Große Angst um meine "Daheimgebliebenen"

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Känghuruuu
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Große Angst um meine "Daheimgebliebenen"

Beitrag von Känghuruuu » 10.01.2010 - 20:06

Hey leute,
bei mir gehts in 7 wochen los für ein jahr nach australien. ich habe schon fast alles vorbereitet, werde noch meinen job kündigen und und und. ich bin mir meiner sache 100 pro sicher...

allerdings plagt mich schon JETZT das schreckliche gefühl, dass meinen eltern/freunden was passiert. am schlimmsten ist die angst, dass meine mutter lungenkrebs oder ähnliches bekommt (sie raucht seit über 20 jahren und hat schon starken husten...man kann sie nich davon ab bringen:()...ich muss dauernd daran denken, dass ich hier alles aufgebe und dann evtl. sowas passiert und ich zurück fliegen muss und mich hier ein disaster erwartet...
zeitgleich hab ich so tiersiche angst, dass meine katze überfahren wird.. und ich nich die letzte zeit mit ihr genossen hab:(

eventuell is das für andere nich nachvollziehbar..aber mich macht das echt wahnsinnig und ich weiß nich, ob das dort dann besser wird. die dinge könnten, wenn ich in deutschland bleibe, auch passieren- aber dann wäre ich wenigstens da... allerdings kann ich auf meinen traum nich verzichten:(

kennt sowas irgend wer???:)

liebste grüße
sunrise
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Beitrag von sunrise » 10.01.2010 - 20:16

Mach dir keine Sorgen, totale Aufregung so kurz vor der Abreise und sich Gedanken und Sorgen um alles machen ist normal. Ich bin mir ziemlich sicher, du wirst dich spätestens in Australien wieder beruhigen.
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Beitrag von Sven25 » 10.01.2010 - 21:19

Genau mach dir keine Sorgen das ist Normal sowas. Da du ja bestimtm länger bleibst denkst du auch Stärker nach, über die sachen die Passieren könnten. Ich glaube das ist bei jedem so gewesen (bei dem einen mehr bei dem Anderen Weniger) die nach Australien oder woanders für Längere zeit Hingeflogen sind.


Das ist genauso wie als wenn dich deine Große Liebe verlässt, Lenk dich ab denk nicht jeden tag dran und unternimm was, so würde ich es machen.
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Chacco
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Beitrag von Chacco » 11.01.2010 - 10:17

Kann ich gut nachvollziehen. Ich hatte damals Angst, dass mein Hund sterben würde, während ich in Australien bin und leider ist auch genau das passiert. Mir war aber bewusst, dass es meinem Hund bei meinen Eltern sehr gut gehen würde, sonst wäre ich auch nicht geflogen.
Ich bereue es nicht, aber natürlich muss ich ab und an daran denken, dass mein Hund gestorben ist, als ich sehr weit weg von ihm war.
Es ist nunmal so, dass man im Leben immer schöne und weniger schöne Erlebnisse haben wird, das geht auch einem Milliardär so. Aber deshalb sollte man nicht darauf verzichten, seine Träume in die Tat umzusetzen, also pack es an.
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Beitrag von Kathrin E » 11.01.2010 - 13:23

Wenn etwas passiert, passiert es, egal ob Du zu Hause bist oder in Australien. Das ändert gar nichts. Mach Dir nicht zuviel Panik. Im Ernstfall kannst Du innerhalb von 24, na gut 36 Stunden zu Hause sein, wenn es wirklich drauf ankommt.

Tja, Raucher meinen immer, ihnen werde nichts passieren, immer nur anderen, und das wären alles bedauerliche Einzelfälle - wie sich auch in verschiedenen Diskussionen hier im Forum schon gezeigt hat. Da kann man nichts machen, zwecklos. Meine Mutter starb mit 46 an einem Hirninfarkt wegen der verdammten Kippen. Die hat auch auf nichts hören wollen.
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Beitrag von kata2901 » 11.01.2010 - 15:52

Ich kann deine Sorgen verstehen!!
Fliege in 3 Wochen und genau darüber habe ich mir schon des öfteren den Kopf zerbrochen! Die Vorstellung ist echt HORROR!
Aber es ist ja wirklich so, wie hier schon geschrieben wurde. Das muss man sich einfach immer wieder ins Gedächnis rufen und dann die
worst-case-Gedanken schnell verdrängen...
Sonst macht sich ja doch nur total verrückt, und unnötige Gedanken macht man sich ja nun wirlkich genug - also ich zumindest!
Meine Ma raucht übrigens auch, aber verbieten kann man das schließlich keinem, und es kann soviel passieren...Aber wieso sollte das ausgerechnet dann sein, wenn man nicht da ist...?!
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Beitrag von Jinx » 11.01.2010 - 16:38

Mein fast dauerhustende Mutter raucht auch weiter, obwohl meine Oma (fitte 72) Mundboden- und Speiseröhrenkrebs hatte und sich jetzt per Magensonde ernährt, weil ihr unter anderem ein Stück der hinteren Zunge und ein Teil vom Kiefer entfernt werden musste und sie kaum noch schlucken kann. Diese Krebsarten kommen zu mindestens 95% vom Rauchen. Der Partner meiner Oma hat noch maximal 40% Lungenkapazität und raucht ebenfalls weiter. Ich weiß auch nicht, wie die Leute denken...
-------------

Aber wie die anderen schon schrieben: Mach dich jetzt vor der Reise nicht verrückt. Vielleicht hast du unterbewusst ein bissl Angst und suchst nach einem Grund hierzubleiben. Zieh es durch, alles wird gut ;-)
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Beitrag von Känghuruuu » 11.01.2010 - 22:24

ihr seid echt klasse:) danke danke. hilft mir ungemein.
ich war nur so entsetzt, da ich bisher solche gedanken eigtl. nie hatte...und nun sind sie da^^ jetzt wo es bald los gehen soll. aber ja, ihr habt recht, man denkt wohl vor so einem großen schritt einfach zu viel nach... und aufhalten kann man leider eh nichts:(

wirklich schlimme sachen was ihr da erzählt. dass man durch so ne blöde sucht so die kontrolle verlieren kann:( meine freundin, 22, hatte vor wochen auch nen schlaganfall..ist immernoch teilwe. gelähmt. hier hieß es ebenfalls rauchen (in verbindung mit pille)...ALSO hört bitte auf zu rauchen;)
irgendwie hat sich das thema nu gewendet^^
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Beitrag von Janaaaa » 12.01.2010 - 05:51

Falls du das noch liest ;)
Mir ging es vor meiner Abreise genauso, ich hab mir total die Gedanken um meine Eltern gemacht, auch wenn bei mir niemand raucht. Eine eine Freundin riet mir, einen Brief an meine Eltern zu schreiben und nochmal alles zu sagen was ich so los werden moechte. Das habe ich gemacht und den zuhause liegen lassen, so dass sie den finden konnten als ich schon weg war. Sie haben sich sehr gefreut. Jetzt telefonieren wir ganz oft und schreiben viele viele Mails, dadurch geht es mir wesentlich besser und die Angst hat sich gelegt :) Also vielleicht waere das ja auch was fuer dich ;)
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..

Beitrag von Känghuruuu » 12.01.2010 - 10:06

hey...ja...das ist ne super idee:) mir fällt es eh schwer über solche dinge mit denen zu reden:P warum auch immer:) gefühle zeigen und so^^
dann werd ich das wohl so machen, bevor wir zum flughafen fahren hinlegen;) danke..
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Beitrag von Bjorn81 » 12.01.2010 - 12:52

Kopf hoch, das ging mir genauso. Inzwischen macht es mich eher traurig wenn ich daran denke wieder nach Deutschland zu müssen und meine neugewonnen Freunde hier zu verlieren, dnen die sehe ich in der Regel nie wieder. Bei den zurückgelassenen weiß man dass man sie nach einem, zwei oder drei Jahren wieder sieht. Das was passiert kann immer passieren, aber genauso wenn du daheim bist und da könntest du auch nichts ändern. Ansonsten ist man innerhalb von 2-3 Tagen wieder in Deutschland wenn was wirklich dumm laufen sollte!

Einfach drauf los! ;-P
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Beitrag von Chacco » 13.01.2010 - 16:29

Das mit dem Rauchen ist ganz einfach zu erklären: es ist eine Sucht, rationales Denken und Sucht passen aber nicht zusammen.
Ich bin selbst Raucher und würde gern aufhören, ist aber nicht so einfach.
Nikotin macht sehr schnell und sehr stark abhängig, vergleichbar mit Heroin, nur dass die direkten Folgen nicht so start sind.
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Beitrag von Känghuruuu » 14.01.2010 - 09:03

ja das ist mir klar. als nichtraucher kann man es eben nich nachfühlen...wenn man merkt, wie der körper "kaputt geht" und man trotzdem weiter macht:(

hab aber nen tollen tipp für dich. 9 freunde von mir, haben es geschafft, damit dauerhaft aufzuhören- neurasan heisst das- link darf ich ja glaub nich setzen:)
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Beitrag von Kathrin E » 14.01.2010 - 12:18

Andererseits weiß heute jede(r) schon im zartesten Teenie-Alter, dass Rauchen alles andere als gut ist. Oder könnte es wissen, wenn er/sie denn auf das hörte, was in Schule und sonstwo ständig erzählt wird. Und trotzdem fangen die Leute wider besseres Wissen damit an. Sorry, die Sucht ist kein Schicksal, sondern selbst verursacht.
Wie gefährlich die Kombination von Rauchen und Pille ist, ist auch nichts Neues. Für die Mädels, die sich beides antun, habe ich erst recht kein Verständnis.
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Beitrag von Krille » 14.01.2010 - 16:34

Kathrin E hat geschrieben: Sorry, die Sucht ist kein Schicksal, sondern selbst verursacht.
das trifft aber nicht immer zu.
Eine Freundin von mir hat erst durch psychischen Stress damit angefangen und wurde dann süchtig.

Aber auf die meisten trifft das wohl zu, dass sie das selbst verursacht haben.

Hab auch ma vor einigen Jahren nen Mädel kennengelernt, das mit 7 angefangen hat zu rauchen. Als ich sie kennengelernt habe, war sie 13 oder so (ich war damals selber 15). Anscheinend hat das Rauchen ihrem Wachstum geschadet und sie dementsprechend nicht wirklich groß
Zuletzt geändert von Krille am 14.01.2010 - 22:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Zissi » 14.01.2010 - 21:46

Hi Känghuruuu,

ich kann deine Sorgen verstehen, auch wenn ich sie hauptsächlich im Ausland verspürt habe. Mein Vater (Nichtraucher) hat auch Krebs (Knochen-) und ich hatte, sobald ich mal keinen Handyempfang hatte und ich wusste, dass meine Eltern auch sonst keine Nummer hatten um mich zu erreichen, immer richtig große Angst, dass etwas sein könnte.

Was mir aber geholfen hat war, dass ich vorher meiner Mutter klipp und klar gesagt habe, dass ich, sollte etwas mit meinem Vater sein, sofort informiert werden wollte. Egal wann und wo auch immer ich mich befand. Zum Glück ist aber nichts geschehen. Trotzdem gab es natürlich Phasen, wo ich abends nicht so leicht einschlafen konnte, Handy, Skype und Mail helfen aber!

Und was deine Katze angeht. Unsere Lilly (die war noch nicht einmal ein Jahr alt), ist bei einem blöden Brand gestorben, während ich in OZ war. Das wäre aber vermutlich auch passiert, wenn ich zuhause gewesen wäre, man muss sich aber mal die Statistiken über die Lebenserwartungen von jungen Katzen angucken, die sind nicht so hoch... unseren zwei anderen Katzen ging es nach meiner Reise noch genauso prächtig wie davor, daher mach dir nicht all zu große Gedanken.

Ich weiß nicht ob das präzise genannt wurde aber vielleicht hilft es ja, wenn du deiner Mutter auch noch einmal explizit in dem Brief schreibst wie viel es dir bedeuten würde, wenn sie weniger rauchen würde. Üœbrigens ist das wirklich eine schlimme Sucht. Ich unterhielt mich mit einem Bekannten, Kettenraucher, über die Krankheit meines Vaters und dass das Rauchen eben auch so gefährlich sei... die Ausrede war dann: "Ja, ein Laster kann man ruhig haben." - bei meinem Vater reicht auch KEIN Laster...

Viel Spaß in Australien, ich beneide dich!
"... Es ist so beeindruckend, als würde man die schönsten Orte Englands, Schottlands und Irlands auf einer kleinen Insel zusammentragen..."
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Pandora
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Beitrag von Pandora » 15.01.2010 - 22:34

Meine Eltern rauchen zwar net, aber ich hatte auch Angst um jede Kleinigkeit vor dem Abflug :)
Auch dass meinen Kaninchen was passiert :)
Jetzt sitz ich seit 2 Wochen hier in Sydney, und mir gehts super. Die ersten Tage waren etwas gewöhnungsbedürftig und ich hatte Heimweh aber das war nach 3 Tagen Ruhe und Schlaf vorbei :)
Ich kann dich beruhigen, du wirst dich hier gut ablenken und dann gar nicht mehr an sowas denken. Und ein Rückflug ist schnell gebucht!
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Beitrag von Chacco » 16.01.2010 - 03:14

Känghuruuu hat geschrieben: hab aber nen tollen tipp für dich. 9 freunde von mir, haben es geschafft, damit dauerhaft aufzuhören- neurasan heisst das- link darf ich ja glaub nich setzen:)
Danke, hab ich mir mal angesehen. Bringt mir aber nicht viel, da ich in Thailand wohne und nicht mal eben nach Deutschland fliegen kann, um den Erfolg dieser Therapie zu testen.
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