"die chocolat mud cake theorie"

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blackredstart
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"die chocolat mud cake theorie"

Beitrag von blackredstart » 15.05.2004 - 22:45

Hallo,
ich habe die letzten Tage (krank mit Grippe im Bett :arrow: nix zu tun) das Buch "Die chocolat mud cake theorie" gelesen. ich wollt mal fargen, ob einer das Buch hier kennt. Wurde während des Lesens nämlich irgendwei total desillusioniert, was Reisen in DU angeht. :???:
dick
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Beitrag von dick » 16.05.2004 - 07:23

servus blackredstart (wasn das? :smile: ),

ich kenne nicht das buch. kannst du mal kurz beschreiben um was es geht?

muss ja ein hammer sein, das du davon desillusioniert bist.

tata
stephanie
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Beitrag von stephanie » 16.05.2004 - 09:50

Ich kenne nur das Cake, nicht aber das Buch :cool:
Was steht denn da so drin?
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Bine
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Beitrag von Bine » 16.05.2004 - 10:34

Das Buch ist superinteressant und der Autor hat Australien ziemlich genau wiedergegeben. War beim Lesen total begeistert und musste immer wieder sehr schmunzeln, weil die Detailgenauigkeit total verblueffend ist.

Der Autor heisst uebrigens Andre Busch.

@blackredstart,
was hat Dich denn beim Lesen so desillusioniert? Was hast Du Dir denn vorgestellt, wie Australien ist?

Gruss
Bine
Zuletzt geändert von Bine am 06.04.2011 - 14:14, insgesamt 1-mal geändert.
blackredstart
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Beitrag von blackredstart » 16.05.2004 - 14:59

Hallo zusammen...
aaaalso, da muss ich ein "bisschen" zurückgreifen, um das erklären zu können:
Da ich ja im Herbst für working holidays nach DU fliegen will, bin ich zur Zeit natürlich dabei, alles was ich über Land und Leute und Reiseerfahrungen finden kann, aufzusaugen wie ein Schwamm.
U.a. habe ich eine Freundin, die vor einiger Zeit unten war. Aus dem geplanten halben Jahr, das sie dort verbringen wollte, wurde ganz schnell ein Ganzes. Mit den emails, die sie mir schrieb, konnte ich (ein bisschen) die Veränderungen mitverfolgen, die in diesem Jahr in ihr vorgingen.
Das, und was sie über Landschaft und die zahlreichen Begegnungen mit Menschen dort erzählt hat, hat mich sehr, sehr neugierig gemacht und ich beschloss, ebenfalls nach Australien zu gehen.

Dann habe ich neulich "Frühstück mit Kängurus" (Originaltitel ist: "A sunburned country", was ich hübscher und weniger albern finde, aber naja...) von Bill Bryson gelesen, was wundervoll geschrieben war und mich in meiner Entscheidung bestärkt hat.
Auch hier auf der Reisebine-Seite die Erfahrungsberichte von Mira zu lesen war wunderschön und informativ. Ich hab während des Lesens richtig mitgefiebert und -gelitten. ( :arrow: btw. @Bine---> Miras Berichte gehen ja ab dem 26.2. dann ganz plötzlich nicht mehr weiter. Hat sie einfach aufgehört, sich zu melden? ich wüsste so gern, was aus ihr geworden ist. :grins: )
Danach habe ich angefangen, den Bericht von David zu lesen, konnte mich aber leider an seinen Schreibstil nicht gewöhnen und fand auch seine Schilderungen nicht so fesselnd, dass ich gern weitergelesen hätte.

Ähnlich ging es mir mit dem Buch "Die chocolate mud cake theorie".
Um es kurz zu beschreiben: verschiedene Menschen aus verschiedenen Ländern (Amerikaner, Deutsche, Holländer, Australier etc.) schildern "ihr" Australien aus völlig verschiedenen Blickwinkeln.
Natürlich haben so viele verschiendene Menschen auch sehr unterchiedliche Arte zu schreiben. Die einzelnen Geschichten werden von den Autoren/ Herausgebern Martin Both und Andrej Busch durch Kommentare verbunden.
Mit deren (und noch ein paar) Schreibstilen konnte ich mich nun so gar nicht anfreunden. Ich hatte irgendwie die ganze Zeit den Eindruck, sie würden sich fragen "Warum bin ich hier eigentlich?! Was will ich hier? Und: könnte ich nicht einfach zu Hause geblieben sein?"
Ich will längst nicht behaupten, dass das auf ALLE Geschichten und Autoren in diesem Buch zutrifft, es sind einige WUNDERSCHÖNE Berichte dabei ("Haufen Schaufeln" und die emails von kaz aus dem Outback sind da meine Favoriten), aber der Grundtenor kam mir doch schon etwas :???: vor.
Mist, es ist so schwer, dass in Worte zu fassen. Vielleicht so in die Richtung: während Mira und Bill Bryson völlig offen und ohne Erwartungen an die Erfahrungen herangingen, die sich ihnen boten, kam es mir bei David und einigen Personen in dem Buch so vor, als hätten sie gedacht, in Australien würde die ganze Zeit die Sonne scheinen und alles sei supereinfach.
Beispiel: Mira fährt los, und lernt die ganze Zeit ununterbrochen Leute kennen, die gut zu ihr sind (oder auch nicht...) und mit denen sie sich anfreundet und austauscht. Martin Both macht im Grunde das gleiche wie sie, wenn er im Backpackers wohnt. Nur, dass er die ganze Zeit alleine bleibt, und erzählt, was die andern für alberne Sachen machen (was aber auch nicht gerade rüberkommt, als hätten sie dabei Spass, oder so) und sich über schlechte hygenische Zustände in der Hostel Küche ärgert.

Okay, als Fazit vielleicht: das gleiche Land, vielleicht sogar dasselbe ranzige Hosel kann auf zwei verschiedene Menschen so völlig anders wirken und sie sehen so völlig andere Sachen.
Das hat mich im ersten Moment echt ganz schön verwirrt.
Ich glaube, ich dachte, bevor ich die "chocolate mud cake theorie" gelesen hatte, alle Traveler würden Australien so wahr nehmen wie Mira, meine Freundin oder Bill Bryson.
Vielleicht hat es mich "desillusioniert", dass plötzlich auch mehr auf die negativen Seiten herumgeritten wurde, als sie, wie bei den Leuten, die ich zuvor gelesen hatte, als "Naja, shit happens es gibt schlimmeres, als eine geklaute Handtasche/ ein ranziges Hostelbett." abgetan wurden.

Äh, also, ich weiss immernochnicht, ob das hier verständlich war, was in meinem kleinen verstrahlten Bregen abgeht... :wink:

Liebe Grüße
Anne
blackredstart
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äh ja, der Name "blackredstart"

Beitrag von blackredstart » 16.05.2004 - 15:02

@ Dick----> auf den HP-Link gehen und nachschauen. :wink:
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Beitrag von Chrischan » 16.05.2004 - 16:10

hey blackredstart, dein ganzer text bestätigt mich eigentlich nur in einer theorie: Es kommt nur darauf an, was DU daraus machst!
Gehst du schon mit ewig vielen Erwartungen an etwas ran, bist du zu versteift in deiner Einstellung und wirst vielleicht enttäuschst.
Gehst du mit schon immer mit einer negativen Grundhaltung in die Welt, kommen klar auch solche berichte wie die mit der hygiene in küchen raus.

Deshalb hab ich es auch gelassen mir bücher zu kaufen oder ewig viele berichte zu lesen.
Anfangs als ich überlegt hab, ob, da hab ich noch reiseberichte gelesen, aber inzwischen lass ich das und geh einfach völlig unbefangen nach Australien.
Ich hab noch keinen Plan wohin ich reisen werde, was ich machen will, hab mir auch nicht ausgemalt wie es dann wohl sein wird die ersten Tage. Ich lass es einfach auf mich zukommen.
Ich hab mich anfangs informiert, was es so für Möglichkeiten (z.B.) zum Jobben gibt und das reicht. Wenn ich unten bin werd ich sehen was ich mache.
Keine Angst, bin trotzdem ausreichend informiert :smile:
Aber meine Erwartungen sind gleich null - einfach auf sich zukommen lassen lautet meine Devise
Und bald ist es ja soweit :cool:

Gruß
Christian
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Beitrag von catchat » 16.05.2004 - 17:00

das stimmt!
jedes land sollte möglichst unvoreingenommen besucht werden, deswegen bin ich ehrlich gesagt gar nicht für die totale internet-recherche.
ich bin auch so ein mensch, der die hostelküche lieber mal schnell putzt, als sich 3 tage drüber aufzuregen. und so habe ich eigentlich aucheher die guten erfahrungen, lerne leute kennen und kann viel lachen - das erst macht jeden aufenthalt in einem land für mich so schön.
und jedes land hat nun mal seine eigenheiten, man sollte diese nicht immer nur am GEwohnten messen, eine kakerlake kann man ruhig auch mal mit dem fuss zur seite kicken, und dann die würste zum bbq rausbringen, wo schon gitarre gespielt wird.
oder ich reg mich auf und zicke den ganzen abend rum - das ist für mich echt KEINE ALTERNATIVE.
wir sollten alle mal wieder lernen, ein bissel entspannt zu lächeln.
liebe grüsse
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Beitrag von Chrischan » 16.05.2004 - 20:20

*hehe*
gut geschrieben!
Bin eh viel zu faul mich ewig aufzuregen :cool:
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