nichts wird wieder so sein wie es einmal war

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leuchti
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nichts wird wieder so sein wie es einmal war

Beitrag von leuchti » 01.10.2003 - 00:17

hallo alle zusammen...

hab mir gerade den vorletzten bericht von mira durchgelesen. den sie am 16.09.03 verfasst hat... http://www.reisebine.de/Mira/reportausg ... .asp?ID=41 ....oh man hab mir schon die ganzen berichte durch gelesen. ich find sie kann super schreiben..!

aber wenn ich mir diesen bericht durchlese...ich find er ist ganz schön zum nach denken. aber ich denk sie hat voll recht, oder was heißt recht haben. sie erlebt es ja an haut und haar.

sie meint, dass sie sich schon sehr verändert hat. man kann es sogar mitlesen. ich find sie hat ein mega selbstvertrauen bekommen oder?
und im allgemeinen verändert man sich doch. ich mein, am ende ist es ja auch die absicht, wieso man sich ein jahr aufmacht nach DU.

Aber jetzt meine frage: erkennen denn leute aus der heimat...hier aus deutschland...ertkennen sie einen wieder? die familie wird sie einem fremd oder umgekehrt wird man der ganzen familie fremd? oder kann das nicht passieren?

und freunde sie werden sich auch weiterentwickeln wie man selber auch. aber verlieren möchte man doch keinen!? wenn man regelmäßig in kontakt bleibt, was sicherlich nicht einfach ist, wird man sich dann trotzdem fremd?

was meint ihr?

find das schon komisch (sogar etwas unheimlich)

...aber wieder riesen kompliment an mira..! und viel glück weiterhin...

grüsse andre
Mariposa
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Beitrag von Mariposa » 01.10.2003 - 04:05

Ob ich mich veraendert habe, kann ich noch nicht sagen.
Ich habe noch 4 Tage in DU und eine Woche auf Bali.
Ich bin jetzt schon nervoes, freue mich gar nicht, und ich habe Durchfall (kein Witz!). Ich bin nervoeser als vor der grossen Reise, ich denke vor allem, weil ich NICHTS in Deutschland habe. Wuerde mich nicht wundern, wenn ich gleich wieder weg waere. :wink:

Ach ja, eins ist klar. Man wird durch den Trip so furchtbar mutig. :cool:
Miri
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Beitrag von Miri » 01.10.2003 - 11:17

Ein Kumpel von mir war auch schon in Australien, aber "nur" 3 Monate und er sagte zu mir: Du wirst am liebsten da bleiben wollen.

Bin schon am überlegen, ob ich mir nicht im März 2004, wenn die WHV für Neuseeland vergeben werden gleich noch ein Jahr Neuseeland ranzuhängen... :wink: aber dazu muß auch erst die Kohle reichen :roll: ...

ich freu mich schon sooooooo riesig... warte eigentlich immer noch auf die Angst *g*
Mira
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Veraenderungen

Beitrag von Mira » 01.10.2003 - 15:12

Hallo Andre!
Erst mal lieben Dank fuer das Kompliment! Ist immer voll aufbauend, nette Worte zu hoeren...
:wink:

Tja, das mit dem Freunde verlieren war auch so eine Sache, ueber die ich mir schon vor meiner Abreise viele Gedanken gemacht habe.
Eigentlich waechst man ja durch Veraenderungen nur, und sobald man sich mit manchen Freunden auseineinandergelebt hat, findet man auch schon wieder neue auf der gleichen Wellenlaenge.
Nur leben die nach so ner Reise vielleicht in Canada, Brasilien, oder sonstwo...

Das heisst einerseits:
Man sieht sie nicht oft, Kontakt halten ist schwierig...

andererseits hat man viele nette Plaetze zum billig Ferien machen, auf der ganzen Welt... :grins:

Was ich mit dem Bericht klarmachen wollte:
Neues gewinnen und altes verlieren gehoert beim reisen irgendwie zusammen!

sonnige Gruesse von Mira
Das Leben ist schön!
Gast

Beitrag von Gast » 03.10.2003 - 14:57

Tja, mit den Freunden ist das so ne Sache. Richtige oder auch lebenslange Freunde gibt es sowieso nicht so viele. Wichtig ist, dass man die gleiche Wellenlänge hat. Allerdings kann man sich auch gerade wenn man noch jünger ist, und die Entwicklungsphase noch nicht abgeschlossen hat (obwohl ich der Meinung bin, dass man sich sein ganzes Leben weiterentwickeln kann, wenn man noch einen Klaren Kopf hat), von einer Person weg oder zu einer Person hin "bewegen". Das kann auch auf so einer Reise passieren, wenn man so lange von seinen Freunden in Deutschland "isoliert" ist. Wahrscheinlich ist, dass man viel Neues dazulernt und neue Freunde findet.
Vielleicht kann man eine so lange Reise (bei mir sinds 8 Monate) auch als Identitätsfindung bezeichnen.

Matse :roll:
leuchti
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Beitrag von leuchti » 25.11.2003 - 15:14

hey nun auch schon aus sydney

also bin schon voll deiner meinung. ich hoff auch das ich mich ein wenig selber finde und vorallem reifer werd. also was heist reifer einfach selbststaendiger. das passiert auf jedenfall schon in den zwei wochen in den ich heir bin. ich lern grad zu schaetzen das lebensmittel sehr sehr teuer sind:0)

aber mit den freundin find ich geht man muss halt einfach dran bleiben und sich melden. hab jetzt auch noch meine freundin zu haus. das war noch einweing schwerer. aber bis jetzt geht es.und funktioniert gut. aber was sind auch zwei wochen. ge...

auf jeden fall bin ich jetzt auch inviziert :smile:

leuchti
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Beitrag von anjanewstyle » 23.09.2005 - 15:47

Also ich war auch nur 3 Monate weg und hatte aber auch schon das Gefühl, mich verändert zu haben, obwohl ich selbst nicht beurteilen konnte, in welche Richtung oder ob ich das selbst positiv oder negativ finde.

Jedenfalls hatte ich auch total Schiss vor dem Heimkommen und wie das wohl mit allen Freunden so sein wird. War mir echt sicher, dass ich mich nur noch als Außenseiter fühlen würde.

Aber bis jetzt (bin erst seit ein paar Tagen wieder daheim) bin ich total positiv überrascht. Verstehe mich mit allen Leuten immer noch super und es kommt mir überhaupt nicht so vor, als ob ich ein Vierteljahr nicht in Deutschland gewesen wäre. Daheim passiert einfach nicht so viel, es ist alles, wie es vorher war.

Das kann natürlich bei mir auch daran liegen, dass 3 Monate keine allzu lange Zeit sind.

Aber natürlich hat mich auch jetzt schon wieder das Fernweh gepackt und ich würde am liebsten wieder zurück nach DU oder auf einen anderen Teil auf der Welt :sad:

Liebe Grüße an alle Traveller oder an die, die es noch werden wollen,
Anja
Shue
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Beitrag von Shue » 24.09.2005 - 06:08

Bei mir ist es sicher so, dass ich mich durchaus stark verändert habe (bin jetzt schon knapp acht Monate in DU). Neulich sagte meine Mutter am Telefon, dass sie schon ganz gespannt sei mich wiederzusehen, weil sie findet, sie könne mir auf meinen Fotos ansehen, dass ich mich total verändert hätte. Und damit war eindeutig nicht gemeint, dass ich vielleicht drei Kilos abgespeckt habe ;) sondern dass meine Austrahlung wohl neuerdings anders sein muss.

Ich kann das selber natürlich nicht sehen, aber dass ich mich verändert habe, weiß ich selber auch. Allein wenn es darum geht, zu wissen was man im Leben (nicht) will und das dann auch entsprechend zu handhaben. Ich glaube aber, dass gute Freunde (von denen man wirklich nicht sehr viele hat) damit kein Problem haben werden. Meine beste Freundin z. B. wird das sicher auch weiter bleiben. Und bei Bekanntschaften, die sowieso meist nicht sonderlich tiefgründig waren, wird es auch kein Problem sein, wenn sich das dann im Sande verläuft wenn ich zurück zu Hause bin. Solche Leute findet man jederzeit neu. Aber gerade mit meiner Familie und zwei drei engen Freunden sehe ich persönlich da kein Problem. Wie schnell, ob überhaupt ich wieder in mein "normales" Leben zurückfinden werde, wird die Zeit zeigen. :)
...
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Beitrag von Xenia » 24.09.2005 - 09:36

Genau vor dem habe ich auch grossen Respekt, wenn ich für fast ein Jahr nach DU gehe. Wie ich mich kenne, wird diese Reise sehr auf mein Inneres wie Äusseres einfluss nehmen. Schon jetzt fühle ich mich anders, weil ich den Schritt gewagt habe und einen Traum verwirkliche. Ich bin in der letzten Zeit viel glücklicher, fühle mich fitter und selbstbewusster und ich denke wenn ich zurück komme, werde ich wohl ein ziemlich anderer Mensch sein. Alle die mich kennen, sagen das selbe und sie denken auch, dass ich wohl gar nicht zurück komme oder wenn, dann nur sehr kurz. Irgendwie lustig, wenn alle schon so reden ^^ naja ich lass mich überraschen und wir werden ja sehen wo es mich hintreibt.
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Beitrag von -lotte- » 24.09.2005 - 13:18

Ich habe irgendwie genau das Gegenteil erlebt...ich habe mich während meiner Reise (8monate)extrem verändert, war bevor ich nach Australien gegnagen bin etwas schüchtern und nicht wahnsinnig selbstbewusst, das hat sich in Australien echt geändert, ich wusste genau was ich wollte, und ich war sehr glücklich, hab leicht Leute kennengelernt und hatte auch gerne viele Leute um mich herum.

Natürlich hab ich trotzdem meine Freunde hier vermisst und mich total gefreut sie wiederzusehen. Ich dachte auch ich bin jetzt viel stärker und kann mit allem viel besser umgehen...Aber mittlerweile (3 Monate hier) hat es sich extrem ins Gegenteil gewandelt. Ich bin irgendwie noch viel unsicherer als davor, komme mit meinen Freunden, selbst meiner besten Freundin nicht mehr auf die gleiche Wellenlänge, fühle mich auch irgendwie ausgeschlossen, obwohl hier auch vieles geändert hat, viele Freunde sind zum studieren weg oder waren auch im Ausland, also sie haben sich untereinander auch selten gesehen. Aber ich bin nur noch sehr ungerne unter Menschen, fühle mich immer sehr unsicher und fühle mich am wohlsten ganz alleine. Ich erkenne mich selbst überhaupt nicht wieder, mir fallen small-talk-gespräche so schwer, obwohl in Australien ja tagtäglich nur gesmalltalkt wird...

Vielleicht ist das auch, weil ich die ganze Zeit 0 Rücksicht auf irgendjemanden nehmen musste und jetzt plötzlich wieder in den Freundekreis hineingeworfen werde und auch leichter andere Leute verletze und vor den Kopf stosse.

Ich hätte nie gedacht dass das so läuft und bin total traurig darüber weil ih eine so tolle Zeit hatte in Oz und jetzt nicht weiss, warum es plötzlich so schwer ist hier. Hat jemand das so ähnlich erlebt ?Wird das wieder besser?
Ich ziehe aber jetzt erstmal in eine andre Stadt zum studieren, denke dass das auch hilft...

Sorry für das Monsterposting ;)
Ben81
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Beitrag von Ben81 » 30.09.2005 - 15:59

Da kann ich lotte nur voll zu stimmen. Ich koennte mich auch ohne Ende darueber auslassen wie mich Australien veraendert hat und ich jetzt auf einmal nicht mehr in die "alte" Welt passe.
Vielleicht liegt es daran, dass ich andere Ansprueche an meine Gegenueber stelle oder dass ich mich mit dem "normalen" nicht mehr begnuege. Denn hier zu Hause in meinem kleinen Dorf in Westfalen hat sich fast nix veraendert. Jeder hat seinen Job oder ist mal wieder arbeitslos und alle beschweren sich ueber alles! Da komm ich nicht mit. Es gibt auf einmal nicht mehr die interessanten Reiseberichte zu hoeren, sondern "nur" die Diskussion ueber Fussball oder Politik.

Ich zieh mich immer haeufiger zurueck. Waehrend meine "Freunde"/Bekannten zum Fussballplatz Sonntags gehen, dann sitze ich am Computer und schreibe e-Mails in die Welt. Das gibt mir mehr. Das ist fuer mich sehr krass, da ich immer mit meinen Leuten was unternommen habe und selten alleine zu Hause sass. Ich habe sogar mein geliebtes Fussball aufgegeben, da ich mit den Leuten nicht mehr klar komme.

@ lotte: Tipps hab ich keine. Ich versuchs einfach mal mit nem Kompromiss. Ich mach mein Ding. Versuche so oft wie moeglich aus der Dorfwelt zu entfliehen. So war ich letzte Woche erst auf dem Oktoberfest. Zum aller ersten mal fuer mich. Und bald soll es nach London gehen. Immer nur fuer ein paar Tage bis ich naechstes Jahr anfangen kann zu studieren. Der Rest bleibt Dorfalltag...
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! So long...

Seit 02.09.05 wieder zurueck... *schluchz*
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Beitrag von Mariposa » 30.09.2005 - 16:25

Mein voriger Eintrag ist genau 2 Jahre alt. *smile*. Komm hier wohl nicht weg.
Ich bin ja auch nicht in Deutschland geblieben und bin total froh darüber. Ich habe noch zu ALLEN (überleg) Freunden Kontakt, und fast alle haben mich schon besucht. Ich sehe es als Entwicklung. Hab ich halt noch mehr Freunde. In die alte Welt passe ich halt nicht mehr rein. Fand ich nach meiner Rückkehr auch furchtbar, mittlerweile seh ich s positiv. Es ist in der Tat noch mal eine Herausforderung mehr, sich wieder in Deutschland zurecht zu finden, wobei andere wiederum total froh sind, wieder daheim zu sein, kommt halt auf den Typ an.
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Jeder ändert sich, egal wo, wann und wie !

Beitrag von Tommy » 21.12.2005 - 16:18

Also meiner Meinung nach ändert man sich überall. Auch wenn man 1 jahr sein altes leben lebt. Der einzige grosse Unterschied ist der grad der veränderung. Während man in seinem 'normalem' Leben sich langsam verändert macht eine gross längere reise schon eine grosse veränderung aus.

Ich selber habe mich sehr verändert. Meine Lebensziele und -ideale haben sich sehr verändert. Eine grosse Reise geht an keinem spurlos vorrüber und fast jeder bekommt dieses Gefühl mehr sehen zu wollen und das irgendwie die zeit viel zu schnell vorrüber ist.

-Tom
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Beitrag von Rebecca2310 » 23.12.2005 - 20:47

Mir hat das Wegziehen zum Studieren auf jeden Fall geholfen! Ich hab zwar bei mir zu Hause gute Freunde, mit denen ich mich auch nach meiner Reise noch gut/sher gut verstanden hab, aber manchmal lagen wir halt nicht mehr auf der gleichen Wellenlänge, im Gegenteil zu früher. Das hat mich gestört und ich nehme an, dass es für mich besser ist, meine Freunde nicht mehr jeden Tag zu sehen, sondern nur alle paar Wochen und sonst mit ihnen zu telefonieren. Und wenn ich dann mal für 2 Wochen zu Hause, dann klappts auch.

Durch den Umzug kann ich auf jeden Fall ganz von vorn anfangen, wenn man will sogar wie in Australien. Meine Wohnung erinnert mich auf jeden Fall immer an diesen Lebensabschnitt.

Ich denke auch, dass sich jeder Mensch verändert, wie Tommy es meinte, es liegt wikrlich nur an dem Grad der Veränderung und in welcher Hinsicht man sich verändert hat. Denn ich denke nicht, dass meine Freunde(die zu Hause bei Mami und Papi wohnen) in dem Jahr, wo ich weg war, einen Funken an Selbstständigkeit bekommen haben.
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Beitrag von Shue » 02.01.2006 - 09:52

Bei mir ist es ja in 14 Tagen soweit, dass ich wieder zu Hause bin. Hilfe und Hurra gleichzeitig... Im Grossen und Ganzen freu ich mich aber riesig. Nun muss ich in den letzten Tagen vermehrt feststellen, dass sich nicht nur ich, sondern auch daheim so einiges geaendert hat. Eigentlich ist das ja klar, aber trotzdem muss ich gerade ein zwei kleine Schocks verarbeiten. Zum einen ist vor einer Woche meine Oma verstorben, was zwar schon lange erwartet war, aber dennoch... Dann wird in sechs Monaten meine beste Freundin heiraten und ich kenne ihren Neuen noch gar nicht mal, weil ich ein ganzes Jahr weg war. Waaah! ;) Das fiel mir gard zum Betreff dieses Threads "nichts wird wieder so sein wie es war"ein...

LG und Happy New Year Euch allen! :)
Sarah
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Beitrag von osx_lover » 02.01.2006 - 10:49

Ich bin schon sehr gespannt, was mich in Deutschland erwartet, wenn ich dieses Jahr fuer ein paar Wochen dort Urlaub mache, family besuche etc.. Ich erwarte aber keine grossen Schocks - da waere ich sonst schon vorher vorgewarnt worden. Aber es ist schon irgendwie interessant zu erfahren wie sich vieles veraendert hat, ob das nun die Leute sind, die Umgebung oder das Ganze drumherum....

Schoenes Neues Jahr an alle! Hoffe ihr habt schoen gefeiert!
Laura
Viele Gruesse aus Perth...
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Beitrag von Bonnie » 02.01.2006 - 13:57

Hallo Shue,

dass tut mir sehr Leid mit Deiner Oma! Da habe ich in Australien auch immer Angst vor gehabt, dass meine "Tante" sie ist 94 sterben könnte und ich nicht da bin! Sie war so traurig, als wir gefahren sind! Sie lebt aber zum Glück immer noch!

Mein Mann und ich haben uns wahnsinnig während diesem Jahr verändert und es war am Anfang sehr, sehr schwer für uns gewesen. Vor allem mit meiner besten Freundin, mit der ich zwar während des Jahres regelmäßig telefoniert habe, hatte sich leider einiges geändert. Ich hatte das Gefühl, sie würde mich nicht mehr verstehen und sie hatte das Gefühl, ich hätte mich so sehr verändert, dass sie mich gar nicht mehr erkennen würde! Ich habe nur noch von Australien geschwärmt......Sie war so froh, dass ich wieder da war und ich war so traurig wieder in Deutschland sein zu müssen. Unsere Freundschaft war dann leider nach 16 Jahren nicht mehr so wie sie es vorher war. Irgendwie war es anders. Wir konnten nicht mehr so gut über alles reden. Sie wollten nicht wahrhaben, dass uns Deutschland einfach nicht mehr hällt und wir wieder weg wollen.Dann sind wir auch schon gleich wieder nach Irland umgezogen und wir konnten wieder nur telefonieren. Während meiner Zeit in Irland ist sie dann bei einem Lawinenunglück gestorben und ich mache mir noch jetzt Vorwürfe. Ich habe mich zwar mit Ihr ausgesprochen gehabt und Ihr gesagt,dass ich Zeit brauche mich wieder in mein "altes Leben" reinzufinden und sie mir auch immer noch sehr wichtig ist aber ich hatte dann nie wieder die Chance bekommen, dass alles wie in alten Zeiten war! Das tut mir immer noch schrecklich weh obwohl es mittlerweile auch schon fast 1 Jahr her ist. Nichts wird daher wieder so sein wie es war und in diesem Fall ist es für mich fast unerträglich! :cry:


Ich bin auch nie wieder der Mensch geworden der ich vorher war, was ich allerdings auch gut finde. Ich bin viel Selbstbewußter geworden, weiß jetzt genau was ich vom Leben will und das ich mein Leben nicht in Deutschland leben möchte! Sondern langfristig nach Australien zurück möchte! Die Welt ist so groß und wunderschön und ich möchte noch so viel mit meinem Mann sehen und erleben!!!! Das Leben kann so schnell vorbei sein und daher sollte man es genießen und seine Träume auch Leben!

Dir Shue wünsche ich einen guten Start in Deutschland. Aber Du freust Dich ja sowieso auch schon zurück zu kommen und daher wird es für Dich bestimmt auch nicht so schwer werden.
Dont dream your LIFE - LIVE your DREAM!!!
:grins: AROUND AUSTRALIA Okt.2003-Okt.2004
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Beitrag von travellexi21 » 14.02.2006 - 08:34

Ich bin schon so aufgeregt. Ich fliege in einigen Stunden nach 10 Monaten Australien und Neuseeland nach Hause. Eigentlich denke ich von mir bis jetzt nicht, dass ich mich grossartig veraendert habe, ausser dass mein Selbstvertrauen gewachsen ist und dass ich jeden Tag noch mehr auskoste als frueher, denn es kann schneller vorbei sein, als man denkt...
Mein Freund ist zu Hause geblieben und er meint, dass ich mich schon etwas veraendert habe, so wie er es per Telefon beurteilen kann. Ich bin mal gespannt und hoffe nur zum Positiven. Ich freu mich momentan auf's Wiedersehen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass ich bald wieder fluechten will (vor Deutschland). Ich hab mir zwar viel vorgenommen, dass ich nicht mehr in diesen Alltagstrott verfalle, aber so wie ich es von anderen gehoert habe, holt er mich schneller ein, als es mir lieb ist, und das will ich auf keinen Fall! ich werd's sehen.....
Geht nicht - gibts nicht!
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Beitrag von zwiebelchen83 » 02.03.2006 - 19:27

Hallo!

ich muss Lotte und Ben zustimmen... Irgendwie ist nichts mehr wie es vorher war. Die Freunde bleiben zwar aber man ist kaum noch auf der gleichen Wellenlänge mit ihnen.
Ich bin seit einem halben Jahr wieder da (ein Jahr Australien und Thailand) und geh momentan wieder in die Schule damit ich danach studieren kann. Aber momentan überlege ich ob das überhaupt was für mich ist... statt trocken die Theorie zu pauken - in einem Deutschland wo sich einfach nichts verändert und die Leute oftmals ziemlich "kurzsichtig" und pessimistisch sind - überlege ich manchmal ob ich nicht wieder weggehen soll. Eine Ausbildung habe ich zwar schon, aber ich würde nur ungern wieder in den Informatikbereich zurückkehren. Ich hätte gerne eine Arbeit in der man aktiv ist und nicht nur im grauen Büro hockt.

hm, ihr studiert alle... zieht es euch denn nicht wieder in die Welt hinaus? Mir fehlt es total mich mal "überregional" zu unterhalten und neue Leute kennen zu lernen. Der Dorfalltag und seine Geschehen sind nicht all zu spannend...

Zwiebelchen
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Beitrag von EVI85 » 02.03.2006 - 23:31

Hallo.
Ich hab gestern was über Australien gelesen, wie das Leben sein könnte, wenn man nicht als Traveller sondern als Einwanderer dort lebt ( im Forum). Und so wie sich das anhört, weiss ich nicht, ob es viel besser ist, in Australien zu leben. Jedes Land hat seine Vor- und Nachteile.
Ich war in den USA und es war wunderschön. Ich würd sicher auch gern mal ne längere Tour durch die USA machen, aber wohnen möcht ich dort nicht, weil ich mit der Mentalität der Amis ned klar komm.
Nach 7 Monaten Australienaufenthalt wieder Zuhause ...=(..........im Westen war s am Schönsten!!!!!!!
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