Unfall mit Audi TT... und jetzt?

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Rode407
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Unfall mit Audi TT... und jetzt?

Beitrag von Rode407 » 14.01.2010 - 08:02

Hey Leute!
Kurz die Geschichte: Hab mir einen Wagen gekauft aber es lief alles nicht so hundert prozent wie es sein sollte. Der andere Backpacker erklärte mir ich muss die Queensland Ownership-wechsel Papire nicht abgeben oder ausfüllen solange der alte Owner unterschrieben hat und das Datum offen gelassen hat. Man hat wohl 2 Wochen Zeit Ownership zu wechseln und da das Datum offen ist kann einem keiner nachweisen, dass man es nicht letzte Woche gekauft hat. Ist blöd, ich weiß und ich bereuhe es so angenommen zu haben aber das ist gar nicht das Hauptthema.
Soviel zum Autokauf. Eine Versicherung hab ich mir auch nicht geholt, ich dachte 1 oder 2 Monate, die ich das Auto nur behalten wollte geht schon klar.
Fehlalarm - ich weiß, ich bin dumm, bitte keine Moralprädigt!!!

So nun hab ich in Sydney ein anderes Auto geküsst und wie es der liebe Gott wollte war es ein 100 000 Dollar Audi tt Sports edition. Der Schaden ist eher gering aber die Ersatzteile sicher verdammt teuer.
Ich erklärte der Frau dass ich keine Versicherung habe, also nahm sie nur meine deutschen Führerscheindaten, Foto von meinem Schaden und ist wieder gefahren.

Jetzt bleibt abzuwarten was passiert. Ich wollte mal abwarten wie hoch die Rechnung wird, die ich angeblich bezahlen soll.
Wenn es nur ein paar hundert dollar sind, kein ding aber was wenn es für mich unbezahlbar wird?
Dazu sollte man noch sagen dass ich mich nichtmal hundertprozent schuldig fühle aber die Besitzer des anderen Autos sind Ein Top Bankmanager und Jamie Write oder so, eine Nachrichtensprecherin und sie drohten mir anhand ihres Geldes, dass sie mir Sydneys beste Anwälte an den Hals werfen, wenn ich meine Schuld leugnen würde.

Langer Text, kurze Frage: im schlimmsten aller schlimmen Fälle, kann mich sowas nach Deutschland zurückverfolgen oder meine Ausreise verhindern?

Danke für eure Antworten und wie gesagt, Moralprädikt brauche ich hier nicht, die bekomme ich umsonst von meiner Mutter! :)
cocacola-light
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Beitrag von cocacola-light » 14.01.2010 - 08:29

Du hast die Ownership-Wechsel Papiere? Warum füllst du die nicht aus und meldest den Wagen auf dich an? Dann hast du doch eine Minimalversicherung von $50.000 oder so. Kannst ja sagen, dass du den Wagen vor fünf Tagen gekauft hast...

Nicht die ehrliche Art. Aber so könntest du dir noch den Ar*** retten :lol:
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turin
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Beitrag von turin » 14.01.2010 - 09:13

Dann hast du doch eine Minimalversicherung von $50.000 oder so.
Das halte ich fuer ein Geruecht. Die einzige Versicherung, die man mit der Registrierungsgebuehr erhaelt, ist eine CTP (Compulsory Third Party), die ausschliesslich fuer Koerperschaden gilt! Fuer Sachschaden muss man eine extra Haftpflicht-Versicherung abschliessen und wenn man die nicht hat, zahlt man alles selbst. Selbst die Extra-Versicherung kommt oft mit Mindestbeteiligung im niedrigsten Praemiensatz.

Zum eigentlichen Thema: Ich weiss ja nicht, was du mit geringem Schaden genau meinst, aber schon fuer neue Lackierung am Kotfluegel werden bei einem hoeherwertigen Auto schnell tausend Dollar und mehr faellig, vor allem weil solche Halter sicher nicht zum Mechaniker um die Ecke gehen werden, sondern zum Vertragshaendler. Wenn dazu noch Dellen kommen, evtl was ausgetauscht werden muss...na ja, billig wird es wohl kaum werden.
cocacola-light
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Beitrag von cocacola-light » 14.01.2010 - 11:21

Ja meinte die CTP. Wusste nicht, dass die nur Körperschäden abdeckt. Sorry für die falsche Info. Hatte auch ne Vollkasko, deshalb hab ich mich nie für interessiert :lol:

Da sieht man wieder, wie wichtig eine Versicherung ist. Drück dir die Daumen, dass es nicht zu teuer wird! Aber vierstellig wird es bestimmt.
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Rode407
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Beitrag von Rode407 » 19.01.2010 - 11:07

Thanks für die Antworten aber dsa hilft mir noch nich wirklich weiter. Hat jemand ne Ahnung, wie viel Macht der Typ ausüben könnte? Würde es im schlimmsten Fall meine Ausreise am Ende verhindern oder mich nach Hause verfolgen wenn ich ihn ignoriere?
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Chacco
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Beitrag von Chacco » 19.01.2010 - 12:58

Nun, an der Ausreise hindern kann er dich garantiert nicht, keine Sorge.
Ich habe vor mittlerweile knapp 3 1/2 Jahren einen Unfall in Australien gehabt, an dem die andere Partei zu 100% schuldig ist. Ich warte nach wie vor auf mein Geld, obwohl die "beste Anwaltskanzlei Queenslands" den Fall für mich angenommen hat.
Rode407
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Beitrag von Rode407 » 04.03.2010 - 08:53

Hey again!
Es gibt news in dieser Sache. Die Versicherungsfirma hat den Schaden an die Privatleute bezahlt und fordert von mir nun 2700 Dollar ein.
Wenn ich bis dann und dann nicht bezahle wollen sie mich verklagen.

Ich werde darauf bestehen, dass ich nicht Schuld war. und im July, ob ich den Fall nun gewinne oder nicht einfach nach Deutschland ausreisen.
Dann duerfte es mich ja nicht verfolgen koennen, soweit ich weiss.
Ich kann halt nur nicht wiederkommen die naechsten Jahre.

Solche Schweine. Stinkreich und dann noch zu fein und zu sturr um einen Fehler einzusehen. Haetten sie der Versicherung einfach zugegeben dass es ihre Schuld war haette keiner Bazahlen muessen.

Falls ihr noch irgendwas wisst diesbezueglich bitte schreiben. Danke, bis bald!
Ich setz mich jetzt in eine stille Ecke und bemitleide mein Leben ein bisschen ;-)
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Chacco
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Beitrag von Chacco » 04.03.2010 - 13:11

Rode407 hat geschrieben: So nun hab ich in Sydney ein anderes Auto geküsst und wie es der liebe Gott wollte war es ein 100 000 Dollar Audi tt Sports edition.
...
Rode407 hat geschrieben: Solche Schweine. Stinkreich und dann noch zu fein und zu sturr um einen Fehler einzusehen.
Wie jetzt?
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Beitrag von OzTravelGuy » 04.03.2010 - 13:11

Rode407 hat geschrieben:Hey again!
Es gibt news in dieser Sache. Die Versicherungsfirma hat den Schaden an die Privatleute bezahlt und fordert von mir nun 2700 Dollar ein.
Was ich ja auch erstmal irgendwo verstehen kann. Keiner bleibt gerne auf Kosten sitzen.
Rode407 hat geschrieben:Ich werde darauf bestehen, dass ich nicht Schuld war.
Hast Du den Unfall denn schon der Polizei gemeldet?
Rode407 hat geschrieben:Dann duerfte es mich ja nicht verfolgen koennen, soweit ich weiss.
Wegen einer zivilrechtlichen Streitigkeit um $2,700 eher unwahrscheinlich. Wenn es allerdings ein rechtskraeftiges Urteil gegen Dich gibt und Dich nicht bezahlst, wirst Du unter Umstaenden zur Fahndung ausgeschrieben. Eine sorgenfreie Ausreise kannst Du dann vergessen.
Rode407 hat geschrieben:Haetten sie der Versicherung einfach zugegeben dass es ihre Schuld war haette keiner Bazahlen muessen.
Naja, wo Geld fliesst hat irgendjemand hinterhet weniger Geld in der Tasche. Der Geschaedigte wird durch die Schadenregulierung erstamal eine hoehere Versicherungspraemie zahlen.
Rode407
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Beitrag von Rode407 » 05.03.2010 - 05:16

Rode407 hat Folgendes geschrieben:

Solche Schweine. Stinkreich und dann noch zu fein und zu sturr um einen Fehler einzusehen.

Chacca: Wie jetzt?
Nunja es ist so, dass ich links geblinkt hab und abgebogen bin. Ich seh das Auto noch im Rückspiegel aber hatte guten Abstand und dann klebt sie mir plötzlich in der Seite. Also muss sie zu schnell gewesen sein, was ja nicht schwer iss mit nem Audi TT. Aber sie ist MIR reingefahren und sie hätte mehr abstand halten können als ich geblinkt hab.
Problem ist dass ich auch was verkehrt gemacht habe weil ich nicht von der ganz linken Spur abgebogen bin, sondern eher aus der Mitte der Straße.

Also eigentlich so ein Fall wo einfach jeder bei seinem eigenen Schaden bleibt würde ich denken.
Hast Du den Unfall denn schon der Polizei gemeldet?
Nein, es war überhaupt keine Polizei involviert.
Nun, an der Ausreise hindern kann er dich garantiert nicht, keine Sorge.
Wenn es allerdings ein rechtskraeftiges Urteil gegen Dich gibt und Dich nicht bezahlst, wirst Du unter Umstaenden zur Fahndung ausgeschrieben. Eine sorgenfreie Ausreise kannst Du dann vergessen.
Also doch! oder wie? Vieleicht muss ich einfach raus hier so bald wie möglich... :-(
Bendownunder
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Beitrag von Bendownunder » 05.03.2010 - 10:59

Und was lernen wir draus ?
Polizei immer holen und gut is, egal ob Schuld oder Fremdschuld.
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Chacco
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Beitrag von Chacco » 05.03.2010 - 20:32

Rode407 hat geschrieben: Problem ist dass ich auch was verkehrt gemacht habe weil ich nicht von der ganz linken Spur abgebogen bin, sondern eher aus der Mitte der Straße.
Also bist du schuldig, aus einem ähnlichen Grund warte ich heute noch auf mein Geld. Im übrigen heiße ich Chacco und nicht Chacca.
Bör
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Re: Unfall mit Audi TT... und jetzt?

Beitrag von Bör » 19.05.2018 - 09:42

Hi, mir ist gestern ähnliches passiert.. bist du nun ausgereist und hattest probleme dabei ? Wie ist es ausgegangen?
oliaust
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Re: Unfall mit Audi TT... und jetzt?

Beitrag von oliaust » 20.05.2018 - 00:35

Ob es klappt (oder nicht), sich einfach nach Deutschland zurück zu ziehen, dürfte nicht für deine Pläne ausschlaggebend sein. Nach einem Unfall muss man sich der Situation stellen. Wenn du keine Schuld hast, kannst du es der Versicherungsfirma erklären und die wird dich kaum verklagen, welches auch für die Versicherungsfirma mit hohen Kosten verbunden ist, wenn der Gewinn für die Versicherungsfirma unwahrscheinlich ist. Falls die Versicherungsfirma sich gesetzwidrig benehmen sollte, kannst du den Financial Services Ombudsman einschalten. Das ist kostenfrei (Link folgt).

www.fos.org.au

Viel Glück mit der Sache.
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