War ich zu unvorsichtig? Gefährliche Tiere in Australien!

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Notechis
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Re: War ich zu unvorsichtig? Gefährliche Tiere in Australien

Beitrag von Notechis » 27.03.2014 - 01:31

Chacco hat geschrieben:Ich habe natürlich nicht die Zeit, mich ewig mit dem Thema zu beschäftigen, aber weitläufig habe ich eher folgende Infos gefunden:
10 Meter ist deutlich über dem Durchschnitt und irgendwer hat wohl mal 50 Meter lange Tentakeln entdeckt und das wird natürlich jetzt überall referenziert.
Ob das stimmt, weiss ich nicht, ist mir auch relativ egal. Fakt ist aber, zu dieser Spezies sehr viele unterschiedliche Informationen vorliegen, auch in seriösen Medien.
Äm, bitte, jetzt im guten, wenn man wenig Zeit hat sich mit einem Thema zu beschäftigen, dann bitte auch keine "weitläufig .... folgenden Infos" weitergeben. Ganz einfach deswegen weil alleine schon die Aussage, dass 10 m deutlich über dem Durschnitt liegen schlicht und ergreifend falsch ist und auch nicht weiter verwunderlich weil die wenigsten Menschen Physalia physalis in natura oder auch nur im Museum gesehen haben. Ich habe Biologie studiert, eine Kollegin schreibt ihren phD über Quallen und an der UQ wird ebenfalls mit diesen Tieren gearbeitet, glaubst du, dass man dieser Institution Glauben schenken darf? Glaube schon ..... .
Es ist auch eine weitläufige Meinung oder Info, dass es nur einen giftigen (venomous) Octopus gibt (den man auch in Australien gut kennt) oder dass Komodo Warane durch Bakterien in ihrem Speichel ihre Beutetiere erlegen oder es nur eine giftige (venomous) Echse (Gila Krustenechse) gibt ..... also bitte wenn, vor allem naturwissenschaftliche, Infos weitergeben, dann richtige und durch Studien belegte :). Vor allem bezüglich der australischen Tier und Pflanzenwelt wird oft enormer Sche.... erzählt.

cheers.
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Re: War ich zu unvorsichtig? Gefährliche Tiere in Australien

Beitrag von Chacco » 27.03.2014 - 02:19

Notechis hat geschrieben:also bitte wenn, vor allem naturwissenschaftliche, Infos weitergeben, dann richtige und durch Studien belegte :). Vor allem bezüglich der australischen Tier und Pflanzenwelt wird oft enormer Sche.... erzählt.
Ich gebe dir generell Recht, aber so einfach ist das alles nicht. Es wird generell viel Mist erzählt und die Medien tragen ihren Teil dazu bei. Um bei der Wissenschaft zu bleiben, erwähne ich mal das Thema "Kampfhunde", unglaublich was da für ein Mist verbreitet wird.
Aber dann ist da die andere Seite, "durch Studien belegt" ist leider auch nicht immer vertrauenswürdig, man kann vieles mit Studien belegen, wenn man will. Ist so ähnlich wie mit den Statistiken, die kann man sich auch beliebig zurechtbiegen.

Also welchen Quellen soll man denn glauben? National Geographic scheint also Schund zu schreiben, Wikipedia eh, Britannica ebenfalls, bei verschiedenen Universitäten findet man gar keine detailierten Infos, viele Seiten schreiben von einander ab.

Wenn man jetzt nur noch über die Dinge reden sollte, auf deren Gebiet man Experte ist, dann würde die Welt verdammt still werden und es gäbe kaum noch Gesprächsthemen.
Ich informiere mich schon, bevor ich über Dinge rede, aber manchmal sind die Optionen limitiert. Und nein, nur weil du dich mit dem Thema beschäftigst, glaube ich dir jetzt nicht blind.
Ich habe übrigens schonmal eine Bluebottle in der Hand gehabt oder war es doch eine Physalia physalis, keine Ahnung. In den meisten Publikationen ist es ja ein und dasselbe. Fragen über Fragen :)
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Re: War ich zu unvorsichtig? Gefährliche Tiere in Australien

Beitrag von Notechis » 27.03.2014 - 12:19

ja ... puh, alleine schon beim wort "kampfhund" schwillt mir der hals .... ne klassische story die man als medium gut verkaufen kann, sonnenklar, dass da viel mist erzählt wird aber das wäre jetzt ein ganz anderes wochenfüllendes thema ^^.

aber es gibt da schon einen unterschied bezüglich der wisschenschaft, wenn man das thema "kampfhund" und "qualle" vergleicht, das geht so leicht nicht ;) und mir persönlich muss man selbstverständlich nicht glauben schenken, eh klar, davon gehe ich eigentlich auch nicht aus und verlange es natürlich auch nicht weswegen ich ja reverenzen angegeben habe ;) und das lehrbuch, das ich angab ist eines der besten überhaupt, im deutschsprachigen raum und eigentlich über jede diskussion erhaben ;) weil es sowohl von exzellenten uni als auch von durchschnittsunis für den lehrplan verwendet wird und die paper die ich angab (gibt ja noch viele mehr) sind auch nicht irgendwelche groschenpaper ;).

national geographic? ^^ also bei allem nötigen respekt, ich lese das teil ab und an schon gerne aber mit wissenschaft hat das weniger zu tun ^^. es gibt da so eine skala mit punkten die ein magazin für wissenschafter darstellt, eigentlich sinds zwei, die erste ist rein wieviele menschen ein magazin erreicht, je mehr punkte ein magazin bekommt desto "größer" ist es. hier liegt das national geo natürlich sehr weit vorne. die zweite skala ist aber die wichtigere und zwar wie gut ein magazin auf dem jeweiligen fachbereich ist, soll heißen wie viele "gleich gesinnte experten" oder prinzipiell wissenschafter dieses magazin lesen und da rengiert das national geo eher ...... unten ^^. also ich würde prinzipiell nicht alles für bare münzen nehmen, nur weil ein magazin von vielen leuten gelesen wird.

bei wikipedia ists auch nicht so einfach, da muss man auch immer sehr aufpassen was man liest aber da es vor einigen jahren mal so einen rechtsstreit bezüglich referenzen gegeben hat, hat sich das deutlich gebessert und ich hab jetzt kurz nachgesehen was so im wiki über physalia sp steht und siehe da, referenz 5 ist genau das lehrbuch, das ich angegeben habe ^^. da bin ich jetzt auch nicht weiter verwundert, da dieses buch einfach im lehrplan enthalten ist ...... ist ein standardwerk.

also bei diversen unis auf deren meeresbiologischen departments findet man doch eh haufenweise gutes zeug über diese arten ..... das blöde ist halt nur, dass man ersten dafür oft recht viel zeit braucht und zweitens viele paper etwas kosten und leider nur für uniangestellte gratis sind .... ärgerlich.

aber nochmal, man darf mir hier schon glauben schenken was die länge des haupttentakels anbelangt ;). 50 m ist ja auch mit sicherheit nicht häufig aber es kann erreicht werden, 30 ist lange und auch nur bei erwachsenen exemplaren zu finden aber 10 m als durschnitt anzugeben oder sogar als darüber zu bezeichnen ist sicher nicht korrekt ;).

das erinnert mich wieder an diverse stories die man über die giftigen tiere australiens hört ..... killt einen in so und so vielen minuten .... springt dich gleich an und zerfleischt dich *lach* ist immer amüsant wenn man solchen gesprächen lauscht *g*.

cheers.

p.s.: eine ph. physalis glaube ich nicht, dass du, wenn es in australien war, in der hand gehabt hast ;).
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Re: War ich zu unvorsichtig? Gefährliche Tiere in Australien

Beitrag von hawtin » 28.04.2014 - 19:32

Am meisten machen mir eigentlich die Quallen Sorgen!
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Re: War ich zu unvorsichtig? Gefährliche Tiere in Australien

Beitrag von Chacco » 30.04.2014 - 15:18

Notechis hat geschrieben: p.s.: eine ph. physalis glaube ich nicht, dass du, wenn es in australien war, in der hand gehabt hast ;).
Wie gesagt, ich weiss nicht, was es genau war:

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