Debeka Studententarif und Auslandsversicherung

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Moderator: Yassakka

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Claudia
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Debeka Studententarif und Auslandsversicherung

Beitrag von Claudia » 04.02.2010 - 19:36

Hallo,

ich plane ab September für 6 Monate oder ein Jahr nach Australien zu gehen (work&travel) und setz mich daher gerade mit dem ganzen organisatorischen Kram auseinander.
Und besonders bei der Krankenversicherung blick ich nicht durch, auch nach dem Lesen einiger Threads hier und wollte daher fragen, ob hier vielleicht jemand in derselben Situation ist oder war und Näheres weiß.

Ich bin momentan bei der Debeka im Studententarif versichert, werd aber nächstes Semester mein Studium abschließen, d.h. ab Oktober hätte ich dann keine Versicherung mehr (ich war bisher immer privat versichert, zunächst über meine Eltern, nun allein)
Wenn ich nun eine Auslandsversicherung abschließe, brauch ich dann in Deutschland eine Versicherung (ich habe gelesen, dass es bei der Debeka keine Anwartschaft gibt, richtig,also nicht die Möglichkeit, die Versicherung ruhen zu lassen und wieder aufzunehmen, wenn ich wieder hier bin?)?
Wenn ich mich in Deutschland auch noch zusätzlich versichern muss, müßte ich ja eine gesetzliche nehmen, denn die Debeka nicht im Studententarif wäre ja wohl viel zu teuer, ginge das?
Meine Beraterin erkundigt sich nach einer Umwandlung in eine Auslandsversicherung, aber das wäre ja auch bestimmt sehr teuer.

Kann ich nach meiner Rückkehr in eine gesetzliche Versicherung? Vor allem will ich ja schon an meinem Tag der Rückkehr versichert sein, sobald ich wieder hier ankomme.

Es wär schön, wenn mir jemand helfen könnte. Es gibt doch bestimmt noch mehr Leute, die das Work and Travel Jahr nach ihrem Studium beginnen und daher in einer ähnlichen Situation sind, oder?
MarmeLady
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Beitrag von MarmeLady » 08.02.2010 - 21:25

Ich würde an deiner stelle einfach mal bei deiner Versicherung anrufen und die fragen. Die dürften doch an besten darüber bescheid wissen.
leinaDM
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Beitrag von leinaDM » 09.02.2010 - 09:09

Die gesetzliche nimmt dich sofort nach Ankunft auf. Zumindest, sobald du beim Arbeitsamt vorstellig geworden bist (was man ja in der Regel am ersten oder zweiten Tag erledigt). Eine Anwartschaf ist in der herkömmlichen Form seit der Gesundheitsreform nicht mehr nötig.

Nach meinem derzeitigen Informationsstand darf dich deine Privatversicherung (sobald du kein Student mehr bist) eh nur noch wieder aufnehmen, wenn du über einer gewissen Einkommenshöhe liegst. Ansonsten bist du verpflichtet, dich gesetzlich zu versichern.

Bei Reisebine gibt es einen super Versicherungsvergleich für Reisekrankenversicherungen. Einige davon versichern ab einer gewissen Versicherungsdauer auch Unterbrechungen der Reise im Heimatland. Damit wärest du nach Rückkehr versichert bis du beim Amt warst.

Da ich aber nicht weiß, wie alt du bist, wie deine Lebenssituation etc. aussieht, wäre es sicherlich das Beste, der Debeka deine Pläne (auch für nach der Reise) grob zu schildern und dann mal abzuwarten, was die dir erzählen.

Generell halte ich es allerdings für völlig irrsinnig, Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen, während man nicht im Land ist. Habe ich auch nie getan.

LG
Nach 4,5 Jahren unterwegs wieder in der Heimat....
Claudia
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Beitrag von Claudia » 09.02.2010 - 17:55

danke für die Antwort.

Ich hab nochmal mit der Debeka gesprochen, sobald ich kein Student mehr bin (ein "statuswechsel") erfolgt, kann ich kündigen und woanders eine Auslandsreiseversicherung abschließen. ich muss dann der Debeka nur den Nachweis bringen, dass ich woanders versichert bin.

Die Beraterin hatte mir noch gesagt, bei der Debeka könnte ich nur privatvollversichert bleiben (inklusive Ausland) für 350 euro etwa im Monat..., aber zum Glück geht kündigen ja auch.

Dass ich erst wieder in eine private komme, wenn ich ein bestimmtes Grundeinkommen hab, hat sie mir dann auch gesagt, also muss ich ja dann am besten sobald ich wieder in Deutschland bin, mir eine gesetzliche suchen, ich muss ja dann eh zum Arbeitsamt.

Den Reisebinenversicherungsvergleich hab ich gesehen und genau der Passus, dass Heimaturlaub mitversichert ist (den man dann auch ans Ende der Reise legen kann), beruhigt mich doch sehr.
eine der Gesellschaften ist in Bochum an der Uni, da werd ich die Tage mal vorbeigehen und mich nochmal persönlich beraten lassen.
Jan
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Beitrag von Jan » 10.02.2010 - 18:08

Hi,

bitte beachte folgenden Hinweis, den du hier findest:

http://www.studentenwerk-oldenburg.de/s ... /gkv6.html

Und zwar konkret den Abschnitt unter "Wichtige Änderung ab 1.1.2009".

Es könnte hier u.U. zu Problemen kommen, je nach dem wie die Auslandsreisekrankenversicherung angesehen wird. Sollte es als "Privatversicherung" berücksichtigt werden, wäre das u.U. ein Problem, weil die unmittelbar vor dem ALG II Antrag Bestand hat.

Denn wenn du direkt nach dem Studium ALG II beantragen würdest, wäre das wohl so ein Fall und du müsstest auch als ALG II Empfänger weiterhin privat versichert bleiben.

Die Auslegung von § 5 Abs. 5a SGB V ist wohl nicht ganz unumstritten, der einschlägige Kommentar sagt aber, dass der Teil mit dem "und" sich nur auf den Teil nach dem "oder" bezieht :roll:
Icker
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Re: Debeka Studententarif und Auslandsversicherung

Beitrag von Icker » 09.02.2014 - 10:11

Ich würde nicht zur Debeka gehen, weil hier vor allem ältere Leute versichert werden und der Versicherer auch Versicherte mit Vorerkrankungen aufnimmt. Das bedeutet, dass die Beiträge im Alter kaum noch zu tragen sein werden.
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Re: Debeka Studententarif und Auslandsversicherung

Beitrag von Yassakka » 09.02.2014 - 13:19

Sorry, das ist ziemlicher Quatsch. Es werden nicht vor allem ältere Leute versichert. Ein Großteil sind gerade junge Leute, die neu verbeamtet werden. Gerade die defekt USt. unter den privaten Versicherern noch eine mit einigermaßen zivilen Beiträgen.
Über das grundsätzliche Problem der PKV-Beiträge im Alter müssen wir hier nicht diskutieren, das würde wohl zu weit führen... Da ist das gesamte System großer Mist...
Berichte und Blog zu meinen bisher drei Australienreisen: australienberichte.de
Candie
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Re: Debeka Studententarif und Auslandsversicherung

Beitrag von Candie » 10.02.2014 - 07:24

Hallo,
auch wenn der Thread etwas Älter ist, würde ich gerne darauf eingehen.

Gerade junge Menschen sollten eine private Krankenversicherung abschließen. Denn die Leistungswünsche sind in der Regel nicht so hoch und damit bleiben auch die Beiträge der Versicherung sehr niedrig.

Studenten können sich frei entscheiden, welche Gesundheitsvorsorge sie wählen. Egal ob die GKV oder PKV. Es ist allgemein bekannt, dass die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen immer weiter gesenkt werden.
Viele Verbraucherschützer schlagen hier Alarm. Erstattungen und mögliche Behandlungskosten werden fast immer anteilig an den gesetzlich Versicherten weiter gegeben. Bei einer privaten Krankenversicherung ist das anders. Hier können die Prämien individuell und flexibel gestaltet werden. Der Kunde hat einen direkten Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie. Um mögliche Beitragsschulden besser bezahlen zu können, gewährt der Anbieter oft einen Notlagentarif. Der Versicherungsschutz ist weltweit gültig, solang die Beiträge bezahlt werden.
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