Arbeitslosengeld nach Auslandsaufenthalt

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Moderator: Yassakka

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ResiSamSam
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Beitrag von ResiSamSam » 19.07.2012 - 09:52

mmhhh is ja merkwürdig :) erzählt auch echt jeder was anderes!

also ich hab mal nen § dazu rausgesucht im SGBV §5 Abs 2 stehts nochmal

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__5.html

Mit Nachhaftung ist einfach gemeint das, dass die Leistungspflicht nach Versicherungsende noch für max. 5 Wochen weiterbesteht- gibt es z.B auch in der Privathaftpflichtversicherung

dazu auch nochmal ein link

http://www.exali.de/Glossar/Nachhaftung,N1434,5230.php

der von der KV hat mir das so erklärt das wenn meine eigentliche Mitgliedschaft am 30.10 endet und ich mir am 04.11. mein Bein breche dann besteht Nachhaftung der KV auch aus dem grund das ich dann ja sowieso nicht fliegen kann und ich auch somit eigentlich nicht aus der KV rausgenommen wäre- hoffe iwie verständlich :shock:

naja nichtsdestotrotz werd ich zur Sicherheit nochmal bei der KV anrufen und mir die Meinung einer 2ten person holen.

Nur mal so - wie teuer war das denn für die paar tage sich "privat" zu versichern? und du hast das dann aber freiwillig über die gestzeliche gemach,oder?
Wastl
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Beitrag von Wastl » 20.07.2012 - 07:29

Bin mir da auch nicht 100% sicher! Du redest über "Leistungspflicht nach Versicherungsende". Solang du in Deutschland bist, hast du aber eine VERSICHERUNGSPFLICHT und somit auch kein offizielles "Versicherungsende". Dass heißt, du MUSST irgendwo krankenversichert sein, egal ob das nun für die paar Tage bis zu deinem Flug gesetzlich durch das Arbeitsamt passiert oder du dich freiwillig versichern lässt.

Und das mit der Nachhaftung verstehe ich so, dass sich das nur auf laufende Verfahren bezieht die während deiner Zeit als Versicherte enstanden sind und noch nicht abgeschlossen sind. Aber wenn heute der Versicherungsvertrag endet und du dir morgen ein Bein brichst, verstehe ich nicht, warum die Krankenkasse dafür noch haften sollte. (wenn es nicht gerade dafür im SGB eine entsprechende Klausel gibt, die ich beim Üœberfliegen deines Links aber nicht wirklich finden konnte). Wo steht das denn im SGB, dass "Leistungspflicht nach Versicherungsende noch für max. 5 Wochen weiterbesteht". Ich habe es echt nicht gefunden oder einfach überlesen.

Ich halte es für unsinnig für ein paar Tage sich nochmal bei einer anderen Krankenkasse freiwillig versichern zu lassen oder sich gar privat versichern zu lassen. Ich habe mich freiwillig bei meiner gesetzlichen Krankenkasse für 5 Tage versichern lassen.
Die Berechnungsgrundlage dafür ist meiner Meinung nach ziemlich überarbeitungsbedürftig. Wenn du dich freiwillig versichern lässt, dann nehmen sie deine Einkünfte für den Monat als Grundlage.

"die Gesamtheit aller Einnahmen [macht] das Gesamteinkommen des Versicherten aus", welches dann als Bezugsgröße herangezogen wird. Wenn du allerdings ein paar Tage später Australien verlässt, hast du natürlich (normalerweise) keine Einkommen mehr. Es gibt allerdings per Gesetz eine monatliche Mindestbemessungsgrenze (monatliches fiktives Einkommen), das 2012 bei 875 EUR liegt. Davon wird dir dann der ermäßigte Beitragssatz von 14,9% berechnet.

875 EUR * 0,149 = 130,38 EUR pro Monat, die du als freiwilliger Versicherter Zahlen müsstest. Pro Tag müsstest du also 4,35 EUR zahlen (bei 30 Tagen im Monat).

Angenommen du musst dich noch 6 Tage bis zum Flug freiwillig versichern, dann sind es 26,08 EUR, die du zahlen müsstest.

Das gilt aber wie gesagt nur, wenn du nach der Mindestbemessungsgrenze berechnet wirst.

Hier noch ein paar Links dazu:

http://www.gkv-spitzenverband.de/media/ ... 052011.pdf

http://www.krankenkassen.de/gesetzliche ... chert-gkv/
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Beitrag von coko84 » 21.07.2012 - 14:16

Oh das ist alles so kompliziert!
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Beitrag von Wastl » 22.07.2012 - 06:41

:lol: Deutschland halt :lol:
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Re: Arbeitslosengeld nach Auslandsaufenthalt

Beitrag von yeahihey » 17.04.2013 - 12:42

Hallo,
@justfun, wie hat es denn bei dir mit der Arbeitslosenmeldung funktioniert? Hast du dein ALG 1 nach dem Jahr erhalten bzw wie lange warst du weg? Du warst ja auch vor Ende deines ARbeitsvertrages ausgereist oder?
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Re:

Beitrag von Chacco » 17.04.2013 - 14:23

Wastl hat geschrieben:Solang du in Deutschland bist, hast du aber eine VERSICHERUNGSPFLICHT und somit auch kein offizielles "Versicherungsende". Dass heißt, du MUSST irgendwo krankenversichert sein, egal ob das nun für die paar Tage bis zu deinem Flug gesetzlich durch das Arbeitsamt passiert oder du dich freiwillig versichern lässt.
Das passt nicht zusammen :wink:
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Re: Re:

Beitrag von Wastl » 22.04.2013 - 17:37

Chacco hat geschrieben:
Wastl hat geschrieben:Solang du in Deutschland bist, hast du aber eine VERSICHERUNGSPFLICHT und somit auch kein offizielles "Versicherungsende". Dass heißt, du MUSST irgendwo krankenversichert sein, egal ob das nun für die paar Tage bis zu deinem Flug gesetzlich durch das Arbeitsamt passiert oder du dich freiwillig versichern lässt.
Das passt nicht zusammen :wink:
Was passt denn da nicht zusammen?
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alprausch
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Re: Arbeitslosengeld nach Auslandsaufenthalt

Beitrag von alprausch » 26.04.2013 - 04:07

Hallo Leute :grins:
Also ich hätte da auch einmal eine Fragen.....
Ich wurde gekündigt zum 10.11.2012 und bis zum 15.11.2012 war ich Arbeitslos gemeldet.Am 16.11.2012 flog ich nach Australien und möchte hier bis Dezember 2014 bleiben.Bekomme ich dann trotzdem noch Arbeitslosengeld?Ich konnte das hier nirgendwo herraus lesen,sorry.....
Vielen Dank für eure Antworten :smile:
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Re: Arbeitslosengeld nach Auslandsaufenthalt

Beitrag von a.ko » 26.04.2013 - 10:24

soweit ich weiss, hast du einen Zeitraum von 4 Jahren um die Leistung von ALG1 in Anspruch zu nehmen.
Bin mir aber nicht ganz sicher
Marcel60486
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Re: Arbeitslosengeld nach Auslandsaufenthalt

Beitrag von Marcel60486 » 21.06.2014 - 11:37

Ich moechte hier mit euch meine Erfahrung teilen und eine wichtige Frage stellen.

Ich habe zum 31.09.2013 nach jahrelanger Taetigkeit bei meinem Arbeitgeber gekuendigt, um am 3.1.2014 ins Ausland zu gehen. Anfang Dezember habe ich mich beim Arbeitsamt arbeitssuchend gemeldet und mit Glueck noch Ende Dezember einen Termin bekommen. Dieser Termin ist laut Arbeitsamt zwingend notwendig gewesen. Ich war auf den Papier fuer einen Tag arbeitslos, was die Voraussetzung dafuer ist, dass die Sperrzeit anfaengt zu laufen. Diese betraegt in meinem Falle 3 Monate (da ich selbst gekuendigt habe) und eine Woche (da ich mich nicht 3 Tage nach bekannt werden der Arbeitslosigkeit bzw der Kuendigung beim Arbeitsamt gemeldet habe). Mir egal, denn ich bin laenger weg als die Sperrzeit andauerte. Geld bekomme ich sobald ich wieder in Deutschland bin und "dem deutschen Arbeitsmarkt zur Verfuegung stehe". Anspruch auf ALG1 habe ich in den kommenden 4 Jahren fuer ein Jahr. Was die Krankenkasse betrifft, habe ich von meiner Krankenkasse die Aussage bekommen, dass ich mir bzgl. der (in meinem Fall ) ersten 3 Tage keine Sorgen machen und mich nicht privat versichern muss. Langzeitauslandskrankenversicherungen (LAKV) wuerden nur Leistungen die im Ausland anfallen uebernehmen. Zum Thema LAKV hat mich noch die Frage interessiert, was passiert, wenn ich einen Unfall im Ausland habe. Mir wurde gesagt, dass die Versicherung sich dann entscheidet ob ich im Ausland behandelt werde, oder einen Ruecktransport bezahlt - das guenstigere trifft zu. Mit dem Betreten der Eingangstuer eines deutschen Krankenhauses endet die Haftung der LAKV. Keine Sorge, die alte deutsche Krankenversicherung MUSS euch laut Gesetzt wieder aufnehmen und fuer die Behandlungskosten aufkommen, auch wenn ihr vor der Behandlung nicht mit der sprechen koennt.

Ich bin derzeit in Australien am fleissig am arbeiten. Das tolle ist, dass das Fiskaljahr hier zum 30.06. endet. Das bedeutet, dass Einkommen unter AUD 18.200 pro Fiskaljahr steuerfrei bleiben, sobald man als Resident for Tax Purposes betrachtet wird. Das trifft zu, wenn man nachweisen kann mind. 6 Monate an einem Ort zu bleiben. Kann man das nicht, wird ein Steuersatz von 32.5% erhoben. Ich habe einen Arbeitsvertrag bis Mitte November 2014 und plane nach einer anschliessenden Rundreise von 5 Wochen Mitte Dezember nach Deutschland zurueckzukehren. Das tolle ist, dass ich eine Zusage fuer einen Job in Deutschland ab 1.1.2015 erhalten habe. Juhu. Jetzt meine Fragen:

1) Muss ich in Deutschland sein, um mich wieder beim Arbeitsamt arbeitssuchend zu melden?
2) Kann es mein Vater, der eine Generalvollmacht besitzt, mich beim Arbeitsamt zurueck melden?
3) Was wuerdet ihr mir raten um moeglist viel ALG 1 zu bekommen?
Tinie
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Re: Arbeitslosengeld nach Auslandsaufenthalt

Beitrag von Tinie » 12.01.2015 - 13:49

Hi Marcel,

wie hast du es denn nun gemacht? Ich habe demnächst eine ähnliche Situation vor mir.

Ich komme am 06.03. in D an, würde mich aber schon vorher arbeitslos melden wollen. Hast du das am Ende gemacht? Wenn ja, wie?

Vielen Dank für deine Hilfe,

Christin
Wastl
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Re: Arbeitslosengeld nach Auslandsaufenthalt

Beitrag von Wastl » 13.01.2015 - 16:45

Marcel60486 hat geschrieben:Mit dem Betreten der Eingangstuer eines deutschen Krankenhauses endet die Haftung der LAKV. Keine Sorge, die alte deutsche Krankenversicherung MUSS euch laut Gesetzt wieder aufnehmen und fuer die Behandlungskosten aufkommen, auch wenn ihr vor der Behandlung nicht mit der sprechen koennt.
Ohh, da wäre ich ganz vorsichtig mit dieser Aussage. Ich glaube kaum, dass eine gesetzliche Krankenversicherung für Kosten aufkommt, deren Ursache im Ausland zu finden sind. Klar, muss dich die Krankenkasse wieder aufnehmen. Aber das schließt noch längst nicht ein, das die GKV dann auch für Behandlungen aufkommt, deren Ursache vor dem Versicherungseintritt liegt.
Wenn die LAKV einen Rücktransport für sinnvoll erachtet, übernimmt sie selbstverständlich auch die Kosten in einem deutschen Krankenhaus. Alles andere macht doch überhaupt keinen Sinn.
Marcel60486 hat geschrieben: 1) Muss ich in Deutschland sein, um mich wieder beim Arbeitsamt arbeitssuchend zu melden?
Ja, musst du.
Marcel60486 hat geschrieben: 2) Kann es mein Vater, der eine Generalvollmacht besitzt, mich beim Arbeitsamt zurueck melden?
Nein, kann er nicht.
Marcel60486 hat geschrieben: 3) Was wuerdet ihr mir raten um moeglist viel ALG 1 zu bekommen?
Verstehe die Frage nicht. ALG I sind doch immer 60% vom Bruttolohn. Da kann man doch nicht wirklich was schieben.
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