Auf andere Menschen zugehen - schüchtern oder introvertiert

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Kathrinchen
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Auf andere Menschen zugehen - schüchtern oder introvertiert

Beitrag von Kathrinchen » 17.04.2006 - 21:47

Hallo,

Ja, die Üœberschrift klingt jetzt nach etwas, was hier schon öfter durchgekaut wurde. Ich möchte die oft gestellte Frage ("Alleine reisen?" , "Wie leicht lernt am in OZ / NZ jemanden kennen" ) gerne mit der Frage nach euren Erfahrungen verknüpfen und was ihr allgemein so für Menschen seid. Eher extrovertiert/ eher introvertiert.

Also an alle, die schon in Australien oder Neuseeland für ne Weile allein gereist sind: Hattet ihr Schwierigkeiten auf andere zuzugehen? Seid ihr (bzw. wart ihr vor dem Trip) schüchtern und eher introvertiert - oder das genaue Gegenteil?

Das würde mich echt mal interessieren. Habe diese beiden Fragen in einem aber in keinem anderen Thread gesehn und es wäre klasse, wenn viele drauf antworten würden!

Danke!
steffiAUT
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Beitrag von steffiAUT » 17.04.2006 - 21:55

Hallo Kathrinchen!

Also ich persönlich hatte kaum Probleme Leute kennen zu lernen.

Aber ich muss dazu sagen so leicht wie in Australien ist es kaum wo.
Egal wohin ich auch gekommen bin, sobald man meinen Akzent gehört hat, waren alle neugierig woher ich komme, und was mich nach Australien geführt hat, etc.

Ich bin damals in der ersten Woche in die Innenstadt gefahren (alleine) und habe schon im Zug die erste Bekanntschaft gemacht, mit der ich mich dann in den folgenden Wochen immer wieder mal getroffen habe.

Was ich auch noch sagen muss, die Männer in AUS sind meiner Meinung nach ein bisschen kontaktfreudiger als die Frauen. Und ich glaube nicht, dass das nur daran liegt, dass ich weiblich bin.

lg, Steffi
alex82
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Beitrag von alex82 » 17.04.2006 - 22:25

moin moin

Ein sehr interessantes Topic wie ich finde; ich versuch es jetzt auch mal nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten, obwohl es in meinem Fall nicht ganz einfach ist, da ich mich seit meiner Reise (Herbst 2002) sehr verändert hab - deshalb zweiteilig =)

Ich war damals gerade mit der Schule fertig, gerade 20 geworden, und gespannt auf neues - ein lebensfroher und erfahrungshungriger Mensch, für jeden denkbaren Blödsinn zu haben, der mit Männern deutlich besser auskommt als mit (den meisten) Ladys - aber auch etwas schüchtern (zumindest im nüchternen Zustand). Kontakte knüpfen war überhaupt kein Problem wobei es mir in Melbourne, Adelaide und dann vor allem in NZ deutlich einfacher gefallen ist als in Sydney, vielleicht lag das aber auch daran, dass ich erst in der "Eingewöhnungphase" war, von allem doch irgendwie überrumpelt (Jetlag, abklingende Grippe,...) und auch die Leute im Hostel nicht ganz so mein Fall waren. Ich hab sehr nette Menschen getroffen, mit einer davon steh ich immer noch in Kontakt, sie hat mich auch in München besucht als sie auf dem Heimweg nach Kanada war, falls ich es mal über den Großen Teich schaffen sollte, steht ein Besuch bei ihr auch auf jeden Fall an (wir sind in NZ 2 Wochen gereist). Die anderen Kontakte waren mehr oder weniger recht oberflächlich, mit einem Engländer stand ich noch in "näherer" ;) Verbindung - aber wie es mit Urlaubsflirts eben so ist.. Aus den Augen aus dem Sinn, trotzdem war es eine durchaus nette Erfahrung.


Nujoa.. soweit zur Vergangenheit.
In den knapp vier Jahren hat sich meine Persönlichkeit ziemlich verändert, ich denke es hat schon was mit der Reise zu tun, aber nicht nur - war ein langer Weg mit etlichen Höhen und Tiefen bis ich mich selbst, wenn auch anders, wieder gefunden habe und es hat auch lange gedauert bis ich es akzeptieren konnte und wollte. Ich würde mich jetzt fast als scheu bezeichnen, ich vermeide Menschenansammlung jeglicher Art eigentlich so gut wie es geht (Konzerte sind komischerweise okay) und hab kein Problem damit, längere Zeit nicht unter Menschen zu sein, fühle mich in der Gegenwart fremder Leute eher unwohl und hab hin und wieder - gerade bei gleichaltrigen/jüngeren - auch Probleme passende Gesprächsthemen zu finden. Mit Discos/Partys/Small-Talk kann man mich bis nach Australien jagen...
Im Sommer war ich dann das erste Mal nach meinem "Wandel" für längere Zeit unterwegs und es war gewisserweise auch eine Herausforderung da Backpacking für mich auch bedeutet auf andere zuzugehen und offen für neues zu sein - es war deutlich einfacher als ich es erwartet habe, aber trotzdem irgendwie anders als in Australien/NZ, die Gespräche waren von Anfang an intensiver, ehrlicher, tiefgängiger. Ich hatte gerade in Edinburgh sehr viel Kontakt mit Locals (was ich in Down Under kaum hinbekommen hab - leider) und hab auf den Hebriden aber auch gemerkt wie wunderschön und wichtig es für mich ist, allein zu sein und stundenlang nichts anderes zu machen als auf's Meer zu schauen :) - an Urlaubflirts/"Männerkontakten" auf der Ebene hab ich so gut wie gar kein Interesse mehr - reizt mich einfach nicht, eher nervt es mich sogar wenn einer am baggern ist (ist aber daheim nicht anders).
Nach meinen Studium möcht ich ja für ein Jahr nach Australien mit dem WHV und ich bin wirklich gespannt was mich dann dort alles erwarten wird


Sorry is ein wenig lang und auch ein wenig am eigentlichen Thema vorbei gegangen *g*

LG alex
Zuletzt geändert von alex82 am 18.04.2006 - 09:57, insgesamt 1-mal geändert.
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carmena85
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Beitrag von carmena85 » 17.04.2006 - 23:01

Hallo

Ich ging alleine für einige Monate nach Australien. Ich bin zwar immer noch ein wenig schüchtern, doch viel weniger als vor meinem Australienaufenthalt. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass ich viel selbstsbewusster geworden bin.
Das "Leute kennen lernen (egal ob männlich oder weiblich)" ist in Australien wirklich viel einfacher als in der Schweiz (ausser man macht alle Augen und Ohren zu). Egal ob man eine grosse Klappe hat oder nicht.
Die Frage ist eher, wie es dann nach dem Kennenlernen weiter geht. Ob es bei einer kurzen flüchtigen Bekanntschaft bleibt oder ob eine Freundschaft oder mehr (beim anderen Geschlecht) daraus wird. Doch wenn man sich gut versteht, dann klappt es, egal ob man schüchtern ist oder nicht.
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Beitrag von Xenia » 18.04.2006 - 09:54

Also mir gehts ein wenig wie Alex.

Bis vor drei Jahren (vor meiner Beziehung) war ich ein wirklich sehr offener Mensch. Ich hatte immer viele Flirts, nie was ernstes, habe viele Leute kennen gelernt, egal wo ich gerade war und nahm alles sehr locker. Dann bin ich das erste Mal in eine ernsthafte Beziehung geraten und habe mich doch sehr geändert. Ich wurde ruhiger (zum leid meines damaligen Freundes), habe natürlich nicht mehr geflirtet (was mein Freund natürlich gut fand ^^) und war allgemein nicht mehr so offen.

Jetzt bin ich seit Sommer 05 von ihm getrennt und finde langsam aber sicher wieder zu meinem alten "ich". Ich hoffe sehr in Australien wieder ganz zu mir zu finden, denn eigentlich bin ich echt jemand der gerne flirtet, gerne Leute kennen lernt und so, aber irgendwie habe ich das Gefühl ich hab das richtig verlernt (kann man das? Oo). Nun mal sehen wie es wird :) aber zu guter letzt: Schüchtern bin ich nach wie vor nicht ^^
Jazzkick
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Beitrag von Jazzkick » 19.04.2006 - 15:59

Also, Leute die mich kennen würden mich sicherlich spontan als überhaupt nicht schüchter bezeichnen. Leute die mich wirklich kennen, sehen allerdings schon einen Hauch von Schüchternheit an mir und so würde ich das für mich selber auch definieren.

Ich bin sehr offen und gehe auch durchaus auf Leute zu, jedoch muss ich mich mit diesen wohlfühlen, um meine Zurückhaltung aufzugeben. Ich hab mir meist erstmal so 1 1/2 Tage nachdem ich im neuen Backpacker ankam, die Leute aus der Distanz angeguckt. Danach ging das Kennenlernen sehr schnell und manchmal natürlich auch von Leuten, die man lieber nicht kennen gelernt hätte. Aber von diesen Menschen, die mir nicht lagen, konnte ich mich immer sehr schnell wieder distanzieren (ich kann da manchmal echt arrogant sein :shock: , wenn mir jemand blöd kommt).

Grundsätzlich hatte ich aber überhaupt keine Schwierigkeiten, obwohl ich sicherlich mit meinen damals 35 schon oft der Dino unter den Backpackern war. Oft hat allerdings gerade das die jüngeren fasziniert und ich hab oft gehört: Toll, dass Du das einfach so machst, hoffentlich krieg ich das auch nochmal hin, wenn ich älter bin. Das fand ich immer total schön (auch wenn man sich dabei gleichzeitig steinalt fühlt)

Ich hab auch immer wieder festgestellt, dass ich die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt kennen gelernt habe. Sprich, wenn mir grad ganz furchtbar nach tiefschürfenden Gesprächen war, tauchte da auch immer jemand auf, mit dem ich "geklickt" habe. Mit den meisten von diesen "Klick" Leuten habe ich heute immer noch Kontakt, obwohl uns manchmal nur 1 oder 2 Tage zusammen vergönnt waren.

ooops, auch etwas abeschweift vom Thema :roll:
Life is what happens, while you're thinking about other plans (John Lennon)


http://www.reisebine.de/Transport/camper-wa.html
Barbarella
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Beitrag von Barbarella » 09.05.2006 - 14:33

Jetzt will ich mal auch noch meinen Senf dazu geben. :smile:

Ich finde es immer unheimlich schwer sich selber einzuschätzen, aber ich versuch es mal. Ich würd schon sagen, dass ich extrovertiert bin und auch kein Problem habe auf Leute zuzugehen. Ich bin nicht auf den Mund gefallen, schwätze gerne und komme mit fast jedem Menschenschlag klar wobei es bei manchen Leuten nicht über Small Talk hinausgeht. So wirklich introvertiert war ich nie, wobei ich früher doch recht unsicher und etwas schüchtern war und mich schon manchmal schwer getan habe mit Leuten Small Talk zu halten. Etwas selbstsicherer und offener bin ich schon durch die Zeit geworden, einfach durchs älter werden und was ich erlebt habe. Mein Auslandsaufenthalt (3 Jahre England) und die Reisen (5 Monate RTW, 3 Wochen Südafrika) die ich alleine unternommen habe, haben wohl den Rest dazu getan. Vor allem die Zeit in England und die Weltreise hat mich optimistischer und selbstsicherer gemacht.

Australien und Neuseeland sind Länder wo man super einfach mit Leuten in Kontakt, man braucht sich gar nicht groß bemühen. Wobei ich es oft in kleineren Städten/auf dem Land einfacher fand als in Großstädten. Ich denke auch nicht ganz so extrovertierte Menschen finden in Australien/Neuseeland relativ einfach Kontakt. Wie im "normalen" Leben habe ich auf meinen Reisen oder in England Leute getroffen mit denen man sich super unterhalten konnte und sich z.T. auch Bekanntschaften/Freundschaften (die auch z.T. jetzt noch bestehen) draus entwickelt haben als auch Leute mit denen ich froh war nach ein wenig small talk nichts mehr zu tun haben müssen.
Jan
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Beitrag von Jan » 09.05.2006 - 16:11

Hi,

also ich persönlich habe / hatte auch kein Problem, auf andere Menschen zuzugehen. Im Prinzip denke ich über mich selber, dass ich mit jedem ein Gespräch aufbauen kann, ob dass dann über small talk hinaus geht, hängt dann natürlich ganz von meinem Gegenüber (und auch mir) ab ...

Zur Zeit arbeite ich gerade wieder für die Bahn, da habe ich auch an manchen Tagen mit 150 oder mehr Menschen zu tun ... Mit denen muss ich auch ein Gespräch aufbauen können, wenn auch nur kurz. Aber da merkt man sehr, wem es unter den KollegenInnen leicht fällt und wem nicht.

Und in Australien hatte ich auch keinerlei Probleme, wobei ich zugegebenermaßen versucht habe, den Kontakt zu anderen Deutschen so gut es geht zu vermeiden *g* ...

Grüße,

Jan
kanguruth
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Beitrag von kanguruth » 11.05.2006 - 13:48

Hallo,
find ich en gutes Thema!
Ich bin z.Z. mit dem WHV in Australien und auch allein unterwegs. Ich muss den anderen hier rech geben, es ist echt nicht schwierig in Australien Kontakte zu knuepfen, Leute kennen zu lernen und ins Gespraech zu kommen.
Aber erst neulichst war ich auf einer Party in Melbourne und ich stand in ner Gruppe von Leuten die sich alle schon untereinander kannten und daher auch Gespraechsthemen hatten; ich war die einzig "Fremde". Und da viel es mir schon schwer an der Unterhaltung teil zu nehmen, da ich auch nicht unbedingt jemand bin der ein Gespraech "an sich reisst". Ich hab dann halt hauptsaechlich zugehoert, wobei ich mich immer wieder frage ob ich dadurch (durch mein passives Verhalten) anders auf Leute wirke, also langweilig, uninteressiert, schuechtern... ?!? (und so wuerde ich mich eigendlich nicht bezeichnen)
Klar geworden ist mir durch das viele 'allein sein' dass ich mich in vertrauter Umgebung und mit meinen Freunden in Deutschland anderes verhalte, offener usw. bin.
Hier in Australien zu sein ist ein tolles Erlebnis, ich bin selbstaendiger und selbsicherer geworden und geh auf neue Situationen und Menschen mutiger zu!
A journey of a thousand miles must begin with a single step. - Lao Tzu
Ghostdiver
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Beitrag von Ghostdiver » 03.07.2006 - 18:45

servus an alle!

werde demächst auch mein glück in DU versuchen und finde diese thema doch sehr interessant.
Weniger bedenken habe ich, dass es schwierig sein könnte neue leute kennen zu lernen. Letztes Jahr in London habe ich sehr gute erfahrungen gemach. (Sparachschule, viele Nationen) Der einfachsten einstig in ein gespräch ist wohl... Wo kommst du her... Was hast schon alles gesehen..usw.
Wenn mir die Menschen, die ich treffe sympatisch sind, habe ich persönlich kein problem ein Gespräch zu starten. 'Verrückheit siegt über Vernunft'... nehm ich mir zu herzen und es klappt auch meist ;)

LG Andi
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Beitrag von EVI85 » 04.07.2006 - 20:07

Hallo.

Ich frag mich zur Zeit immer, was ich alles mit den fremden Menschen reden soll. Nervt das nicht irgendwann, immer wieder das gleiche zu erzählen?
Und was macht ihr, wenn ihr den Gegenüber nicht leiden könnt?

Lg Evi
Nach 7 Monaten Australienaufenthalt wieder Zuhause ...=(..........im Westen war s am Schönsten!!!!!!!
Pati
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Beitrag von Pati » 04.07.2006 - 21:20

EVI85 hat geschrieben:Und was macht ihr, wenn ihr den Gegenüber nicht leiden könnt?

Lg Evi
Ist das eine ernstgemeinte Frage :?: Was machst du hier in Deutschland wenn du jemanden nicht leiden kannst?? Na ich denke mal nichts mit der Person zu tun haben, oder? Ist doch klar dass man nicht mit jedem zurecht kommt, also hält man sich meiner Meinung nach sowieso von so Personen fern.

Ich war zwar auch noch nicht in Oz, aber ich kann mir jetzt auch schon vorstellen, dass es irgendwann echt nervig wird immer das gleiche zu erzählen. Aber ich denke da müssen wir durch :wink:
Dez 06 - Okt 07 Australia

Neuseeland....März 2011
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Beitrag von EVI85 » 04.07.2006 - 22:43

@Pati:Naja, hier in D muss ich nicht auf Menschen zugehen. Normalerweise lernt man neue Bekanntschaften über Freunde kennen.
Aber wenn ich Menschen nicht ausstehen kann und diese mich nicht in Ruhe lassen, dann kann ich ihnen das schon mitteilen, dass ich keinerlei Interesse habe.
Nur alleine im Ausland stelle ich mir das irgendwie schwieriger vor.....
:???:

Lg Evi
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Beitrag von Mari » 05.07.2006 - 00:17

EVI85 hat geschrieben: Aber wenn ich Menschen nicht ausstehen kann und diese mich nicht in Ruhe lassen, dann kann ich ihnen das schon mitteilen, dass ich keinerlei Interesse habe.
Nur alleine im Ausland stelle ich mir das irgendwie schwieriger vor.....
:???:

Lg Evi
Nö, ganz im Gegenteil. Im Ausland fand ichs immer viel einfacher Leute zu meiden, die ich nicht leiden konnte bzw. die mir nicht symphatisch waren.
Wenn mir in einem Hostel oder auf einer Tour jemand auf den Keks ging, hab ich denjenigen eben gemieden oder wenns jemand ganz nerviges war, ihm oder ihr auch auf die "nette" Tour merken lassen, dass er/sie nervig ist.

Ich finde gerad, dass man im Ausland lernt, ehrlicher im Umgang mit Menschen zu sein. Wie oft hat man doch im deutschen Alltag die Situation, dass man mit Menschen zusammen trifft, die man nicht mag oder mit denen man eigentlich nicht so viel Zeit verbringen möchte - z.Bsp. Kommilitonen oder Bekannte von Freunden, mit denen man dann "gezwungenermaßen" auch zu tun hat. Im Alltag nimmt man so was oft hin und erduldet dann solche Zeitgenossen. Macht vielleicht sogar gute Miene zum bösen Spiel. Aber hintenrum wird gezickt.
Im Ausland sieht man Nervensägen eh nie wieder und da ist es einfach besser, gleich jemanden aus dem weg zu gehen als zu ertragen.

Die nächsten neuen Leute warten eh wieder im nächsten Hostel.
Ich zumindest hab mir das mit nach Hause genommen von meinen ganzen Reisen:
- mich nicht von anderen abhängig machen
- keine Menschen mehr mit einem Lächeln ertragen müssen, die ich eh nicht mag, sondern Klartext reden :wink:
- ehrlich sein, auch bei Freundschaften - wenn sie vorbei sind, sind sie vorbei

Grüße, Mari
2008 bis 2009: China
2010: Indien und die Azoren
2011: Nepal, Meck-Pomm und Polen
2012: --
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2014: China, Kambodscha, Malaysia ... I am on my way!
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Beitrag von catchat » 05.07.2006 - 07:18

genau mari - das ist auch mein größtes und wichtigstes souvenir von meinen reisen:
die ehrlichkeit.

ich bin nicht nur selbst ehrlich sonder erwarte es auch von anderen mir gegenüber.
lieber tut mal eine aussage weh für einen moment, als dass mir jemand etwas anderes sagt, als er/sie meint und ich den eigentlichen sinn erraten soll.
liebe grüsse
LilacLavender
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Beitrag von LilacLavender » 29.11.2006 - 18:21

Ist vielleicht schon etwas älter dieses Topic aber finde das Thema speziell für mich sehr interessant.

Ich würde mich selbst als ein nicht so kontaktfreudiger Mensch bezeichen, vielleicht sogar etwas schüchtern. Ich habe kein Problem mich mit Leuten zu unterhalten (auch wenn ich in größerer Runde eher zurückhaltend bin) aber scheue mich davor, von mir selbst aus auf Menschen zuzugehen. Trotzdem plane ich meinen Trip nach Australien, denn ich denke, dass dies genau die Möglichkeit ist einmal zu lernen etwas offener und selbstbewusster zu werden. Dennoch habe ich manchmal Zweifel, ob so ein WH Aufenthalt in Australien wirklich das richtige für mich ist, denn irgendwie hab ich schon Angst, dass ich nachher doch niemanden kennenlerne und die ganze Zeit alleine bin und damit nicht klarkomme. Aber andererseits hilft so ein Wurf ins kalte Wasser vielleicht um von mir aus auf andere Leute zuzugehen.

Was meint ihr? Lieber zu Hause sitzen und sich weiter hinter seiner scheinbaren Schüchternheit verstecken oder auf nach Australien und es wagen, selbst wenn man nach 2 Monaten enttäuscht nach Hause fährt (bzw fliegt ;-) ) Wäre echt über jeden Rat dankbar, mache mir in letzter Zeit echt viele Gedanken darüber!

Cheers,
Lilac
With every true friendship we build more firmly the foundations on which the peace of the whole world rests - Mahatma Ghandi
shyly
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Beitrag von shyly » 29.11.2006 - 18:39

hallo Lilac
ich weiß nicht ob es dir hilft da ich erst in februar fliege aber ich würde sagen aufjedenfall den trip machen.
in deinem text hab ich mich irgendwie wider erkant und es ist bei mir genauso, nur das mit den zweifel hab ich nicht da ich denke lieber eine erfahrung mehr "auch wens nur kürzer werden sollte" als garnicht erst wagen und dann sagen hätte ich doch bloß.

LG
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Beitrag von TylerDurden » 30.11.2006 - 06:38

schuechternheit ist nicht angeboren. man kann sich und seinen charakter aendern, wenn man es will und arbeit investiert und, wie du es ja gesagt hast, oft ins kalte wasser springt und sich ueberwindet.

du hast also genau zwei moeglichkeiten: deinen charakter (der eigentlich nicht "deiner" ist, sondern durch deine umwelt gepraegt wurde) akzeptieren und es mit der schuechternheit darauf ankommen zu lassen und zu hoffen, dass leute auf dich zukommen.
oder du bringst dich selbst oft in situationen, die dich veraendern. heisst speziell: du musst oft aus deiner comfort zone raus gehen. anders veraendert sich nichts. damit kannst du ueberall auf der welt anfangen. beim becker smalltalken oder in der disco jemand ansprechen. aber der GRUNDSATZ ist, wenn es nicht weh tut (unangenehm ist), dann veraendert sich nichts.
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Beitrag von diva987 » 13.05.2008 - 14:20

ich stoeber grad im forum rum, und dieses thema hat mein interesse gweckt, hab ich doch neulich versucht mal eine selbstanalyse zu machen, mein ergebnis: fuer mich ist es unglaublich schwer den anfang zu machen. wenn ich in eine lounge oder so von nem backpacker komme und die leute sitzen in gruppen zusammen oder lesen, ich mag mich ueberhaupt nicht einfach dazusetzen. um meine unsicherheit dann zu ueberspielen, tue ich auch so, als wuerde mich die menschem um mich herum gar nicht interessieren.
noch ein "problem" ich glaub wenn ich in gedanken versinke, mache ich ein eher unfreundliches gesicht, weswegen ich dann auch nicht unbedingt nagesprochen werde. und ich mag es nicht im mittelpunkt zu stehen, also zu einer gruppe von leuten zu sprechen. ich lasse mich auch ganz einfach unterbrechen oder abwuergen, wuerde niemals jemand anderen unterbrechen, so faellt's mir dann auch schwer mich in gespraeche einzubringen. das geht quasi erst wenn alle anderen nicht mehr wissen was sie sagen sollen, und eine gespraechspause entsteht bzw ich steh dann halt nur stumm und schweigend daneben und hab das gefuehl keiner interessiert sich fuer meine meinung und schalte ab.

waehrend meiner reise hat sich das noch nicht wirklich geaendert, aber ich glaub ich kann das problem jetzt mehr konkretisieren. vorher hab ich einfach nur gedacht ich bin schuechtern.
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pudding
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Beitrag von pudding » 16.05.2008 - 07:40

diva987 hat geschrieben:ich stoeber grad im forum rum, und dieses thema hat mein interesse gweckt, hab ich doch neulich versucht mal eine selbstanalyse zu machen, mein ergebnis: fuer mich ist es unglaublich schwer den anfang zu machen. wenn ich in eine lounge oder so von nem backpacker komme und die leute sitzen in gruppen zusammen oder lesen, ich mag mich ueberhaupt nicht einfach dazusetzen. um meine unsicherheit dann zu ueberspielen, tue ich auch so, als wuerde mich die menschem um mich herum gar nicht interessieren.
noch ein "problem" ich glaub wenn ich in gedanken versinke, mache ich ein eher unfreundliches gesicht, weswegen ich dann auch nicht unbedingt nagesprochen werde. und ich mag es nicht im mittelpunkt zu stehen, also zu einer gruppe von leuten zu sprechen. ich lasse mich auch ganz einfach unterbrechen oder abwuergen, wuerde niemals jemand anderen unterbrechen, so faellt's mir dann auch schwer mich in gespraeche einzubringen. das geht quasi erst wenn alle anderen nicht mehr wissen was sie sagen sollen, und eine gespraechspause entsteht bzw ich steh dann halt nur stumm und schweigend daneben und hab das gefuehl keiner interessiert sich fuer meine meinung und schalte ab.

waehrend meiner reise hat sich das noch nicht wirklich geaendert, aber ich glaub ich kann das problem jetzt mehr konkretisieren. vorher hab ich einfach nur gedacht ich bin schuechtern.
wenn ich so lese "angst den ersten schritt" zu machen dann erkenne ich mich darin selbst wieder. fuer mich ist es jedesmal eine ueberwindung sich einfach in einer gruppe zu gesellen. Einfach aus Angst abgewiesen zu werden. Sobald ich aber irgendein Zeichen von der Gruppe hab akzeptiert zu sein laeufts immer wie in butter :) Einzelne personen anzusprechen ist aber komischerweise kein problem fuer mich. Dennoch bin ich definitiv introvertiert wenn auch cnith schuechtern. wie ich neulich in einer statistik laas sind 70%-75% der Bevoelkerung extrovertiert.

Noch mal eine kurze Definition (nach MBTI) dazu:
Extroversion: Schoepft energie aus moeglichst abwechslungsreichen Kommunikationsabschnitten, eher "breite" anstatt "tiefe". Geneigt zu vielen "flacheren" Freundschaften.
Introversion: Schoepft Kraft aus dem alleinsein, eher "tiefe" anstatt "breite". Geneigt zu wenigen aber dafuer "tieferen" Freundschaften.

lg aus wellington,
till
Antworten

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