Jetzt bin ich froh, dass ich erst gespart habe!

Alles rund ums liebe Geld: Fragen & Tipps zu Kontoeröffnungen, Kreditkarten, Banken, Geldtransfer, etc.

Moderator: Yassakka

Antworten
nina06
Mitglied
Beiträge: 117
Registriert: 02.11.2005 - 13:59
Wohnort: bremen
Kontaktdaten:

Jetzt bin ich froh, dass ich erst gespart habe!

Beitrag von nina06 » 22.05.2006 - 07:47

Hallo zusammen,
ich habe vor meinem Abflug hier sehr oft Fragen zum thema Reisekasse gestellt. Jetzt bin ich seit 5 wochen hier, in australien, und bin wirklich froh, dass ich auf die Antworten gehoert habe und nicht mit 2000 euro oder so losgeflogen bin.
Ich bin die ersten Wochen wirklich gut klar gekommen, habe im Auto geschlafen und bin so mit 800$ gut klargekommen.
Aber dann ist unser Auto kaputtgegangen, reparaturkosten 2800$, dazu kommt, dass wir jetzt in hostels einchecken muessen, was auch wieder kostet. Eigentlich wollten wir schon beim naechsten Arbeitsort angekommen sein und Geld verdienen. Jetzt sitzen wir schon 2 Wochen hier fest, weil die werkstatt uns immer wieder auf den naechsten tag vertroestet. also wird unser budget jeden Tag knapper ohne gross was zu sehen.
Will damit nur sagen, dass man wirklich mal pech haben kann, und dann ist es schon gut etwas Geld zu haben.
haette ich versucht, wie ichs zuest geplant hatte, mit 2000Euro herzukommen, koennte ich jetzt wohl wieder nach hause.
Also vielen dank an alle die mir davon abgeraten haben.
catchat
VIP Member
Beiträge: 3696
Registriert: 18.09.2002 - 14:45
Wohnort: 40 Jahre / Osnabrück
Kontaktdaten:

Beitrag von catchat » 22.05.2006 - 08:15

danke fuer diesen beitrag, nina - es ist so wichtig, dass man nicht blauaeugig losfaehrt. gut, dass du ein kleines polster hast und ich druecke dir fest die daumen, dass du bald los kannst und arbeit findest!
liebe grüsse
Jinx
VIP Member
Beiträge: 864
Registriert: 31.12.2003 - 15:43
Wohnort: Bremen :::: 32 Jahre
Kontaktdaten:

Beitrag von Jinx » 22.05.2006 - 08:29

Ja, ich bedanke mich auch für den Beitrag. Denn immerhin wärst du auch fast eine der 2000 Euro Brigade geworden. So sehen die Leute, dass es eben doch nicht so schlecht ist, auf unsere Erfahrungen zu hören :wink: Man weiß eben nie was kommt. Wünsch dir, dass du bald an Job und Geld kommst. LG, Jen
alex82
Reisebine Redakteurin
Beiträge: 1375
Registriert: 26.07.2002 - 18:44
Wohnort: München, 32 Jahre

Beitrag von alex82 » 22.05.2006 - 08:32

moin nina,

ich wünsch dir, dass euer Auto bald wieder fit ist und ihr die Weiterreise antreten könnt.

Ich hab dein Thema als wichtig editiert damit es ne zeitlang auf jeden Fall oben bleibt, um von möglichst vielen (ich-will-mit-weniger-als-2000Euro-los) Travellern gelesen werden kann :)

LG und viel Glück und Spass in Oz
travels: Australia, New Zealand, 2x Scotland, Ireland, Thailand, Japan, Sweden, Finland, Norway
planned: Australia
Bonnie
VIP Member
Beiträge: 696
Registriert: 07.02.2003 - 09:27
Wohnort: Schweiz/ 33 Jahre

Beitrag von Bonnie » 22.05.2006 - 13:29

G’day Nina,

ich finde es auch super, dass Du den Beitrag hier geschrieben hast. Denn so schnell kann es gehen und ich hoffe, dass sich viele dieses Post zu Herzen nehmen!

Dir wünsche ich, dass Ihr schon bald wieder on the road seid. Fingers crossed!

LG, Danni
Dont dream your LIFE - LIVE your DREAM!!!
:grins: AROUND AUSTRALIA Okt.2003-Okt.2004
frühlingswind79
Mitglied
Beiträge: 56
Registriert: 15.04.2006 - 21:16

Beitrag von frühlingswind79 » 22.05.2006 - 18:04

Wünsche dir ebenfalls, dass du bald "durchstarten" kannst. :-)

Aber dennoch bin ich der Meinung, dass ein gewisser Risikofaktor beim Autokauf hinzugerechnet werden muss. Sprich: hat man kein Auto verringert sich doch die Gefahr viel Geld für aussergewöhnliche Maßnahmen hinblättern zu müssen. Hat man eins, muss man mit gelegentlichen Reparaturen rechnen. Gilt ja auch hier in Deutschland.

Gibt bestimmt einige solcher aussergewöhnlichen Situationen, Auto ist ja nur eines davon. Muss man trotzdem ständig in Angst leben wenn man NUR mit den benötigten 3.000 euro einreist die für das Visum benötigt werden?

Man kann es riskieren. Mehr als scheitern kann man ja nicht. Aber ich muss schon sagen, wenn ich mir dort ein Auto zulegen wollte, klar würd ich nochmal das doppelte des Anschaffungswertes nur für Pannen einplanen. Ist doch klar. Man ist ja noch mehr angewiesen auf das Auto als zu Hause in Deutschland (Schlafplatz, Transportmittel speziell um was zu sehen und um weiterziehen können wenn man auf Jobsuche ist).

:grins: dieses Thema ist eigentlich eher zur Warnung von extrem blauäugigen gedacht --> 2000 Euro Startkapital + Autokauf!!!! Aber sicher doch.

Macht doch nicht allen anderen Angst die bescheidener dort leben wollen :wink:
Bonnie
VIP Member
Beiträge: 696
Registriert: 07.02.2003 - 09:27
Wohnort: Schweiz/ 33 Jahre

Beitrag von Bonnie » 22.05.2006 - 19:38

frühlingswind79 hat geschrieben:Macht doch nicht allen anderen Angst die bescheidener dort leben wollen :wink:
Hallo Frühlingswind79,

es geht hier eigentlich gar nicht ums Angst machen. Keiner im Forum will hier irgend jemanden Angst machen. Es geht eher einfach um Tatsachen. Außerdem bleibt es ja letztendlich doch jedem selber überlassen was er macht und wieviel Geld er mitnimmt. Es geht einfach nur darum sich vorher Gedanken zu machen und nicht so blauäugig loszufahren und sich dann zu wundern, wenn man nach schon kurzer Zeit wieder in Deutschland ist, weil das mit dem Geld nicht funktioniert hat oder man während des ganzen Trips nichts sieht, weil man eben nur mit Arbeiten beschäftigt ist.

Es geht hier vor allem um die, die noch nicht in OZ waren, einen Üœberblick zu geben und darauf hinzuweisen, dass es eben besser ist mehr Geld mitzunehmen und in Deutschland schon mal zu Arbeiten als mit quasi nix nach Australia zu fahren.

Klar ist das Risiko ohne Auto geringer aber trotzdem würde ich ein gewisses Polster mitnehmen. Man weiß ja nie wie es kommt und Freunde von uns waren eigentlich immer nur auf der Jobsuche und sind von einem Ort zum nächsten gerast während wir einfach Australien erkundet haben und nicht in Zeitdruck waren einen Job zu finden und dann auch einen guten Job bekommen haben.

Cheers, Danni
Dont dream your LIFE - LIVE your DREAM!!!
:grins: AROUND AUSTRALIA Okt.2003-Okt.2004
frühlingswind79
Mitglied
Beiträge: 56
Registriert: 15.04.2006 - 21:16

Beitrag von frühlingswind79 » 22.05.2006 - 20:02

Sorry, sollte kein riesen Vorwurf sein.... nur ein klitze kleiner ;-)

Dessen bin ich mir bewusst: jeder hat einen individuellen Charakter, Ziele und Erwartungen. Ich persönlich profitiere von den Erfahrung derjeniger die schon in OZ waren. Wer nicht hier im Forum.

Wenn man der Meinung ist, mit wenig Geld (+/- 3.000 Euro ) rüber zu gehen (so wie ich) sollte man sich bewusst sein es vielleicht nicht ein ganzes Jahr zu schaffen und bestimmt nicht ohne die meiste Zeit zu arbeiten. Ich arbeite nun seit 8 Monaten in Irland wegen der Sprache und der Arbeitserfahrung. Und möchte diese Ziele in Australien fortführen in einem Land das weiter und interessanter für mich scheint. Es ist schwer zu beschreiben welche Vorstellung jeder einzelne hat aber ich finde schon dass es oft, und dass nicht nur in diesem Forum, im allgemeinen zu pessimistisch gesehen wird....... und von blauäugigen zu optimistisch.

Ich mache mir jeden Tag Gedanken darüber ob ich scheitern werde oder nicht. Bin mein größter Kritiker und kann von "Fremden" nicht erwarten an mein Ziel zu glauben. Kann auf Tipps und Tricks hoffen, die es in diesem Forum jede Menge gibt. Zum Glück.

Aber......... ist es denn immer hoffnungslos wenn man mit wenig Geld einreist oder ist das ganze nur um einiges schwerer?!
Jinx
VIP Member
Beiträge: 864
Registriert: 31.12.2003 - 15:43
Wohnort: Bremen :::: 32 Jahre
Kontaktdaten:

Beitrag von Jinx » 22.05.2006 - 20:21

Das Problem ist: Irgendwas kann immer passieren. Bei Nina ist es eine Auto Reparatur, ein Autounfall (hatte drei Bekannte von mir), bei mir und einigen anderen Diebstähle (1000 Euro Verlust bei mir, 800 Euro bei einer Bekannten, das Auto von einem Bekannten), man findet plötzlich keinen Job etc. pp. Aus dem Grund sollte man ein Polster haben. Man muss es ja nicht unbedingt ausgeben. Natürlich kann es gutgehen und einige tolle Hechte hier hatten mit 2000€ Startkapital keinerlei Probleme. Doch das sind Ausnahmen! Ich empfehle allen, sich mal die Umfrage anzusehen: http://www.reisebineforum.de/viewtopic.php?t=9724 Da haben sicher auch die mit abgestimmt, die schon dort waren. Ich zumindest :cool: Ansonsten stimmt dort fleißig mit ab...
frühlingswind79
Mitglied
Beiträge: 56
Registriert: 15.04.2006 - 21:16

Beitrag von frühlingswind79 » 22.05.2006 - 20:56

Sorry, dass ich das Thema Reisebudget scheinbar wieder angekurbelt hab.

Dieses Topic kenn ich. Meinungen gehen auch da sehr auseinander.

Naja wenn ich Glück habe komme ich bei der Firma unter bei der ich derzeit arbeite. Jetzt wo die Visabestimmung abgeändert sind von 3 auf 6 Monate bei einem Arbeitgeber. Soviel zu mir und meiner Situation. Viel Glück und Gesundheit und keine Autopanne für alle von euch.

Friede sei mit euch ;-) Lasst das Thema ruhen.

Fazit: wer Auto hat soll mehr Geld einplanen. Wer keins hat soll auch mehr einplanen, da immer etwas dazwischen kommen kann.

:grins:
Nager
Mitglied
Beiträge: 23
Registriert: 28.02.2006 - 06:11
Wohnort: z.Zt. Berri im Riverland
Kontaktdaten:

Beitrag von Nager » 16.06.2006 - 05:09

Aber......... ist es denn immer hoffnungslos wenn man mit wenig Geld einreist oder ist das ganze nur um einiges schwerer?!
Ich behaupte: Es ist alles andere als "hoffnungslos".

Der wichtige Punkt ist eben, dass man vorher im Klaren darüber sein muss, was es bedeutet, mit wenig Geld zu reisen. Man nimmt eben das Risiko bewusst in Kauf, dass irgendwas kostenintensives schiefgehen kann und man plötzlich auf dem Trockenen sitzt. Ebenso die Notwendigkeit, sich schnell um Arbeit kümmern zu müssen und letztendlich vor lauter Arbeit wenig vom Land zu sehen...

Aber mal ehrlich: Das Risiko ist doch kalkulierbar. Und selbst, wenn etwas schief geht, gibt es doch wirklich fast immer einen Ausweg aus der Misere. Und sei es, dass man sich Geld von den Eltern oder Freunden borgt, um kurzfristig die Kurve zu schaffen.
Wozu sind Freunde sonst da, wenn man sich in einer Notsituation nicht auf sie verlassen kann? Mit dem Wissen im Hinterkopf kann man den "Risiken" meiner Meinung nach schon begegnen.

Ich habe mich im Februar sehr spontan dafür entschieden, nach Australien zu fliegen und hatte, als ich in Melbourne ankam, genau $200 in der Tasche. Klar, dass ich die Stadt nicht richtig genießen konnte und keine Zeit verlieren durfte. Auch ein eigenes Auto war noch nicht drin. Da man im Februar aber wunderbar einfach als Fruitpicker Arbeit bekommt, bin ich gleich nach ein paar Tagen losgezogen und habe erstmal 5 Wochen lang gepickt. Danach sah die Situation schon besser aus.

Inzwischen bin ich seit 4 Monaten in Australien und habe tatsächlich noch kaum etwas vom Land gesehen, da ich ständig nur gearbeitet habe. Arm an Erlebnissen und neuen Erfahrungen war die Zeit trotzdem nicht - und ich trauere der "verlorenen" Zeit überhaupt nicht hinterher. Die harte Arbeit bedeutet mir sehr viel und hat mich als Person sicherlich weitergebracht. Außerdem erscheint es mir sinnvoll, den Winter in Victoria / SA mit Arbeiten zu verbringen und das Reisen auf die "wärmere" Jahreszeit zu verschieben. Da sollte doch noch genug Zeit bleiben!

Als ich vor der Entscheidung stand, entweder gar nicht oder mit wenig Geld nach Australien zu gehen, habe ich mich dafür entschieden, ins Blaue zu springen und es bisher in keiner Minute bereut.
Mein Provisorium: http://nager.twoday.net
frühlingswind79
Mitglied
Beiträge: 56
Registriert: 15.04.2006 - 21:16

Beitrag von frühlingswind79 » 16.06.2006 - 23:42

Arm an Erlebnissen und neuen Erfahrungen war die Zeit trotzdem nicht - und ich trauere der "verlorenen" Zeit überhaupt nicht hinterher
Danke, danke, danke :grins:

Es gibt unendliche Situationen die einen prägen, Spaß bringen, Eindrücke vermitteln........ von einem (schönen) Ort zum anderen hoppsen ist doch nicht die einzige Vorraussetzung dafür.

Und da haben wir endlich einen Kandidaten den ich bewundere, mehr als all diejenigen die jahrelang sparen um es in 6 Monaten zu verpulvern, weil sie in ihren Zwanzigern ne Auszeit vom "wahren Leben" nehmen möchten. Soll kein Vorwurf sein. Bitte nicht falsch verstehen. Aber seht es doch mal so. Da haben wir doch jemanden, der das Gegenteil bewiesen hat. Zumindest musste er nicht vorzeitig nach Haus fliegen weil ihm die Kohle ausgegangen ist und fühlt sich trotz des vielen arbeitens wohl.


An 200 $ Reisebudget-Mann: hab mal auf deiner Homepage kurz vorbeigeschaut. Dein Schreibstil gefällt mir. Kompliment :smile:
catchat
VIP Member
Beiträge: 3696
Registriert: 18.09.2002 - 14:45
Wohnort: 40 Jahre / Osnabrück
Kontaktdaten:

Beitrag von catchat » 17.06.2006 - 08:10

mehr als all diejenigen die jahrelang sparen um es in 6 Monaten zu verpulvern, weil sie in ihren Zwanzigern ne Auszeit vom "wahren Leben" nehmen möchten.

ts ts ts....
woher weisst du, dass es so ist?

liebe frühlingswind, nager hat recht und nager hat die sache angepackt.
nun sind allerdings jährlich nihct nur 500 backpacker in australien sondern, lass mich schätzen: 500 000 ?????

natürlich gibt es menschen, die durch eigenengagement und selbstbewußtsein und gute ausstrahlung sofort fuß fassen. ich gehöre übrigens auch zu denen, die ein risiko GERNE und immer wieder eingehen und sich immer, egal was draus wird, damit glücklich fühlen.

es wäre jedoch falsch, hier im forum zu behaupten, solche "lebenskünstler" sind die regel in australien: es gibt einen weitaus GRÖSSEREN prozentsatz, der im gegenteil dazu sehr frustriert ist, weil die kohle nicht reicht. und es gibt SEHR VIELE leute, die genervt die reise abbrechen.

jeder muss für sich selbst das beste draus machen. jeder muss sich selbst realistisch einschätzen!
aber zu behaupten: hey, alles ist wunderbar, gilt eben nur für GANZ WENIGE. und da ist gerade hier in diesem forum wichtig: wo so viele neulinge, leute, die noch gaaaaaanz unsicher sind, unterwegs sind.
liebe grüsse
Nager
Mitglied
Beiträge: 23
Registriert: 28.02.2006 - 06:11
Wohnort: z.Zt. Berri im Riverland
Kontaktdaten:

Beitrag von Nager » 17.06.2006 - 12:56

Frühlingswind: Danke für das Kompliment. :)

Ich möchte natürlich nicht den Fehler begehen, von mir auf andere zu schließen. Ich bin von Natur aus ein sehr "sorgloser" und spontaner Mensch, was manchmal naiv ist, oft problematisch, aber bisher noch nie wirklich üble Folgen hatte.

Ich möchte nur darauf hingewiesen haben, dass es gar nicht so schwer ist, mit wenig Geld klar zu kommen, wie manche vielleicht annehmen. Einen Job als Fruitpicker findet man zur passenden Jahreszeit *immer*, vorausgesetzt, man kommt mit der Arbeit an sich klar. Man muss eben nur entsprechend planen.

Ich fände es interessant, tatsächlich mal zu erfahren, wie viele Backpacker ihre Reise genervt abbrechen. Gibt es dazu irgendwo Statistiken? Ich habe einige wenige Leute getroffen, die aus verschiedenen Gründen frustriert waren (z.b. weil sie mit dem Picking nicht klarkamen, sich verletzt hatten, bestohlen wurden, Heimweh hatten, etc.), aber die waren bei meinem bisherigen Bekanntschaften doch ganz deutlich in der Minderzahl.

Ich behaupte, dass jeder, der überhaupt erstmal den Mut dazu aufbringt, die Reise auf sich allein gestellt anzutreten (da gehört einiges dazu!), bereits die Grundvoraussetzung erfüllt, um in der Fremde letztendlich auch über die Runden zu kommen.

Denn es ist im Nachhinein meistens doch alles einfacher, als gedacht, oder?

Sorry für die Phrasen-Drescherei. ;)
Mein Provisorium: http://nager.twoday.net
frühlingswind79
Mitglied
Beiträge: 56
Registriert: 15.04.2006 - 21:16

Beitrag von frühlingswind79 » 17.06.2006 - 14:05

Hallo Catchat,

ich meine mich zu erinnern, folgendes zitiert zu haben:
Arm an Erlebnissen und neuen Erfahrungen war die Zeit trotzdem nicht - und ich trauere der "verlorenen" Zeit überhaupt nicht hinterher
mein Kompliment war daran gerichtet. An seine Einstellung zum Leben und seine Spontanität. Vielleicht bin ich nicht intensiv genug darauf eingegangen und deshalb kam es so rüber, dass ich der Meinung bin dass es jeder zweite mit so wenig Geld schafft?! Meine Meinung ist aber dennoch: wer arbeiten will und nicht wählerisch ist schafft es. Ich kenne genügend Leute, die schon in Australien waren oder noch sind. Und bis jetzt hat sich niemand beschwert zu wenig gereist zu sein und bisher haben auch alle von ihnen die meiste Zeit gearbeitet. Und das sind keine Lebenskünstler sondern einfach nur Menschen, die bereit sind zu arbeiten. Und alle sind sie spontan rüber gegangen ohne jahrelang für ihr Ziel gespart zu haben. Manche mit 2000, manche mit 3000 euro.

Fakt ist: Es gibt doch genügend Menschen, die jahrelang sparen um dann zu reisen. Somit eine Auszeit von ihrem gewohnten Leben nehmen, reisen und wenig oder gar nicht arbeiten. Warum dann dein "tss tss tss"?!

Mit viel Geld in der Tasche kommt man immer weiter. Da ist meine Bewunderung falsch platziert. Ich hab mir erst seine Homepage durchgelesen und dann mein Kompliment ausgesprochen. Entschuldige dass ich eine eigene Meinung habe.
Jinx
VIP Member
Beiträge: 864
Registriert: 31.12.2003 - 15:43
Wohnort: Bremen :::: 32 Jahre
Kontaktdaten:

Beitrag von Jinx » 17.06.2006 - 14:22

Tja, also ich hätte gern mehr Geld gehabt. Ich hatte etwa 6000 Euro und habe etwa 3500€ davon ausgegeben. Gut, ich habe halt die Arschkarte gehabt. Im Juli alles geklaut, im Dezember 3 Bänder gerissen. Also im Juli/August/September alles von Wert neu gekauft und ab Ende Dezember konnte ich bis zu meiner Abreise nicht mehr arbeiten und somit auch nicht mehr reisen, denn ich wollte noch einen Restbetrag für meine Rückkehr nach Deutschland behalten. So konnte ich nur die Ostküste bereisen, was schon sehr schade war. Gearbeitet habe ich dreieinhalb Monate als Au-Pair, 6 Wochen auf Farmen, eine Woche in Airlie Beach und 6 Wochen als Kellnerin. Also insgesamt knapp 7 Monate von 12 Monaten. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich noch weitere 2 Monate gearbeitet, aber das haben die Bänderrisse verhindert.

@Nager: Nun stell dir mal vor, deine Sehnenscheidenentzündung wäre nicht so schnell verheilt und du könntest 2 Monate nicht arbeiten. Dann würdest du vielleicht auch mehr über das Geld nachdenken. Wie schon einmal gesagt, habe ich keinen Deutschen getroffen, der mit weniger als 3000 Euro nach Australien geflogen ist. Wenn es bei dir weiterhin so klappt ist das toll für dich. Die 2 oder 3, die weniger mit hatten, waren unter 21 und hatten Papas Kreditkarte dabei.

@wind: Habe mir die Seite auch angesehen. Hört sich für mich bisher eben nur nach Arbeit und Spaß im Hostel an. Dafür würde ich nicht rüberfliegen. Aber natürlich kann das jeder so handhaben wir er möchte. Wenn dann noch genug Zeit zum reisen da ist, umso besser.


Üœbrigens findet man auf der Seite einige sehr schöne Fotos
Benutzeravatar
Chacco
VIP Member
Beiträge: 5368
Registriert: 21.02.2005 - 13:00
Wohnort: Bangkok / Zürich
Kontaktdaten:

Beitrag von Chacco » 17.06.2006 - 14:56

Es macht halt jeder seine eigenen Erfahrungen, ich bin rec<ht viel Geld rübergeflogen, hab quasi sofort Arbeit gefunden (mir wurde sie sogar angeboten eigentlich wollte ich nur ein Auto kaufen) und arbeite dort nun schon seit Anfang November. Gereist bin ich gar nicht in Australien, war nur zwischendurch 1 monat in Thailand.
Ich werde trotz der vielen Arbeit mit weitaus weniger zurückkommen, als ich mitgenommen habe, da ich das Leben hier auf meine Art geniesse, dazu gehören auch regelmäßige Restaurantbesuche.
mein Ziel war es aber niemals, als Backpacker Australien zu bereisen, sondern an einem Ort zu leben, um zu sehen, wie der Alltag in anderen Ländern im Vergleich zu Deutschland ist.
Wäre ich hier mit 1000 Euro angekommen, wäre ich in meinem Falle auch problemlos klargekommen, allerdings hätte ich auf einiges verzichten müssen und das Glück, so schnell nen Job zu bekommen, hat sicher auch nicht jeder.
catchat
VIP Member
Beiträge: 3696
Registriert: 18.09.2002 - 14:45
Wohnort: 40 Jahre / Osnabrück
Kontaktdaten:

Beitrag von catchat » 17.06.2006 - 18:05

jeder, der überhaupt erstmal den Mut dazu aufbringt, die Reise auf sich allein gestellt anzutreten (da gehört einiges dazu!),
@ nager: was soll dazugehören? das ist meiner meinung nach nicht schwerer als mit dem zug vonhamburg nach münchen zu fahren.

@frühlingswind: auch ich habe eine eigene meinung, ich verstehe deinen nachsatz nicht. gut dass das so ist, oder? nur soll man, wenn man so intensiv auf die eigene meinung pocht, auch die von anderen gelten lassen,nicht wahr?
erkläre mir mal, warum du mich so angiftest....
liebe grüsse
Nager
Mitglied
Beiträge: 23
Registriert: 28.02.2006 - 06:11
Wohnort: z.Zt. Berri im Riverland
Kontaktdaten:

Beitrag von Nager » 17.06.2006 - 20:08

Den Mut zu finden, mit dem Flieger nach Australien zu fliegen, dabei für eine bestimmte Zeit aus dem Alltagsleben von Beruf / Studium / Familie / Freundeskreis auszusteigen, um in einem unbekannten Land mit fremden Menschen klarzukommen ist nicht schwerer als sich in den Zug von Hamburg nach München zu trauen? Ich glaube, du hast mich missverstanden. ;)
Mein Provisorium: http://nager.twoday.net
Shue
VIP Member
Beiträge: 1194
Registriert: 16.09.2004 - 15:42
Wohnort: 32, Augsburg

Beitrag von Shue » 17.06.2006 - 20:34

catchat hat geschrieben:das ist meiner meinung nach nicht schwerer als mit dem zug vonhamburg nach münchen zu fahren.
Das klingt aber jetzt schon hart, Cat. Das mag auch von Mensch zu Mensch verschieden sein und hängt sicher auch vom Alter ab, aber es ist durchaus ein großer Schritt, alleine ans andere Ende der Welt zu gehen. Beim ersten Mal jedenfalls - fand ich schon auch, trotz meines "hohen" Alters von damals 28 Jahren...
...
http://www.sarah-in-australia.de/
Feb 2005 - Jan 2006
Antworten

Zurück zu „Die Reisekasse“