ort, sondern auch noch andere Teile Australiens sehen. Aber dafür braucht man eben Geld. Woofing (wenn ich dein Geschäftsmodell jetzt mal dazu zählen darf) kann eine tolle Erfahrung sein, aber langfristig hat man da eben auch mehr Ausgaben als Einnahmen, weil man mal das machen will, weil man mal dort hin will etc. Wenn ich nach 3 Monaten erlebnisreichen und unvergesslichen Woofens bei dir weiterziehen und das Land entdecken will, wie soll das denn gehen ohne Geld? Wenn man auch was vom Land sehen möchte braucht man Geldreserven, das ist einfach so, ganz unabhängig davon wie moralisch man ist oder welche Herzensgüte man in sich trägt. Klar braucht sich keiner Schämen für 10$ zu arbeiten, aber für das eigentliche Problem in diesem Thread, dass man Geld zum (Weiter-)Reisen braucht, ist so eine Darstellung doch völlig kontraproduktiv. Es wird Einem hier vorgekaukelt, dass man für 10$ die Stunde, die Zeit seines Lebens haben kann. Natürlich kann man eine erfahrungsreiche Zeit haben, aber man kann dabei genauso gut viel Geld verdienen.
Romana hat geschrieben:und sie finden oft, dass die emotionale Befriedigung, die Lernerfahrung, die neue Freundschaft, die sich dadurch vielleicht ergibt, und die Dankbarkeit, die man von Seiten des notleidenden Arbeitgebers dafür erfährt - in der Regel die geringe oder fehlende Bezahlung bei weitem aufwiegen.
In meinen Hochzeiten habe ich über 1000$ die Woche nach Steuern bekommen. Und trotzdem habe ich - auch wenn du es mir nicht glaubst - sehr viel dabei gelernt, Neues ausprobiert, enge Freundschaften geschlossen und Dankbarkeit von anderen Menschen erfahren. Am Ende meiner Zeit dort wollte ich gar nicht mehr weg und es war ein sehr schmerzhafter Abschied. Und das nicht, weil ich soviel verdient habe und noch mehr Geld wollte, sondern weil ich mich in meinem ganzen Umfeld dort so wohl gefühlt habe, wie selten irgendwo.
Ich habe außerdem als Weedsprayer gearbeitet. Ein Job und Erfahreungen, die ich nie zu Hause machen könnte. Es war der erfahrungsreichste und aufregendste Job in meinem ganzen Leben. Quadbike über Cattle Stations fahren, während ein Rudel Wallabies neben dir herspringt und einfach nur durch den weiten australischen Busch fahren und den Abend dann mit den Kollegen am Lagerfeuer unter Sternenhimmel ausklingen lassen. Ich bin mir sicher solch intensive Erfahrungen hast du nicht mal bei einigen Woofing Jobs. Und höre und staune, ich habe dafür fast 200$ am Tag verdient.
Diese emotionale Befriedigung hatte ich mit Sicherheit genauso wie Leute, die bei dir gearbeitet haben. Letztens hat mich mal wieder eine Australierin in Deutschland besucht, die ich auf Arbeit dort kennengelernt habe. Auch soviel nur zu lebenslangen Freundschaften. Alles das, nur mit dem Unterschied, dass ich nebenbei auch noch mein Bankkonto ordentlich aufgefüllt habe.

Ob ich nun moralisch wertloser bin, weniger erfolgreich bin und weniger Herzensgüte habe als die Leute, die bei dir gearbeitet haben, kann weder ich noch du beurteilen. Aber fest steht - um auf das eigentliche Problem dieses Threads zurück zukommen - Es gibt so viele fantastische Jobs in Australien, die Alles das bieten, was du aufgezählt hast, und obendrauf noch wesentlich mehr als 10$ die Stunde zahlen. Bitte lasst Euch nicht einreden, dass nur Jobs, wo man nichts verdient, Euch die intensivsten und aufregendendsten Erfahrungen bringen. Das ist einfach nur Blödsinn.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von derdave » 26.10.2014 - 05:04

Hallo Leute, ich bin neu hier und will auch mal meine Erfahrungen teilen.
Vor gut einer Woche bin ich relativ planlos in Melbourne angekommen und habe mich in die Jobsuche gestürzt - kann euch nur zustimmen, dass man zurzeit Seiten wie gumtree, seek, indeed etc eigentlich vergessen kann, da einfach viel zu viele Backpacker hier sind und man so mit Sicherheit keinen Job bekommt.

Ich hatte das Glück, dank dem Schwarzen Brett im Hostel einen Job als D2D (von Tür zu Tür) Verkäufer zu bekommen (je nach Leistung 200 (Basisgehalt) bis angeblich über 1400 $/Woche), also wer unbedingt in einer Großstadt arbeiten will, sollte sich eher auf sowas verlassen als aufs Internet. Kann mir kaum vorstellen, dass das in den anderen Städten anders ist.

Für weniger als 16$ pro Stunde würde ich wirklich nicht arbeiten, da zahlt man ja mit der Lebenshaltung allein schon drauf, außerdem gibts auch in Australien einen Mindestlohn (habe 15,96 Dollar im Kopf - sollte hinkommen).

Was Farmarbeit betrifft - ich hatte eigentlich schon vor, das zu machen, aber man kann ja nie wissen ob man über den Tisch gezogen wird oder gut verdient. Ich schätze, mit genügend Geldreserven um zur Not woandershin zu reisen kann man das schon ganz gut hinbekommen.

Was meint ihr? Die Frage ist, wo man anfangen soll. Anscheinend ist ja ganz Australien mit einer apokalyptisch anmutenden Menge von Backpackern überflutet.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von DouglasH. » 27.10.2014 - 09:36

Hey Leute,

wir befinden uns derzeit in Bundaberg und haben (fast zu erwarten) eine sehr schlechte Erfahrung gemacht. Wir kamen vor einer Woche aus Brisbane und ich muss sagen das zurzeit echt nicht viele Fruitpicker Jobs frei sind und wenn dann sehr schnell vergriffen.

Also ich weiß das mir hier keiner einen Masterplan geben kann aber kann mir jemand von den Erfahrenen unter euch vielleicht ein aktuellen Tipp geben wo es zurzeit gute chancen gibt einen Fruitpicker Job zu ergattern??

Falls es da jemanden gibt schonmal VIELEN DANK :-)
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Elm » 30.10.2014 - 14:00

Also weiter oben (Cassowary Coast, Tully, Innisfail usw., Tablelands glaube ich auch) hat kuerzlich die Mango Ernte angefangen. Bananenanbau ist dort auch.

Wie eure Chancen (Konkurrenz usw.) sind, kann ich aber nicht sagen, weil ich nicht nach solchen Jobs gesucht habe.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Wastl » 31.10.2014 - 10:56

Elm hat geschrieben:Also weiter oben (Cassowary Coast, Tully, Innisfail usw., Tablelands glaube ich auch) hat kuerzlich die Mango Ernte angefangen. Bananenanbau ist dort auch.

Wie eure Chancen (Konkurrenz usw.) sind, kann ich aber nicht sagen, weil ich nicht nach solchen Jobs gesucht habe.
Naja, mit Kusshand dort genommen zu werden, sollte man aber auch nicht erwarten. Der Andrang für Bananen- und Mangojobs (läuft meist über Working Hostels da oben) ist genauso da wie im dubiosen Bundaberg. Extra deswegen hinfahren würde ich jedenfalls nicht.

@DouglasH
Muss es des unbedingt ein Fruitpicking/Farmjob sein? Wenn du nicht auf das 2nd Year Visa hinarbeitest, schau doch mal, was es sonst noch so gibt.
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von retrospektive » 05.11.2014 - 02:57

Wir selber haben 5,5 Monate in der Bundaberg Area gearbeitet, waren die einzigen beiden, die direkt beim Farmer angestellt waren. Aber die meisten der dort angestellten Backpacker kamen aus einem working Hostel aus Bundaberg und die haben weiß Gott echt keinen guten Deal gemacht, mussten viel zu viel für Unterkunft und Transport zahlen, sodass unterm Strich wenig zum Sparen übrig blieb.
Da die meisten aus dem working Hostel aber kein Auto hatten, war solch ein Arbeitshostel deren einzige Chance, überhaupt an nen Job außerhalb der Stadt zu kommen.
Wo wir bei dem ersten wichtigen Punkt haben: ein Auto ist heutzutage in Australien unabdingbar. Hätten wir unser Auto nicht gehabt, wäre das Finden eines "anständigen" Jobs noch viel schwieriger geworden, als es ohnehin schon war.

Wir haben viele Jobangebote in Darwin gesehen, besonders in de Malls wird in sehr viele Geschäfen nach Aushilfen gesucht, das war Ende August/Anfang September 2014. Hätten wir das vorher gewusst, dann hätten wir uns direkt in der Gegend um Darwin nach einem Job bemüht, anstatt uns an der Ostküste dusslig zu suchen, wo alle anderen auch suchen.

Aber es ist jetzt nunmal leider so, dass es immer und immer schwieriger wird, hier einen Job zu finden. Es gibt einfach viel zu viele Backpacker...
Wastl
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Re: Jobprobleme in Australien

Beitrag von Wastl » 06.11.2014 - 09:45

retrospektive hat geschrieben: Wo wir bei dem ersten wichtigen Punkt haben: ein Auto ist heutzutage in Australien unabdingbar. Hätten wir unser Auto nicht gehabt, wäre das Finden eines "anständigen" Jobs noch viel schwieriger geworden, als es ohnehin schon war.
Würde ich nicht ganz unterschreiben. Ein Auto ist ein Vorteil, aber man kann ohne Auto genauso gut an Jobs kommen. Man muss natürlich etwas mehr Ressourcen investieren wollen.
retrospektive hat geschrieben:Hätten wir das vorher gewusst, dann hätten wir uns direkt in der Gegend um Darwin nach einem Job bemüht, anstatt uns an der Ostküste dusslig zu suchen, wo alle anderen auch suchen.
Das wiederum kann ich unterstreichen. Auch zu meiner Zeit fand ich, dass es in Darwin unzählige Jobangebote gab.
2015 - ???? Neuseeland und Kanada
2011 - 2014 Australien, Ozeanien und Südostasien

http://backpackerinside.blogspot.com/
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